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Jun 22

Nach den Unwettern kommen die Mücken

Foto: pixabay

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Hohe Mückenpopulation durch tropische Verhältnisse in Deutschland: So schützen Sie sich.

Die durch die Unwetter der letzten Wochen überfluteten Wiesen und Äcker bieten perfekte Brutplätze für Mücken. Die schwülwarmen Temperaturen fördern zusätzlich die Entwicklung der Insekten – zu vergleichen mit tropischen Sumpfgebieten.

Was die Mücken lieben und wie stark sie aufgrund der diesjährigen Wetterlage populieren weiß Eva Goris von der Deutschen Wildtierstiftung: „In kurzen Abständen legt eine einzige Mücke jetzt zwischen 80 und 200 Eier in stehende Gewässer. Nach einem zweiwöchigen Larvenstadium schlüpft die nächste Generation“, sagt Goris. „Geht die Temperatur nach dem Regen hoch, wirkt die Wärme zusätzlich wie ein Brutbeschleuniger für den Mücken-Nachwuchs.“, so die Expertin weiter. Zum Stechangriff gehen übrigens nur weibliche Mücken über. „Diese brauchen das Blut für ihre Brut“, erklärt Eva Goris.

Ernährung spielt eine große Rolle
Entgegen der landläufigen Meinung spielen weder Blutgruppe noch Alter und Geschlecht eine Rolle, um zum Mückenopfer zu werden. „In erster Linie beeinflusst der Körpergeruch, ob uns eine Mücke attackiert oder nicht“, so Goris. Beim Zersetzungsprozess von Schweiß entstehen Ammonium und Buttersäure auf der Haut. Und dieser Duft wirkt auf Mücken wie ein Magnet. Besonders angezogen fühlen sie sich von Füßen. Wer einen ungestörten Grillabend genießen will, sollte vorher duschen und frische Socken tragen. „Doch auch beim Duschen ist Vorsicht geboten: Duftstoffe in Duschgels, Seifen oder Shampoo locken ebenfalls Mücken an.“, sagt Goris. Im Sommer seien daher parfümfreie Kosmetika empfehlenswert.

„Selbst das, was Sie essen, spielt eine Rolle“, so Eva Goris weiter. „Beispielsweise Reis: Durch Stoffwechselprozesse nach dem Verzehr von Reis, gibt der Körper mehr Kohlendioxid über die Poren und den Atem ab. Auf diesen leicht säuerlichen Geruch stehen hungrige Mücken total!“ Der Genuss von Kohl hingegen hält Mücken eher fern. Hausmittel wie Zitronen, Lavendel, Minze oder Basilikum schützen zwar nicht zuverlässig, halten aber durchaus die eine oder andere Mücke ab. Das liege an den ätherischen Ölen, so Goris.

Auf Kleidung achten
Weite Kleidung, die an Armen, Beinen und am Hals geschlossen ist, kann verhindern, dass der hauchdünne Stech-Saug-Rüssel der Mücken selbst durch Textilien an die Haut gelangt. Denn für Mücken ist es kein Problem eine enganliegende Jeans zu durchstechen, um an Blut zu gelangen! Eva Goris empfiehlt: „Im Fachhandel bekommen Sie geeignete Mückenabwehr-Produkte.“ Wer auch die Kleidung einsprüht, hat größere Chancen, nicht gestochen zu werden.

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