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Mai 20

Hilfe für bayerische Tornadoopfer

Nach dem heftigen Tornado in Bayern hat der bayerische Ministerrat Soforthilfemaßnahmen für die Opfer beschlossen, denn die Schäden sind enorm.

Seit der Nacht vom 13. auf 14. Mai ist in den bayerischen Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg nichts mehr, wie es war. Ein Tornado fegt mit 250 Stundenkilometern über die schwäbische Region und hinterlässt einen Schaden von über 40 Millionen Euro. Etwa 200 Gebäude sind beschädigt, 30 davon gelten als ganz oder teilweise einsturzgefährdet und sind unbewohnbar.

Foto: pixabay.com (Symbolbild)

Foto: pixabay.com (Symbolbild)

Am Dienstag dieser Woche hat der bayerische Ministerrat unbürokratische Hilfsmaßnahmen für die rund 600 Betroffenen beschlossen. „Schnelle Geldhilfen sollen die erste Not lindern und die Zeit bis zur Auszahlung von Versicherungsleistungen überbrücken.“, so Finanzminister Markus Söder (CSU) in der Sitzung. Private Haushalte, die durch den Tornado in wirtschaftliche Notlage geraten sind, bekommen Soforthilfe von bis zu 5.000 Euro, große Unternehmen, deren Existenz gefährdet ist, können mit bis zu 200.000 Euro rechnen.

Auch steuerliche Maßnahmen sollen sofort greifen. „Steuern können gestundet, Vollstreckungsmaßnahmen aufgeschoben und Steuervorauszahlungen gestreckt werden. Auch Sonderabschreibungen sind möglich.“, sagte Söder und verweist dabei an das jeweils zuständige Finanzamt als Ansprechpartner. Land- und Forstwirte bekommen für Aufwuchs- und Ernteschäden sowie sonstige nicht versicherbare Schäden über 1.000 Euro einen Zuschuss von 50 Prozent des Schadens, maximal 50.000 Euro. Bei Existenzgefährdung sollen bis zu 100.000 Euro fließen.

Angesichts der zunehmend häufiger auftretenden Großschadensereignisse und Naturkatastrophen empfiehlt die bayerische Staatsregierung dringend, entsprechende Versicherungen abzuschließen.

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