86 Suchergebnisse gefunden für das Schlüsselwort: klimawandel

Mai 09

Klimawandel: Persönlichen Klimaschutz online planen

Ein neues Internetportal des Bundesumweltministeriums hilft beim privaten Klimaschutz.

Jeder einzelne kann helfen, den Klimawandel zu stoppen, ob durch den bewussten Einsatz des Autos oder durch die Nutzung regenerativer Energien. Das neue Internetportal www.mein-klimaschutz.de des Bundesumweltministeriums beantwortet ab sofort Fragen zum Klimaschutz zu Hause und unterwegs. Verbraucher finden Tipps und Beispiele, wie sie wirksam CO2 vermeiden und so etwas gegen die Klimaerwärmung tun können. Das Portal ist Teil der Mitmachkampagne „Mein Klimaschutz“, die im Auftrag des Bundesumweltministeriums von co2online durchgeführt wird.

“Klimaschutz ist dann erfolgreich, wenn er die Bürgerinnen und Bürger einbezieht und sie beim Mitmachen unterstützt. Denn privat gibt es viele Möglichkeiten, den CO2-Fußabdruck zu verkleinern”,  so Bundesumweltministerin Svenja Schulze.

Ziel der Mitmachkampagne und der neuen Internetseite ist es, Verbrauchern dabei zu helfen, ihren Energieverbrauch und CO2-Ausstoß abzuschätzen und ihr individuelles Sparpotenzial zu erkennen. Auf der Internetseite finden sich Antworten auf die häufigsten Fragen rund um privat machbaren Klimaschutz und Tipps für die Umsetzung.

Von Verbrauchern für Verbraucher

Verknüpft werden die Antworten mit persönlichen Erfahrungen und Empfehlungen von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Wer sich bereits mit einer konkreten Maßnahme für den Klimaschutz engagiert oder dies plant, kann sich auf einer interaktiven Deutschlandkarte eintragen. Eingebunden sind auch weiterführende Angebote Dritter wie Online-Ratgeber oder ausführliche Themen-Dossiers. In Verbindung mit verschiedenen Angeboten zum Dialog, sollen so auch Wissensaustausch und regionale Netzwerke gestärkt werden.

Private Haushalte in Deutschland verbrauchen gut ein Viertel der Energie. Oft sind Maßnahmen, die den CO2-Ausstoß mindern, nicht nur gut für das Klima. Sie führen häufig auch zu Kosteneinsparungen, mehr Komfort oder sogar zu besserer Gesundheit.

Apr 11

Gesundheitsschäden durch Klimawandel

Mediziner warnen vor drastischen gesundheitlichen Schäden durch die Erderwärmung.

Foto: Christoph Droste/pixelio.de

Foto: Christoph Droste/pixelio.de

Anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April veröffentlichte das Netzwerk Kritische MedizinerInnen das Positionspapier “Gesundheit braucht Klimaschutz“. Beteiligt waren auch andere Verbände. In dem Manifest wird die neue Bundesregierung aufgefordert, die Gesundheit der Bevölkerung als höchste Priorität anzusehen und globale Verantwortung zu übernehmen.

Kohleausstieg bis 2030

Unabdingbar sei es, so die Initiatoren, alles Notwendige für einen schnellstmöglichen und sozialverträglichen Kohleausstieg zu tun und diesen auf spätestens 2030 verbindlich festzulegen. „Die katastrophalen gesundheitlichen Folgen der Kohleverstromung sind viel zu lange ignoriert worden”, sagt Dr. Alex Rosen, Vorsitzender des Vereins Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges und Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW Deutschland). Es gebe heute Alternativen in Form der Erneuerbaren Energien und damit keine Rechtfertigung für CO2-Ausstoß mehr. Umwelt und Gesundheit durch Kohleabbau und -verbrennung müsse nicht weiter gefährdet werden, so Rosen. In der Energiewende sieht der Mediziner nicht nur den Atomausstieg, sondern auch den Kohleausstieg.

Physische und psychische Gesundheit gefährdet

Die Verbände sehen die Gefahren nicht nur in Erkrankungen von Herz und Lunge durch Emissionen durch Kohleverbrennung. Auch die Bedrohung der physischen und psychischen Unversehrtheit durch zunehmende Extremwetterereignisse sei ein Thema. “Die drastischen Gesundheitsfolgen des Klimawandels wie die Zunahme von Malaria und Denguefieber oder Nahrungsmittelmangel durch Dürren treffen vor allem arme Menschen im Globalen Süden”, so Dr. Andreas Wulf von medico international. Die historisch Verantwortlichen seien aber die Industriestaaten. “Diese Ungerechtigkeit gilt es abzuschaffen“, betont Wulf. Mit der Forderung nach  Klimagerechtigkeit solidarisiert sich das Netzwerk mit den Hauptbetroffenen des Klimawandels. Dazu zählen die Initiatoren den globalen Süden genauso wie die Kohleabbauregionen der Welt, vom Hambacher Forst über die Appalachen bis Nordkolumbien und Südafrika.

Feb 14

Deshalb bringt der Klimawandel mehr Starkregen

Extremwetterereignisse nehmen zu, die Menschen wünschen sich einen professionellen Umgang mit den Folgen. Weiterlesen »

Feb 07

Klimawandel auch für Kälte verantwortlich

Ein Naturphänomen bringt arktische Kälte in andere Regionen.

Klimawandel

Foto: pixabay

Der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA ist es gelungen, eine globale Karte mit den Bodentemperaturen im Vergleich zu vergangenen Jahren zu erstellen. Die Daten vom 26. Dezember 2017 bis 2. Januar 2018 werden dabei mit Aufzeichnungen aus den Vergleichszeiträumen von 2001 bis 2010 verglichen. Die Studie bestätigt, was Experten aus Umweltschutz und Klimaforschung schon längst vermuteten: Die Temperaturen stiegen innerhalb dieser vergleichsweisen kurzen Zeit. Aber nicht nur! Die Karte zeigt auch, dass das Wetter verrückt spielt. Denn der Klimawandel sorgt nicht nur für Erwärmung.

Während Kalifornien um die Jahreswende von heftigen Wald- und Flächenbränden heimgesucht wurde, versank die Ostküste der USA in Schneemassen – zwei Extreme. Das Problem: Genau mit solchen Kälteperioden argumentieren Klimaskeptiker. Doch diese sind genauso das Ergebnis des durch den Treibhausgaseffekt angetriebenen Klimawandels wie die Erderwärmung.

Arktis verlagert die Kälte

Die Wissenschaftlerin Marlene Kretschmer vom Potsdamer Institut für Klimaforschung erklärte in einem Interview mit “The Weather Channel” den Vorgang. “Es gibt Hinweise”, sagte sie, “dass das Eisschmelzen im arktischen Ozean zu den Kältewellen an anderen Orten beiträgt.” Als Grund dafür sieht Kretschmer den Polarwirbel, der normalerweise die kalte Luft über der Arktis einschließt. Sei dieser geschwächt, so die Forscherin, könne die kalte Luft aus der Arktis entweichen und in niedrigeren Breiten zu extremer Kälte führen. Extreme Temperatureinbrüche beschränken sich aber derzeit nur auf die Ostküste Nordamerikas. Global gesehen sei es deutlich wärmer als üblich, so Kretschmer.

Nov 29

Den Wald für den Klimawandel fit machen

 

Der Wald in Deutschland erholt sich, Mischwälder könnten aber dafür sorgen, dass es auch so bleibt.

Foto: pixabay

Foto: pixabay

Der Klimawandel hat bereits Auswirkungen auf das Ökosystem Wald. Das zeigt unter anderem der Waldzustandsbericht 2017 des Landes Sachsen-Anhalt. Vor allem Unwetter, Stürme, Trockenheit und Hitze sind es, die den Bäumen zu schaffen machen. „Dennoch ist der Zustand unserer Wälder stabil“, sagte Umweltministerin Claudia Dalbert bei der Vorstellung des Berichtes.

Wälder dem Klimawandel anpassen

Die Folgen des Klimawandels machen die Wälder auch anfällig für biotische Schaderreger wie zum Beispiel den Buchdrucker. Eine Lösung sind Mischwälder. Das Land Sachsen-Anhalt fördert deswegen den Waldumbau mit dem Aufbau von Mischwaldbeständen. „Wir erhoffen uns davon die Erhöhung der Stabilität und Vitalität unserer Wälder. Gegenüber Gefährdungen werden sie dann besser gewappnet sein“, so Dalbert.

Buchen geht es besser

Ein wichtiger Indikator für den Waldzustand ist der Kronenzustand. Die mittlere Kronenverlichtung der Waldbäume in Sachsen-Anhalt beträgt in diesem Jahr 17 Prozent und liegt damit seit 2005 stabil auf einem relativ geringen Niveau zwischen 14 und 17 Prozent. Beim „Sorgenkind“ Buche ist die mittlere Kronenverlichtung auf 33 Prozent gesunken. Grund dafür sind die Niederschlagsmengen in dieser Vegetationsperiode. Höchstwerte für die mittlere Kronenverlichtung der Buche wurden 2004 mit 43 Prozent und 2016 mit 39 Prozent erreicht.

Wald erholt sich auch im Westen

Auch im Westen Deutschlands hat sich der Waldzustand leicht verbessert, wie der Waldzustandsbericht Nordrhein-Westfalen zeigt. Bei den Laubbäumen haben sich besonders die Buchen im zurückliegenden Jahr wieder erholt. Der Anteil der Eichen hat sich allerdings der Anteil der gut belaubten Bäume im Vergleich zu 2016 leicht verringert. Bei den Nadelbäumen haben sich die Nadelverluste bei den Fichten verringert, während die Kiefern eine stärkere Kronenverlichtung zeigen.

Ein Drittel der Fläche von Deutschland besteht aus Wald (11,4 Millionen Hektar). Die häufigsten Baumarten in Deutschland sind die Nadelbäume Fichte (26 Prozent) und Kiefer (23 Prozent), gefolgt von den Laubbäumen Buche (16 Prozent) und Eiche (11 Prozent).

Der Waldbericht der Bundesregierung kann auf der Internetseite des Bundeslandwirtschaftministeriums abgerufen werden.

Jul 12

Dieser Baum wird den Klimawandel nicht überleben

Wissenschaftler befürchten, dass die Fichte aus unseren Wälder verschwindet.

Foto: pixabay

Foto: pixabay

Mit über 26.000 Kubikmeter Holzeinschlag 2016 ist die Fichte der bedeutendste Baum für die Forstwirtschaft. Doch langfristig werden sich Forstwirte umstellen müssen. Irgendwann wird es die Fichte in Deutschland nicht mehr geben, zumindest wenn es nach einer Studie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg geht. Am Beispiel Schwarzwald haben Prof. Jürgen Bauhaus und Valentia Vitali erforscht, dass die Fichte nicht mit dem Klimawandel zurecht kommt.

Viele Pflanzen seien der voranschreitenden Trockenheit durch den Klimawandel nicht gewachsen, so auch die Fichte, wissen die Forscher. Kern der Studie war zu erforschen, welche Baumarten sich in Zukunft in Deutschland wohlfühlen könnten. Das Ergebnis: Weißtannen und Douglasien könnten langfristig die Fichte ersetzen, weil sie besser an Trockenzeiten angepasst sind. Die Weißtanne ist ohnehin ein heimischer Baum, die Douglasie stammt aus Nordamerika.

Das Team um Prof. Bauhaus hat über 800 Bäume in unterschiedlichen Höhenlagen des Schwarzwalds untersucht. Anhand des Jahrringwachstums der Bäume vor, während und nach extremen Sommertrockenheiten der Jahre 1976 und 2003 haben sie festgestellt, welche Nadelbaumarten Dürren am besten standhalten und sich danach am schnellsten und vollständigsten erholen. Veröffentlicht haben die Wissenschaftler ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Global Change Biology“.

Jun 28

Holzhäuser sollen Klimawandel eindämmen

Holz speichert CO2, der Deutsche Holzfertigbau-Verband (DHV) kann sich eine gesetzliche „Mindestholzbauquote“ für öffentliche Bauvorhaben vorstellen.

Foto: MM HolzHaus/DHV

Foto: MM HolzHaus/DHV

Dass Holz klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) speichert, ist erwiesen. Der Deutsche Holzfertigbau-Verband (DHV) nimmt das zum Anlass, für Holz als Bau- und Dämmmaterial zu werben. Sintflutartige Regengüsse, orkanartige Stürme, vollgelaufene Keller und überschwemmte Wohnungen hinterließen nicht nur im Gedächtnis der unmittelbar Betroffenen Spuren, so der Verband. Deshalb regt der DHV für öffentliche Bauvorhaben die verbindliche Einführung einer sogenannten „Bio-Quote“ nach Münchener Vorbild an.

Die demokratischen politischen Parteien in Deutschland fordert der DHV auf, sich zum Umgang mit dem Klimawandel noch vor der Bundestagswahl klar und unmissverständlich zu positionieren. „Einer der wichtigsten Vorzüge des Naturwerkstoffs ist die Eigenschaft, Kohlendioxid dauerhaft in sich zu binden. Ein Kubikmeter Holz speichert etwa eine TonneCO2“, erklärt DHV-Präsident Erwin Taglieber. Er rechnet vor: Für ein Fertighaus aus Holz mit 150 m² Wohnnutzfläche würden ungefähr 25 bis 30 Kubikmeter Nadelholz verbaut und damit das Klima um etwa 25 bis 30 TonnenCO2 entlastet. Kein anderer Werkstoff könne da mithalten, so Taglieber.

Wenn Bund und Länder mit „gutem Beispiel“ vorangingen, sei das auch eine Vorbildwirkung auf private Bauherren, so der DHV. Die Verwendung von natürlichen Materialien wie Holz, Hanf oder auch Stroh könne dann durch die KfW-Bank gefördert werden, kann sich der Verband vorstellen.

Mai 24

Rukwied: „Klimawandel erfordert mehr Risikoabsicherung“

Bauernpräsident Joachim Rukwied rät Landwirten und Winzern zu aktivem Risikomanagement.

Fotos: DWI, DBV; Composing

Fotos: DWI, DBV; Composing

Angesichts der durch den Klimawandel vermehrten Extremwetterereignisse hat DBV-Präsident Joachim Rukwied Landwirte dazu aufgerufen, sich aktiv mit Risikomanagement zu beschäftigen.

Auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Weinbauverbandes in Karlsruhe sagte er: „Die extreme Witterung in diesem Frühjahr mit erheblichen Frostschäden bei den Sonderkulturen hat erneut gezeigt, dass der Klimawandel und die Zunahme von Extremwetterereignissen ein wirksameres und besseres Risikomanagement erfordern.“

Um das Risiko für die Betriebe zu reduzieren, seien Instrumente wie steuerliche Risikorückstellungen, Versicherungslösungen und Investitionsförderung für Frostberegnung zu implementieren, so Rukwied. Darüber hinaus seien für stark betroffene Betriebe Entschädigungszahlungen erforderlich, sagte der Bauernpräsident.

Er unterstrich erneut seinen Vorschlag, auch Investitionen für Anlagen zur Frostschutzberegnung im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zu fördern: „Nach den Erfahrungen dieses Jahres ist die Frostschutzberegnung die wirksamste der ergreifbaren Schutzmaßnahmen.“

Die Frostnächte im April hatten im Wein- und Obstbau in einigen Regionen zu Schäden mit existenzgefährdenden Auswirkungen geführt. Besonders stark betroffen waren Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. In Baden-Württemberg wurde die Situation als „Naturkatastrophe“ eingestuft.

Sep 14

Heuschnupfen-Welle durch Klimawandel

Foto: Boneco (Symbolbild)

Foto: Boneco (Symbolbild)

Studie: Durch den Klimawandel könnte sich die Anzahl der Menschen, die an Pollenallergie leiden, verdoppeln.

Die Erwärmung des Klimas könnte eine regelrechte Heuschnupfen-Welle auslösen. Das haben internationale Wissenschaftler, unter anderem der Medizinischen Universität Wien, im Rahmen eines EU-Projekts herausgefunden.

Nach Angaben der Wiener Forscher zeigen die aktuellen Untersuchungen, dass sich die Anzahl der Menschen, die aufgrund der Pollen der Ragweed-Pflanze an Heuschnupfen leiden, in nur 35 Jahren verdoppeln könnte. Ragweed ist als landläufig als Taubenkraut oder Ambrosia bekannt, die Zahl könnte von 33 auf 77 Millionen Allergiker in Europa hochschnellen.

Für zwei Drittel des Anstiegs soll der Klimawandel verantwortlich sein. Höhere Pollen-Konzentrationen und eine längere Saison können auch den Schweregrad der Symptome verstärken. Ragweed ist eine Pflanze, die sich besonders rasch ausbreitet, ihre Pollen sind ein weitverbreitetes Allergen. Eine einzige Pflanze kann etwa eine Milliarde von Pollenkörnern pro Saison produzieren.

Das Forschungsteam hat Karten mit den geschätzten Ragweed-Pollenzählungen während der Pollensaison erstellt und diese mit soziographischen sowie statistischen Daten kombiniert, etwa wo Menschen wohnen und wie stark die Allergiebelastung in der Bevölkerung ist. Schon die aktuellen Prognosen zeigen die Veränderung. Die diesjährige Pollensaison wird bis in den Oktober hinein dauern. Im Frühling werden die Pollen künftig früher in der Luft sein. Die längere Saison wird für eine höhere Konzentration sorgen und somit den Schweregrad der Symptome verstärken.

Wirtschaftliche Belastung

Nicht nur Menschen selbst erleben durch die jährlichen Pollenflüge eine erhebliche Belastung, sondern auch die Wirtschaft, wie Michelle Epstein von der Uni Wien erklärt: „Die jährliche, wirtschaftliche Belastung durch Allergie-Erkrankungen in der EU wird derzeit bereits auf 55 bis 151 Milliarden Euro geschätzt, eine immer höhere Pollenbelastung wird noch höhere Kosten verursachen.“ Das richtige „Management“ dieser invasiven Pflanze könne die Anzahl der Menschen, die davon betroffen sind, auf etwa 52 Millionen senken, während ein Szenario mit einer sehr schnellen Pflanzeninvasion die Anzahl der betroffenen Menschen auf ungefähr 107 Millionen ansteigen ließe, fasst Epstein die praktische Bedeutsamkeit der Studie zusammen. Die Kontrolle von Ragweed sei daher enorm wichtig für das öffentliche Gesundheitswesen und auch wesentlich als Anpassungsstrategie gegen die Auswirkungen des Klimawandels.

Untersucht wurde zwar die Reaktion der Ragweed-Pflanze auf den Klimawandel, betroffen seien aber alle pollentragenden Pflanzen, heißt es aus dem Forscherteam.

Mrz 30

Klimawandel verändert Geschmack von Wein

Foto: DWI (Symbolbild)

Foto: DWI (Symbolbild)

US-Forscher werteten Daten aus 400 Jahren Weinanbau aus.

Der Klimawandel ist seit Jahren in aller Munde. Vorallem Nachteile für die Erde werden veröffentlicht. Doch offenbar hat die Erwärmung auch Vorteile, zumindest aus Sicht von Weingenießern. Denn Forscher der Harvard University haben in einer Studie herausgefunden, dass die höheren Temperaturen Einfluss auf den Geschmack von französischen Weinen haben. Aus Sicht von Weinkennern geschieht dies nicht zum Nachteil der edlen Tropfen.

Waren es im Laufe der Jahrhunderte immer die Trockenperioden am Ende der Wachstumphasen, erlaubten die Trauben durch die höheren Temperaturen eine frühere und gute Ernte, schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin „Nature Climate Change“.

Die Untersuchung stützt sich auf Daten aus den Jahren 1600 bis 2007 aus Frankreich und der Schweiz. Beim Vergleich mit der Trockenheit des Bodens kam zum Vorschein, dass seit 1980 um durchschnittlich zehn Tage früher geerntet werden kann als vorher. Das Jahr 1980 gilt als Wendepunkt in der Entwicklung des Klimas auf der nördlichen Erdhalbkugel. Die schnellere Reife wirkt sich laut den Autoren der Studie auf die Qualität der Weine aus.

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