Kategorienarchiv: Wetter extrem

Jan 23

Borkenkäfer profitiert von Schneemassen

Der Borkenkäfer konnte schon im Sommer populieren, durch die derzeitige Wettersituation findet er zustätzliche Lebensräume.

Borkenkäfer

Foto: BFW/Hannes Krehan

In den Alpenregionen hat es in den vergangenen Wochen so viel geschneit wie schon seit Jahren nicht mehr. Die Last durch den Schnee führt dazu, dass Äste abbrechen und Bäume umfallen. Während die Situation im Wald für – vor allem schwache – Wildtiere tödlich enden kann, “freut” sich einer: Der Borkenkäfer. Den Winter überlebt der Schädling, weil er ein körpereigenes “Frostschutzmittel” entwickeln kann. Die herumliegenden Äste und Bäume bedeuten für ihn Totholz, das den perfekten Lebensraum bietet.

Borkenkäfer-Plage bereits durch den Hitzesommer

Der Borkenkäfer konnte allerdings schon vor diesem Winter populieren. Nach dem heißen Sommer kam es in weiten Teilen Deutschlands zu regelrechten Schädlingsinvasionen. Vor allem Fichten sind betroffen. In Thüringen sollen Borkenkäfer, wie Buchdrucker und Kupferstecher, alleine im August 230.000 Festmeter Holz zerstört haben. Nach der aktuellen Situation zu beurteilen, kann sich die Ausbreitung durch das schneebedingte Totholz kommendes Jahr fortsetzen.

So entwickelt sich das Wetter weiter

Die heftigen Schneefälle in Bayern sind vorüber. Für Ende Januar und Februar sagen Meteorologen Frost voraus, aber nicht nur für Süddeutschland. Wie wetter.de berichtet, wird es in ganz Deutschland eisig. Während für Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland auch leichte Schneefälle prognostiziert werden, ist im Osten der Bundesrepublik mit trockener Kälte zu rechnen. Die Temperaturen sollen auf minus 10 bis minus 15 Grad sinken. Im Erzgebirge wurden in den vergangenen Nächten schon bis minus 23 Grad gemessen.

Jan 16

Sturmflut: Warnung vor Steilküstenabbrüchen

An der Küste der Ostsee kam es dieses Jahr schon zweimal zu einer Sturmflut. Der zuständige Agrarminister Till Backhaus warnt vor Steilküstenabbrüchen, beruhigt aber gleichzeitig.

Sturmflut

Foto: pixabay (Symbolbild)

Für die Regionen und Hotels an der Ostsee ist der Tourismus wichtig. Doch auch die Landwirtschaft ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor. Sturmfluten häufen sich. Können sie für Touristen und Einheimische zur Gefahr werden? Der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, sagt: „Auch von der zweiten Sturmflut diesen Jahres geht keine Gefahr für die durch die Küstenschutzanlagen gesicherten Ortschaften des Landes aus”. Er machte sich in Rostock-Warnemünde ein Bild von der Situation.

Sandablagerungen durch Sturmflut hält Wellen ab

Die Dünenabtragungen der Sturmflut vom 2. Januar haben den Strand und Vorstrandbereich mit Sand aufgefüllt. Dadurch wird die Energie der Wellen bereits vor Erreichen des Dünenfußes abgebaut. Da zudem die Wasserstände geringer sind, wird es höchstens lokal zu weiteren geringen Dünenabtragungen kommen. “An den Steilufern sind erneute Abbrüche möglich”, sagt Backhaus. Von Spaziergängen in diesen sensiblen Bereichen rät er daher dringend ab.

Die Höchstwasserstände haben sich nach aktuellem Stand eingependelt. Die Behörden beobachten die Entwicklung und arbeiten an weiteren Schutzmaßnahmen.

Jan 09

Was das Schneechaos mit der Hitzewelle zu tun hat

Viele Regionen in den Alpen erleben derzeit ein unglaubliches Schneechaos – laut Experten eine Folge des Klimawandels, ebenso wie die Hitzewelle 2018.

schneechaos

Foto: pixabay (Symbolbild)

Ganze Regionen in Bayern und Österreich versinken im Schnee. In einigen wurde sogar Katastrophenalarm ausgelöst. Die Versorgung ist durch das Schneechaos gefährdet. Für Urlauber herrscht diesen Winter höchste Lawinengefahr. Einsatzkräfte raten davon ab, sich in der nähe von Bäumen aufzuhalten, denn diese können von einer Sekunde auf die andere durch die Last der Schneemassen umfallen. Dadurch kommt es auch zu Straßensperrungen und Zugausfällen.

Schwacher Polarwirbel bringt Schneechaos

Der heftige Wintereinbruch hat einen Grund: Der Polarwirbel über der Arktis ist zusammengebrochen. Dieser sorgt im Normalfall dafür, dass kalte Luftmassen am Nordpol bleiben. Durch das Splitting strömte die kalte Luft bis nach Europa. In den kommenden Tagen soll es zwar etwas wärmer werden, Meteorologen kündigen aber für Ende Januar eine neue Kältepeitsche an.

Klimawandel sorgt für schwachen Polarwirbel

Die Abschwächung des Polarwirbels liegt an wärmeren Temperaturen am Nordpol. Der Mechanismus wird gestört. Diese warmen Luftmassen haben im Sommer auch für die durch die Hitzewelle verursachte Dürre in Europa gesorgt. Das passiert zwar regulär alle zwei Jahre, der Rhythmus wird aber engmaschiger und die Temperaturunterschiede werden größer. Im Normalfall werden die Sonnenstrahlen durch die Eis- und Schneedecke in die Troposphäre zurückgestrahlt. Durch die Eisschmelze bleibt die Reflexion aus – eine Folge des Klimawandels. Ein Teufelskreis, der dafür sorgen wird, dass wir uns wohl an strenge Winter und heiße Sommer gewöhnen müssen.

Jan 02

Wetterextreme: Deutschland stärkt äthiopischen Agrarsektor

Das deutsche Entwicklungsministerium und die KfW helfen in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen äthiopischen Landwirten nachhaltig die Folgen der Wetterextreme zu bewältigen.

Foto: Can/Adobe Stock

Foto: Can/Adobe Stock

Äthiopien ist einer der ärmsten Länder Afrikas. Die Landwirtschaft ist das wichtigste Standbein der Einwohner. Doch unter der Hitze funktioniert diese nur schwer. Wetterextreme, die durch den Klimawandel noch verstärkt werden, erfordern Maßnahmen gegen die Folgen. Dazu zählt nicht nur Dürre, sondern auch Starkregen.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW hat im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen Finanzierungsvertrag unterzeichnet. Auch das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) beteiligt sich an der Finanzierung in der Gesamthöhe von 20 Millionen Euro. Die Förderung, finanziert durch die Sonderinitiative „Eine Welt ohne Hunger“, stellt eine Ausweitung der von WFP und Oxfam gegründeten Rural Resilience Initiative (R4) dar. Sie unterstützt den äthiopischen Agrarsektor in ausgewählten Regionen, die extremen Wetterereignissen ausgesetzt sind.

Bevölkerung ist auf Hilfe gegen Folgen der Wetterextreme angewiesen

„Die Landwirtschaft, von der über 85 % der Bevölkerung Äthiopiens direkt oder indirekt abhängen, ist besonders klimaempfindlich”, erklärt KfW-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Joachim Nagel. In den ländlichen Gebieten stelle der Agrarsektor zumeist die einzige Beschäftigungs- und Einkommensmöglichkeit dar. “Umso wichtiger ist es, die Landbevölkerung für Klimarisiken und damit verbundenen Ernteausfällen zu rüsten und so das Nahrungsangebot in den betroffenen Regionen sicherzustellen“, so Nagel weiter.

Nachhaltige Möglichkeiten für die Landwirte

Der ganzheitliche Ansatz umfasst vier Maßnahmen zum besseren Umgang mit Wetterrisiken: Zum einen werden wirtschaftlich und finanziell nachhaltige Dürreversicherungen für die ansässige Bevölkerung bereitgestellt. Zum anderen werden Maßnahmen zum Erosionsschutz und der Wasserrückhaltung im Fall von Starkregen eingeleitet. Darüber hinaus können die kleinbäuerlichen Betriebe über Mikrokredite in die Diversifizierung ihrer Einkommen investieren. So haben sie zum Beispiel die Möglichkeit, Bienen für die Honigproduktion und -vermarktung zu erwerben. Schließlich wird auch das Sparverhalten der Landwirte durch spezielle Trainings gestärkt und so ein finanzielles Polster für etwaige Ernteausfälle durch das Extremwetter angespart.

Dez 26

Trockenheit: Erheblicher Rückgang bei Kartoffel- und Raufutterernte

Aufgrund der Trockenheit in diesem Jahr fiel auch die Ernte von Kartoffeln und Raufutter schlecht aus. In Mecklenburg-Vorpommern lag der Ertrag bei der Kartoffelernte 13 Prozent unter dem Durchschnitt.

trockenheit

Foto: pixabay

In Mecklenburg-Vorpommern wurden dieses Jahr auf einer Fläche von 12.400 Hektar 396.600 Tonnen Kartoffeln geerntet. Wie das Landesamt für innere Verwaltung mitteilt, liegt diese Menge 13 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre. Wie andere Landwirte mit Ackerbau sind auch Betriebe mit Kartoffelanbau von den hohen Temperaturen und der damit verbundenen Trockenheit betroffen.

Auch weniger Grünfutter wegen Trockenheit

Pflanzen zur Grünernte sind ebenfalls von der Dürre betroffen. Bezogen auf den Hektarertrag der letzten sechs Jahre musste beim Silomais ein Verlust von 29 Prozent und beim Getreide zur Ganzpflanzenernte von 32 Prozent hingenommen werden. Auch die Erträge bei Leguminosen (minus 45 Prozent) und beim Feldgras (minus 50 Prozent) fielen nicht besser aus. Bei Weiden und Wiesen ging der Ertrag fast um die Hälfte zurück.

Absicherung gegen Schäden durch Extremwetter immer wichtiger Durch die Veränderung des Klimas wird es immer wichtiger, dass sich gerade Pflanzenbaubetriebe gegen Schäden durch Naturgewalten versichern. Auch Verbände raten zu professionellem Risikomanagement. Die spezielle Wetterversicherung für landwirtschaftliche Betriebe der Chemnitzer gvf VersicherungsMakler AG löst das Problem. Sinken Erträge durch Wettereinflüsse, entstehen Einnahmeverluste und Zusatzausgaben. Diese werden durch diese Risikoabsicherung geglättet, sodass das Jahresergebnis kalkulierbar bleibt. “Die Wetterversicherung” wird betriebsindividuell gegen die für die jeweiligen Feldfrüchte riskanten Ausprägungen versichert. Um das Agrarwetter am eigenen Standort immer im Blick zu haben, hat gruuna, ein Tochterunternehmen der gvf VersicherungsMakler AG, eine digitale Wetterstation entwickelt. Diese zeigt alle relevanten Daten direkt am Bestand.

Aug 31

In diesen Regionen besteht weiterhin Waldbrandgefahr

Foto: pixabay

Foto: pixabay

Durch die Hitze der vergangenen Tage besteht in einigen Regionen Deutschlands die höchste Gefahrenstufe. Die Warnungen verlagern sich regional in den kommenden Tagen.

Nach der kurzen aber intensiven Hitzeperiode vergangene Woche besteht in einigen Regionen noch immer hohe Waldbrandgefahr. Auch wenn sich die Temperaturen auf eine normale Höhe eingependelt haben, sind die Böden noch ausgetrocknet.

In Brandenburg ist die Waldbrandgefahr am Wochenende sogar noch gestiegen. Aktuelle Warnungen liegen für Havelland, Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Potsdam-Mittelmark, Prignitz und Teltow-Fläming vor. Für den weiteren Verlauf der Woche hat der Deutsche Wetterdienst (DWD)  auch für Teile Sachsens eine Gefahrenwarnung rausgegeben.

Die Warnungen der vergangenen Tage für Nordbayern minimieren sich, während in einigen Regionen Baden-Württembergs und in Rheinland-Pfalz weiterhin die höchste Warnstufe besteht. Die höchste Stufe ändert sich am Freitag zur dritthöchsten. Diese gilt aber sehr großflächig in fast ganz Deutschland. Verschont bleibt der Norden.

Die Behörden warnen vor offenem Feuer in den Wäldern der betroffenen Gebiete. Abgesehen davon, dass man nie im Wald Zigarettenkippen wegschmeißen soll, ist das derzeit absolut gefährlich. Große Brände aus der Vergangenheit zeigen, dass ein kleiner Glimmbrand mehrere Hektar Wald vernichten kann. Abgesehen vom wirtschaftlichen Schaden sind Waldtiere und auch Menschen gefährdet.

Temperatur und mehr mit eigener Wetterstation

Auch die Luftfeuchtigkeit spielt eine Rolle für die Waldbrandgefahr. Diese und noch viel mehr Daten kann man mit der vom Agrar-Profi gruuna entwickelten Wetterstation für den eigenen Betrieb messen. Die persönliche Wetterstation misst im direkten Umfeld und informiert in Echtzeit über die Messwerte zu Temperatur, Taupunkt, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag, Windgeschwindigkeit und mehr. Mittels der dazugehörigen kostenlosen App (für Android und iOS) und der Website können Sie von überall auf die Daten zugreifen. Mehr Informationen finden Sie dazu auf gruuna.com.

Auf der Warnkarte des DWD kann man die aktuellen Entwicklungen beobachten.

Aug 17

Masterplan zur Schadensbegrenzung bei Starkregen

Foto: GDV (Symbolbild)

Foto: GDV (Symbolbild)

Baden-Württemberg präsentiert Leitfaden für seine Städte und Gemeinden.

Das Land Baden-Württemberg hat einen Leitfaden zum Starkregenrisikomanagement für Städte und Gemeinden vorgestellt, quasi einen Masterplan, für den Fall des Falles. Erstellt wurde der Leitfaden von der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW) in Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg.

Auf 83 Seiten stellt das Land den Kommunen ein einheitliches Verfahren zur Verfügung, um vom Starkregen ausgehende Gefahren und Risiken analysieren und so kommunale Starkregenkarten erstellen zu können. Auf dieser Grundlage können die Städte und Gemeinden Maßnahmen erarbeiten, die mögliche Schäden im Ernstfall vermeiden oder zumindest spürbar verringern.

Vor allem geht es um den Abfluss aus Flüssen und Bächen. In Starkregengefahrenkarten sind für Abflussszenarien die maximalen Überflutungsausdehnungen, Überflutungstiefen und Fließgeschwindigkeiten dargestellt. Anschließend kann die Risikoanalyse für die gefährdeten Objekte durchgeführt werden.

Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller hob bei der Präsentation vergangene Woche die Brisanz des Projektes hervor: „Die katastrophalen Bilder der vergangenen Monate aus Braunsbach und anderswo haben uns gezeigt: Unwetterartige Regengüsse können überall im Land und auch abseits von größeren Flüssen zu dramatischen Überschwemmungen führen“.

Der Leitfaden kann auf der Internetseite des LUBW als PDF geladen werden.

Jun 01

Wetterexperte: „Unwetter werden künftig heftiger“

Foto: GDV (Symbolbild)

Foto: GDV (Symbolbild)

Ein Unwetter verwüstete ganze Orte im Südwesten. Klima- und Wetterforscher warnen vor der Zunahme solcher extremen Wetterereignisse.

Das Tiefdruckgebiet „Elvira“ hat vor allem in Südwestdeutschland für Verwüstung gesorgt und forderte sogar mehrere Todesopfer. Ein Feuerwehrmann wurde beim Versuch, einen Menschen zu retten, in einen Gulli gezogen und ertrank. Zahlreiche Häuser sind unbewohnbar. Mehr als 100 Liter pro Quadratmeter Regen und Hagel führten zu heftigen Überschwemmungen.

Nach Einschätzung von Klimaforschern und Wetterexperten müssen sich Städte und Gemeinden in Deutschland auf noch größere Wassermassen einstellen. „Die Extremereignisse werden in Zukunft noch stärker ausfallen“, sagte Uwe Kirsche vom Deutschen Wetterdienst (DWD) der „Rheinischen Post“. Umstritten sei, ob auch die Häufigkeit von Starkregen zunehme. Klar sei jedoch, dass infolge von Unwettern in Zukunft mit „viel größeren Schäden als bisher“ gerechnet werden müsse. Die Kommunen seien gut beraten, ihre Infrastruktur darauf einzustellen, so Kirsche.

Während in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz das Schadensausmaß jetzt erst klar wird und die Aufräumarbeiten beginnen, gibt der DWD noch keine Entwarnung. Das Tiefdruckgebiet breitete sich gestern über den Osten der Bundesrepublik aus.

Die richtige Versicherung

Die Schäden, die „Elvira“ bis jetzt hinterlassen hat, können noch nicht beziffert werden. Laut Naturgefahrenreport des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft haben die deutschen Wohngebäudeversicherer 2014 insgesamt 1,2 Milliarden Euro an Unwetterschäden abgedeckt. Diese Zahl zeigt die Wichtigkeit einer entsprechenden Versicherung, um sein Hab und Gut abzusichern, wenigstens materiell. Denn persönliche Erinnerungen, die in Fluten verschwinden, sind nicht ersetzbar.

Was leistet welche Versicherung?

  • Starkregen: Kommt es zu Überschwemmungen und Erdrutschen durch starke Niederschläge, leistet die Elementarschadenversicherung.
  • Sturm: Vom Sturm abgedeckte Dachziegel, beschädigte Fassaden und zerbrochene Fensterscheiben: Wenn das Haus oder seine Nebengebäude durch Sturm ab Windstärke 8 in Mitleidenschaft gezogen wurde, kommt die Wohngebäudeversicherung für die Schäden auf.
  • Überspannung durch Blitzschlag: Über die Hausratversicherung sind Schäden am Wohnungsinventar abgesichert. Hat beispielsweise ein Überspannungsschaden nach einem Blitzschlag die Elektrogeräte unbrauchbar gemacht, dann ist der Hausratversicherer der beste Ansprechpartner.
  • Schäden am Auto: Die Teilkaskoversicherung übernimmt Schäden am Auto, die durch Sturm, Hagel oder Blitzeinschlag entstanden sind. Ist das Blech verbeult oder die Scheiben kaputt, werden die Reparaturkosten für gewöhnlich in voller Höhe erstattet.

Wie meldet man Schäden der Versicherung?

Im Falle eines Schadens sollte man so gut als möglich einen kühlen Kopf bewahren, damit die Schadensregulierung möglichst schnell und reibungslos vonstatten geht. Noch bevor man Reparaturaufträge vergibt, sollte man den Schaden der Versicherung melden. Der Schaden muss möglichst gering gehalten werden. Das heißt, dass zum Beispiel zerbrochene Fenster abgedichtet werden sollen, um ein weiteres Eindringen von Wasser zu verhindern.

„Der Schaden sollte möglichst anhand von Fotos und Kaufbelegen dokumentiert und so schnell wie möglich dem Versicherer gemeldet werden.“, empfiehlt ein GDV-Sprecher. Das eigene Leben oder das Anderer geht allerdings vor Reparaturversuchen und der Schadendokumentation. Auf riskante Aktionen soll man daher verzichten

Mai 25

Tornado-Alarm in Deutschland

Foto: pixabay (Symbolbild)

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Unwetter zogen vom Westen in den Osten.

Nach dem ersten richtig schönen Frühlingswochenende hat der Grillspaß vorerst ein Ende. In Teilen Deutschland ist Sturm angesagt. Anfang der Woche fegte ein Tornado über Ostwestfalen.

Im Landkreis Minden-Lübecke waren die Feuerwehren im Dauereinsatz. Dächer wurden abgedeckt, Bäume sind umgeknickt. Eine Windkraftanlage wurde von den Böen regelrecht zerlegt. Das Unwetter brachte auch Hagel und Gewitter mit sich. Ein Rollerfahrer wurde verletzt, als er über einen herausgespülten Gullideckel stürzte.

Am Montagabend hat das Unwetter im Westen nachgelassen. Dafür hat die Unwetterzentrale am Dienstag Warnungen für Teile Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns herausgegeben. Aber auch hier hat sich das Wetter derzeit wieder beruhigt. Da die Wettersituationen in den nächsten zwei Wochen wechselhaft ausfallen, könnte es erneut zu Unwettern kommen. Aktuelle Warnungen bestehen noch für die Spitze Dänemarks, die skandinavischen Ostseeküsten und Ostösterreich.

Tornados und Wirbelstürme entstehen bei großen Temperaturunterschieden. Die warme Luft sorgt für eine rotierende Bewegung in einer Wolke. Der Unterdruck im Zentrum des Tornados erzeugt dann den gefährlich Sog.

Wer die Entwicklung von Unwettern beobachten will, kann dies auf der Internetseite der Unwetterzentrale tun.

Feb 10

Was steckt wirklich hinter den Absagen der Karnevalsumzüge?

Foto: pixabay (Symbolbild)

Foto: pixabay (Symbolbild)

Das Sturmtief, das Montag und Dienstag über Deutschland fegte, hat seinen Ursprung nicht in Europa.

Rosenmontag und auch Faschingsdienstag sind bundesweit kurzfristig zahlreiche Karnevalszüge abgesagt worden. Der Grund: Ruzica fegte über Deutschland. Was wie ein kroatisches Pfannengericht klingt, war ein zwei Tage anhaltendes Sturmtief, das mit Windgeschwindigkeiten bis zu 100 km/h von Westen nach Osten fegte. In Bergregionen erreichten Orkanböen sogar bis zu 120 km/h. Größere Schäden wurden nicht verzeichnet. Dachziegel fielen auf die Straße, Bäume knickten um. Im Saarland starb ein Autofahrer, nachdem sein Fahrzeug von einem Baum getroffen worden war.

Woher kam Ruzica?
Das Sturmtief, dessen Name kurioser Weise „Röschen“ bedeutet, ist ein Ausläufer des Blizzards, der in den vergangenen Wochen weite Teile der amerikanischen Ostküste mit einer heftigen Schneedecke bedeckte. Diese Stürme sind typisch für den nordamerikanischen Kontinent und entstehen aufgrund eines kräftigen Kaltlufteinbruchs aus Richtung der Polarregionen. Die orkanähnlichen Stürme können sich deshalb über die ganze Längsachse des Kontinentes ausbreiten, weil es in Amerika keine in Ost-West-Richtung verlaufenden Gebirgszüge gibt.

Die Schneemassen blieben in Amerika, doch der Sturm zog weiter nach Europa und tobte mit Geschwindigkeiten bis zu 170 km/h und zehn Meter hohen Wellen über den Atlantik, bevor er auf das europäische Festland traf. Nur in deutschen Höhenlagen kam es auch zu Schneefällen. Die britischen Inseln bekamen den ungebetenen Gast besonders heftig zu spüren. Also hat uns der amerikanische Blizzard den Karneval vermiest.

Als Nachfolgerin von Ruzica weht seit heute das Sturmtief Susanna über Deutschland. Susanna, beziehungsweise Susanne, bedeutet in einer altorientalischen Sprache soviel wie „Lilie“. Wieder eine Blume. Vielleicht hat diese mehr Einsehen mit Europa als das stachelige „Röschen“ und wird nicht ganz so heftig.

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