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Aug 01

Hitzewelle: Verband rechnet nicht mit Anstieg der Lebensmittelpreise

Trotz der ungewöhnlich lange anhaltenden Hitzewelle rechnet der Landesbauernverband Niedersachsen nicht damit, dass Lebensmittelpreise steigen werden.

Foto: pixabay

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Nicht nur Landwirte schauen besorgt auf das Agrarwetter. Die Hitzewelle hat Deutschland nachwievor im Griff. Experten führen die hohen Temperaturen auf den Klimawandel zurück. Verbraucher fragen sich, ob aufgrund der Ernteverluste die Lebensmittelpreise steigen könnten. Der niedersächsische Landesbauernverband beruhigt: “Allenfalls geringe!”.

Keine Preisanstiege bei tierischen Produkten durch Hitzewelle

Bei Erzeugnissen tierischer Herkunft, wie Fleisch und Milch, wirkten die Marktmechanismen durch Angebot und Nachfrage, begründet der Verband die Prognose. Sie würden allerdings durch länger laufende Kontrakte beispielsweise für Milch, Milchprodukte oder auch Reaktionen der Fleischvermarkter beeinflusst.

Auch die Preise für Backwaren bleiben stabil

Bei Brot, Brötchen und Backwaren schlagen laut Landvolk Pressedienst die Rohstoffkosten für Getreide oder Mehl kaum durch. Der Weizenpreis ist an den Kosten für ein Brötchen mit gerade mal sieben Prozent beteiligt. Die Getreidepreise müssten sich schon verdoppeln, um daraus eine Preiserhöhung für ein Weizenbrötchen um einen Cent abzuleiten, heißt es. Der Preis für ein normales Weizenbrötchen mit durchschnittlich 29 Cent ist bei geringen wie hohen Getreidepreisen auf einem ähnlichen Niveau. Das belegen Daten der Bonner Marktbeobachter AMI. Ein 500-Gramm-Päckchen Roggenmischbrot kostet rund 0,77 Euro, ebenfalls ein langfristig stabiler Preis. Selbst bei größeren Preisausschlägen für Weizen, wie zuletzt 2011 und 2012, bewegt sich der Verbraucherpreis für Brot und Brötchen kaum.

Preisanstieg lediglich bei Salat

„Wir Landwirte wünschen uns durchaus eine höhere Wertschätzung für Lebensmittel, aber geringere Ernten müssen kein Auslöser für höhere Brotpreise sein“, so Landvolkpräsident Albert Schulte to Brinke. Lediglich bei Salaten melden die Marktbeobachter aktuell eine leichte Preissteigerung. Salatpflanzen sind besonders hitzeempfindlich.

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