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Aug 12

BMEL warnt vor jahrelanger Hitzewelle

Foto: Pixabay

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Laut einer Studie, die das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) in Auftrag gegeben hatte, wird es die nächsten Jahre heiß, sehr heiß.

Die Hitzeperioden, die wir diesen Sommer erleben, sind offenbar kein einmaliges Erlebnis. Im Gegenteil, man wird sich daran gewöhnen müssen. Denn eine Studie unter Federführung des bundeseigenen Thünen-Instituts, zeigt dass die nächsten Jahrzehnte mit häufigen Extremwetterlagen gerechnet werden muss. Die Untersuchung, die in Zusammenarbeit mit dem Julius-Kühn-Institut und dem Deutschen Wetterdienst durchgeführt wurde, beruht auf der Auswertung von Wetterstationsdaten der letzten fünf Jahrzehnte sowie Klimamodellen, die Wetterveränderungen bis zum Jahr 2098 abbilden.

„Der Umgang mit den extremen Wetterlagen wird eine Herausforderung sein. Dank der Studie können wir besser einschätzen, was auf uns zukommt und so die richtigen Anpassungen vornehmen“, so Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt. Hitze und Trockenheit wirken sich insbesondere auf den Ertrag in der Pflanzenproduktion wie zum Beispiel Weizen und Futterpflanzen aus. Auch im Wald drohen Dürreschäden.

So können Landwirte vorbeugen
Landwirte haben vielfältige Möglichkeiten, sich an die veränderten Wetterlagen anzupassen und gegen Hitze und Trockenheit zu schützen. Auf vielen Betrieben ist ein entsprechendes Risikomanagement bereits heute Standard. Die Auswahl geeigneter Sorten und Anbaumaßnahmen können Ertragseinbußen reduzieren. Ein vielseitiger Feldbau, der das Risiko auf mehrere Kulturpflanzen verteilt, ist weniger anfällig gegenüber Extremwetterlagen. Darüber hinaus beteiligen sich Versicherungen und in besonders schweren Fällen der Staat am Risikomanagement. „Trotz aller Anpassungsmöglichkeiten bleibt es das wichtigste Ziel der Bundesregierung, den Klimawandel und dessen Folgen insgesamt zu begrenzen“, betont Landwirtschaftsminister Schmidt.

Landwirte mit eigener Wetterstation
Das landwirtschaftliche Handelsportal gruuna.com hat die Wichtigkeit einer exakten Wetterprognose erkannt und eine „Wetterstation für den Landwirt“ entwickelt – inklusive Rundumservice. „Warum sollte ein landwirtschaftlicher Betrieb auf die Daten einer Wetterstation zurückgreifen, die 50 km weiter weg steht, wenn dieser sich eine eigene Messstation auf das Grundstück stellen und per Browser oder Handy-App abfragen kann?“, erklärt Benjamin Schwabe von gruuna.com die Motivation des Chemnitzer Unternehmens.

Mithilfe der Station können alle wichtigen Daten, wie natürlich Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Windgeschwindigkeit, abgerufen werden. Aber etwa auch Taupunkt und UV-Intensität gehören zu den Features. Wer vorhat, die Station abseits des Betriebes auf dem Feld zu installieren, muss nichteinmal Angst vor Langfingern haben, denn sie ist mit einer künstlichen DNA versehen. Sowohl Soft- als auch Hardware sind Entwicklungen aus dem Hause gruuna. Die Stationen werden auch individuell in Chemnitz zusammengebaut.

Der Endbericht der BMEL-Studie sowie weitere Informationen zum Forschungsprojekt können auf der Projekt-Website abgerufen werden.

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