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Jan 25

Frost und Schnee gut für Landwirtschaft

Ein extremer Winter hat auf Boden und Pflanzen positive Auswirkungen.

Foto: pixabay (Symbolbild)

Foto: pixabay (Symbolbild)

„Ist der Winter warm, wird der Bauer arm“, sagt eine alte Bauernregel. Von Bauernregeln kann man halten, was man möchte. Etwas überspitzt ausgedrückt ist an der Regel aber etwas dran. Denn Temperaturen unter Null machen den Boden lockerer und eine Schneedecke schützt Winterkulturen.

Die Auswirkungen auf den Boden bei frostigen Temperaturen ist einfach zu erklären: Wenn Frost in den Boden eindringt, gefriert die Feuchtigkeit. Da Eis ein größeres Volumen als Wasser hat, werden größere Erdklumpen auseinander gesprengt – der Boden wird feinkrumiger, vorher verdichtete Stellen werden durchlässiger. Auch eine oberflächliche Schlammkruste, die sich bei lehmigen Böden nach langen Regenfällen bildet, wird durch den Frost aufgebrochen, beschreibt der Bayerische Bauernverband (BBV) die positiven Auswirkungen von Frost. Felder lassen sich dadurch im Frühjahr gut bearbeiten.

„Bettdecke“ für Felder

Eine Schneedecke auf den Feldern wiederum hat eine isolierende Wirkung, vergleichbar mit einer Bettdecke. Denn Schnee ist ein schlechter Wärmeleiter. Die Schneeschicht verhindert, dass die Wärme aus tieferen Erdschichten nach oben gelangt und von der Oberfläche abstrahlt. Unter der Schneedecke können viele Pflanzen einen kalten Winter überstehen. „Für den erfolgreichen Anbau von Wintergetreide und Winterraps ist eine Schneedecke sehr wichtig, denn sie schützt das junge Getreide vor dem Erfrieren“, sagt BBV-Ackerbaureferent Anton Huber.

Darüber hinaus haben die Pflanzen selbst einen Schutzmechanismus, wie Huber erklärt: „Sie stellen ihren Stoffwechsel um. Wenn sie mehrere Abhärtungsstufen durchlaufen haben, überstehen Gerste und Raps dann in der Regel Frost bis zu minus 15 Grad, Weizen auch bis zu minus 20 Grad.“ Gleichzeitig helfe Schnee, das Wasserdefizit insbesondere in den Waldböden auszugleichen. Schaden durch den tiefen Winter nehmen dagegen Schädlinge.

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