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Jan 02

Wetterextreme: Deutschland stärkt äthiopischen Agrarsektor

Das deutsche Entwicklungsministerium und die KfW helfen in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen äthiopischen Landwirten nachhaltig die Folgen der Wetterextreme zu bewältigen.

Foto: Can/Adobe Stock

Foto: Can/Adobe Stock

Äthiopien ist einer der ärmsten Länder Afrikas. Die Landwirtschaft ist das wichtigste Standbein der Einwohner. Doch unter der Hitze funktioniert diese nur schwer. Wetterextreme, die durch den Klimawandel noch verstärkt werden, erfordern Maßnahmen gegen die Folgen. Dazu zählt nicht nur Dürre, sondern auch Starkregen.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW hat im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen Finanzierungsvertrag unterzeichnet. Auch das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) beteiligt sich an der Finanzierung in der Gesamthöhe von 20 Millionen Euro. Die Förderung, finanziert durch die Sonderinitiative „Eine Welt ohne Hunger“, stellt eine Ausweitung der von WFP und Oxfam gegründeten Rural Resilience Initiative (R4) dar. Sie unterstützt den äthiopischen Agrarsektor in ausgewählten Regionen, die extremen Wetterereignissen ausgesetzt sind.

Bevölkerung ist auf Hilfe gegen Folgen der Wetterextreme angewiesen

„Die Landwirtschaft, von der über 85 % der Bevölkerung Äthiopiens direkt oder indirekt abhängen, ist besonders klimaempfindlich”, erklärt KfW-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Joachim Nagel. In den ländlichen Gebieten stelle der Agrarsektor zumeist die einzige Beschäftigungs- und Einkommensmöglichkeit dar. “Umso wichtiger ist es, die Landbevölkerung für Klimarisiken und damit verbundenen Ernteausfällen zu rüsten und so das Nahrungsangebot in den betroffenen Regionen sicherzustellen“, so Nagel weiter.

Nachhaltige Möglichkeiten für die Landwirte

Der ganzheitliche Ansatz umfasst vier Maßnahmen zum besseren Umgang mit Wetterrisiken: Zum einen werden wirtschaftlich und finanziell nachhaltige Dürreversicherungen für die ansässige Bevölkerung bereitgestellt. Zum anderen werden Maßnahmen zum Erosionsschutz und der Wasserrückhaltung im Fall von Starkregen eingeleitet. Darüber hinaus können die kleinbäuerlichen Betriebe über Mikrokredite in die Diversifizierung ihrer Einkommen investieren. So haben sie zum Beispiel die Möglichkeit, Bienen für die Honigproduktion und -vermarktung zu erwerben. Schließlich wird auch das Sparverhalten der Landwirte durch spezielle Trainings gestärkt und so ein finanzielles Polster für etwaige Ernteausfälle durch das Extremwetter angespart.

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