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Feb 14

Deshalb bringt der Klimawandel mehr Starkregen

Extremwetterereignisse nehmen zu, die Menschen wünschen sich einen professionellen Umgang mit den Folgen.

Starkregen

Foto: pixabay

2017 war eines der wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.Gleichzeitig kam es im vergangenen Jahr und über die Jahreswende verstärkt zu Unwettern mit starken Regenfällen. Das haben Experten der Meteorologie aufgezeichnet. Das Zusammenspiel ist für Prof. Dr. Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimaforschung logisch: “Die globale Erwärmung führt dazu, dass die Luft mehr Feuchtigkeit speichern kann.” Eine Analyse der weltweiten Wetterdaten zeige, dass seit 1990 die Zahl extremer Niederschläge signifikant gestiegen ist, erklärte Rahmstorf beim IFAT Zukunftsdialog im Januar in München.

Wissenschaftler sehen am langfristigen Wetterradar, dass extreme Regenfälle weiter zunehmen werden. “Das haben wir in Deutschland in den vergangenen Jahren bereits gesehen. Mit dem Klimawandel umzugehen und die Folgen zu mildern, wird möglicherweise teuer werden – es nicht zu tun, wird aber in jedem Fall teurer sein“, warnte Rahmstorf. Die IFAT ist die Weltleitmesse für Umwelttechnologien.

Angst vor extremen Wetterereignissen

Der “IFAT Environment Index 2018” hat ergeben, dass sich die Menschen mit den Folgen der Erderwärmung und dem notwendigen Klimaschutz auseinandersetzen und nach Sicherheit auf kommunaler Ebene verlangen. 72 Prozent der Befragten fürchten sich vor Extremwetter und drängen darauf, die kritischen Folgen mit sogenannten Umwelt-City-Projekten einzugrenzen. Insbesondere um die Trinkwassersicherheit machen sich die Deutschen Sorgen (77 Prozent) – etwa durch auslaufende Öltanks bei Hochwasser. Gut jeder Zweite fordert die Kommunen auf, Umwelt-City-Projekte dringend zu forcieren (56 Prozent). Selbstkritisch sieht sich die Mehrheit auch mit eigenem Bürger-Engagement in der Pflicht (52 Prozent). In die repräsentative Umfrage wurden 1.049 Bundesbürger einbezogen.

Smarte Umwelt-City-Projekte verfolgen das Ziel, durch eine enge Kooperation von Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Bürgern definierte Umwelt-Ziele intelligent zu erreichen. Die Folgen von Stürmen, Starkregen und Hitzewellen sollten mit einer lokalen Umwelt-Strategie adressiert werden. Aber auch globale Zusammenarbeit wird forciert.

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