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Apr 04

Klima-Abkommen zu ungenau?

Das Klima-Abkommen sieht eine Erderwärmung von maximal 1,5 bis 2 Grad Celsius vor. Forscher haben nun festgestellt, dass die 0,5 Grad Unterschied eine extreme Auswirkung auf die Arktis hätten.

Foto: pixabay

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Der Klimawandel ist in vollem Gange. Die Energiewende, zum Beispiel Energiegewinnung aus Solarthermie, wirkt wie ein Tropfen auf dem heißen Stein. Zu lange ist nichts gemacht worden. Um den Klimaschutz voranzutreiben, haben die 195 Mitgliedstaaten der Klimakonvention der Vereinten Nationen 2015 in Paris das Klima-Abkommen unterzeichnet. Ziel der Vereinbarung ist, dass die Erderwärmung an 2020 auf 2 Grad Celsius begrenzt wird und möglichst unter 1,5 Grad bleibt.

0,5 Grad machen viel aus

Wissenschaftler der University of Colorado Boulder haben festgestellt, dass die 0,5 Grad, die sich die Staaten als “Spielraum” gegeben haben, eine Menge ausmachen könnten. Im Fachmagazin Nature Climate Change schreiben die Forscher, dass der arktische Ozean bei einer Erderwärmung von 2 Grad alle vier Jahre im Sommer eisfrei bliebe, bei einer Erwärmung von 1,5 Grad allerdings alle 40 Jahre. “Eisfrei” bedeutet für die Wissenschaftler, wenn eine Fläche von weniger als einer Million Quadratkilometern mit Eis bedeckt ist. 2012 waren es drei Millionen Quadratkilometer – der bisher schlimmste Sommer. Experten gehen inzwischen nicht mehr davon aus, dass das 1,5-Grad-Klimaziel eingehalten werden kann.

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