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Jun 17

Das Problem mit den Flutwellen

In den letzten Tagen hat sich entlang des gesamten Laufes der Elbe eine Flutwelle mit lang gezogenem Scheitel ihren Weg Richtung Norden gebahnt. Wie drastisch die Konsequenzen sein können, sieht man besonders am Beispiel eines kleinen Ortes, den man in den letzten Tagen ständig in den Nachrichten hört: Fischbeck in Sachsen-Anhalt. Dort werden sogar Lastenkähne gesprengt, um lange Deichbrüche zu schließen. Ortschaften, die 10 km entfernt von der Elbe liegen, stehen unter Wasser. Mehr als 200 Quadratkilometer Land sind geflutet – unvorstellbare Dimensionen. Sandsäcke

Dabei waren die Niederschläge dort doch gar nicht so schlimm, wie in Bayern, Teilen von Sachsen und Thüringen, wo mittlerweile die Aufräumarbeiten schon in vollem Gange sind. Wie kann das Ausmaß der Flut dort nach dem Ende der eigentlichen Regenwochen so verheerend sein?

Die Antwort ist so einfach wie drastisch: All das Wasser, was die Elbe entlang ihres Laufes aufnehmen musste, was durch den nassen Boden nicht mehr aufgenommen werden konnte, was durch begradigte Flussverläufe und zu wenige Auen- und Polderflächen einfach keinen anderen Raum mehr gefunden hat, das sorgt jetzt für einen unheimlich hohen Pegelstand in all den Bundesländern, die die Elbe bis zu ihrer Mündung in die Nordsee durchfließt.

Auch wenn beispielsweise die Landwirte in Sachsen-Anhalt wahrscheinlich keine existenziellen Schäden durch die Niederschläge direkt vor Ort erlitten hätten, so verlieren jetzt viele von ihnen doch ALLE Ernteerträge durch die Wassermassen, die die Elbe von entfernten Gebieten mit sich bringt.

 Weil „Die Wetterversicherung“ eine echte Katastrophendeckung sein soll, die genau dann hilft, wenn Betriebe sich von existenzgefährdenden Risiken konfrontiert sehen, berücksichtigen wir auch diesen Zusammenhang. Für Landwirtschaftsunternehmen, deren Flächen in gefährdeten Gebieten links und rechts eines Flusslaufes liegen, schaffen wir gerade Möglichkeiten, sich gegen solch eine Flutwelle abzusichern, die wir jetzt erleben. Zum einen schaffen wir die Möglichkeit, Flusspegelstände als ein weiteres auslösendes Moment mit in “Die Wetterversicherung” zu integrieren. Darüber hinaus werden wir die Großwetterlage der letzten Maiwochen bis Anfang Juni genau analysieren und die Niederschläge an Orten entlang der Flussläufe untersuchen. So schaffen wir die Möglichkeit, auch die Niederschläge an eigentlich vom Betriebsstandort entfernten Orten mit zu bewerten. So erkennen wir Flutwellen die den Betrieb mit hoher Wahrscheinlichkeit treffen und können Versicherungsschutz dafür anbieten.

Wir sichern Landwirtschaft.

Freundliche Grüße

Sebastian Mahler

Produktmanager

 

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