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Okt 09

Wetterphänomen: Wie kommen die Löcher in die Wolken?

Wenn in einer Wolkendecke kreisrunde Löcher entstehen, handelt es sich um sogenannte Hole Punch Clouds. Wie entsteht das Wetterphänomen?

wetterphänomen

Hole Punch Cloud vor einigen Jahren über Österreich. Foto: H. Raab/CC BY-SA 3.0

Anfang Oktober waren kurz über Nordrhein-Westfalen runde Löcher in der Wolkendecke zu sehen. Kurz vor dem Sonnenuntergang rissen die Wolken auf. Bei dem seltenen Wetterphänomen handelte es sich um sogenannte Hole Punch Clouds.

Wetterphänomen noch nicht ganz erforscht

Forscher sind sich noch nicht ganz über die Entstehung von Hole Punch Clouds einig. Manche vertreten die Theorie, dass aus höheren Schichten Eiskristalle auf die Wolken fallen und Löcher in diese reißen. Die Kristalle würden sich demnach an die Wolkendecke “heften” und die Löcher werden größer. Durch Eiskristalle aus den Triebwerken von Flugzeugen wird die Entstehung der Wolken unterstützt.

Auch Trichter können entstehen

Durch die zusätzliche Wasseraufnahme werden die Eiskristalle schwerer. Das hat zur Folge, dass diese in Richtung Erdoberfläche fallen. Dadurch können sich am unteren Ende der Wolken Trichter bilden. Obwohl diese einem Tornado ähneln, ist es keiner. Gefahr geht von dem Wetterphänomen keine aus. Bis zur Erdoberfläche reichen die Trichter nicht, weil die Eiskristalle in tiefen Luftschichten schmelzen.

 

Das Foto wurde unter der CC BY-SA 3.0-Lizenz veröffentlicht

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