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Mai 02

Wetterphänomen: Was ist ein Funnel?

Die sogenannten Trichterwolken machen einen Tornado erst sichtbar.

Foto: pixabay (Symbolbild)

Foto: pixabay (Symbolbild)

Ein 15-Jähriger hat im April in Niederwiesa bei Chemnitz während eines aufziehenden Unwetters vom Balkon aus eine Wolkenform fotografiert, die stark an einen Tornado erinnert. Das berichtet die “Freie Presse”. Doch das sei kein Tornado gewesen, sondern ein sogenannter “Funnel”.

Sichtbarer Tornado

Funnel heißt aus dem Englischen übersetzt “Trichter”. In Zusammenhang mit dem Wetterphänomen sprechen Experten von einer “Funnelcloud”, also einer Trichterwolke. Diese kann während der Entstehung eines Tornados entstehen.

Oft wird die Trichterwolke als Vorstufe zum Tornado bezeichnet. Die Funnelcloud ist aber vielmehr der sichtbare Teil eines Tornados. Den Luftwirbel während der Tornadowanderung selbst kann man nicht sehen, da ja Luft unsichtbar ist.

Ein Funnel reicht von der Wolkenbasis nach unten. Durch stark absinkenden Luftdruck entsteht die Wolke durch vom Boden aufgewirbelten Staub. Aber auch Wasser kann in den Wirbel gelangen, bei starker Rotation sogar Gegenstände. Erst wenn der Wirbel Bodenkontakt hat, spricht man von einem Tornado. Ein Tornado muss aber nicht unbedingt durch einen Funnel sichtbar sein. Die Funnelcloud ist also eine Wolke. Als Tornado bezeichnet man den gesamten Wirbel bei Bodenkontakt

Tornados kommen in Deutschland gar nicht so selten vor. Laut der Internetseite tornadoliste.de wurden 2017 225 registriert, dieses Jahr bereits 15. Tornadowarnungen können unter anderem auf der Internetseite des Wetterexperten Jörg Kachelmann abgerufen werden.

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