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Feb 27

Rußrindenkrankheit nach heißem Sommer

Die Rußrindenkrankheit breitet sich nach dem heißen Sommer 2018 verstärkt aus und ist auch für Menschen gefährlich.

rußrindenkrankheit

Foto: pixabay (Symbolbild)

In einigen Regionen – darunter Hessen, Baden-Württemberg und Bayern – tritt an Bäumen verstärkt die sogenannte Rußrindenkrankheit auf. Betroffen ist vor allem der Bergahorn, der meist in öffentlichen Parkanlagen vorkommt. Aber auch Spitz- und Feldahorn können betroffen sein. Erst vor einigen Jahren wurde die ursprünglich aus Kanada stammende Pilzkrankheit in Deutschland zum ersten Mal festgestellt. Auslöser ist durch Hitze hervorgerufener Trockenstress.

Absterben durch Rußrindenkrankheit dauert mehrere Jahre

Anzeichen dafür, dass ein Baum von der Rußrindenkrankheit befallen ist, sind ein Schleimfluss an der Rinde sowie Blattwelke und Laubfall. Im weiteren Verlauf sterben ganze Äste ab. Das Absterben des Baumes kann sich einige Jahre hinziehen. Schließlich reißt am Stamm die Rinde längsseitig auf. Das Holz darunter ist schwarz.

Einatmen der Sporen gesundheitsschädlich

Über den schwarzen Belag setzt der Pilz feine Sporen frei, die beim Einatmen zu Reizhusten, Fieber, Atemnot und Schüttelfrost führen. Befallene Bäume müssen auf alle Fälle gefällt werden. Spaziergänger sollten kranke Bäume meiden, Forstarbeiter beim Fällen Mund- und Nasenschutz tragen.

Des Weiteren empfiehlt die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG), bei der Fällung und Entsorgung der Bäume auf verschiedene Maßnahmen und Umstände zu achten. So ist zum Beispiel zu empfehlen, die Arbeiten an feuchten Tagen durchzuführen.

Bekämpfungsmaßnahmen gegen den Pilz gibt es nicht. Vorbeugen kann man, indem die Wasserversorgung der angepflanzten Bäume in Trockenphasen über die ersten Jahre aufrecht erhalten wird.

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