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Jun 19

Das Geheimnis der leuchtenden Nachtwolken

Leuchtende Nachtwolken strahlen nicht etwa durch den Vollmond, der sich dahinter verbirgt. Die Ursache liegt woanders.

nachtwolken

Foto: pixabay

Von Zeit zu Zeit, vor allem im Zeitraum der Sommersonnenwende kann man leuchtende Nachtwolken beobachten. Doch für das beeindruckende Phänomen ist nicht – wie man vermuten könnte – die Strahlung des Mondes verantwortlich. Doch warum leuchten die Wolken trotz Dunkelheit?

Wolken bilden sich in der obersten Schicht der Atmosphäre

Die Wolken bilden sich in etwa 80 Kilometer Höhe im kältesten Bereich der Erdatmosphäre. Experten sprechen von der sogenannten Mesopause. Dort herrschen Temperaturen bis zu minus 120 Grad Celsius. Die Feuchtigkeit der Wolken gefriert, Eiskristalle bilden sich.

Durch angestrahlte Eiskristalle leuchten die Wolken

Kurz vor dem Sonnenaufgang oder kurz nach dem Sonnenuntergang strahlt die Sonne, die wir auf der Erde nicht mehr sehen, die Eiskristalle an. Sie beginnen zu leuchten. Wir nehmen das Phänomen als leuchtende Nachtwolken war. Ihre Färbung hängt vom Sonnenstand ab. Das Farbspektrum reicht von gelb bis silbrig-perlmuttartig.

Die Ursache für das Phänomen ist erst seit 2007 bekannt und wurde vom Erdbeobachtungssatelliten “Aeronomy of Ice in the Mesosphere” erforscht.

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