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Okt 12

Klimaschutz funktioniert nur mit Biomasse

Foto: pixabay

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Wissenschaftler fordern von der Bundesregierung höheres Augenmerk auf Biomasse.

Im Rahmen des Klimaschutzplans der Bundesregierung soll bis zum Jahr 2050 völlig auf fossile Energie verzichtet werden. Forciert werden sollen erneuerbaren Energiequellen. Eine solche ist Strom und Wärme aus Biomasse. Doch der Klimaschutzplan sieht vor: Energiepflanzen ja, Biomasse aus Tierhaltungsbetrieben nein.

Das Deutsche Biomasseforschungszentrum DBFZ signalisierte jetzt Unverständnis dafür, dass die Energiegewinnung aus Biomasse nicht in vollem Umfang Teil des Klimaplans ist. Die Ziele seien nur durch Ausnutzung aller Optionen zu erreichen, so das DBFZ und rechnete gleich die Wichtigkeit von Biomasse vor.

Der Einsatz von Biomasse anstatt fossiler Energieträger für Strom-, Wärme- und Kraftstoffbereitstellung sparte im Jahr 2015 rund 60 Millionen Tonnen CO2 ein. Vor allem bei der Reduktion von Treibhausgasen habe Biomasse große Potenziale, welche bei gezielter Optimierung noch höher ausfallen können, gibt das DBFZ in dem aktuellen Papier zu bedenken.

Nach Ansicht der Forscher kann und sollte eine wirksame Klimagaseinsparung einerseits durch die energetische Nutzung bisher unerschlossener Biomassepotenziale und andererseits durch die effiziente, emissionsarme und integrierte Weiterentwicklung der gegenwärtigen Biomassenutzung erfolgen: „Mit den vorgestellten Maßnahmenoptionen und Berechnungen haben wir für Bioenergie ein kurz- bis mittelfristig zusätzlich erschließbares Treibhausgas-Einsparpotenzial von mindestens 30 Millionen Tonnen CO2 Jahr aufgezeigt, ohne dass zusätzliche Landwirtschaftsflächen für Bioenergie genutzt werden, Naturräume degradiert, Importe forciert oder Konkurrenzen mit der Nahrungsmittelproduktion verschärft werden.“, sagte Prof. Dr. Daniela Thrän vom DBFZ. „Entsprechend sehen wir es für dringend geboten, den Klimaschutzaktionsplan an den genannten Stellen zu vervollständigen“, unterstreicht Thrän die Forderung des Forschungszentrums.

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