Kategorienarchiv: Lasst uns übers Wetter reden!

Jun 20

Neue Solarzellen funktionieren auch bei Regen

Chinesischen Forschern ist es gelungen, Solarzellen eine Zweitfunktion zu geben, die Regentropfen in Energie verwandelt.

Foto: pixabay

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Solarstrom ist im Sinne des Umweltschutz neben Windenergie und Biomasse eine wichtige regenerative Energie. Der Nachteil von Solarzellen ist, dass sie nur bei Sonnenschein funktionieren – bis jetzt. Denn Forscher der Soochow University in China haben jetzt eine Möglichkeit gefunden, Solarmodule auch bei Regen zu nutzen. Wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) berichtet, haben die Wissenschaftler eine Solarzelle mit einem tribiolektrischen Nanogenerator kombiniert.

Bekannter Effekt

Beim tribiolektrischen Effekt entsteht durch den Kontakt zweier Materialien und anschließender Trennung elektrische Aufladung. Eines der Materialien sind in diesem Fall die Regentropfen. Den Effekt kennt man vom Kämmen frisch getrockneter Haare, wenn sich der Kamm elektrisch auflädt. Die Methode funktioniert mit einer Art Sandwich aus Siliziumkristall, einer transparenten Zwischenlage aus leitfähigem Kunststoff und einer Silikonschicht. Darin teilen sich Solarzelle und Regenwandler die Kontstofflage als Elektrode. Die Kunststoff- und Silikonschicht sind mit Rillen versehen. Davon profitieren sowohl die Verwandlung von Regentropfen- als auch die der Sonnenstrahlen in Energie. Die Rillen vergrößern den Kontakt zu den Regentropfen und fangen mehr Sonnenlicht ein, weil weniger weggespiegelt wird.

Die Kombination von Silizium mit leitfähigem Kunststoff wird erst seit ein paar Jahren untersucht und ist keine rein chinesische Erfindung. Auch das Institut für Solarenergieforschung in Hameln und das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie beschäftigen sich mit der kostengünstigen Variante klassischer Siliziumsolarzellen.

Veröffentlicht haben die chinesischen Wissenschaftler ihre Entwicklung im Fachblatt “ACS Nano”.

Jun 13

Hitze bereitet ostdeutschen Landwirten Probleme

Die Hitzewelle in Sachsen-Anhalt macht Menschen, Pflanzen und Tieren zu schaffen.

Foto: pixabay (Symbolbild)

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Vor allem die Landwirte im Osten Deutschlands haben mit der anhaltenden Hitzeperiode zu kämpfen. Beim Getreide hat bereits die Notreife eingesetzt. So bezeichnet man das vorzeitige Erhärten der Getreidekörner wegen der Unterbrechung der Stoffzufuhr. Dass Regen noch etwas bringen stellt Wolfgang Minning vom Bauernverband Mansfeld-Südharz der Mitteldeutschen Zeitung (MZ) gegenüber in Frage: “Vielleicht kann er noch zu einer ordentlichen Kornfüllung führen, so dass die Bauern bei der Ernte nicht nur leeres Stroh dreschen müssen.” Als Hauptproblem sieht Minning nicht einmal die Trockenheit selbst, wie er der Zeitung erklärte. Dass es in den ersten fünf Monaten des Jahres nur 120 bis 130 Millimeter Niederschlag gebe, sei normal. Aber in Verbindung mit den hohen Temperaturen steige die Verdunstung.

Kühe geben weniger Milch

Nicht nur auf die Pflanzen hat hat das trocken heiße Wetter Einfluss, auch auf die Kühe. Wie ein Landwirt aus Sachsen-Anhalt der MZ berichtete, verkaufe er derzeit um 800 Kilogramm weniger Milch pro Tag als bei normaler Witterung. Zusätzlich zu den niedrigen Milchpreisen ist das ein weiterer Verlust. Die Hitze macht laut dem Landwirt auch mehr Arbeit. Da die Nutztiere mehr saufen, müssten die Tränken öfter gereinigt werden. Das Futtergemisch müsse häufiger gedreht werden, damit es die Frische nicht verliert, erzählte er der Zeitung.

Das Agrarwetter immer im Blick

gruuna, ein Tochterunternehmen der auf landwirtschaftliches Risikomanagement spezialisierten gvf VersicherungsMakler AG, bietet eine digitale Wetterstation für Landwirte an. Diese erhebt alle relevanten Daten des Landwirtschaftswetters direkt am Bestand. Über die App gruuna Wetter und die Erweiterung Premetor erhalten der Betriebsleiter und die Mitarbeiter rechtzeitig Warnmeldungen direkt auf das Smartphone. Diese beinhalten empfohlene Handlungsweisen, um Schäden durch Wettergefahren zu minimieren oder sogar zu verhindern. “Die Wetterversicherung” der gvf VersicherungsMakler AG nutzt ebenfalls diese Daten. Durch diese Risikoversicherung wird es möglich, Ertragsverluste durch Wetterereignisse, wie Überschwemmungen, Frost oder eben Frühsommertrockenheit auszugleichen und den Ertrag somit planbar zu machen.

Jun 06

Deshalb ist das Unwettertief “Wilma” noch nicht vorüber

Trotz des großteils sonnigen Wetters kann es in den nächsten Tagen erneut zu heftigen Unwettern kommen.

Foto: pixabay

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Vergangene Woche kam es in weiten Teilen Deutschlands zu Überschwemmungen durch das Tief “Wilma”. Trotz des derzeit sonnigen Wetters kann aber noch nicht Entwarnung gegeben werden. Laut der interaktiven Karte der Unwetterzentrale sind vor allem für den Süden und den Südwesten Vorwarnungen  ausgegeben. In den kommenden Tagen kann es in Teilen Deutschlands erneut zu Unwettern kommen.

Wetterlage ist blockiert

Die anhaltende Unwetterlage ist auf eine “Blockade” des Tiefs “Wilma” zurückzuführen, das schon vergangene Woche für Blitz, Donner und Regen gesorgt hat. Normalerweise ist das mitteleuropäische Wetter von schell durchziehendem und wechselhaftem Westwetter geprägt. Doch “Wilma” ist durch ein Hoch über dem Nordmeer blockiert und kann nicht weiterziehen. Ein weiterer Grund für das “Verweilen” des Tiefs sind schwache Luftdruckgegensätze und kaum Höhenwinde. Das hindert die Wetterlage ebenfalls am Weiterziehen. Das letzte Mal war so eine Situation vor zwei Jahren, ebenfalls im Mai und Juni, zu beobachten. Glück im Unglück: Dieses Jahr ist das Tief nicht so stark wie 2016. Das Zentrum ist auch nicht über Deutschland, sondern über Frankreich.

Unwetterschäden digital vorbeugen

gruuna, ein Tochterunternehmen der auf landwirtschaftliches Risikomanagement spezialisierten gvf VersicherungsMakler AG, hat eine digitale Wetterstation für Landwirte entwickelt. Diese erhebt alle relevanten Wetterdaten direkt am Bestand. Über die App gruuna Wetter und die Erweiterung Premetor erhalten der Betriebsleiter und die Mitarbeiter rechtzeitig Warnmeldungen direkt auf das Smartphone. Diese beinhalten empfohlene Handlungsweisen, um Schäden durch Wettergefahren zu minimieren oder sogar zu verhindern.

 

Mai 30

In Sachsen-Anhalt drohen Ernteausfälle

In Sachsen-Anhalt befürchten Landwirte und Kleingärtner Ernteausfälle durch Trockenheit.

Foto: pixabay (Symbolbild)

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Nicht nur die Frostgefahr macht Landwirten zu schaffen, auch Trockenheit. Tendenziell wird es in unserer Region wärmer. Ein Grund ist die Erderwärmung durch CO2-Emissionen.
Wie der MDR auf seiner Internetseite berichtet, machen sich derzeit die Landwirte in Sachsen-Anhalt Sorgen um ihre Erträge. Seit Wochen ist es schon zu trocken. In den nächsten Tagen kann es zwar zu Regenschauern kommen, doch laut MDR-Wetterstudio werden diese nicht ausreichen. Vor allem die Waldbrandgefahr ist durch die Trockenheit hoch.

Höchste Waldbrandstufe

In weiten Teilen des Landes gilt Waldbrandstufe 5. Das ist die höchste Warnstufe. Diese bedeutet: Die Forstbehörden und Waldeigentümer können betroffene Waldgebiete sperren. Jegliches Betreten und Befahren ist somit untersagt. Ausnahmen gelten nur für die durch die Forstbehörde genehmigten Arbeiten sowie natürlich Einsatzkräfte.

Absicherung gegen Trockenschäden und mehr

Durch die Veränderung des Klimas wird es immer wichtiger, dass sich gerade Pflanzenbaubetriebe gegen Schäden durch Naturgewalten versichern. Auch Verbände raten zu professionellem Risikomanagement. Die Chemnitzer gvf VersicherungsMakler AG hat eine spezielle Wetterversicherung für landwirtschaftliche Betriebe entwickelt. Sinken Erträge durch Wettereinflüsse, entstehen Einnahmeverluste und Zusatzausgaben. Diese werden durch diese Risikoabsicherung geglättet, sodass das Jahresergebnis kalkulierbar bleibt. “Die Wetterversicherung” wird betriebsindividuell gegen die für die jeweiligen Feldfrüchte riskanten Ausprägungen versichert. Um das Agrarwetter am eigenen Standort immer im Blick zu haben, hat gruuna, ein Tochterunternehmen der gvf VersicherungsMakler AG, eine digitale Wetterstation entwickelt. Diese zeigt alle relevanten Daten direkt am Bestand.

Mai 23

Für wen zahlt sich eine Solarstromanlage aus?

Eine Solarstromanlage auf dem eigenen Hausdach schützt nicht nur das Klima, sondern kann sich auch rechnen.

Foto: Grammer Solar/R. Ettl

Foto: Grammer Solar/R. Ettl

Umweltschutz ist in aller Munde. Um dem Klimawandel entgegenzuwirken, sollte man auf regenerative Energien setzen. Dazu zählen Strom aus Windenergie und Biomasse oder auch Solarstrom. Dieser empfiehlt sich für Eigenheimbesitzer. Doch unter welchen Voraussetzungen zahlt sich aus, Energie aus der Sonne selbst zu erzeugen?

Nicht nur für Top-Verdiener

Dass eine Solarstromanlage nicht nur etwas für Top-Verdiener ist, darauf weist die Verbraucherzentrale NRW hin. Photovoltaikanlagen kommen auch für kühle Rechner in Frage, denen etwa ein Förderkredit die Investition ermöglicht. Der eigene Solarstrom könne sich langfristig nicht nur für das Klima, sondern auch finanziell lohnen.

Wirtschaftlichkeit von Solarstromanlagen

Himmelsrichtung: Optimal sind Süddächer, aber auch auf Ost- und Westdächern können Anlagen wirtschaftlich sein. Wichtig ist, dass möglichst kein Schatten auf die Module fällt und das für die Laufzeit der Anlage auch so bleibt.

Beschaffenheit des Daches: Flachdächer sind ebenso geeignet wie Dächer mit Neigung. An Fläche benötigt eine Photovoltaikanlage rund acht Quadratmeter pro Kilowatt Nennleistung. Wichtig ist, dass eine eventuell nötige Dachsanierung vorab erledigt wird. Ist die Anlage einmal montiert, werden solche Arbeiten aufwändiger und teurer.

Größe und Kosten: Für je 1.000 Kilowattstunden Strom, die ein Haushalt pro Jahr verbraucht, sollte mindestens ein Kilowatt Nennleistung (kWp, Kilowatt Peak) eingeplant werden. Das kostet inklusive Installation jeweils etwa 1.200 bis 1.600 Euro netto. Mehr als 10 kWp sollten Privatleute nicht einplanen. Jenseits dieser Grenze gelten andere Vorgaben,  die den Betrieb komplizierter und weniger wirtschaftlich machen. Für die Anlage können staatliche Förderkredite der KfW genutzt werden.

Strommenge: Wie viel Strom vom Dach fließt, hängt unter anderem von Standort, Neigung und Ausrichtung der Anlage ab. Für erste Abschätzungen sind in Nordrhein-Westfalen auf einem optimalen Süddach jährlich 850 bis 950 Kilowattstunden pro Kilowatt Nennleistung zu veranschlagen.

Energie zu Geld machen: Finanzielle Erträge entstehen auf zwei Wegen: Durch den Verbrauch des Solarstroms im eigenen Haushalt und durch die Einspeisung in das Netz. Die Einspeisung einer Kilowattstunde bringt bei Neuanlagen derzeit etwas mehr als 12 Cent, garantiert für 20 Jahre. Eine Kilowattstunde Strom aus dem Netz kostet mindestens 25 Cent. Der Direktverbrauch spart also deutlich mehr ein, als der Verkauf einbringt.

Selbstverbrauch: Die nächtliche Stromversorgung wird durch einen Batteriespeicher sichergestellt. Eine attraktive Förderung bietet hierfür vor allem das Land Nordrhein-Westfalen mit einem Zuschuss aus dem progres.nrw-Programm. Dieser ist auch mit weiteren Förderkrediten kombinierbar.

Elektro-Auto selbst versorgen: Auch ein Elektroauto kann den kann den Anteil des Direktverbrauchs erhöhen, wenn die Photovoltaikanlage eine Ladestation speist. Dafür gibt es Fördermittel.

Bürokratie: Eine Solarstromanlage muss beim örtlichen Netzbetreiber und bei der Bundesnetzagentur angemeldet werden. Für ersteres ist der Installationsbetrieb zuständig. In der Folgezeit müssen Anlagenbetreiber ihre Werte zur Erzeugung und Einspeisung regelmäßig an den Netzbetreiber melden, sofern dieser nicht ohnehin die Zähler betreibt und die Abrechnung übernimmt. Weil es steuerlich einige Möglichkeiten gibt, ist vor der Investition eine Steuerberatung zu empfehlen.

In NRW bietet die Verbraucherzentrale 90-minütige Beratungsgespräche für Eigenheimbesitzer an (60 Euro, Tel. 0211 / 33 996 555). Mehr Informationen und eine Broschüre zum Download gibt es unter www.verbraucherzentrale.nrw/sonne-im-tank.

Mai 16

Deutschland bei Reise-CO2-Ausstoß ganz vorne

Flugreisen sind für den Klimaschutz eine große Belastung. In einem Projekt sollen deshalb regionale Reiseziele in Deutschland bekannter gemacht werden

Foto: pixabay

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Kaum ein Land verursacht mehr CO2-Emissionen durch das Reisen als Deutschland. Nach den USA und China liegt das vergleichsweise kleine Deutschland beim CO2-Ausstoß durch reisen an dritter Stelle. Das ergab eine Studie der Universität Sydney. Als Gründe nennen die Autoren Wohlstand, Reisefreude und günstige Flugreisen. Und sie befürchten eine weitere Zunahme der Umweltverschmutzung durch den Tourismus. Das Projekt „Katzensprung – Kleine Wege. Große Erlebnisse“ möchte im Kampf gegen den Klimawandel nun diesem Trend mit spannenden Ideen für Reisen in die Nähe entgegenwirken.

Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Die Menschen wissen um den Treibhauseffekt. Laut einer Umfrage des Bundesumweltministeriums (BMUB) legen die Deutschen dennoch auf Nachhaltigkeit wert und würden gerne klimaschonend Urlaub machen. Doch die Ideen fehlen. Das Projekt “Katzensprung” sei angetreten, um die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit zu verringern, heißt es von den Verantwortlichen.

Das Projektteam hat in einem Wettbewerb spannende Reisebeispiele in Deutschland gesucht. Initiatoren sind der Verband deutscher Naturparke, die Unternehmen Compass, der fairkehr Verlag und die tippingpoints Agentur. Die Ideen werden derzeit über Social Media, die Website und das Katzensprung-Reisemagazin aufbereitet. „Es gibt beim Reisen ein über Jahrzehnte eingeübtes Verhalten, das von der Reiseindustrie durch ganz viel Werbung immer wieder untermauert und von den Verbrauchern kaum hinterfragt wird“, so Regine Gwinner, Chefredakteurin des neuen Reisemagazins “Katzensprung”.

„Wir zeigen, dass besondere Reiseerlebnisse auch in der Nähe zu haben sind und nicht nur in Verbindung mit einer Flugreise.“ Denn in der BMUB-Umfrage sagen die Befragten, dass es wenig Angebote auf dem regionalen Reisemarkt gäbe, beziehungsweise diese schwer zu finden seien. “Katzensprung” will gerade junge Leute mit Reiseideen in Deutschland versorgen.

Mai 09

Klimawandel: Persönlichen Klimaschutz online planen

Ein neues Internetportal des Bundesumweltministeriums hilft beim privaten Klimaschutz.

Jeder einzelne kann helfen, den Klimawandel zu stoppen, ob durch den bewussten Einsatz des Autos oder durch die Nutzung regenerativer Energien. Das neue Internetportal www.mein-klimaschutz.de des Bundesumweltministeriums beantwortet ab sofort Fragen zum Klimaschutz zu Hause und unterwegs. Verbraucher finden Tipps und Beispiele, wie sie wirksam CO2 vermeiden und so etwas gegen die Klimaerwärmung tun können. Das Portal ist Teil der Mitmachkampagne „Mein Klimaschutz“, die im Auftrag des Bundesumweltministeriums von co2online durchgeführt wird.

“Klimaschutz ist dann erfolgreich, wenn er die Bürgerinnen und Bürger einbezieht und sie beim Mitmachen unterstützt. Denn privat gibt es viele Möglichkeiten, den CO2-Fußabdruck zu verkleinern”,  so Bundesumweltministerin Svenja Schulze.

Ziel der Mitmachkampagne und der neuen Internetseite ist es, Verbrauchern dabei zu helfen, ihren Energieverbrauch und CO2-Ausstoß abzuschätzen und ihr individuelles Sparpotenzial zu erkennen. Auf der Internetseite finden sich Antworten auf die häufigsten Fragen rund um privat machbaren Klimaschutz und Tipps für die Umsetzung.

Von Verbrauchern für Verbraucher

Verknüpft werden die Antworten mit persönlichen Erfahrungen und Empfehlungen von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Wer sich bereits mit einer konkreten Maßnahme für den Klimaschutz engagiert oder dies plant, kann sich auf einer interaktiven Deutschlandkarte eintragen. Eingebunden sind auch weiterführende Angebote Dritter wie Online-Ratgeber oder ausführliche Themen-Dossiers. In Verbindung mit verschiedenen Angeboten zum Dialog, sollen so auch Wissensaustausch und regionale Netzwerke gestärkt werden.

Private Haushalte in Deutschland verbrauchen gut ein Viertel der Energie. Oft sind Maßnahmen, die den CO2-Ausstoß mindern, nicht nur gut für das Klima. Sie führen häufig auch zu Kosteneinsparungen, mehr Komfort oder sogar zu besserer Gesundheit.

Mai 02

Wetterphänomen: Was ist ein Funnel?

Die sogenannten Trichterwolken machen einen Tornado erst sichtbar.

Foto: pixabay (Symbolbild)

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Ein 15-Jähriger hat im April in Niederwiesa bei Chemnitz während eines aufziehenden Unwetters vom Balkon aus eine Wolkenform fotografiert, die stark an einen Tornado erinnert. Das berichtet die “Freie Presse”. Doch das sei kein Tornado gewesen, sondern ein sogenannter “Funnel”.

Sichtbarer Tornado

Funnel heißt aus dem Englischen übersetzt “Trichter”. In Zusammenhang mit dem Wetterphänomen sprechen Experten von einer “Funnelcloud”, also einer Trichterwolke. Diese kann während der Entstehung eines Tornados entstehen.

Oft wird die Trichterwolke als Vorstufe zum Tornado bezeichnet. Die Funnelcloud ist aber vielmehr der sichtbare Teil eines Tornados. Den Luftwirbel während der Tornadowanderung selbst kann man nicht sehen, da ja Luft unsichtbar ist.

Ein Funnel reicht von der Wolkenbasis nach unten. Durch stark absinkenden Luftdruck entsteht die Wolke durch vom Boden aufgewirbelten Staub. Aber auch Wasser kann in den Wirbel gelangen, bei starker Rotation sogar Gegenstände. Erst wenn der Wirbel Bodenkontakt hat, spricht man von einem Tornado. Ein Tornado muss aber nicht unbedingt durch einen Funnel sichtbar sein. Die Funnelcloud ist also eine Wolke. Als Tornado bezeichnet man den gesamten Wirbel bei Bodenkontakt

Tornados kommen in Deutschland gar nicht so selten vor. Laut der Internetseite tornadoliste.de wurden 2017 225 registriert, dieses Jahr bereits 15. Tornadowarnungen können unter anderem auf der Internetseite des Wetterexperten Jörg Kachelmann abgerufen werden.

Apr 25

Agrarminister fordert besseren Versicherungsschutz für Obstbauern

Der baden-württembergische Agrarminister Peter Hauk schlägt eine staatliche Unterstützung für Agrarversicherungen vor.

Foto: Adobe Stock (Symbolbild)

Foto: Adobe Stock (Symbolbild)

Landwirte sind ständig vom Agrarwetter abhängig. Für Obstbauern kann Hagel existenzbedrohend sein. Auch mit der Frostgefahr müssen sie leben. Agrarminister Peter Hauk will sich beim Treffen der Landes-Agrarminister, das heute in Münster beginnt für eine staatlich unterstützte Mehrgefahrenversicherung einsetzen. Das sagte er im Vorfeld der Deutschen Presse-Agentur dpa. In Österreich gibt es bereits ein solches Modell. 50 Prozent der Prämien werden von den Landwirten bezahlt, je 25 Prozent vom Bund und von den Ländern. “So etwas könnte ich mir auch für Deutschland vorstellen”, sagte Hauk.

Sonderhilfen würden womöglich entfallen

Hauk sieht in dem von ihm vorgeschlagenen Modell auch einen Vorteil für die Länder. Im April des vergangenen Jahres entstand innerhalb von vier Tagen ein Schaden von 130 Millionen Euro durch Frost. Das Land bezahlte an Landwirte 50 Millionen Euro an Sonderhilfen. Staatliche Zuschüsse würden Landwirte dazu animieren, Versicherungen abzuschließen. Hauk kann sich vorstellen, dass dadurch Sonderhilfen entfallen könnten. Die Bundesländer nördlich des Mains konnte er aber von der Idee noch nicht begeistern, will aber nicht aufgeben, wie er sagt: “Steter Tropfen höhlt den Stein.”

Agrarversicherungen kommen dabei am besten vom Spezialisten. Die Chemnitzer gvf VersicherungsMakler AG zum Beispiel bietet Absicherungen vor Wetterrisiken wie unvorhersehbaren Frost, Staunässe und Trockenheit an.

Apr 18

Dieses Brandereignis verdunkelte 2017 die Sonne über Europa

Die Auswirkung großer Waldbrände auf das Klima wurde bisher überschätzt. Die brennenden kanadische Wälder hatten 2017 eine größere Auswirkung als der Ausbruch des Vulkans Pinatubos 1991.

Foto: pixabay (Symbolbild)

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Waldbrände können die Sonneneinstrahlung in der oberen Atmosphäre noch stärker trüben als Vulkanausbrüche. Zu diesem Schluss sind Wissenschaftler des Leibniz-Insituts für Troposphärenforschung (TROPOS) nach Messungen gekommen. So haben die Waldbrände in Kanada im September des vergangenen Jahres das Sonnenlicht über Europa viel stärker abgeschwächt als der Ausbruch des philippinischen Vulkans Pinatubo 1991.

Waldbrände bisher unterschätzt

Der Ausbruch des Pinatubos galt bisher als größtes Einzelereignis der letzten Jahrzehnte mit Wirkung auf das globale Klima. Damals wurden Gase und Partikel in die obere Erdatmosphäre geblasen, die rund um den Globus das Sonnenlicht trübten. Dadurch sank die Durchschnittstemperatur weltweit um rund ein halbes Grad.

Die Auswirkungen großer Waldbrände auf das Klima wurde bisher offenbar unterschätzt. Experten haben lange angenommen, dass der Rauch nicht weit genug aufsteigt, um sich über die Stratosphäre weltweit ausbreiten zu können. Die Rekordwaldbrände in Kanada und verbesserte Methoden zur Fernerkundung der Atmosphäre haben jetzt dafür gesorgt, dass dieser Zusammenhang deutlicher wurde.

Partikel würden bodennahe Feinstaubwerte übersteigen

Der vergangene ungewöhnlich trockene Sommer sorgte für hohe Waldbrandgefahr in vielen Regionen. Auch durch das Wetter in Kanada war es trocken. Im Nordwesten brannten Wälder wochenlang. 2017 war in der Provinz British Columbia die verheerendste Waldbrandsaison seit Beginn der Aufzeichnungen. Insgesamt brannten dabei über 900.000 Hektar Wald. Die große Menge an Holz, die dabei in Flammen aufging, sorgte für extreme Hitze und starke Aufwinde. Dabei kam es zu Feuerwolken, die wie bei Gewitterwolken bis in große Höhen reichen und wie ein Staubsauger Material von den unteren Schichten der Atmosphäre nach oben saugen.

Nachdem der Rauch in die Stratosphäre gelangt war, bewegte er sich über mehrere Klimazonen ostwärts nach Europa und Nordasien und verteilte sich innerhalb von 20 Tagen über die nördliche Hemisphäre. Die TROPOS-Forscher konnten mit Hilfe von Lichtradaren per Laser den Rauch über Leipzig messen. Mehrere Tage lang war eine Rauchschicht wahrnehmbar, die ihr Maximum am 22. August in 14 bis 16 Kilometern Höhe erreichte. Diese zwei Kilometer dicke Schicht schluckte rund die Hälfte des Sonnenlichts. Die Dämpfung des Lichts war dabei in Leipzig rund 20-mal stärker als beim Ausbruch des philippinischen Vulkans Pinatubo. Die Partikel würden auf dem Boden die zulässigen Feinstaubwerte um das Doppelte übersteigen. Bis Ende Januar dieses Jahren konnten sie gemessen werden.

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