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Nov 20

Kugelblitze: Mythos oder Wahrheit?

Wenn Kugelblitze angesprochen werden, gefriert so manchem das Blut in den Adern. Legenden und Geheimnisse ranken sich um die Horrorvision von Blitzen, die durch das Fenster und Steckdosen, ja sogar durch die Mauer  in die heimische Stube kommen sollen. Berichte über die Feuerballen, die etwa 20 Zentimeter groß sein sollen, sind nahezu so alt, wie das menschliche Bewußtsein. Doch gibt es die Phänomene in Wirklichkeit oder nur in den Hirngespinsten von Mythosanhängern?

Tatsache ist, dass es Berichte um Erscheinungen dieser Art gibt. Wissenschaftler mutmaßen allerdings, dass es sich um optische Täuschungen am Rande von Gewittern handelt, bei denen man durch die Blitze geblendet werden würde und das Gehirn beim Bewegen der Augen, also wenn man danach wegschaut, eine Kugel erzeugen würde.

Obwohl von Kugelblitzen keine Fotos existieren, halten die, die daran glauben, an der Existenz fest. Geschürt wird der Mythos, nicht nur von Beschreibungen in diversen Internetforen, sondern auch von Medienberichten, die im Laufe der Jahrzehnte immer wieder auftauchten. Das „Südeländer Tageblatt“ zum Beispiel berichtete am 9. Juli 1952, dass ein Kugelblitz in einem Freibad im nordrhein-westfälischen Plettenberg in eine Gruppe Jugendlicher eingeschlagen und einer der Badenden sogar dabei getötet worden sei. Der Blitz wäre kugelförmig gewesen und wäre mit einem ohrenbetäubenden Knall zerplatzt, hieß es weiter in dem Artikel.

Den Mythos von sich spontan selbst entzündenen Menschen, die völlig verbrannt in unverbrannter Umgebung aufgefunden werden würden, von denen immer wieder berichtet wird, führen die Mythiker ebenfalls auf Kugelblitze zurück.

Obwohl Wissenschaftler dem Kugelblitz die Existenz eindeutig absprechen, werden trotzdem Experimente in diese Richtung gemacht, um herauszufinden, ob ein derartiges Phänomen vielleicht doch durch chemische Reaktionen entstehen kann.

Diese Theorie unterstützt auch eine von den Neuseeländern John Abrahamson und James Dinniss im Jahr 2000 veröffentliche Hypothese. Dabei werde beim Einschlag Sand oder Kiesel in Silicium und Sauerstoff zerlegt. Während der Sauerstoff im Erdreich mit Kohlenstoff reagiere, trete das Silicium als Dampf aus dem Blitzkanal aus und werde durch Luftsauerstoff langsam oxidiert und so zum leuchten gebracht. Die Siliciumpartikelwolke dabei eine kugelähnliche Form annehmen.

Laut Forschern sind Kugelblitze mehr optische Täuschung, als gefährliche Naturphänomene.

Laut Forschern sind Kugelblitze mehr optische Täuschung, als gefährliche Naturphänomene.

An den Universitäten werden immer wieder Experimente durchgeführt, bei denen künstlich Kugelblitze oder zumindest kugelblitzähnliche Erscheinungen hergestellt werden. Doch, ob die Natur das Phänomen, dessen Existenz sich die Mythiker so sehr wünschen, erzeugen und jene lebensgefährlichen Kugeln auf Felder und in Häuser schicken kann, ist mehr als zweifelhaft. Es darf also weiter spekuliert, geforscht und geschrieben werden.

 

3 Kommentare

  1. H-J Look

    Meinung der Forscher kann ich wiederlegen, meine Frau und ich haben in den 80er Jahren im Raum Lyon,
    eine schnelle kreiselnde Kugel die herunter zum Erdboden raste ohne weitere Strähnen oder Linien als
    sonst übliche Blitze ! 200% keine optische Täuschung

    MFG
    H-J Look

  2. REKU

    Kugelblitze gibt es! September 22 oder 23, Berlin. Friedrichstrasse am Bahnhof. Nachmittagsgewitter. 2 Kugelblitze(1 groessere und ein kleinerer Kugelblitz!
    War an dem Tag, wo das ND das (Ungarisch-Oestereichisch) Entfuehrungsmaerchen gedruckt hat…
    Nur weil die meisten das nie gesehen haben und „Wissenschaftler“ es nicht beweisen koennen… Und?

  3. REKU

    Kugelblitze gibt es! September 22 oder 23, Berlin. Friedrichstrasse am Bahnhof. Nachmittagsgewitter. 2 Kugelblitze(1 groessere und ein kleinerer Kugelblitz!
    War an dem Tag, wo das ND das (Ungarisch-Oestereichisch) Entfuehrungsmaerchen gedruckt hat… (1989)
    Nur weil die meisten das nie gesehen haben und „Wissenschaftler“ es nicht beweisen koennen… Und?

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