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Aug 08

Klimawandel: Windenergie wird unzuverlässiger

Einer Studie zufolge wird die Gewinnung von Windenergie durch den Klimawandel schwerer kalkulierbar werden.

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Foto: Albrecht Fietz/pixabay

Die Gewinnung von Windenergie durch Windräder gilt neben der Solarenergie als Lösung zum Erreichen der Klimaziele. Erneuerbare Energien sollen mittelfristig fossile Energie ersetzen. Doch ein Forscherteam des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben nun festgestellt, dass der Klimawandel die Erzeuger von Windenergie vor Herausforderungen stellt. Demnach sind bis Ende des 21. Jahrhunderts größere jahreszeitliche Schwankungen sowie eine Häufung von Schwachwindphasen zu erwarten. Das betrifft den ganzen europäischen Kontinent.

Windkraft wird schwerer kalkulierbar

Laut der Studie sind für den gesamten europäischen Kontinent Änderungen bei der durchschnittlichen Windstromerzeugung zu erwarten. Die Wissenschaftler gehen von Abweichungen zwischen fünf und 20 Prozent aus, sowohl ins Minus als auch ins Plus. Die Stromversorgung durch Windenergie wird somit schwerer kalkulierbar werden.

Klimawandel hat unterschiedliche Auswirkungen

Für große Teile Nord-, Mittel- und Osteuropas ist mit einer erhöhten Variabilität der Windstromerzeugung auf unterschiedlichen Zeitskalen zu rechnen – sowohl zwischen einzelnen Tagen als auch einzelnen Jahren. Zu erwarten ist, dass Windgeschwindigkeiten, die für die Stromproduktion optimal sind, über den Meeren etwas seltener auftreten. In der Nordsee etwa steht ein wichtiger Anteil der deutschen Windkraftanlagen. Zugleich sind häufigere Schwachwindphasen über dem europäischen Kontinent zu erwarten.

Europäisches Projekt

Für ihre Studie nutzten die Forscher ein räumlich und zeitlich hochaufgelöstes Modellensemble. Dieses basiert auf Simulationen des europäischen Klimamodellierungsprojekts EURO-CORDEX. Die räumliche Auflösung beträgt zwölf Kilometer, die zeitliche Auflösung drei Stunden, was eine genauere Quantifizierung der Windstromproduktion auf der regionalen Skala ermöglicht. Für die Berechnungen wird eine typische Windkraftanlage mit einer Nabenhöhe von 100 Metern angenommen. Ihre Erkenntnisse veröffentlichten die Forscher im Journal of Geophysical Research: Atmospheres.

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