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Mrz 15

Fahrzeuge frühlingsfit machen

Sowohl PKW als auch Nutzfahrzeuge sollten jetzt Fit für das Frühjahr gemacht werden.

Foto: osb/ADAC

Foto: osb/ADAC

Streusalz, Splitt, Schneematsch und Schmutz machen dem Auto im Winter mächtig zu schaffen. Das Fahrzeug deshalb innen und außen einem ordentlichen Frühjahrsputz zu unterziehen, sorge nicht nur für mehr Fahrgefühl, sondern auch für den Werterhalt, erklärt Steffen Mißbach vom TÜV Rheinland.

Politur gegen aggressiven Vogeldreck

Bevor das Auto in die Waschstraße gefahren wird, sollten Felgen, Radkästen, Seitenschweller und Unterboden mit dem Dampfstrahler gereinigt werden. Um den Lack nicht zu beschädigen ist ein ausreichender Abstand zu empfehlen. Den Schmutz an Türfalzen und Karosserie-Ritzen entfernt man am besten mit einem weichen Schwamm. Steinschlagschäden sollte man mit einem Lackstift ausbessern, damit sich keine Rostnester bilden. Auch auf eine Politur soll man nicht verzichten. Diese schützt die Autohaut gegen aggressiven Vogelkot und Baumharz.

Kaffee gegen unangenehmen Geruch

Gründliches Lüften sorgt dafür, dass im Innenraum keine Korrosion entsteht. Alte Zeitungen unter der Fußmatte ziehen Feuchtigkeit aus den Bodenteppichen. Muffigen Gerüchen wird man mit Kaffeepulver im Fußraum Herr. Dieses lässt sich anschließend einfach absaugen. Eine Zahnbürste oder Wattestäbchen eignen sich hervorragend dazu, schwer zugängliche Stellen und Lüftungsgitter zu reinigen.

Durch den Ständigen Betrieb von Heizung und Gebläse im Winter entstehen Schlieren an den Scheiben. Die eingeschränkte Sicht kann, vor allem bei tiefstehender Sonne, zur Gefahr werden. Deshalb reinigt man die Scheiben am besten mit einem fettlösenden Haushaltsreiniger. „Wenn zudem die Scheibenwischer Schlieren auf der Windschutzscheibe hinterlassen, müssen sie unbedingt ersetzt werden“, rät Kraftfahrtexperte Mißbach.

Nutzfahrzeuge kontrollieren

Für LKW gilt das Gleiche wie für PKW. Nur mit dem Unterschied, dass ein Austausch von Teilen erheblich teurer ist, wenn man die Pflege verabsäumt. So ist unmittelbar nach dem Winterwetter zum Beispiel die Kontrolle der Frontscheibe auf unabdingbar. Frühzeitig erkannt, lassen sich kleinere Beschädigungen oft für wenig Geld reparieren. Wer dagegen den richtigen Zeitpunkt verpasst, muss bis zu 1000 Euro für eine neue Frontscheibe einkalkulieren, bei Bussen sogar deutlich mehr.

Teuer werden können auch kaputte Dichtungen an Türen, Stoßdämpfern oder Scheinwerfern. Beim Lkw-Frühjahrs-Check ist deshalb ein gutes Auge gefragt, wenn Gehäuse und Scheinwerferdichtungen geprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden müssen. Denn wenn sie defekt sind, kann Feuchtigkeit eindringen. Die Folge: Streuscheiben beschlagen und Reflektoren erblinden. Die Lichtleistung kann sich so um bis zu zwei Drittel vermindern. Ein neuer Scheinwerfer ist mit rund 900 Euro nicht nur teuer, richtig gefährlich wird es, wenn die Feuchtigkeit einen Kurzschluss auslöst und zum Ausfall der Beleuchtung führt.

Acht-Punkte-Checkliste

Der ADAC TruckService hat eine Checkliste für LKW-Inhaber und -Fahrer zusammengestellt:

  1. Bremsen: Sichtprüfung oder Kontrolle auf dem Bremsenprüfstand durchführen.
  2. Reifen: Druck checken und auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren.
  3. Reinigung: Fahrzeug von Salz reinigen und auf Roststellen überprüfen. Lackschäden mit einem Lackstift versiegeln.
  4. Konservierung und Dichtungen: Fahrzeugkonservierung, vor allem am Unterboden, Kanten, Türen und in Hohlräumen prüfen.
  5. Scheinwerfer: Leuchtmittel auf Wassereintritt prüfen. Dichtungen an Scheinwerfern prüfen, trocknen, gegebenenfalls  erneuern.
  6. Scheiben: Frontscheibe auf Risse und Steinschläge untersuchen. Wischerblätter gegebenenfalls erneuern und Wischwasser nachfüllen. Kleine Einschläge sofort ausbessern lassen.
  7. Fahrerhaus: Funktionsfähigkeit der Klimaanlage prüfen und Innenraumfilter tauschen.
  8. Pannenhotline notieren: Sollte es trotz vorbeugender Maßnahmen zu einer Panne kommen, ist der TruckService rund um die Uhr unter der Hotline 0800 5248000 zu erreichen.

Reifenschäden absichern

Die Reifen von landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen sind ständiger Belastung im Gelände ausgesetzt. Gerade nach dem Winter treten oft Schäden auf. Die Chemnitzer gvf VersicherungsMakler AG hat speziell für Landwirte eine Reifenkasko entwickelt, mit dem sowohl Reifen als auch Laufbänder abgesichert sind. Schon ein kleiner Schaden kann schnell zu einem großen Problem werden. Das Finden eines neuen Reifens, dessen Montage und Entsorgung des Altreifens – all das kostet Zeit und Geld.

Abgesichert sind die Reifen des pauschal erfassten kompletten Fuhrparks des Unternehmens – auch die der PKW. Dem Versicherten steht sogar achsweiser Ersatz zu, falls es notwendig ist. Auch bei Diebstahl, Schäden durch einen Unfall oder eine Panne ist die Reparatur oder der Ersatz gesichert.

Alle Informationen zur Reifenkasko: http://www.gvf.de/reifenkasko/

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