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Jul 25

Darum gibt es diesen Sommer mehr Wespen

Diesen Sommer sind mehr Wespen unterwegs als gewöhnlich. Wespennester sollte man nicht zerstören, denn die Insekten sind durchaus nützlich.

Foto: pixabay

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Nicht nur die warmen bis heißen Temperaturen im Frühling waren der Population für die Wespen zuträglich. Die sogenannte Schafskälte im Juni ist dieses Jahr praktisch ausgefallen. Dieser meteorologische Zeitraum bedeutete in den vergangenen Jahren meist einen Rückschlag für die Wespen.

“Die Nester sind unter diesen Bedingungen groß und stark geworden, so dass viele Tiere erfolgreich durchgekommen sind”, sagte von Melanie von Orlow zu Spiegel Online. Die Biologin arbeitet in der Bundesarbeitsgruppe Hymenoptera (Hautflügler) beim Naturschutzbund (Nabu).

Wespen sind natürliche Schädlingsbekämpfer

Dass die Menschen eine gewissen Angst vor Wespen haben, zeigen die vielen Anrufe beim Nabu. Orlow berichtet im Interview mit Spiegel Online von 400 Anrufern alleine aus dem Berliner Raum, die sich erkundigten, wie sie mit Wespen umgehen sollen. Wespennester sollen allerdings nicht zerstört werden. Denn die Tiere sind nützlich. Gerade vor dem Hintergrund der Diskussionen über Pflanzenschutzmittel sind sie für die natürliche Schädlingsbekämpfung wichtig. Wespen fressen Schädlinge, wie Blattläuse.

Keine Panik

Etwa drei Prozent der deutschen Bevölkerung sind gegen Wespenstiche allergisch, ungefähr 20 Menschen sterben pro Jahr daran. Panik müsse man aber keine haben, so Melanie von Orlow. Wer Angst vor Wespen habe, könne sich mit einem einem feinen Gitter vor dem Fenster schützen. Experten seien in der Lage, Wespennester umzusiedeln, erklärt die Biologin.

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