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Mrz 06

Gletscherschmelze: Nicht nur der Klimawandel ist schuld

Die Gletscherschmelze liegt nicht nur am Klimawandel. Feinstaub beschleunigt die besorgniserregende Entwicklung.

gletscher

Foto: pixabay (Symbolbild)

Die Gletscherschmelze schreitet weltweit im Rekordtempo voran. In den vergangenen Jahren schmolzen die dicken Eisschichten dreimal so schnell als im 20. Jahrhundert. Besonders betroffen sind dabei nicht nur die Pole und Grönland, sondern auch die Alpen. Dass die besorgniserregende Entwicklung an der Erwärmung der Atmosphäre liegt, gilt als sicher. Der Klimawandel wird unter anderem durch zu hohen CO2-Ausstoß verursacht. Doch noch ein anderes Phänomen, das nicht direkt mit dem Klimawandel zu tun hat, lässt das Eis schmelzen.

Gletscherschmelze wird durch Phänomen beschleunigt

Feinstaub ist derzeit in aller Munde. Doch die feinen von Verkehr und Industrie in die Luft gesetzten Partikel sind nicht nur gesundheitsschädlich. Sie beschleunigen auch die Gletscherschmelze. Wie der Tagesspiegel berichtet, werden die winzigen Rußpartikel durch den Wind aus den Metropolen über weite Strecken in unbewohnte Regionen getragen. Sie legen sich auf den Gletschern ab. Dadurch werden die ansonsten weißen Eisschichten quasi abgedunkelt. Gletscher schützen sich im Normalfall durch das sogenannte Albedo vor dem Schmelzen. Das bedeutet: Durch die Rückstrahlung des Sonnenlichtes bleiben sie gekühlt. Das Rückstrahlvermögen schwindet durch die vom Ruß verursachten dunklen Stellen.

Klimawandel Teil des Teufelskreises

Durch ein aktuelles Ereignis kann andererseits schon die Verbindung zum Klimawandel hergestellt werden. In Alaska wüteten im vergangenen Jahr großflächige Waldbrände aufgrund der globalen Trockenheit. Experten schreiben den heißen Sommer dem Klimawandel zu. Folglich wurden Rußpartikel aus Nordamerika in die Arktis getragen, das Rückstrahlvermögen des Polareises sank um fünf Prozent, wie der Tagesspiegel Konrad Steffen vom in der Schweiz ansässigen Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft zitiert.

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