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Apr 15

Liefern Solaranlagen im Sommer wirklich weniger Strom?

Immer wieder geistern Meldungen durch die Medien, dass Solarzellen bei hohen Außentemperaturen weniger Strom liefern, sogar von wissenschaftlicher Seite. Das stimmt einerseits, andererseits muss differenziert werden.

Dass Photovoltaikanlagen im Frühjahr und Herbst, also bei diffusem Licht, besser arbeiten als im Hochsommer bei extremer Erhitzung durch direkte Sonneneinstrahlung ist richtig. Jedoch gleicht sich dies durch die höhere Anzahl der Sonnenstunden aus. Wenn man diese außer Acht lässt, beträgt der Verlust etwa 0,5 Prozent pro Grad Celsius. Das sind bei 40 Grad, wie sie in heißen Sommern schonmal vorkommen können, 20 Prozent weniger Stromertrag. Um ganz sicher zu gehen, sollte man auch bei der Montage einiges beachten.

Hinterlüftung: Natürliche Klimaanlage
Um eine Überhitzung zu vermeiden, empfiehlt es sich, für ausreichenden Abstand zwischen Hausdach und Modulen zu sorgen. Auch der Abstand zwischen den Solarmodulen spielt eine Rolle. Denn so kann eine sogenannte Hinterlüftung entstehen, die für Abkühlung sorgt. Dadurch entsteht ein Kamineffekt, wobei die Stärke des Luftstromes natürlich vom Durchmesser des Zwischenraumes abhängt.

Um bei jedem Modul den gleichen Abstand zum Dach einhalten zu können, gibt es höhenverstellbare Dachhaken. Eine zweite Möglichkeit bieten sogenannte Kreuzschienensysteme. Dabei werden die Montageschienen, an denen die Module befestigt werden, nicht nur in einer Richtung auf dem Dach befestigt, sondern horizontal und vertikal. Bei dieser Art der Befestigung sind sich die Experten allerdings nicht einig, da die horizontalen Schienen den vertikalen Luftstrom behindern können.

Weitere Infos:
www.photovoltaik.org
Für umfassende Informationen zum Thema kann auf der Internetseite des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme, Freiburg, eine PDF-Datei mit aktuellen Fakten zur Photovoltaik in Deutschland abgerufen werden.

Foto: Lichtkunst73/pixelio.de

Foto: Lichtkunst73/pixelio.de

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