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Feb 01

Erweiterte Schneeräumpflicht für Betriebe

Der Inhaber ist für die Sicherheit auf dem Betriebsgelände verantwortlich.

Foto: pixabay

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Die Uhrzeiten, in denen Privatpersonen die Gehsteige vor ihren Häusern von Schnee und Eis befreien müssen, regeln die Kommunen. Das ist werktags meist von 7 bis 20 Uhr, am Wochenende ab 9 Uhr. Bei Unternehmen kommt noch eine Regelung hinzu: Betriebe müssen sich auch nach dem Besucher und Lieferverkehr sowie nach den Arbeitszeiten der Mitarbeiter richten.

„Das schließt den Parkplatz der Firma sowie den Weg von dort zum Arbeitsplatz ein“, erklärt Werner Lüth, Experte für Arbeitssicherheit bei TÜV Rheinland. Um Stürze und Verletzungen zu vermeiden, sollten auch alle Zugangswege gut beleuchtet sein. Lose Bodenplatten und andere Stolperfallen gilt es – nicht nur im Winter – schnellstmöglich zu reparieren.

Besonders große Rutschgefahr besteht auf Rampen und an Treppen. Wurden hier nicht ohnehin schon Bodenbeläge mit geeigneter Rutschhemmung verbaut, sind Anti-Rutsch-Streifen eine gute Sofortlösung. Sie besitzen eine schmirgelpapierartige Oberfläche und können dank selbstklebender Rückseite leicht angebracht werden. In Sachen Streugut untersagen einige Gemeinden den Gebrauch von Streusalz. Mögliche Alternativen sind Sand, Granulat oder Splitt. Diese müssen jedoch nach dem Abtauen von Eis und Schnee zusammengefegt und entsorgt werden.

Da ein Betrieb auf dem Gelände die allgemeinen Verkehrssicherungs-Pflichten erfüllen muss, kann der Unternehmer für Unfälle aufgrund mangelnder Sicherheit haftbar gemacht werden.

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