Kategorienarchiv: Lasst uns übers Wetter reden!

Feb 12

Orkan “Sabine”: Geringere Schäden als befürchtet

Dass Orkan “Sabine” in den Wäldern weniger Schäden anrichtete als erwartet, hat einen Grund. Weiterlesen »

Feb 05

Klimawandel beeinträchtigt Bodengesundheit

Wissenschaftler haben festgestellt, dass der Klimawandel einen direkten Einfluss auf die Bodengesundheit hat und zum Totalausfall von Ernten führen kann. Weiterlesen »

Jan 29

Dürre: Deshalb sind manche Regionen Deutschlands stärker gefährdet

Der Regen in den vergangenen Wochen ist zu wenig für die Böden. Doch nicht alle Regionen sind gleich gefährdet, von Dürre betroffen zu sein.

dürre

Foto: pixabay (Symbolbild)

Die trockenen Jahre 2018 und 2019 sind noch gut in Erinnerung. Der Sommer 2018 ist die trockenste Periode seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Wetterexperten warnen vor erneuter Dürre in diesem Jahr, doch der Boden hat sich in manchen Regionen noch nicht von den heißen letzten beiden Jahren erholt. 

Humus speichert mehr Wasser

Nicht jeder Boden reagiert auf Trockenphasen gleich. Es kommt auf die Beschaffenheit des Bodens an. Lehmige Böden speichern Wasser besser als sandige. Entscheidend ist auch, wie viel Humus das Erdreich enthält. Humus kann ebenfalls viel Wasser speichern. Von Dürre betroffen sind auch sogenannte flachgründige Böden. Bei diesen ist nur eine dünne Erddecke oberhalb der Gesteinsschicht. Diese Beschaffenheit findet man meistens auf Grünlandstandorten in Hügel- und Mittelgebirgslagen.

Dürre unterschiedlich ausgeprägt

Nicht nur Hitze im Sommer führt zu Dürre. Auch Regenmangel im Winter und im Frühjahr wirken sich aus. Der Boden ist auf gleichmäßige regelmäßige Bewässerung über das ganze Jahr angewiesen. Die zunehmende Starkregenereignisse sind kontraproduktiv. Obwohl die Wetterlagen deutschlandweit derzeit unterschiedlich sind und es auch zu Regenereignissen kommt, ist das zu wenig. Doch die Böden haben unterschiedliche Ansprüche. In sandhaltige Böden kann Wasser zwar schnell eindringen, verdunstet aber auch schnell wieder. Erdreich mit viel Lehm hingegen kann Wasser speichern. Große Teile Ostdeutschlands, wie Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen sowie Ostbayern bestehen aus sandigen Böden. Das heißt, dort ist die Erde auf mehr Wasser angewiesen, um Pflanzen versorgen zu können. Lehm- und Tonböden findet man eher im Westen Deutschlands. Diese sind weniger anfällig für Trockenphasen.

Eine Übersichtskarte zu den Bodenbeschaffenheiten in Deutschland kann man auf der Internetseite des Umweltbundesamtes als PDF abrufen.

Jan 22

Klimawandel: Deshalb starben zehntausende Vögel

Wissenschaftler haben den Grund für ein Massensterben von Vögeln an der Westküste der USA und an der Küste Alaskas ermittelt – eine Auswirkung des Klimawandels.

klimawandel

Foto: Karsten Bergmann/pixabay.com

2015 und 2016 sind an der US-Westküste und an der Küste Alaskas zehntausende tote Vögel angespült worden. Wissenschaftler standen vor einem Rätsel. Wie Zeit Online berichtet, haben Forscher jetzt den Grund herausgefunden. Betroffen waren Trottellummen. Diese zählen zur Gattung der Alkenvögel und sind trotz der Ähnlichkeit nicht mit den Pinguinen verwandt. Das Massensterben ist eine Folge des Klimawandels.

Todesursache ist Nahrungsmangel

Forscher des Alaska Science Center des U.S. Geological Survey haben laut Zeit Online ermittelt, dass das Massensterben an Nahrungsmangel aufgrund zu hoher Meerestemperaturen liegt. Die Erkenntnisse haben die Wissenschaftler im Fachmagazin PLOS ONE veröffentlicht. Der großen Ansammlung an zu warmen Wasser haben die Forscher den Spitznamen “Blob” gegeben, was so viel wie Klecks bedeutet.

Klimawandel hat Auswirkung auf Nahrungskette

Trottellummen ernähren sich von Fischen, die wiederum Plankton fressen. Aufgrund der Meereshitzewelle sei die Menge und die Qualität der Kleinstlebewesen gesunken, zitiert Zeit Online die Forscher. Das hatte einen Rückgang der Fische zur Folge. Des weiteren haben die Wissenschaftler festgestellt, dass sich das warme Wasser auf den Stoffwechsel der Raubfische auswirkt. Aufgrund eines höheren Energieumsatzes mussten sie mehr Beute machen. Diese partielle Erwärmung des Meeres bringen die Forscher unmittelbar mit dem Klimawandel in Verbindung.

Jan 15

Prognose 2020: Was steckt hinter Begriffen wie “Horrorsommer”?

Was hat es mit Meldungen wie “Horrorsommer 2020” auf sich? Der Deutsche Wetterdienst meldete sich zu solchen Prognosen zu Wort.

prognose

Foto: Tanja Esser/stock.adobe.com

In Medien ist immer wieder von einem bevorstehenden “Horrorsommer” zu lesen. In den vergangenen zwei Jahren haben Dürreperioden die Landwirtschaft schwer getroffen. Gemüse-, Obst und Getreidebetriebe hatten mit erheblichen Einbußen zu kämpfen, Viehhalter waren von Futtermangel betroffen. Wie fällt die Prognose für 2020 aus Sicht des Deutschen Wetterdienstes (DWD) aus?

Was hat es mit schlimmen Prognosen auf sich?

Laut dem Internetportal infranken.de hatte in den vergangenen Monaten der Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst q.met Begriffe wie “Vorhersage des Grauens” und “Schockprognose” geprägt. Die fränkische Nachrichtenseite ist Jungs Prognosen auf den Grund gegangen und hat beim DWD nachgefragt, was wir im kommenden Sommer zu erwarten haben.

DWD relativiert Prognose

Wie infranken.de weiter schreibt, hält der DWD ein weiteres warmes Jahr für plausibel. Dies werde durch die Vorhersagen der bevorstehenden vier Jahresmittel beziehungsweise durch die Durchschnittstemperatur gestützt, zitiert das Portal den Deutschen Wetterdienst. Mittelfristige Prognosen des vom Forschungsministerium geförderten Projektes MiKlip (“Mittelfristige Klima-Prognosen”) zeigten ähnlich hohe Werte.

Der DWD relativiert infranken.de gegenüber allerdings die Werte. „Wie sich dieser Temperaturanstieg auf die Bundesrepublik auswirkt, wird Gegenstand der Auswertung kommender Langfristprognosen sein, in denen auch immer viele Unsicherheiten zu berücksichtigen sind“, teilte der DWD dem Nachrichtenportal mit. Eine erste eindeutige Sommerwetter-Prognose hat der DWD demnach für Anfang März angekündigt.

Jan 08

Australien: Phänomen macht Brände noch gefährlicher

Feuerwolken und Feuergewitter machen die Brände in Australien noch schlimmer. Auch in Deutschland sei bei Waldbränden das Phänomen möglich, so ein Meteorologe. Weiterlesen »

Jan 01

Wetterphänomen bringt Wintereinbruch

Für Januar haben Meteorologen Kaltluft vorausgesagt. Verantwortlich ist ein Wetterphänomen – die sogenannte Rossby-Welle.
Weiterlesen »

Dez 25

Beunruhigendes Wetterphänomen in Grönland

Ein dänisches Forscherteam hat ein Wetterphänomen beobachtet, das schlimme Folgen für Lebewesen hat.

wetterphänomen

Foto: Thomas Ritter/pixabay.com (Symbolbild)

Wie merkur.de berichtet, hat ein dänisches Forscherteam in Grönland bereits 2018 beobachtet, dass es im Winter so stark geschneit hatte, dass der Schnee über den Sommer liegen blieb. Das Wetterphänomen bereitet den Wissenschaftlern der Universität Aarhus Sorgen. Obwohl die Durchschnittstemperatur auf der Insel im Sommer gerade mal 6 Grad beträgt, ist das dennoch ungewöhnlich. Trotz der verhältnismäßig niedrigen Temperaturen gibt es in Grönland eine große Artenvielfalt. Die Tier- und Pflanzenwelt hat sich den Bedingungen angepasst.

Wetterphänomen hat katastrophale Folgen

Die Tiere hatten sich im Laufe der Evolution so an die Umgebung angepasst, dass sie sich auch bei den Sommertemperaturen, die in Europa im Dezember normal sind, vermehren können. Doch die sommerliche Schneedecke verhinderte das. Sowohl Tiere als auch Pflanzen in der Region konnten sich 2018 nicht vermehren. „Ergebnis war das größte reproduktive Scheitern eines Ökosystems, das in den 20 Jahren seit Beginn der Messungen aufgetreten ist“, zitiert merkur.de die Forscher. Infolge brach die komplette Nahrungskette zusammen. Erst im Spätsommer taute der Schnee. Vögel schlüpften deswegen später. Im Herbst setzt allerdings schon wieder der Frost ein. Das bedeutet, dass sie nicht genug Zeit haben, heranzuwachsen.

Folge des Klimawandels

Auf den ersten Blick widerspricht Schnee im Sommer den Erkenntnissen zur Erderwärmung. Doch die Forscher sehen in dem Beobachteten einen Ausblick, auf das was uns erwartet, wenn die Erderwärmung nicht gestoppt wird. Denn der Klimawandel bringt nicht nur steigende Temperaturen mit sich. Durch die komplizierten atmosphärischen Vorgänge, wie eine Veränderung des Wetterphänomens El Niño, muss man auch mit anderen Auswirkungen, wie extremen und unvorhersehbaren Niederschlägen und Stürmen, rechnen.

Dez 18

Welternährung: Jetstream könnte globale Kornkammern vernichten

Wissenschaftler haben entdeckt, dass der die Erde umkreisende Jetstream zu weltweiten Ernteausfällen führen und die Welternährung gefährden kann. Weiterlesen »

Dez 11

Antarktis: Warum regnet es am Südpol trotz eisigen Temperaturen?

US-Wissenschaftler beobachteten in der Antarktis stundenlangen Nieselregen. Aber wie ist das trotz Minustemperaturen möglich?

Regen trotz Minusgraden? Am Südpol herrschen Temperaturen von minus 20 bis minus 70 Grad. Die tiefste Temperatur, die in der Antarktis je gemessen wurde, ist minus 89,2 Grad Wie mdr.de berichtet, haben Wissenschaftler der Pennsylvania State University beobachtet, dass in der Antarktis auch schon mal Nieselregen auftreten kann.

Großflächiger Regen in der Antarktis

Laut dem mdr.de-Bericht zeigen Messungen mit Satelliten und Lasern, dass es auf einer Länge von etwa 1.000 Kilometern entlang der Rossmeerbucht bei minus 25 Grad sieben Stunden lang geregnet hat. Schneekristalle entstehen nur, wenn in der Wolke feine Partikel vorhanden sind. Die Wissenschaftler stellen bei Messungen fest, dass diese fehlten. Die Luft war sauber.

Schnee braucht Staub

Heike Wex vom Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) in Leipzig erklärt gegenüber mdr.de: „In einem reinen, flüssigen Wassertröpfchen muss zunächst eine Energiebarriere überwunden werden. Es wird erst bei minus 38 Grad Celsius gefrieren.”

Schon die Entstehung von Regen setze Feinstaubpartikel in der Atmosphäre voraus, erklärt Wex. “Wolkentropfen wachsen auf diesen Aerosolen”. Erst wenn sie gefrieren, können sie genug weiteres Wasser anziehen, um schwer genug zu werden und herunterzufallen. “Im diesem Fall tauen sie wieder auf und kommen als Regen bei uns am Boden an. Ohne Staub wäre das nicht möglich”, so die Wissenschaftlerin.

Ältere Beiträge «