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Jan 21

Wie das Wetter die Kauflust beeinflusst

„Gehen Sie mit der Konjunktur“ heißt es in einem alten Schlager des legendären Hazy-Osterwald-Sextetts. Das ist allerdings leichter gesagt, als getan. Denn in Wirklichkeit wird die Kauflust vom Wetter bestimmt.

Dass das jährliche Weihnachtsgeschäft, vorallem was Lebkuchen und Glühwein betrifft, unter einem zu warmen Dezember leiden kann, leuchtet ein, doch das Wetter beflusst das Kaufverhalten der Konsumenten auch bei anderen Produkten. So belegen Zahlen des Autohandels, dass zum Beispiel schlechtes Wetter die Lust dämpft, ein Fahrzeug, ob neu oder gebraucht, zu kaufen.

Einkaufsstraße: Die Lust zu Shoppen ist wetterabhängig. Foto: Moerschy/pixabay.com

Einkaufsstraße: Die Lust zu Shoppen ist wetterabhängig. Foto: Moerschy/pixabay.com

Auch die Schlussverkäufe des Textilhandels sind schwer wetterabhängig. So sinkt im Winterschlussverkauf die Lust auf Winterklamotten, wenn die Wintermonate so gar nicht winterlich sind. Eigentlich ist der Ausverkauf der Winterkollektionen ja dazu gedacht, dass man sich günstig für die mehr oder weniger kalte Jahreszeit des folgenden Jahres rüstet. Beim Sommerschlussverkauf verhält es sich genau umgekehrt, ein schlechter Sommer beschert dem Modehandel mehr Umsatz, was wohl damit zu erklären ist, dass man bei fehlenden Badetemperaturen lieber eine Shoppingtour plant, als an den See zu fahren. Schuhe hingegen werden eher bei schönem Wetter gekauft.

Veranstalter von Events wie etwa verkaufsoffenen Sonntagen melden hingegen, dass die Kauflust an diesen Tagen bei schönem Wetter höher ist als bei Regenwetter. Was nicht zuletzt an der ausgelassenen Volksfeststimmung liegt, mit der die Macher ihre Kunden locken.

Der Onlinebuchhandel scheint übrigens seine eigenen Gesetzmäßigkeiten zu haben. Laut einer Eigenstudie des Onlinehändlers lehmanns.de liegen die optimalen Temperaturen für den Onlineumsatz von Druckwerken bei etwa 0 bis 5 Grad Celsius. Wenn es zu warm ist, gehen die Menschen lieber in die Nautur, warum die Kauflust aber bei Minusgraden sinkt, da sind die Experten allerdings noch nicht dahinter gekommen.

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