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Mrz 22

Fernkälte statt Fernwärme

Wie Grundwasser zur Kühlung der Städte genutzt wird.

Foto: pixabay (Symbolbild)

Foto: pixabay (Symbolbild)

In Städten sind immer ein paar Grad mehr als im Umland. Gerade in heißen Sommern kann das für Städter und die, die in den Büros arbeiten, unerträglich sein. Klimaanlagen brauchen viel Energie und sind im Normalfall nicht besonders umweltfreundlich. Eine Lösung, die ressourcenschonend immer mehr für Abkühlung sorgt, ist die sogenannte Fernkälte.

Während Fernwärme aus Heizkraftwerken und Blockheizkraftwerken in die Städte geleitet wird, nutzt man für die Kühlung von Gebäuden seit einigen Jahren die natürlichste Quelle, die es gibt – nämlich das Wasser aus Bächen, die naturgemäß eiskalt sind. Fernkälte ist eine natürliche Alternative zu Klimaanlagen.

In München zum Beispiel wird nicht nur das Wasser des Stadtbaches, der unterirdisch durch die Innenstadt fließt, genutzt. Auch das Grundwasser, das in Richtung U-Bahn-Tunnel fließt, wird ebenfalls gesammelt und unter den U-Bahn-Anlagen hindurch geleitet. Als Energieverbrauch fällt nur Strom für die Pumpen an. Das Wasser fließt durch isolierte Kältenetze in die angeschlossenen Gebäude. Ein großer Münchner Autohersteller nutzt bereits die Fernkälte.

Nach Angaben der Stadtwerke München wird durch das Verfahren die Hälfte des Energieaufwandes gespart.

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