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Okt 25

Extremer CO2-Anstieg durch El Niño

Durch das Klimaphänomen El Niño gelangen 8,8 Milliarden Tonnen mehr Kohlendioxid in die Atmosphäre.

Foto: pixabay (Symbolbild)

Foto: pixabay (Symbolbild)

Durch das pazifische Wetterphänomen El Niño kommt es nicht nur etwa alle zwei bis sieben Jahre zu Überschwemmungen und Dürrekatastrophen. „Das (Christ)-Kind“, wie es südamerikanische Fischer benannten, sorgt auch für erhöhte Kohlendioxidwerte in der Atmosphäre und verstärkt dadurch den Treibhauseffekt. Das haben jetzt Wissenschaftler der Max-Planck-Institute für Chemie und für Biogeochemie anhand von Satellitendaten und Bodenmessstationen ermittelt. Zum Jahreswechsel 2015/2016, an dem El Niño wieder auftrat, gelangten 8,8 Milliarden Tonnen Kohlendioxid (CO2) zusätzlich in die Atmosphäre. Das Gas wird hauptsächlich für den Klimawandel verantwortlich gemacht.

Geschwächte Vegetation

Während es durch El Niño im Nordwesten Südamerikas zu Überschwemmungen kommt, haben das Amazonasgebiet, Südostasien und Ostafrika mit Dürreperioden zu kämpfen. Diese haben nicht nur Hunger zur Folge. Die Vegetation wird geschwächt und kann weit weniger Photosynthese betreiben als gewöhnlich. Dieser Umstand ist Forschern schon seit längerer Zeit bekannt. Doch erst jetzt konnte der Kohlendioxidschub beziffert werden.

El Niño ist ein natürliches Warmwasserphänomen, das unregelmäßig die Wassertemperaturen und Meeresströmungen im äquatorialen Pazifik durcheinanderbringt. Das hat enorme Auswirkungen auf das Wetter auf der gesamten Südhalbkugel. Während manche Gegenden mit massiven Niederschlägen zu kämpfen haben, leiden andere unter Dürre. Selbst das Wetter auf der Nordhalbkugel wird noch beeinflusst. Bedingt durch die chaotische Natur des Klimasystems, verläuft dieser Zyklus nicht streng periodisch und kann deshalb nur schwer vorhergesagt werden. El Niño beudeutet „das Kind“. Südamerikanische Fischer haben das Naturphänomen in Bezug auf „Christkind“ so genannt, weil es immer um die Weihnachtszeit auftritt.

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