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Okt 31

Wetterphänomen: Drei Sonnen über Deutschland

Durch ein Wetterphänomen sieht man unter bestimmten Voraussetzungen drei Sonnen. Das steckt dahinter.

Foto: photojanski/Abobe Stock (Symbolbild)

Foto: photojanski/Abobe Stock (Symbolbild)

Mitte Oktober waren über dem baden-württembergischen Enzkreis drei Sonnen zu beobachten. Doch was steckt hinter dem Wetterphänomen? Das, was zu sehen war, bezeichnen Meteorologen als “Nebensonnen”. Diese zählen zu den sogenannten Halos, die durch brechen des Sonnenlichts verschiedene Formen haben können. Sie können zum Beispiel auch als Lichtsäulen oder Lichtpunkt unterhalb des Horizonts auftreten.

Genaue Voraussetzungen für das Wetterphänomen

Die zwei “Sonnen” neben der Sonne sind eine optische Täuschung und entstehen durch Eiskristalle in der Erdatmosphäre, durch die das Licht gebrochen wird. Damit wir diese Lichtpunkte sehen, müssen die Eiskristalle möglichst regelmäßig gewachsen und durchsichtig sein. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Kristalle flach und sechseckig sind. Nur so kann das Licht auf geradem Weg abgelenkt werden.

Die Eiskristalle schweben in den Cirruswolken. Damit die Kristalle entstehen, müssen die Temperaturen in dieser Höhe entsprechend niedrig sein. Bei einer ruhigen Wetterlage ordnen sie sich horizontal an und leiten das Licht jeweils 22 Grad auf die linke und rechte Seite der Sonne. Man sieht folglich jeweils mal stärkere, mal schwächere Dreiecke. Die Sichtbarkeit ist vom Hintergrund abhängig. Wenn am Horizont dunkle Wolken aufziehen, sieht man die Lichtflecken besser.

Ähnlich wie bei einem Regenbogen

Das Prinzip funktioniert ähnlich wie beim Regenbogen. Nur wird beim Regenbogen das Licht so stark umgeleitet, dass man die Sonne im Hintergrund haben muss, um ihn zu sehen. Wenn man Halos beobachten will, muss man darauf achten, dass man nicht von der Sonne geblendet wird. Auch nachts können ähnliche Phänomene beobachtet werden. Es gibt “Nebenmonde”, die nach dem gleichen Prinzip entstehen.

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