«

»

Jul 23

Immer noch höchste Waldbrandgefahr

Gefahrenkarte vom 23. Juli: Die violetten Bereiche zeigen deutlich, in welchen Regionen die Waldbrandgefahr extrem hoch ist. Foto: WikiImages/pixabay.com, Illustration: DWD

Gefahrenkarte vom 23. Juli: Die violetten Bereiche zeigen deutlich, in welchen Regionen die Waldbrandgefahr extrem hoch ist. Foto: WikiImages/pixabay.com, Illustration: DWD

Der Sommer hat in den vergangenen Wochen bundesweit Einzug gehalten. Bis auf einzelne Gewitter und Regenschauer erfreuen sich Sonnenhungrige über Sonne pur mit Temperaturen bis zu 37 Grad.

Was allerdings bei Baderatten und Eisliebhaber Wohlbefinden auslöst, kann für Waldbesitzer zur Tragödie werden. Die Waldbrandgefahr bewegt sich in weiten Teilen Deutschlands seit Tagen auf der höchsten Warnstufe (Stufe 5). Wenn Wälder aufgrund der anhaltenden Hitze in Flammen aufgehen, entsteht für die Forstwirte nicht nur erheblicher Schaden, auch Erholungssuchende und Tiere des Waldes sind in Gefahr.

Am stärksten betroffen sind vor allem die nordöstlichen Bundesländer, wie Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern sowie die östlichen Regionen Niedersachsens und Teile Sachsens. In Deutschland beobachtet man die lauernde Gefahr mit Argusaugen, zu größeren Schäden kam es aber noch nicht. Anders sieht es in anderen europäischen Regionen aus. In Spanien kam es vor wenigen Tagen zu einem Flächenbrand, der über 100 Häuser nahezu dem Erdboden gleich machte.

Wichtiges Farbenspiel
Seit Kurzem sind die Gefahrestufen für Waldbrände bundesweit einheitlich. Brandenburg hatte bisher vier Abstufungen und hat diese jetzt den deutschlandweit gültigen fünf angepasst. 1 wird auf der Karte der Warnzentralen mit grün dargestellt und bedeutet „sehr geringe Gefahr“, 2  ist gelb und sagt uns, dass eine „geringe Gefahr“ besteht, orange sind die Gebiete markiert, in denen „mittlere Gefahr“ besteht, das ist die Stufe 3. Bei rot wirds brenzlich, denn mit dieser Farbe sind Regionen, in denen „hohe Gefahr“ besteht, eingefärbt. Die Gefahrenstufe 5 – „sehr hohe Gefahr“ ist violett und bedeutet für Wetter- und Katastrophenexperten eine Situation, bei der es gilt, extrem wachsam zu sein.

Zu Rauchen und offenes Feuer zu entfachen ist natürlich auch nur in der Nähe des Waldes streng verboten. Weiterhin wird dazu geraten, auf Waldwegen keinerlei Fahrzeuge abzustellen, denn beim Starten kann der Motor schonmal mehrere hundert Grad Celsius entwickeln. Es genüge schon ein Funkenflug über trockenem Gras, um einen Flächenbrand, der sich schnell auf einen angrenzenden Wald ausbreiten kann, zu entfachen, heißt es vom ADAC.

Wer zahlt Waldbrandschäden?
Waldbesitzer haben die Möglichkeit, neben einer Versicherung gegen beispielsweise Sturmschäden, auch eine Waldbrandversicherung abzuschließen. In der Regel gilt diese für stehende Bäume, als auch geschlagenes Holz sowie Aufräum- und Feuerlöschkosten. Wurde das Feuer allerdings fahrlässig, zum Beispiel durch eine weggeworfene Zigarette entfacht und der „Täter“ ist den Behörden bekannt, haftet alleine dieser. Die Schadenswiedergutmachung kann wegen einer Sekunde „Dummheit“ die finanzielle Existenz kosten.

Weitere Infos:
Auf der Website des Deutschen Wetterdienstes (DWD) kann man die aktuellen Gefahrenentwicklungen miterfolgen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.