Kategorienarchiv: Lasst uns übers Wetter reden!

Mrz 20

Hochwasser: Situation entspannt sich vorerst

Vergangenes Wochenende wurde in Süd- und Norddeutschland vor Hochwasser gewarnt. Inzwischen hat sich die Situation entspannt. Aber gerade Norddeutschland muss mit künftigen Starkregenereignissen rechnen.

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Foto: michael81/pixabay.com (Symbolbild)

In Süddeutschland, vor allem im Bayerischen Wald, sind die Pegel der Flüsse und Bäche am vergangenen Wochenende bedrohlich angestiegen. Denn zum normalen Tauwasser aus den Alpen kam noch starker Dauerregen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor überfluteten Kellern und Straßen durch Hochwasser. Inzwischen hat der Regen nachgelassen. Die Pegelstände sind zwar noch über dem Durchschnitt, die Anwohner konnten aber zu Wochenbeginn aufatmen.

Sturm und Hochwasser im Norden

Nicht so glimpflich haben die norddeutschen Regionen die Auswirkungen von Tief “Heinz” überstanden. Bäume stürzten um, der Zugverkehr und Fährverbindungen mussten teilweise eingestellt werden. In Schleswig-Holstein wurde die A21 aufgrund umgestürzter Bäume voll gesperrt. Auch in Ostdeutschland stieg die Elbe an. Derzeit ist der Pegel teilweise noch 1,50 Meter über der Normalhöhe.

Starkregen wird häufiger

Gerade in Norddeutschland wird Starkregen zur ernstzunehmenden Naturgefahr werden. Zu diesem Ergebnis kamen Meteorologen diese Woche auf der Tagung DACH 2019 in Garmisch-Partenkirchen. „Die Auswertung von Radardaten zeigt, dass wir bei der Bewertung der Naturgefahr Starkregen in einigen Regionen von einer neuen Gefährdungslage ausgehen müssen,“ so Dr. Andreas Becker und Dr. Tanja Winterrath vom Deutschen Wetterdienst. Während die Bevölkerung in Norddeutschland länger andauernden und dafür nicht so heftigen Regen gewohnt ist, werden die Niederschläge in Zukunft kürzer und heftiger ausfallen. Das ist für Kommunen ein Problem, da die Entwässerungssysteme noch nicht auf diese Situation ausgerichtet sind.

Starkregen ist eine Folge des Klimawandels. Durch höhere Temperaturen kann die Atmosphäre mehr Wasserdampf aufnehmen. Dieser kommt als Regen auf die Erde zurück.

Mrz 13

Waldbrände und Starkniederschläge hängen zusammen

Ein internationales Forscherteam hat anhand einer Langzeitstudie bewiesen, dass durch Starkregen Waldbrände nicht geringer sind.

Waldbrände

Foto: pixabay

Was schon länger vermutet wurde, konnten deutsche und US-amerikanische Forscher nun konkretisieren: Starkregen und Waldbrände hängen zusammen – eine Wechselwirkung. Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG), der Universität Hamburg und Forschungseinrichtungen aus den USA haben dazu Daten aus der Zeit vom 16. Jahrhundert bis heute ausgewertet. Unter anderem wurden alte Waldbrandschäden, die in Baumringen noch sichtbar sind, einbezogen.

Niederschläge und Waldbrände basieren auf Jetstream

Die Wissenschaftler haben die Ereignisse in Kalifornien untersucht. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf starken Winden im Bereich der oberen Troposphäre bis zur Stratosphäre – sogenannten Jetstreams – und der Luftfeuchtigkeit. Sowohl Tiefdruck- als auch Hochdruckgebiete sind von den Winden abhängig.

Die Jetstreams ziehen zwischen Dezember und Februar aus dem Westen in den Staat Kalifornien ein. Die Stärke und Richtung der Winde beeinflusst die regionalen Bedingungen, die sich auf die wärmere Trockenzeit übertragen. Die Regenzeit wird so zu einem wichtigen Vorläufer der sommerlichen Brandbedingungen. Wenn der Jetstream also viel Regen bringt, ist das ein Zeichen, dass er heftig ist. Dementsprechend ist er dann auch für große Hitze verantwortlich.

Starkregenereignisse schließen Waldbrände nicht aus

Die Wissenschaftler haben bewiesen, dass Starkregen in der Region Waldbrände im folgenden Sommer nicht ausschließt. Im Jahr 2017 etwa kam es trotz Niederschlägen und hoher Luftfeuchtigkeit zu schweren Waldbränden. Eigentlich hätten die Forscher nach der kühlen und regenreichen Jahreszeit mit sehr hoher Feuchtigkeit eher weniger schwere Brände erwartet. Aufgrund der Erkenntnisse können Waldbrandprävention und -bekämpfung besser gesteuert werden.

Mrz 06

Gletscherschmelze: Nicht nur der Klimawandel ist schuld

Die Gletscherschmelze liegt nicht nur am Klimawandel. Feinstaub beschleunigt die besorgniserregende Entwicklung.

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Foto: pixabay (Symbolbild)

Die Gletscherschmelze schreitet weltweit im Rekordtempo voran. In den vergangenen Jahren schmolzen die dicken Eisschichten dreimal so schnell als im 20. Jahrhundert. Besonders betroffen sind dabei nicht nur die Pole und Grönland, sondern auch die Alpen. Dass die besorgniserregende Entwicklung an der Erwärmung der Atmosphäre liegt, gilt als sicher. Der Klimawandel wird unter anderem durch zu hohen CO2-Ausstoß verursacht. Doch noch ein anderes Phänomen, das nicht direkt mit dem Klimawandel zu tun hat, lässt das Eis schmelzen.

Gletscherschmelze wird durch Phänomen beschleunigt

Feinstaub ist derzeit in aller Munde. Doch die feinen von Verkehr und Industrie in die Luft gesetzten Partikel sind nicht nur gesundheitsschädlich. Sie beschleunigen auch die Gletscherschmelze. Wie der Tagesspiegel berichtet, werden die winzigen Rußpartikel durch den Wind aus den Metropolen über weite Strecken in unbewohnte Regionen getragen. Sie legen sich auf den Gletschern ab. Dadurch werden die ansonsten weißen Eisschichten quasi abgedunkelt. Gletscher schützen sich im Normalfall durch das sogenannte Albedo vor dem Schmelzen. Das bedeutet: Durch die Rückstrahlung des Sonnenlichtes bleiben sie gekühlt. Das Rückstrahlvermögen schwindet durch die vom Ruß verursachten dunklen Stellen.

Klimawandel Teil des Teufelskreises

Durch ein aktuelles Ereignis kann andererseits schon die Verbindung zum Klimawandel hergestellt werden. In Alaska wüteten im vergangenen Jahr großflächige Waldbrände aufgrund der globalen Trockenheit. Experten schreiben den heißen Sommer dem Klimawandel zu. Folglich wurden Rußpartikel aus Nordamerika in die Arktis getragen, das Rückstrahlvermögen des Polareises sank um fünf Prozent, wie der Tagesspiegel Konrad Steffen vom in der Schweiz ansässigen Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft zitiert.

Feb 27

Rußrindenkrankheit nach heißem Sommer

Die Rußrindenkrankheit breitet sich nach dem heißen Sommer 2018 verstärkt aus und ist auch für Menschen gefährlich.

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Foto: pixabay (Symbolbild)

In einigen Regionen – darunter Hessen, Baden-Württemberg und Bayern – tritt an Bäumen verstärkt die sogenannte Rußrindenkrankheit auf. Betroffen ist vor allem der Bergahorn, der meist in öffentlichen Parkanlagen vorkommt. Aber auch Spitz- und Feldahorn können betroffen sein. Erst vor einigen Jahren wurde die ursprünglich aus Kanada stammende Pilzkrankheit in Deutschland zum ersten Mal festgestellt. Auslöser ist durch Hitze hervorgerufener Trockenstress.

Absterben durch Rußrindenkrankheit dauert mehrere Jahre

Anzeichen dafür, dass ein Baum von der Rußrindenkrankheit befallen ist, sind ein Schleimfluss an der Rinde sowie Blattwelke und Laubfall. Im weiteren Verlauf sterben ganze Äste ab. Das Absterben des Baumes kann sich einige Jahre hinziehen. Schließlich reißt am Stamm die Rinde längsseitig auf. Das Holz darunter ist schwarz.

Einatmen der Sporen gesundheitsschädlich

Über den schwarzen Belag setzt der Pilz feine Sporen frei, die beim Einatmen zu Reizhusten, Fieber, Atemnot und Schüttelfrost führen. Befallene Bäume müssen auf alle Fälle gefällt werden. Spaziergänger sollten kranke Bäume meiden, Forstarbeiter beim Fällen Mund- und Nasenschutz tragen.

Des Weiteren empfiehlt die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG), bei der Fällung und Entsorgung der Bäume auf verschiedene Maßnahmen und Umstände zu achten. So ist zum Beispiel zu empfehlen, die Arbeiten an feuchten Tagen durchzuführen.

Bekämpfungsmaßnahmen gegen den Pilz gibt es nicht. Vorbeugen kann man, indem die Wasserversorgung der angepflanzten Bäume in Trockenphasen über die ersten Jahre aufrecht erhalten wird.

Feb 20

Pflanzen: Probleme durch frühlingshafte Temperaturen

Die Menschen genießen in ganz Deutschland die warmen Temperaturen. Doch für Pflanzen kann der vorzeitige Frühling zum Problem werden.

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Foto: pixabay (Symbolbild)

Nach dem extremen Winter von 2018 auf 2019 freut man sich, dass es jetzt wärmer ist. Bereits Mitte Februar steigen die Temperaturen bis 15 Grad Celsius, in manchen Regionen tageweise sogar bis 20 Grad. Verantwortlich für das sonnige Wetter sind sowohl das Hoch “Dorit” als auch das Tief “Werner”. Die Pflanzen könnten bald in voller Blüte stehen.

Februar ist viel zu warm

Der Einfluss der südwestlichen Strömung beschert uns die warmen Temperaturen. “Dorit” verabschiedet sich zwar dieser Tage, geht aber nahtlos in das Hoch “Erika” über. Es bleibt also warm. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) liegen die derzeitigen Temperaturen weit über dem Monatsmittel. Dieses liegt im Februar bei zwei bis drei Grad.

Pflanzen könnten erfrieren

Für Pflanzen könnte der vorzeitige Frühling allerdings zum Problem werden. Wenn sich zweistellige Temperaturen in den nächsten Tagen und Wochen einpendeln, werden Pflanzen die volle Blüte entwickeln. Das Wetter ist etwa vier bis sechs Wochen voraus. „Sollte es dann aber im März oder April zu einem Kaltlufteinbruch kommen, würde das fatale Folgen für die Natur haben. Die Blüten würden erfrieren”, warnt Diplom-Meteorologe Dominik Jung im Interview mit merkur.de.

Feb 13

Trockenheit: Bewässern mit Abwasser ist möglich

Effiziente Bewässerung bei Trockenheit: Forscher testen erfolgreich die Versorgung von Pflanzen mit kommunalem Abwasser.

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Foto: ISOE Wikom/CC 2.0

Wetterextreme wie lang anhaltende Trockenheit stellen die Landwirtschaft vor neue Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, dass sich die Forschung mit wassersparenden Bewässerungstechnologien beschäftigt. Ziel ist, die Pflanzenproduktion unabhängig von langen Trockenperioden aufrecht zu erhalten.

Abwasser und Nährstofflösungen versorgen die Pflanzen bei Trockenheit

Im Rahmen des Forschungsprojektes HypoWave wird das sogenannte hydroponische Anbauverfahren mit speziell aufbereitetem kommunalem Abwasser erprobt. Die ersten Fallstudien zeigen die Machbarkeit dieser wasser- und nährstoffeffizienten landwirtschaftlichen Produktion. Dabei  werden im Gewächshaus Setzlinge in Gefäßen über eine Nährstofflösung versorgt. Das Wasser versickert nicht und es verdunstet deutlich weniger. Zudem kann die Nährstofflösung zirkulieren.

Fallstudien zeigen die Umsetzbarkeit

Das Forschungsteam hat mit den ersten beiden Fallstudien nun vielversprechende Ergebnisse veröffentlicht. Sie zeigen beispielhaft an zwei Regionen – dem Landkreis Gifhorn in Niedersachsen und der Gemeinde Raeren in Belgien – wie die Wiederverwendung von Abwasser für den hydroponischen Gemüse- und Schnittblumenanbau gelingen kann. „Für kleinere Gemeinden mit 500 beziehungsweise 1.650 Einwohnern kann hier auf 3.600 beziehungsweise 6.000 m² eine wirtschaftliche Produktion erzielt werden“, freut sich Marius Mohr vom Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB).

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Projektpartner sind neben dem IGB unter anderem das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) und das Julius-Kühn-Institut (JKI).

Die Fallstudien können als PDF geladen werden:

Gifhorn/Niedersachsen
Raeren/Belgien

Feb 06

Wetterlagen sind größer als bisher angenommen

Wetterlagen mit Starkregenereignissen in Europa sind nicht nur auf unsere Regionen beschränkt. Extreme Niederschläge sind über Kontinente hinweg verbunden.

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Foto: ESA/NASA

Regionale extreme Niederschläge hängen mit der gleichen Art von Wetterlagen tausende Kilometer entfernt zusammen. Das hat ein internationales Expertenteam in einer neuen Studie herausgefunden. Die Forscher entdeckten ein globales Verbindungsmuster von Extremniederschlägen.

Wetterlagen können besser vorhergesagt werden

Die Erkenntnisse könnten eine verbesserte Wettervorhersage möglich machen. Schäden können so begrenzt und Menschen besser geschützt werden. Durch die extremen Niederschlagsereignisse aufgrund des Klimawandels gewinnt die Studie an Relevanz.

Satellitendaten dienten als Grundlage

Anhand von Satellitendaten entdeckten die Wissenschaftler, dass Niederschläge durch die Jetstreams verbunden sind. Diese umkreisen im oberen Bereich der Atmosphäre die Erde und bilden riesige Wellen zwischen dem Äquator und den Polen.

„Wir haben ein globales Verbindungsmuster entdeckt, welches das Auftreten von extremen Regenereignissen festlegt und bestimmte Arten von atmosphärischen Wellen als die wahrscheinliche Hauptursache identifiziert”, so der Leitautor der Studie, Niklas Boers. Der Deutsche forscht am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und am Imperial College in London.

Europäischer Regen mit asiatischem Monsun verbunden

Der südasiatische Sommermonsun etwa ist laut der Wissenschaftler mit Ereignissen in Ostasien, Afrika, Europa und Nordamerika verbunden. Obwohl Regenfälle in Europa nicht den Regen in Pakistan und Indien verursachen, gehören sie zum gleichen atmosphärischen Wellenmuster. Die europäischen Regenfälle werden dabei zuerst ausgelöst. Die Forscher versprechen sich dadurch zum Beispiel, Extremwetterereignisse in Asien anhand der Wetterlage in Europa besser voraussagen zu können.

Ihre Studie haben die Forscher im Januar im Fachmagazin “Nature” veröffentlicht.

Jan 30

Waldbrandvorbeugung: Brandenburger Waldbesitzer bekommen mehr Geld

Nach dem trockenen Sommer im Vorjahr hat das Land Brandenburg jetzt die Fördermittel für die Waldbrandvorbeugung angehoben.

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Foto: pixabay (Symbolbild)

Durch extreme Trockenheit und munitionsbelastete Flächen kam es vergangenes Jahr in Brandenburg immer wieder zu Waldbränden. Um bei der Waldbrandvorbeugung noch höhere Anreize für die Waldbesitzer zu schaffen, hat das Landwirtschaftsministerium die Fördersätze zur Vorbeugung angehoben.

Zahlreiche Großbrände

Mehr als 1.650 Hektar Brandenburger Wald wurden 2018 durch Feuer zerstört. Davon fielen rund 90 Prozent auf 11 Großbrände. Die Bekämpfung der Waldbrände wurde oft durch nicht zugängliche ehemalige Truppenübungsplätze und lange Wege zur nächsten Wasserstelle erschwert.

Mit der überarbeiteten Forst-Förderrichtlinie sollen sich laut Landwirtschaftsministerium die Bedingungen für die Vorbeugung und Bekämpfung von Waldschäden deutlich verbessern. So wurden die Fördersätze für Löschwasserentnahmestellen angehoben. Künftig können beim Bau oder bei einer Erweiterung von Wasserstellen auch Tiefbrunnen gefördert werden. Waldbesitzer können bis zu 25.000 Euro statt der bisherigen 12.000 Euro pro Fördermaßnahme beantragen.

Wegesanierung Teil der Waldbrandvorbeugung

Damit die Feuerwehr im Kampf gegen Waldbrände schnellstmöglich an die Brandstellen kommt, wurden auch die Fördermittel für die Instandsetzung von Wegen angehoben. Des weiteren hat das Ministerium den Stundensatz für die Inanspruchnahme von Beratungsdiensten erhöht. Durch diese Maßnahme kann eine umfassende Beratung der fast 100.000 Waldbesitzer in Brandenburg verbessert werden.

Jan 23

Borkenkäfer profitiert von Schneemassen

Der Borkenkäfer konnte schon im Sommer populieren, durch die derzeitige Wettersituation findet er zustätzliche Lebensräume.

Borkenkäfer

Foto: BFW/Hannes Krehan

In den Alpenregionen hat es in den vergangenen Wochen so viel geschneit wie schon seit Jahren nicht mehr. Die Last durch den Schnee führt dazu, dass Äste abbrechen und Bäume umfallen. Während die Situation im Wald für – vor allem schwache – Wildtiere tödlich enden kann, “freut” sich einer: Der Borkenkäfer. Den Winter überlebt der Schädling, weil er ein körpereigenes “Frostschutzmittel” entwickeln kann. Die herumliegenden Äste und Bäume bedeuten für ihn Totholz, das den perfekten Lebensraum bietet.

Borkenkäfer-Plage bereits durch den Hitzesommer

Der Borkenkäfer konnte allerdings schon vor diesem Winter populieren. Nach dem heißen Sommer kam es in weiten Teilen Deutschlands zu regelrechten Schädlingsinvasionen. Vor allem Fichten sind betroffen. In Thüringen sollen Borkenkäfer, wie Buchdrucker und Kupferstecher, alleine im August 230.000 Festmeter Holz zerstört haben. Nach der aktuellen Situation zu beurteilen, kann sich die Ausbreitung durch das schneebedingte Totholz kommendes Jahr fortsetzen.

So entwickelt sich das Wetter weiter

Die heftigen Schneefälle in Bayern sind vorüber. Für Ende Januar und Februar sagen Meteorologen Frost voraus, aber nicht nur für Süddeutschland. Wie wetter.de berichtet, wird es in ganz Deutschland eisig. Während für Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland auch leichte Schneefälle prognostiziert werden, ist im Osten der Bundesrepublik mit trockener Kälte zu rechnen. Die Temperaturen sollen auf minus 10 bis minus 15 Grad sinken. Im Erzgebirge wurden in den vergangenen Nächten schon bis minus 23 Grad gemessen.

Jan 16

Sturmflut: Warnung vor Steilküstenabbrüchen

An der Küste der Ostsee kam es dieses Jahr schon zweimal zu einer Sturmflut. Der zuständige Agrarminister Till Backhaus warnt vor Steilküstenabbrüchen, beruhigt aber gleichzeitig.

Sturmflut

Foto: pixabay (Symbolbild)

Für die Regionen und Hotels an der Ostsee ist der Tourismus wichtig. Doch auch die Landwirtschaft ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor. Sturmfluten häufen sich. Können sie für Touristen und Einheimische zur Gefahr werden? Der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, sagt: „Auch von der zweiten Sturmflut diesen Jahres geht keine Gefahr für die durch die Küstenschutzanlagen gesicherten Ortschaften des Landes aus”. Er machte sich in Rostock-Warnemünde ein Bild von der Situation.

Sandablagerungen durch Sturmflut hält Wellen ab

Die Dünenabtragungen der Sturmflut vom 2. Januar haben den Strand und Vorstrandbereich mit Sand aufgefüllt. Dadurch wird die Energie der Wellen bereits vor Erreichen des Dünenfußes abgebaut. Da zudem die Wasserstände geringer sind, wird es höchstens lokal zu weiteren geringen Dünenabtragungen kommen. “An den Steilufern sind erneute Abbrüche möglich”, sagt Backhaus. Von Spaziergängen in diesen sensiblen Bereichen rät er daher dringend ab.

Die Höchstwasserstände haben sich nach aktuellem Stand eingependelt. Die Behörden beobachten die Entwicklung und arbeiten an weiteren Schutzmaßnahmen.

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