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Jan 09

Was das Schneechaos mit der Hitzewelle zu tun hat

Viele Regionen in den Alpen erleben derzeit ein unglaubliches Schneechaos – laut Experten eine Folge des Klimawandels, ebenso wie die Hitzewelle 2018.

schneechaos

Foto: pixabay (Symbolbild)

Ganze Regionen in Bayern und Österreich versinken im Schnee. In einigen wurde sogar Katastrophenalarm ausgelöst. Die Versorgung ist durch das Schneechaos gefährdet. Für Urlauber herrscht diesen Winter höchste Lawinengefahr. Einsatzkräfte raten davon ab, sich in der nähe von Bäumen aufzuhalten, denn diese können von einer Sekunde auf die andere durch die Last der Schneemassen umfallen. Dadurch kommt es auch zu Straßensperrungen und Zugausfällen.

Schwacher Polarwirbel bringt Schneechaos

Der heftige Wintereinbruch hat einen Grund: Der Polarwirbel über der Arktis ist zusammengebrochen. Dieser sorgt im Normalfall dafür, dass kalte Luftmassen am Nordpol bleiben. Durch das Splitting strömte die kalte Luft bis nach Europa. In den kommenden Tagen soll es zwar etwas wärmer werden, Meteorologen kündigen aber für Ende Januar eine neue Kältepeitsche an.

Klimawandel sorgt für schwachen Polarwirbel

Die Abschwächung des Polarwirbels liegt an wärmeren Temperaturen am Nordpol. Der Mechanismus wird gestört. Diese warmen Luftmassen haben im Sommer auch für die durch die Hitzewelle verursachte Dürre in Europa gesorgt. Das passiert zwar regulär alle zwei Jahre, der Rhythmus wird aber engmaschiger und die Temperaturunterschiede werden größer. Im Normalfall werden die Sonnenstrahlen durch die Eis- und Schneedecke in die Troposphäre zurückgestrahlt. Durch die Eisschmelze bleibt die Reflexion aus – eine Folge des Klimawandels. Ein Teufelskreis, der dafür sorgen wird, dass wir uns wohl an strenge Winter und heiße Sommer gewöhnen müssen.

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