Kategorienarchiv: Lasst uns übers Wetter reden!

Jun 05

Wie heiß wird der Sommer wirklich?

Seit Monaten wird in den Medien vor der nächsten “Hitzekatastrophe” im kommenden Sommer gewarnt. Doch wie hoch ist das Risiko wirklich?

sommer

Foto: pixabay

Der Sommer 2018 ist noch jedem in Erinnerung. Die Landwirtschaft hat noch immer mit den Schäden, die durch die Dürre entstanden sind, zu kämpfen. Seit einigen Monaten warnen Experten immer wieder davor, dass sich die Hitze im kommenden Sommer wiederholen wird. Verlässliche Wetterprognosen über Monate sind allerdings schwierig. Wie heiß wird der Sommer tatsächlich?

Mai war zu kühl

Obwohl man vielerorts die derzeitigen Temperaturen als schwül empfindet, war der Mai laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sogar zu kühl – der erste Monat seit 13 Monaten, in dem die Temperaturen unter dem Durchschnitt lagen. Konkret lag der Mai mit 10,9 Grad Celsius um 1,2 Grad unter dem Wert der Referenzperiode 1961 bis 1990. Vor alIem die erste Monatshälfte verlief ungewohnt kühl. Die Natur ist dennoch “verwirrt”. Durch die überdurchschnittlich warmen Vormonate fing die Vegetation in diesem Jahr früher an, sich zu entwickeln. Durch die kühleren Tage und Nächte im Mai geriet sie wieder ins stocken.

Prognose für Sommer aufgebauscht?

In den Medien ist seit Monaten schon von der “nächsten Hitzekatastrophe” oder vom kommenden “Horror-Sommer” zu lesen. Die Meldungen berufen sich unter anderem auf eine Langzeitprognose des privaten US-amerikanischen Wetterdienstes “accuweather”, der vor Extrem-Hitze warnt. Der DWD sieht die Entwicklung in den kommenden Monaten nüchterner.

Abgesehen vom Mai, der rein rechnerisch zu kühl war, erkennt man in den vergangenen Monaten eine zu trockene Tendenz. „Sollte die trockene Witterung in den kommenden Monaten anhalten, könnte sich die Dürre des Jahres 2018 wiederholen oder sogar übertroffen werden“, erklärt DWD-Agrarmeteorologe Dr. Udo Busch. “Dann würde die Landwirtschaft in Deutschland auch 2019 wieder mit Ertragseinbußen rechnen müssen”, so Busch weiter.

Wetterexperte Jörg Kachelmann kritisiert in einem Interview mit meedia, dass sogar die fundierten Prognosen des DWD von manchen Medien aufgebauscht würden. Von Schlagzeilen wie “Sahara-Sommer” oder “Mega-Dürre” will er nichts wissen. “Der Deutsche Wetterdienst hat nie behauptet, dass es einen Dürresommer gäbe. Er schrieb nur, dass es einen geben könnte, wenn es nicht regnet, was nicht weiter überrascht”, fasst Kachelmann die Fakten zusammen.

Mit CYA-App Ernteertrag genau analysieren

Für Landwirte ist das Wetterrisiko besonders wichtig. Um das Risiko durch Wettereinflüsse zu minimieren steht die CYA-App zur Verfügung. Sie wurde von der Chemnitzer CYA GmbH entwickelt. Das Kürzel CYA steht für “Crop Yield Analysis”, das übersetzt nicht anderes heißt, als “Ernteertragsanalyse”.Das tatsächliche Wetterrisiko können Nutzer anhand von Echtzeitdaten und der Wetterhistorie analysieren.

Die CYA-App hilft Landwirten, den Ernteerfolg aber auch das Risiko für ihren eigenen Bestand zu analysieren. Die mobile Anwendung übermittelt die Ertragsdaten an den CYA-Server. Dort werden die aktuellen Daten vom Bestand und die Daten aus der Wetterhistorie zusammengeführt und analysiert. Aus vielen möglichen Wettergefahren ermittelt das System die Gefahr mit dem größten Einfluss auf die Ernte. Mit der App hat der Landwirt die Berechnungen des CYA-Servers jederzeit und an jedem Ort im Blick.

Mai 29

Tornado in Franken: Feuerwehr gelingt beeindruckendes Video

Feuerwehrleute aus Franken filmten auf der Heimfahrt von einem Einsatz einen Tornado. Der DWD warnt vor stärkeren Tornados durch den Klimawandel.

Die Feuerwehr aus dem fränkischen Himmelkron hat vergangene Woche während der Rückfahrt von einem Einsatz ein spektakuläres Wetterphänomen gefilmt: Zwischen Neuenmarkt und Wirsberg im Landkreis Kulmbach fegte ein Tornado über das Land.

 

Quelle: Feuerwehr Himmelkron/Youtube/inFranken.de

 

Tornado hätte Hausdächer abdecken können

Wie das Internetportal inFranken.de schreibt, haben sowohl der Deutsche Wetterdienst (DWD) als auch sogenannte Stormchaser (Sturmjäger) bestätigt, dass der Wirbelsturm auf dem Video der Feuerwehr tatsächlich ein Tornado war. Es handelte sich laut inFranken.de um einen Tornado der “schwächeren Sorte”. Die Wirbelstürme, im unteren Bereich der internationalen Fujiata-Skala können dennoch bis zu 116 Stundenkilometer erreichen. Der Tornado in Franken hinterließ eine Schneise von bis zu 100 Metern Breite. Der DWD-Tornado-Beauftragte Andreas Friedrich bestätigte dem Internetportal, dass ein Sturm in dieser Kategorie schon Hausdächer abdecken kann. Glücklicherweise fegte der Tornado über unbebautes Gebiet.

Stärkere Tornados durch Klimawandel

Der DWD geht von 30 bis 60 bestätigten Tornados aus, die jährlich über Deutschland fegen. Die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich höher. Andreas Friedrich warnte in einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung davor, dass mit dem Klimawandel zwar die Anzahl der Tornados nicht steige, diese aber stärker würden.

Mai 22

Sonne: Schwaches Magnetfeld hat Einfluss auf Erde

Forscher erwarten dieses Jahr eine Abschwächung des Magnetfeldes der Sonne. Die Folgen bemerkt man auch auf der Erde.

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Foto: pixabay

Wissenschaftler haben vorhergesagt, dass die Sonne 2019/2020 ihre Aktivität reduzieren wird. Das Magnetfeld wird schwächer, was man an weniger Sonnenflecken erkennt. Wie merkur.de unter Berufung auf spaceweatherarchive.com schreibt, kann das sogenannte Sonnenminimum Auswirkungen auf die Erde haben.

Schwacher Zyklus der Sonne erwartet

Die Sonnenzyklen ändern sich. Das Magnetfeld ist mal stark, mal schwach. Der kommende Zyklus ist der 25. seit Beginn der Aufzeichnungen im 19. Jahrhundert. Wie merkur.de weiter schreibt, erwarten die Wissenschaftler einen schwachen Zyklus. Auch im vergangenen zeigte die Sonne weniger Sonnenflecken.

Höhere kosmische Strahlung

Trotz schwachem Magnetfeld bleiben die Aktivitäten der Sonne bestehen. Durch die Minimierung gelangen aber mehr kosmische Strahlung in das Sonnensystem und somit in die Nähe der Erde. Die Auswirkungen betreffen die Natur aber auch die Menschen. Da die obere atmosphärische Elektrizität beeinflusst wird, kann es zu mehr Gewittern kommen. Flugreisende sind einer höheren Strahlung ausgesetzt.

Mai 15

Wann wird das Wetter zum Klima?

Die Begriffe Klima, Wetter und Witterung werden oft verwechselt. Der Unterschied hängt nur von zwei Faktoren ab: Zeitraum und Ort.

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Sind der extrem heiße Sommer im vergangenen Jahr, die Überschwemmungen und plötzlichen Wintereinbrüche Ergebnisse des Klimawandels oder haben wir nur unterschiedliche Wetterlagen? Experten bringen den Hitzesommer 2018 mit einer Veränderung des Klimas in Verbindung. Doch wo hört das Wetter auf und wo fängt das dauerhafte Klima an?

Klima hängt von Statistik ab

Darüber, ob eine länger andauernde Wetterlage bereits auf eine Klimaveränderung hindeutet, sind sich Wissenschaftler teils uneins. Vor allem das schnelle Voranschreiten des Klimawandels macht Einschätzungen nicht leichter. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hält sich bei der Definition an einen Beobachtungszeitraum von 30 Jahren. Die Zeitspanne ist lange genug, um statistische Eigenschaften erfassen zu können.

Definitionen eine Frage von Zeit und Ort

Laut Max-Planck-Institut für Meteorologie beschreibt das Wetter den physikalischen Zustand zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort. Das Klima hingegen sei erst dann richtig gekennzeichnet, wenn die Wahrscheinlichkeit für Abweichungen vom Mittelwert angegeben werden kann. Das verlangt, dass auch Extremwerte Teil der Statistik sind. Die Einteilung der Klimazonen erfolgt nach dem Jahresgang von Temperaturen und Niederschlägen.

Das Klima beschreibt also den durchschnittlichen Verlauf der Klimaelemente im von der WMO definierten Zeitraum. Der punktuelle Zustand definiert das Wetter. Die Witterung ist der vorherrschende Zustand über mehrere Tage – auch wenn während Regentagen zwischendurch mal die Sonne zum Vorschein kommt.

Mai 08

Wetterphänomen: Sind Böenwalzen gefährlich?

Böenwalzen sind ein relativ seltenes Wetterphänomen. Ende April kam es in Franken zu einem solchen Naturschauspiel.

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Foto: sturmjaeagerTobi/pixabay.com

In Franken konnte Ende April eine sogenannte Böenwalze, ein eher seltenes Wetterphänomen, beobachtet werden. Wie der Name schon sagt, verläuft das Wolkengebilde horizontal – im Gegensatz zu Tornados. Experten sprechen auch von einer “Shelf Cloud” (dt. “Regalwolke”).

Wie entsteht das Wetterphänomen?

Böenwalzen gehen meist mit Gewitterwolken einher und sind das Ergebnis von komplexen Strömungsvorgängen. Luft strömt von verschiedenen Seiten in unterschiedlichen Höhen in die Wolke. Einsetzender Niederschlag kühlt den entgegenströmenden Aufwind ab und dreht ihn um. Worauf er in die Tiefe stürzt und sich auf der Erdoberfläche ausbreitet. Die auf die Gewitterwolke strömende feuchtwarme Luft wird dadurch angehoben und zu einer Walze geformt.

Wie gefährlich sind Böenwalzen?

Böenwalzen können Windstöße in Sturmgeschwindigkeit verursachen. Durch sogenannte Windscherungen kann es im Luftverkehr zu Problemen kommen. Schäden auf dem Boden oder eine Gefahr für Menschen sind eher selten. 2015 hat in Bamberg eine Böenwalze allerdings Sachschäden angerichtet.

 

Video-Quelle: Youtube/Nils Nordmeer

 

 

Mai 01

Klimawandel ist regionaler als bisher angenommen

Klimamodelle werden vor allem global konstruiert. Wissenschaftler der Uni Hohenheim erforschen nun den Klimawandel auf Basis regionaler Daten in Zusammenhang mit Kulturpflanzen.

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Foto: pixabay (Symbolbild)

Während der Klimawandel vor allem global beobachtet wird, beschäftigen sich seit sieben Jahren Forscher der Universität Hohenheim mit dem “regionalen Klimawandel”. Bislang verwendeten die Klimamodelle bei der Landnutzung den aus Satellitenbildern abgeleiteten aktuellen Stand aus Referenzjahren. Dabei wird die Entwicklung konstant bis ins Jahr 2100 simuliert. Die Stuttgarter Wissenschaftler halten das für unrealistisch. Der Klimawandel spielt sich regionaler ab und in verschiedenen Regionen in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Um die Klimaentwicklung auf regionaler Basis analysieren zu können, greifen die Forscher auf  Temperaturen, Niederschläge, Bodenwasser, Energie, CO2, verschiedene Pflanzeneigenschaften und die organische Substanz im jeweiligen Boden zurück.

Kulturpflanzen beeinflussen Klimawandel

“Die Vegetationsentwicklung ändert sich in Reaktion auf den Klimawandel”, erklärt Prof. Dr. Thilo Streck. Und die Vegetation ist in verschiedenen Regionen unterschiedlich. „Bei frühdeckenden Kulturen wie Wintergetreide ist der Wasser- und Energieaustausch mit der Atmosphäre anders zeitlich verteilt als etwa bei Mais“, so der Wissenschaftler. Und das habe Einfluss auf Wetter und Klima.

Zwei unterschiedliche Modellregionen

Zwei unterschiedliche Landschaften Südwestdeutschlands dienen als Modell: der Kraichgau und die Mittlere Schwäbische Alb. Sie unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht: Der Kraichgau wird intensiv ackerbaulich genutzt und weist ein mildes Klima auf, die Mittlere Schwäbische Alb dagegen ist kühler, niederschlagsreicher und wird vor allem als Grünland genutzt. Die Forschungsgruppe “Regionaler Klimawandel” beobachtet exemplarisch, wie sich diese Agrarlandschaften unter dem Klimawandel künftig entwickeln.

Apr 24

Bewässerung: Landwirten droht wegen Trockenheit Beschränkung

Ein niedersächsischer Landkreis denkt über Beschränkungen bei der Bewässerung nach, um Trinkwasser zu sparen.

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Foto: pixabay (Symbolbild)

Die Hitze im vergangenen Sommer schwächte die Landwirtschaft in ganz Deutschland, Milliardenschäden. Auch seit Jahresbeginn regnete es zu wenig. Was die Landwirtschaft braucht, ist stetiger Landregen über längere Zeiträume. Die Böden sind vielerorts noch immer ausgetrocknet. Viele Landwirte sind auf Bewässerung angewiesen. Für kommenden Sommer haben Meteorologen bereits eine vorsichtige Prognose für ähnlich hohe Temperaturen abgegeben. Das könnte die Landwirte noch härter treffen, denn im Vorjahr profitierten die Böden noch vom regenreichen Jahr 2017.

Landkreis Celle prüft Beschränkung der Bewässerung

Wie die “Hannoversche Allgemeine Zeitung” (HAZ) berichtet, denkt der niedersächsische Landkreis Celle darüber nach, die Beregnungen mit Wasser aus Grundwasserbrunnen zu beschränken. Der Grund: So soll Trinkwasser gespart werden. Gerade in der Heideregion wäre das aufgrund der sandigen Böden mit wenig Wasser ein Problem. Ein Sprecher des Kreises erklärte der HAZ, dass im vergangenen Jahr in einigen Gebieten die erlaubte Wassermenge bereits überschritten worden sei. Ein stabiler Grundwasserspiegel ist aus Umweltgründen europarechtlich vorgeschrieben.

Wasserwiederverwendung statt Beschränkung

In Niedersachsen liegt etwa die Hälfte der beregneten Flächen Deutschlands. Klaus Röttcher, Wasserbauexperte an der Ostfalia Hochschule in Suderburg, sagte zur HAZ, dass der Grundwasserspiegel noch nicht dramatisch zurückgegangen sei. Auswirkungen auf die Versorgung mit Trinkwasser sieht er deshalb nicht. „Aber wir sind in einem Bereich, wo man genauer hinschauen muss“, so Röttcher. Anstatt zu beschränken, schlägt er vor zu überlegen, wie man Wasser sparen und wiederverwenden kann.

Apr 17

Regenwald hält nicht mit Tempo des Klimawandels mit

Regionen des AmazonasRegenwaldes, in denen Regenmengen stärker schwanken, sind widerstandsfähiger. Doch das kann sich langfristig ändern.

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Foto: Rosina Kaiser/pixabay.com

Der Amazonas-Regenwald hat sich über Millionen von Jahren entwickelt und sogar Eiszeiten überlebt. Heute droht diesem riesigen Ökosystem durch menschliche Einflüsse und durch den weltweiten Klimawandel ein großflächiges Absterben. Das hat wiederum weitreichende Einflüsse auf den Klimawandel.

Regenwald wird empfindlicher

Eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt jetzt, dass die Teile des Regenwaldes, in denen die Regenmengen stärker schwanken, widerstandsfähiger gegen heutige und zukünftige Klimastörungen sind. Doch der Klimawandel schreitet immer schneller voran. Trotz des “Trainingseffekts” werde der Regenwald wohl nicht mit dem Tempo des fortschreitenden Klimawandels Schritt halten können, erklären die Forscher in der Fachzeitschrift “Nature Geoscience”.

Region am Amazonas wichtig für CO2-Senkung

„Angesichts der enormen Bedeutung des Amazonas-Regenwaldes für unser Klima und die Artenvielfalt ist es erstaunlich, wie wenig wir immer noch über seine Fähigkeit wissen“, sagt Leitautorin Catrin Ciemer. Mit der fortschreitenden Erderwärmung wird es im Amazonasbecken wahrscheinlich vermehrt Dürren geben, die die Baumsterblichkeit und das Brandrisiko erhöhen könnten. Die Forscher haben einen Mechanismus entdeckt, der die Widerstandsfähigkeit des Ökosystems mit bestimmt.

Brasiliens Forstpolitik tut ihr übriges

Natürlich ist der Klimawandel nicht der einzige große Stressfaktor für den Amazonas-Regenwald. „Der Mensch mischt sich noch viel direkter ein“, sagt Niklas Boers, Koautor der Studie. Großflächige Rodungen, vor allem zur Umwandlung der Naturlandschaft in Weideland für Rinder zur Fleischerzeugung, stellt bereits heute eine ernsthafte Bedrohung für den Regenwald dar.” Auch wenn einige Regionen im Amazonasgebiet aufgrund des “Trainingseffekts” besser auf den Klimawandel vorbereitet sind als andere, könne die aktuelle Forstpolitik Brasiliens die Frage der Widerstandsfähigkeit des Regenwaldes bedeutungslos machen, so der Wissenschaftler.

Der Amazonas-Regenwald bedeckt etwa zwei Drittel Südamerikas und ist der größte zusammenhängende Regenwald der Erde – mit einer beispiellosen Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Riesige Mengen an Kohlenstoff werden in der Biomasse des Waldes gespeichert. Das macht den den Regenwald am zweitgrößten Fluss der Erde zur wichtigsten CO2-Senke.

Apr 10

Ernteertrag absichern: Münchener & Magdeburger Agrar nutzt CYA-App zur Analyse

Die CYA-App ermöglicht Landwirten, ihren eigenen Ernteertrag zu analysieren und den Erfolg aber auch das Risiko genau zu bewerten.

ernteertrag

Foto:: CYA GmbH

Die Münchener & Magdeburger Agrar ist nicht nur auf die Absicherung von Nutztierbeständen spezialisiert. Das zur Allianz-Gruppe gehörende Unternehmen bietet eine indexbasierte Ertragsversicherung an. Diese berücksichtigt den individuellen Ernteertrag der versicherten landwirtschaftlichen Fläche.

Ernteertrag mit App genau analysieren

Um das Risiko durch Einflüsse des Wetters zu bewerten, nutzen die Münchener Versicherungsexperten die CYA-App. Sie wurde von der CYA GmbH entwickelt. Das Kürzel CYA steht für “Crop Yield Analysis”, das übersetzt nicht anderes heißt, als “Ertragsanalyse”. Mithilfe der App analysiert die Versicherung das tatsächliche Wetterrisiko anhand von Echtzeitdaten und der Wetterhistorie.

Die CYA-App hilft Landwirten, den Ernteerfolg aber auch das Risiko für ihren eigenen Bestand zu analysieren. Die mobile Anwendung übermittelt die Ertragsdaten an den CYA-Server. Dort werden die aktuellen Daten vom Bestand und die Daten aus der Wetterhistorie zusammengeführt und analysiert. Aus vielen möglichen Wettergefahren ermittelt das System die Gefahr mit dem größten Einfluss auf die Ernte. Mit der App hat der Landwirt die Berechnungen des CYA-Servers jederzeit und an jedem Ort im Blick.

Umfangreiche Funktionen

■  Betriebsindividuelle Analyse der Ertragsdaten hinsichtlich Wetterrisiken

■  Automatische Suche nach der bestgeeigneten Wetterstation

■  Ermittlung der Wettergefahren mit maximalem Einfluss auf Betriebserträge

■  Ansprechende Visualisierung der ermittelten Wettergefahren und des CYA-Index

■  Nutzerindividuelle Ertragsprognose entsprechend der Wetterrisiken

■  Möglichkeit der Terminanfrage für professionelle Beratung hinsichtlich der Wetterversicherung

Weitere Informationen zur App „Crop Yield Analysis“ erhalten Sie auf gruuna.com.

 

Apr 03

Klimawandel: Wiederholt sich dieses Jahr der Hitze-Sommer des Vorjahres?

2019 könnte wieder eine längere Hitzewelle auf uns zukommen. Experten geben vorsichtige Prognosen ab. Der Klimawandel erhöht die Wahrscheinlichkeit.

Klimawandel

Foto: pixabay (Symbolbild)

2018 war das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Deutschland war monatelang von einer Hitzewelle mit Rekordtemperaturen geplagt. Experten sehen darin eine Auswirkung des Klimawandels. Besonders litt die Landwirtschaft – Schäden in dreistelliger Millionenhöhe. Nach ersten Prognosen warnen Experten, dass der diesjährige Sommer ähnlich heiß und trocken werden könnte.

Klimawandel erhöht Hitze-Risiko

TV-Meteorologe Karsten Schwanke sieht den kommenden Sommer in einem Interview mit der “Zeit” zwar nicht zwingend so heiß wie den vergangenen, die Wahrscheinlichkeit sei aber gegeben. Der Experte weist auch auf Forschungsergebnisse aus Großbritannien hin. Wissenschaftler des südenglischen “Met Office Hadley Centre for Climate Prediction and Research” führen in einer aktuellen Studie die höhere Wahrscheinlichkeit auf den Klimawandel zurück und nennen konkrete Zahlen: Ohne Veränderung des Klimas würde die Wahrscheinlichkeit für lange Hitzeperioden 0,5 Prozent betragen, aufgrund des Klimawandels 12 Prozent. Bis 2050 prognostizieren die Forscher eine Wahrscheinlichkeit für lange hohe Temperaturen mit 50 Prozent. Das würde bedeuten, dass Europa alle zwei Jahre extreme Hitze erlebt

Konkrete Prognosen für Europa schwierig

Konkrete Prognosen gebe es allerdings für den Sommer 2019 noch nicht, lenkt Schwanke in der “Zeit” ein. Verlässliche Wettervorhersagen über Monate sind derzeit noch möglich, zumindest in Europa. „Die einzige brauchbare Langfristprognose, die mir bekannt ist, ist die Vorhersage des Eintreffens des indischen Sommermonsuns durch den indischen und den britischen Wetterdienst”, so der Experte. Hier in Europa stecke die Langzeitvorhersage noch in den Kinderschuhen.

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