59 Suchergebnisse gefunden für das Schlüsselwort: schnee

Feb 20

Pflanzen: Probleme durch frühlingshafte Temperaturen

Die Menschen genießen in ganz Deutschland die warmen Temperaturen. Doch für Pflanzen kann der vorzeitige Frühling zum Problem werden.

pflanzen

Foto: pixabay (Symbolbild)

Nach dem extremen Winter von 2018 auf 2019 freut man sich, dass es jetzt wärmer ist. Bereits Mitte Februar steigen die Temperaturen bis 15 Grad Celsius, in manchen Regionen tageweise sogar bis 20 Grad. Verantwortlich für das sonnige Wetter sind sowohl das Hoch “Dorit” als auch das Tief “Werner”. Die Pflanzen könnten bald in voller Blüte stehen.

Februar ist viel zu warm

Der Einfluss der südwestlichen Strömung beschert uns die warmen Temperaturen. “Dorit” verabschiedet sich zwar dieser Tage, geht aber nahtlos in das Hoch “Erika” über. Es bleibt also warm. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) liegen die derzeitigen Temperaturen weit über dem Monatsmittel. Dieses liegt im Februar bei zwei bis drei Grad.

Pflanzen könnten erfrieren

Für Pflanzen könnte der vorzeitige Frühling allerdings zum Problem werden. Wenn sich zweistellige Temperaturen in den nächsten Tagen und Wochen einpendeln, werden Pflanzen die volle Blüte entwickeln. Das Wetter ist etwa vier bis sechs Wochen voraus. „Sollte es dann aber im März oder April zu einem Kaltlufteinbruch kommen, würde das fatale Folgen für die Natur haben. Die Blüten würden erfrieren”, warnt Diplom-Meteorologe Dominik Jung im Interview mit merkur.de.

Feb 06

Wetterlagen sind größer als bisher angenommen

Wetterlagen mit Starkregenereignissen in Europa sind nicht nur auf unsere Regionen beschränkt. Extreme Niederschläge sind über Kontinente hinweg verbunden.

wetterlagen

Foto: ESA/NASA

Regionale extreme Niederschläge hängen mit der gleichen Art von Wetterlagen tausende Kilometer entfernt zusammen. Das hat ein internationales Expertenteam in einer neuen Studie herausgefunden. Die Forscher entdeckten ein globales Verbindungsmuster von Extremniederschlägen.

Wetterlagen können besser vorhergesagt werden

Die Erkenntnisse könnten eine verbesserte Wettervorhersage möglich machen. Schäden können so begrenzt und Menschen besser geschützt werden. Durch die extremen Niederschlagsereignisse aufgrund des Klimawandels gewinnt die Studie an Relevanz.

Satellitendaten dienten als Grundlage

Anhand von Satellitendaten entdeckten die Wissenschaftler, dass Niederschläge durch die Jetstreams verbunden sind. Diese umkreisen im oberen Bereich der Atmosphäre die Erde und bilden riesige Wellen zwischen dem Äquator und den Polen.

„Wir haben ein globales Verbindungsmuster entdeckt, welches das Auftreten von extremen Regenereignissen festlegt und bestimmte Arten von atmosphärischen Wellen als die wahrscheinliche Hauptursache identifiziert”, so der Leitautor der Studie, Niklas Boers. Der Deutsche forscht am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und am Imperial College in London.

Europäischer Regen mit asiatischem Monsun verbunden

Der südasiatische Sommermonsun etwa ist laut der Wissenschaftler mit Ereignissen in Ostasien, Afrika, Europa und Nordamerika verbunden. Obwohl Regenfälle in Europa nicht den Regen in Pakistan und Indien verursachen, gehören sie zum gleichen atmosphärischen Wellenmuster. Die europäischen Regenfälle werden dabei zuerst ausgelöst. Die Forscher versprechen sich dadurch zum Beispiel, Extremwetterereignisse in Asien anhand der Wetterlage in Europa besser voraussagen zu können.

Ihre Studie haben die Forscher im Januar im Fachmagazin “Nature” veröffentlicht.

Sep 05

Dürre: Künstliche Gletscher gegen Wassermangel

Die Gletscher in Südasien gehen immer weiter zurück. Die von der Schmelze abhängigen Landwirte haben mit Dürre zu kämpfen. Deutsche Forscher haben eine Lösung gefunden.

dürre

Foto: pixabay

Der Rückgang der Gletscher sowie das abnehmende Schneevorkommen bedrohen die Landwirtschaft des südasiatischen Hochgebirges. In den Regionen sind die Bauern vom Schmelzwasser der Gletscher abhängig. Der Klimawandel fördert die Dürre. Forscher des Südasien-Instituts der Universität Heidelberg haben in einer Langzeituntersuchung eine Möglichkeit gefunden, Wasserengpässen entgegenzuwirken. Mit der Errichtung von Eisreservoirs könnten künstliche Gletscher geschaffen werden und so die Wasserversorgung aufrecht gehalten werden.

Wasserversorgung in Zeiten der Dürre

In der nordindischen Hochgebirgswüste Ladakh wurden in den vergangenen dreißig Jahren mithilfe von Fördermitteln verschiedene Typen von Eisreservoirs errichtet. In diesen Monaten herrscht Trockenzeit. Diese künstlichen Gletscher werden zwischen November und März aus Schmelzwasserabflüssen gespeist. Sie sind als kaskadenartige Mauern oder Kegel angelegt und sichern in den trockenen Frühjahrsmonaten die Bewässerung.

Projekt muss weiterentwickelt werden

In der Studie legt das Team um Prof. Marcus Nüsser eine Bestandsaufnahme und Typologie der künstlichen Gletscher vor. Ihre Auswertung von Satellitenbildern und Messungen vor Ort zeigen, dass das Speichervolumen der Eisreservoirs von 1.010 bis 3.220 Kubikmetern Wasser reicht. „Damit können im Optimalfall die Feldfluren im Abstand von mehreren Tagen bis zu dreimal vollständig bewässert werden“, erklärt Nüsser. Das Speichervolumen ist allerdings noch nicht verlässlich, da es von den klimatischen Bedingungen in der Region abhängt, die von Jahr zu Jahr variieren. Die Forschungsergebnisse haben die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „Regional Environmental Change“ veröffentlicht.

Aug 22

Klimawandel: Holz verliert an Qualität

Bäume werden mit dem Klimawandel höher, verlieren aber an Dichte.

Foto: pixabay

Foto: pixabay

Bäume im Klimawandel wachsen schneller. Auf den ersten Blick ist es eine gute Nachricht. Denn das bedeutet, dass Bäume mehr Kohlendioxid aus der Atmosphäre im Holz speichern und damit der Erderwärmung den Treibstoff entziehen. Ein Team der Technischen Universität München (TUM) hat die Hintergründe untersucht und ist zu einem überraschenden Ergebnis gekommen: Das Holz verliert auch an Qualität.

Forscher untersuchten tausende Jahresringe

Die Forschergruppe um Prof. Hans Pretzsch hat Holzproben von mehreren hundert Bäumen untersucht und die insgesamt 30.000 Jahresringe mit einem Hightech-Verfahren analysiert. Die Holzproben stammen von den ältesten Waldversuchsflächen in Europa, die zeitgleich mit der Gründung der TU München vor 150 Jahren angelegt wurden. Die Proben wurden von gängigen europäischen Baumarten genommen, wie etwa von Fichten, Kiefern, Buchen und Eichen. „Wir kennen die Geschichte jeder einzelnen Fläche, jedes einzelnen Baumes, sehr genau“, betont Pretzsch. „Damit können wir ausschließen, dass unsere Ergebnisse daher kommen, dass der Wald heute anders bewirtschaftet wird als vor hundert Jahren.“

Holz wird mit fortschreitendem Klimawandel leichter

Das Ergebnis der Untersuchung: Seit dem Jahr 1900 hat sich das Volumenwachstum der Bäume um 29 bis 100 Prozent beschleunigt. Das Holz ist aber um acht bis zwölf Prozent leichter geworden. Das bedeutet, dass heute zwar mehr Holzvolumen produziert wird, aber mit weniger Substanz gefüllt ist als noch vor ein paar Jahrzehnten. Dass das Holz aufgrund des schnelleren Wachstums leichter geworden ist, schließen die Wissenschaftler aus. „Die Abnahme der Holzdichte, von der wir sprechen, hat andere Ursachen”, sagt Dr. Peter Biber, Mitautor der Studie.

Entwicklung hat Nachteile für unterschiedliche Bereiche

Die Ursachen sehen die Forscher im langfristigen Temperaturanstieg und der damit zusammenhängenden Verlängerung der Vegetationszeit. Aber auch in den Stickstoffeinträgen aus Landwirtschaft, Verkehr und Industrie. Darauf deuten etliche Details hin, wie etwa ein Rückgang der Spätholzdichte und eine Zunahme des Frühholzanteils in den Jahresringen.

Das Problem aus praktischer Sicht ist, dass leichteres Holz als nachwachsender Rohstoff weniger stabil ist. Auch der Brennwert ist geringer. Das ist für die Produktion von regenerativer Energie von Interesse. Mit Blick auf die Forstwirtschaft steigt durch weniger stabiles Holz in Bäumen das Risiko von Schäden, wie durch Wind- und Schneebruch.

Jun 27

Stress für Pflanzen durch Wetter-Achterbahn

Das Agrarwetter im Frühjahr bedeutete Stress für Landwirte und deren Pflanzen.

Foto: pixabay (Symbolbild)

Foto: pixabay (Symbolbild)

Das Wetter hatte im Frühjahr extrem unterschiedliche Ausprägungen. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) zusammenfasst, waren die Pflanzen zwischen Hitze und winterlichen Temperaturen allen Wettersituationen ausgesetzt. Nach dem unterkühlten März explodierte die Vegetation im April. Auch der Mai war trocken und sehr warm. In den vergangenen Wochen führte eine niedrige Bodenfeuchte zu Trockenstress bei Pflanzen und Waldbrandgefahr.

Winterruhe im März

Der März war von zwei Kältewellen geprägt. Schnee und Dauerfrost machten die Ausbringung von Gülle und Dünger unmöglich. Ein Frühlingsintermezzo konnte die Probleme aufgrund des verspäteten Winters kaum wettmachen. Die noch allgemein hohe Bodenfeuchte verhinderte in vielen Regionen den Start der Feldarbeiten. An eine Aussaat war nicht zu denken. Die Pflanzenentwicklung lag ein bis zwei Wochen hinter den Normalwerten. Erst in den letzten Märztagen konnte vereinzelt die 200-Grad-Temperatursumme, welche den Beginn des Grünlandwachstums charakterisiert, erreicht werden.

Im April explodierte die Pflanzenwelt

Im April standen Hochdruckgebiete im Mittelpunkt. So herrschten bereits zu Beginn des Monats frühlingshafte, ab Monatsmitte sogar sommerliche Temperaturen. In vielen Bundesländern war der April der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Durch die plötzliche Wärme und wenig Niederschläge trockneten aber auch Böden aus. Während der Sommerpflanzenbestand bei günstigen Bodenverhältnissen ausgesät werden konnte,  wurde später auf leichten Böden allmählich das Wasser knapp. In Süddeutschland war hingegen das Waldbrandrisiko vielfach hoch. Bei der trocken-warmen Witterung explodierte die Pflanzenentwicklung förmlich – inklusive des Pollenflugs. Der März-Rückstand wurde aufgeholt, am Monatsende lagen die Werte im Normalbereich. Wintergetreide und Winterraps entwickelten sich rasch.

Unwetterwarnungen und Trockenheit im Mai

Im Mai setzte sich die warme Witterung fort. Von Monatsanfang bis Monatsende wurde es immer wärmer. Hohe Temperaturen und eine starke Einstrahlung ließen die Verdunstungsraten auf 6 – 8 Millimeter pro Tag ansteigen. Vor allem im Norden und Osten herrschte große Trockenheit. Viele Landwirte konnten sich nur mit Beregnungsanlagen gegen die für das Landwirtschaftswetter zu warmen Temperaturen helfen. Auf nicht beregneten und sandigen Standorten kam es bei Wintergetreide, Sommergetreide und Kartoffeln zu Trockenschäden. In einigen Gegenden sorgten teils heftige Gewitter für Unwetterschäden. Das warme Wetter begünstigte auch die Ausbreitung tierischer Schädlinge wie Kriebelmücke, Läuse, Kirschfrucht- und Kirschessigfliege.

Feb 07

Klimawandel auch für Kälte verantwortlich

Ein Naturphänomen bringt arktische Kälte in andere Regionen.

Klimawandel

Foto: pixabay

Der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA ist es gelungen, eine globale Karte mit den Bodentemperaturen im Vergleich zu vergangenen Jahren zu erstellen. Die Daten vom 26. Dezember 2017 bis 2. Januar 2018 werden dabei mit Aufzeichnungen aus den Vergleichszeiträumen von 2001 bis 2010 verglichen. Die Studie bestätigt, was Experten aus Umweltschutz und Klimaforschung schon längst vermuteten: Die Temperaturen stiegen innerhalb dieser vergleichsweisen kurzen Zeit. Aber nicht nur! Die Karte zeigt auch, dass das Wetter verrückt spielt. Denn der Klimawandel sorgt nicht nur für Erwärmung.

Während Kalifornien um die Jahreswende von heftigen Wald- und Flächenbränden heimgesucht wurde, versank die Ostküste der USA in Schneemassen – zwei Extreme. Das Problem: Genau mit solchen Kälteperioden argumentieren Klimaskeptiker. Doch diese sind genauso das Ergebnis des durch den Treibhausgaseffekt angetriebenen Klimawandels wie die Erderwärmung.

Arktis verlagert die Kälte

Die Wissenschaftlerin Marlene Kretschmer vom Potsdamer Institut für Klimaforschung erklärte in einem Interview mit “The Weather Channel” den Vorgang. “Es gibt Hinweise”, sagte sie, “dass das Eisschmelzen im arktischen Ozean zu den Kältewellen an anderen Orten beiträgt.” Als Grund dafür sieht Kretschmer den Polarwirbel, der normalerweise die kalte Luft über der Arktis einschließt. Sei dieser geschwächt, so die Forscherin, könne die kalte Luft aus der Arktis entweichen und in niedrigeren Breiten zu extremer Kälte führen. Extreme Temperatureinbrüche beschränken sich aber derzeit nur auf die Ostküste Nordamerikas. Global gesehen sei es deutlich wärmer als üblich, so Kretschmer.

Aug 16

Hochwassersaison verschiebt sich

Durch den Klimawandel ändern sich die Zeitpunkte von Überschwemmungen.

Foto: GDV

Foto: GDV

Mit Hochwasser sind die Bewohner von Küstenregionen und Flüssen vertraut. Wie eine internationale Forschergruppe nun herausgefunden hat, können sich die Bewohner der betroffenen Regionen nicht mehr darauf verlassen, dass es vor allem im April zu Überschwemmungen kommt. Wie die Wissenschaftler um den Hochwasserexperten Günter Blöschl von der TU Wien in einer Studie schreiben, verschieben sich die wiederkehrenden Überschwemmungen im Jahresablauf nach hinten oder vorne. Den Grund sehen die Forscher im Klimawandel.

Dass im Nordosten Europas, in Schweden, Finnland und im Baltikum das Wasser etwa einen Monat früher über die Ufer tritt, führen die Autoren auf eine frühere Schneeschmelze zurück. Auch an den Atlantikküsten Westeuropas hat sich die Hochwassersaison verschoben. Durch die vermehrten Niederschläge infolge des Klimawandels, ist der Boden bereits so voll mit Wasser, dass es nicht mehr aufgenommen werden kann.

Die um zwei Monate späteren Hochwässer in England und Norddeutschland liegen offenbar an veränderten Luftdruckverhältnissen über dem Nordatlantik. Am Mittelmeer, vor allem entlang der Nordküste der Adria, ist wiederum die Erwärmung des Mittelmeers Ursache dafür, dass die Hochwasserereignisse immer später auftreten. Denn auch die Niederschläge kommen dort mittlerweile später.

Die Studie ist im Fachmagazin „Science“ erschienen und basiert auf Daten aus den Jahren 1960 bis 2010. Die Wissenschaftler haben dazu mehr als 4.200 hydrometische Stationen in 38 europäischen Ländern ausgewertet. Des Weiteren wurden Niederschlag, Bodenfeuchte und Temperaturdaten von den Forschern verglichen.

 

Apr 19

Frostschäden drohen

Wintereinbrüche nach dem warmen März gefährden Obst und Sommergerste.

apfelba%cc%88ume-winterDer warme März sorgte für einen frühen Vegetationsbeginn. Doch jetzt der Einschnitt: Frost und sogar Schneefälle in Teilen Deutschlands. Schnee im April ist zwar nicht ungewöhnlich. Doch die ungewöhnliche Folge der Kältewelle auf die für den März ungewöhnlich warmen Temperaturen lässt Obstbauern und Winzer zittern.

Die Temperaturen sollen in den nächsten Tagen tagsüber im einstelligen Bereich liegen, für die Nächte sind sogar Minusgrade angesagt. „Wenn die Nächte klar sind und das Thermometer auf -4 bis -6 Grad fällt, dann schädigt der Frost die Obstblüte“, sagt Helmut Jäger, Präsident des Bayerischen Erwerbsobstbau-Verbandes e.V.. Derzeit blühen in den Obstanbaugebieten Apfel-, Birnen- und Kirschbäume sowie teilweise die Erdbeeren. „Wir können die Erdbeerpflanzen mit Abdeckungen schützen, aber ab -2 Grad ist auch hier das Ende der Fahnenstange erreicht“, sagt Jäger.

Neue Aussaat notwendig

Ähnliche Sorgen haben auch die Ackerbauern, die in den vergangenen Wochen bereits Rüben und Sommergerste ausgesät haben und bei denen die ersten Pflänzchen „aufgelaufen“ sind, das heißt wenn der junge Keim den Boden durchstoßen hat und das erste Grün auf dem Feld sichtbar ist. „Vor allem die jungen Rübenpflanzen sind sehr empfindlich“, sagt Johann Graf, Ackerbaureferent beim Bayerischen Bauernverband. Wenn die Jungpflanzen erfrieren, bleibt den Bauern nur eines: neu aussäen.

Weniger Probleme beim Spargel

Auch der Spargel war dieses Jahr früher dran. Theo Däxl vom Bayerischen Bauernverband (BBV) sieht aber derzeit noch keine größeren Probleme: „Die Vegetation ist heuer circa zwei Wochen früher dran. In den vergangenen Wochen war es für die Jahreszeit eher etwas zu warm – hier tritt jetzt eine Normalisierung ein“. Der Spargel wachse bei kühleren Temperaturen weiter, nur eben langsamer.

Apr 12

Österreicherin filmt seltenen Staubteufel

Staub- und Heuteufel sind trotz ihres Namens mehr Physik als Mystik.

Im österreichischen Bundesland Kärnten gelang es vergangene Woche einer Frau, einen sogenannten Staubteufel zu filmen. Die seltene Aufnahme zeigt ein Phänomen, das vor allem aus Nordamerika bekannt ist, aber auch in unseren Breitengraden auftritt. Was mystisch klingt, ist nichts anderes als ein kleinräumiger Tornado. Der Fachbegriff ist Kleintrombe.

Während allerdings Großtromben, also Tornados und Wirbelstürme, ein gewisses Wolkenbild voraussetzen, entstehen Kleintromben durch eine bodennahe Überhitzung der Atmosphäre. Durch die unterschiedlichen Temperaturen in verschiedenen Höhen steigt eine Thermikblase auf und beginnt zu rotieren.

Der Name „Staubteufel“ leitet sich aus der Bodenvoraussetzung ab. Sie entstehen meist über dunklen, der Sonne leicht zugeneigten Ackerflächen. Das Erdreich wird aufgewirbelt und als Staub wahrgenommen. Wenn, was seltener der Fall ist, Heu aufgewirbelt wird, spricht man von einem Heuteufel. Auch auf dunklen Flächen, wie Park- oder Sportplätzen kann das Phänomen entstehen. In seltenen Fällen kommt es auch zu Schneeteufeln. Das geschieht dann, wenn Berghänge unterschiedlichen Sonneneinstrahlungen ausgesetzt sind. So geschehen diese Woche in Lake Louise in Kanada.

Kleintromben können in Extremfällen orkanähnliche Geschwindigkeiten erreichen und mehrere hundert Meter hoch werden. Die „Lebensdauer“ reicht von wenigen Sekunden bis zu einer halben Stunde. Auch beim Durchmesser sind die „Teufel“ äußerst flexibel. Dieser kann von einem halben bis zu 200 Meter betragen.

Der österreichische Staubteufel im Video

 

Mrz 15

Fahrzeuge frühlingsfit machen

Sowohl PKW als auch Nutzfahrzeuge sollten jetzt Fit für das Frühjahr gemacht werden.

Foto: osb/ADAC

Foto: osb/ADAC

Streusalz, Splitt, Schneematsch und Schmutz machen dem Auto im Winter mächtig zu schaffen. Das Fahrzeug deshalb innen und außen einem ordentlichen Frühjahrsputz zu unterziehen, sorge nicht nur für mehr Fahrgefühl, sondern auch für den Werterhalt, erklärt Steffen Mißbach vom TÜV Rheinland.

Politur gegen aggressiven Vogeldreck

Bevor das Auto in die Waschstraße gefahren wird, sollten Felgen, Radkästen, Seitenschweller und Unterboden mit dem Dampfstrahler gereinigt werden. Um den Lack nicht zu beschädigen ist ein ausreichender Abstand zu empfehlen. Den Schmutz an Türfalzen und Karosserie-Ritzen entfernt man am besten mit einem weichen Schwamm. Steinschlagschäden sollte man mit einem Lackstift ausbessern, damit sich keine Rostnester bilden. Auch auf eine Politur soll man nicht verzichten. Diese schützt die Autohaut gegen aggressiven Vogelkot und Baumharz.

Kaffee gegen unangenehmen Geruch

Gründliches Lüften sorgt dafür, dass im Innenraum keine Korrosion entsteht. Alte Zeitungen unter der Fußmatte ziehen Feuchtigkeit aus den Bodenteppichen. Muffigen Gerüchen wird man mit Kaffeepulver im Fußraum Herr. Dieses lässt sich anschließend einfach absaugen. Eine Zahnbürste oder Wattestäbchen eignen sich hervorragend dazu, schwer zugängliche Stellen und Lüftungsgitter zu reinigen.

Durch den Ständigen Betrieb von Heizung und Gebläse im Winter entstehen Schlieren an den Scheiben. Die eingeschränkte Sicht kann, vor allem bei tiefstehender Sonne, zur Gefahr werden. Deshalb reinigt man die Scheiben am besten mit einem fettlösenden Haushaltsreiniger. „Wenn zudem die Scheibenwischer Schlieren auf der Windschutzscheibe hinterlassen, müssen sie unbedingt ersetzt werden“, rät Kraftfahrtexperte Mißbach.

Nutzfahrzeuge kontrollieren

Für LKW gilt das Gleiche wie für PKW. Nur mit dem Unterschied, dass ein Austausch von Teilen erheblich teurer ist, wenn man die Pflege verabsäumt. So ist unmittelbar nach dem Winterwetter zum Beispiel die Kontrolle der Frontscheibe auf unabdingbar. Frühzeitig erkannt, lassen sich kleinere Beschädigungen oft für wenig Geld reparieren. Wer dagegen den richtigen Zeitpunkt verpasst, muss bis zu 1000 Euro für eine neue Frontscheibe einkalkulieren, bei Bussen sogar deutlich mehr.

Teuer werden können auch kaputte Dichtungen an Türen, Stoßdämpfern oder Scheinwerfern. Beim Lkw-Frühjahrs-Check ist deshalb ein gutes Auge gefragt, wenn Gehäuse und Scheinwerferdichtungen geprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden müssen. Denn wenn sie defekt sind, kann Feuchtigkeit eindringen. Die Folge: Streuscheiben beschlagen und Reflektoren erblinden. Die Lichtleistung kann sich so um bis zu zwei Drittel vermindern. Ein neuer Scheinwerfer ist mit rund 900 Euro nicht nur teuer, richtig gefährlich wird es, wenn die Feuchtigkeit einen Kurzschluss auslöst und zum Ausfall der Beleuchtung führt.

Acht-Punkte-Checkliste

Der ADAC TruckService hat eine Checkliste für LKW-Inhaber und -Fahrer zusammengestellt:

  1. Bremsen: Sichtprüfung oder Kontrolle auf dem Bremsenprüfstand durchführen.
  2. Reifen: Druck checken und auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren.
  3. Reinigung: Fahrzeug von Salz reinigen und auf Roststellen überprüfen. Lackschäden mit einem Lackstift versiegeln.
  4. Konservierung und Dichtungen: Fahrzeugkonservierung, vor allem am Unterboden, Kanten, Türen und in Hohlräumen prüfen.
  5. Scheinwerfer: Leuchtmittel auf Wassereintritt prüfen. Dichtungen an Scheinwerfern prüfen, trocknen, gegebenenfalls  erneuern.
  6. Scheiben: Frontscheibe auf Risse und Steinschläge untersuchen. Wischerblätter gegebenenfalls erneuern und Wischwasser nachfüllen. Kleine Einschläge sofort ausbessern lassen.
  7. Fahrerhaus: Funktionsfähigkeit der Klimaanlage prüfen und Innenraumfilter tauschen.
  8. Pannenhotline notieren: Sollte es trotz vorbeugender Maßnahmen zu einer Panne kommen, ist der TruckService rund um die Uhr unter der Hotline 0800 5248000 zu erreichen.

Reifenschäden absichern

Die Reifen von landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen sind ständiger Belastung im Gelände ausgesetzt. Gerade nach dem Winter treten oft Schäden auf. Die Chemnitzer gvf VersicherungsMakler AG hat speziell für Landwirte eine Reifenkasko entwickelt, mit dem sowohl Reifen als auch Laufbänder abgesichert sind. Schon ein kleiner Schaden kann schnell zu einem großen Problem werden. Das Finden eines neuen Reifens, dessen Montage und Entsorgung des Altreifens – all das kostet Zeit und Geld.

Abgesichert sind die Reifen des pauschal erfassten kompletten Fuhrparks des Unternehmens – auch die der PKW. Dem Versicherten steht sogar achsweiser Ersatz zu, falls es notwendig ist. Auch bei Diebstahl, Schäden durch einen Unfall oder eine Panne ist die Reparatur oder der Ersatz gesichert.

Alle Informationen zur Reifenkasko: http://www.gvf.de/reifenkasko/

Nächste Seite »

« Vorherige Seite