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Aug 28

Die Welt brennt und das sind die Folgen

Nicht nur in Südamerika brennen riesige Flächen, auch in Afrika und Asien. Wissenschaftler warnen vor ungeahnten Folgen für die ganze Welt.

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Screen: FIRMS/NASA

In Südamerikas Regenwäldern wüten derzeit die schlimmsten Brände seit Jahren. Noch im 2000 Kilometer entfernten Sao Paulo verdunkeln die Rauchwolken den Himmel. Die meisten der Feuer gehen auf Brandstiftung zurück. Aus der Katastrophe ist inzwischen ein politischer Streit entfacht. Umweltverbände sprechen von Brandrodung zur Schaffung von Weideflächen. Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro macht Nichtregierungsorganisationen verantwortlich. Laut dem Politiker wollen sich diese für die Kürzung von Zuschüssen rächen. Ein Streit mit Folgen für die gesamte Welt.

Brände rund um die Welt

Nicht nur in Südamerika toben Feuer. Auch in Sibirien und anderen Regionen rund um den Polarkreis brennen seit Wochen Flächen und Wälder. Obwohl diese inzwischen durch Regenfälle abgeschwächt wurden, sind noch immer Glutnester vorhanden. Wie auf einer beeindruckenden Karte der NASA zu sehen ist, brennen auch große Teile Afrikas. Jeder rote Punkt ist ein Feuer. Laut Experten des Portals wetteronline.de braucht die Savanne diese Brände. Sie helfen dem Gras, schneller zu verrotten, die Asche ist Dünger für den Boden. Obwohl Gräser weniger CO2 freisetzen – weil sie weniger speichern als Bäume – sind die großflächigen Feuer dennoch schlecht für das globale Klima. Auch in Südost-Asien brennt der Regenwald.

Folgen für das globale Klima

Die Regenwälder gelten als die “grüne Lunge” der Erde. Die riesigen Waldflächen speichern CO2. Johan Rockström, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), sprach gegenüber n-tv.de von einem “Kipp-Punkt”. Wenn 40 Prozent der Waldfläche verbrannt seien, werde der Amazonas-Regenwald unwiederbringlich zu einer Savanne werden. “Sollten die Temperaturen durch den Klimawandel weiter unvermindert ansteigen, könnte der Amazonas-Wald möglicherweise noch rascher kippen”, sagte Rockström. 

Der Wissenschaftler warnte im Interview mit n-tv.de: „Was im Amazonas-Regenwald passiert, hat Einfluss auf unseren gesamten Planeten“. Dieser Wald sei eines der ganz großen biologischen Systeme. Er trage zu dem Sauerstoff bei, den wir atmen. Er fügt hinzu: “Der Regenwald ist Lebensraum für drei Millionen Arten von Pflanzen und Tieren.“ 

Wie n-tv.de weiter schreibt, sind Schätzungen zufolge 90 bis 140 Milliarden Tonnen Kohlenstoff im Regenwald des Amazonasbeckens gebunden. Wenn nur die Hälfte des Waldgebietes verschwindet, würden etwa 150 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalente in die Atmosphäre freigesetzt. Das ist etwa das Vierfache des derzeitigen CO2-Jahresausstoßes der gesamten Menschheit – und fast die Hälfte der Menge an CO2, welche die Menschheit noch ausstoßen dürfte, um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, so n-tv.de.

Auf einer interaktiven Karte der US-Raumfahrtbehörde NASA kann man alle Brandgeschehen weltweit beobachten.

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