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Apr 03

Klimawandel: Wiederholt sich dieses Jahr der Hitze-Sommer des Vorjahres?

2019 könnte wieder eine längere Hitzewelle auf uns zukommen. Experten geben vorsichtige Prognosen ab. Der Klimawandel erhöht die Wahrscheinlichkeit.

Klimawandel

Foto: pixabay (Symbolbild)

2018 war das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Deutschland war monatelang von einer Hitzewelle mit Rekordtemperaturen geplagt. Experten sehen darin eine Auswirkung des Klimawandels. Besonders litt die Landwirtschaft – Schäden in dreistelliger Millionenhöhe. Nach ersten Prognosen warnen Experten, dass der diesjährige Sommer ähnlich heiß und trocken werden könnte.

Klimawandel erhöht Hitze-Risiko

TV-Meteorologe Karsten Schwanke sieht den kommenden Sommer in einem Interview mit der “Zeit” zwar nicht zwingend so heiß wie den vergangenen, die Wahrscheinlichkeit sei aber gegeben. Der Experte weist auch auf Forschungsergebnisse aus Großbritannien hin. Wissenschaftler des südenglischen “Met Office Hadley Centre for Climate Prediction and Research” führen in einer aktuellen Studie die höhere Wahrscheinlichkeit auf den Klimawandel zurück und nennen konkrete Zahlen: Ohne Veränderung des Klimas würde die Wahrscheinlichkeit für lange Hitzeperioden 0,5 Prozent betragen, aufgrund des Klimawandels 12 Prozent. Bis 2050 prognostizieren die Forscher eine Wahrscheinlichkeit für lange hohe Temperaturen mit 50 Prozent. Das würde bedeuten, dass Europa alle zwei Jahre extreme Hitze erlebt

Konkrete Prognosen für Europa schwierig

Konkrete Prognosen gebe es allerdings für den Sommer 2019 noch nicht, lenkt Schwanke in der “Zeit” ein. Verlässliche Wettervorhersagen über Monate sind derzeit noch möglich, zumindest in Europa. „Die einzige brauchbare Langfristprognose, die mir bekannt ist, ist die Vorhersage des Eintreffens des indischen Sommermonsuns durch den indischen und den britischen Wetterdienst”, so der Experte. Hier in Europa stecke die Langzeitvorhersage noch in den Kinderschuhen.

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