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Nov 06

Grundwasser: Situation entspannt sich nur leicht

Der derzeitige Regen in weiten Teilen Deutschlands sorgt für einen Anstieg des Grundwassers, dennoch müsste es noch weiter regnen.

grundwasser

Foto: pixabay

Nach den langen Trockenphasen 2018 und 2019 erholt sich dank des Herbstregens der Spiegel des Grundwassers, aber nur moderat. Das teilt das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) mit. Denn über den vergangenen milden Winter konnten sich die Wasserstände kaum erholen. Darauf folgte 2019 ein erneut heißer und trockener Sommer.

2018 hat immer noch Auswirkungen auf Grundwasser

Laut HLNUG ist die aktuelle Grundwassersituation weniger auf das verhältnismäßig geringe Niederschlagsdefizit des aktuellen Jahres zurückzuführen. Sie ist in erster Linie auf das Niederschlagsdefizit der über 10 Monate andauernden Trockenperiode des letzten Jahres zurückzuführen. Die Defizite konnten noch nicht ausgeglichen werden.

Feuchtigkeit derzeit nur oberflächlich

Wie das Landesamt weiter mitteilt, wurden im September an den meisten Messstellen fallende Grundwasserstände und abnehmende Quellschüttungen beobachtet. Durch die Niederschläge im letzten Septemberdrittel habe die Bodenfeuchte in den oberen Bodenschichten zugenommen und der Bodenwasserspeicher konnte sich leicht erholen. Die Auffüllung des Bodenspeichers sei eine wichtige Voraussetzung für den Grundwasserneubildungsprozess. Je früher und je mehr der Bodenwasserspeicher gefüllt ist, desto früher könne die Grundwasserneubildung im Herbst beziehungsweise im hydrologischen Winterhalbjahr einsetzen. Laut Prognosen lässt der Regen in den nächsten Wochen wieder nach.

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