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Jun 11

Pollen immer aggressiver: Feind im Anflug

Heuschnupfen

Die Temperaturen sind wärmer geworden. Für viele Menschen spielen sich allerdings die Frühlingsgefühle nicht in der Seele ab, sondern in der Nase – Pollenalarm!

Menschen, die unter Pollenallergie, landläufig auch Heuschnupfen genannt, leiden, müssen sich in der warmen Jahreszeit mit juckender Nase, brennenden Augen und Niesattacken wohl oder übel arrangieren, dagegen machen kann man kaum etwas.

Jetzt haben Wissenschaftler herausgefunden, dass nicht nur die Menge der Pollen zunimmt, sondern, dass diese auch immer aggressiver werden. „Wir haben festgestellt, dass der Klimawandel die Pollenbelastung für den Menschen ganz massiv verändert. Wir haben eine frühere Pollensaison und auch immer mehr Pollen in der Luft.“,  sagt Professorin Annette Menzel, Ökoklimatologin an der Technischen Universität München. „Inzwischen kann es sogar Menschen treffen, die bisher noch keine Allergie hatten.“, so Menzel weiter.

Jeder vierte Bundesbürger leidet, einer Studie zufolge, an Heuschnupfen, Tendenz steigend. Die Allergien der Betroffenen werden auch immer schlimmer. Bei der Studie hatte Annette Menzel 23 Pflanzenarten auf 13 europäischen Ländern zusammengetragen und sie auf zunehmende Pollenbelastung untersucht.

„In dieser groß angelegten Studie konnten wir feststellen, dass die Anzahl der Pollen überall zugenommen hat. In ländlichen Gebieten um ein Prozent, in der Stadt um drei Prozent. Wenn man das jetzt über 10, 20 Jahre hochrechnet, kommen Anstiege um 20 bis 30 Prozent dabei heraus“, ist Menzel vom Ergebnis überzeugt.“ Grund für die Zunahme der Pollen ist, dass die Pflanzen durch eine durchschnittliche Erwärmung des Klimas, immer bessere Wachstumsbedingungen und auch ausgedehntere Wachstumsphasen im Jahresablauf haben. Durch die Erwärmung werden Zeiten, in denen Pollen Pause machen, immer kürzer.

 

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