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Nov 14

Klimawandel: Erfurter Institut testet den Anbau von Südfrüchten

Der Klimawandel schreitet voran. Die Erfurter Lehr- und Versuchsanstalt Gartenbau testet den Anbau von bislang für Deutschland exotischen Früchte.

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Foto: pixabay

Der diesjährige Sommer war der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881. Experten führen die Entwicklung des Wetters auf den Klimawandel durch den Treibhauseffekt zurück. Wie geht es mit der Landwirtschaft, im Speziellen mit dem Anbau von Obst und Gemüse, weiter? Werden sich die Sorten mittelfristig ändern? Die Lehr- und Versuchsanstalt Gartenbau Erfurt testet in Sortenversuchen genau das. Die LVG beschäftigt sich unter anderem mit dem Anbau von Melonen und Süßkartoffeln und sogar Physalis.

Ermöglicht der Klimawandel den Anbau von Aprikosen in Deutschland?

Auch Steinfrüchte sind ein Thema. Einem Bericht des MDR zufolge testet das Institut Aprikosen sowie Kirschen aus Bologna, Kalifornien und der Region “Summerland” in Kanada. Diese nordamerikanische Steppen-Region ist geprägt von warmen, trockenen Sommern. Da die Sommer in Deutschland immer länger und trockener werden, könnten auch Aprikosen sogar in Ostdeutschland eine Zukunft haben. Spätfrost im Frühjahr vertragen sie nicht.

Bewässerung muss umgestellt werden

Das wärmere Klima und intensivere sowie längere Trockenperioden führen aber auch dazu, dass man sich über die Bewässerungstechnik Gedanken machen muss. Wie Monika Möhler von der LVG gegenüber dem MDR erklärte, haben viele Obstanbaubetriebe schon jetzt auf die sogenannte Tropfenbewässerung umgestellt. Bei herkömmlichen Methoden fließt Wasser literweise über die Felder und Plantagen. Wasser ist teuer und wird wohl auch in unseren Breitengraden knapper werden. Die Tröpfchentechnik ist relativ jung. Dabei fließt das Wasser aus einem Tank oder Brunnen in Schläuchen direkt zum Bestand. An den Pflanzen werden stetig Tropfen abgegeben. Die Menge richtet sich nach dem Bedarf der Pflanze. So ist gewährleistet, dass kein Wasser einfach im Erdreich versickert, sondern direkt die Pflanzen erreicht.

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