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Okt 02

Sturmtief “Mortimer” ist kein Zufall

Die Schäden, die das Sturmtief “Mortimer” hinterlassen hat, lagen zum Glück unter den Befürchtungen. Doch warum treten gerade in den Herbst- und Wintermonaten Stürme auf?

sturmtief

Foto: pixabay (Symbolbild)

In den vergangenen Tagen zog das Sturmtief “Mortimer” über Norddeutschland. Es kam vom Atlantik über die britischen Inseln nach Deutschland. Die Schäden sind nicht so hoch wie erwartet. Der Bahnverkehr kam teilweise zum Erliegen. In Sachsen-Anhalt wurde ein Autofahrer durch einen umstürzenden Baum getötet. Inzwischen ist das Tief in Richtung Baltikum weitergezogen. Doch laut Deutschem Wetterdienst (DWD) müssen wir in den kommenden Tagen mit dem Sturmtief “Nils” rechnen. Dieses bringt auch kalte Polarluft und somit einen Temperatursturz mit.

Unterschiedliche Temperaturen

“Mortimer” ist der erste Herbststurm in diesem Jahr. Aber warum kommen ausgerechnet im Herbst und im Winter heftige Stürme auf? In diesen Jahreszeiten sind die Wassertemperaturen des Atlantiks noch relativ hoch. Ein Grund dafür ist der Golfstrom. In Nordeuropa hingegen sinken die Lufttemperaturen. Durch den Temperaturunterschied entsteht die Polarfront, welche die verschiedenen Temperaturzonen trennt. Damit verbunden sind starke Herbstwinde in der nördlichen Hemisphäre.

Luftdruck verstärkt Sturmtief

Verstärkt werden die Winde durch Luftdruckunterschiede. Kalte Luft ist schwerer als warme. Das hat zur Folge, dass die warmen Luftmassen über die kalten gleiten, wenn sie über dem Atlantik aufeinander treffen. Sie vermischen sich, die warme Luft kühlt ab und kondensiert, was die Bildung von Wolken zur Folge hat. Durch die von der Wasseroberfläche nachströmende und zugleich in großer Höhe weichende Luft entsteht unterschiedlicher Luftdruck, der die Windgeschwindigkeit erhöht. Die Strömungsrichtung der Polarfront bringt dann die Tiefdruckgebiete auf das europäische Festland.

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