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Jan 14

Bleibt stürmisch: Felix löst Elon ab

Nach einem wettermäßig sehr unruhigen Jahr 2014 geht es nach der Jahreswende stürmisch weiter. Ein Ende ist vorerst nicht in Sicht.

Sturmflut im norddeutschen Butjadingen: Dank Küstenschutzmaßnahmen werden Schäden immer geringer, bewegen sich aber immer noch in Millionenhöhe. Foto: J. Bredehorn/pixelio.de

Sturmflut im norddeutschen Butjadingen: Dank Küstenschutzmaßnahmen werden Schäden immer geringer, bewegen sich aber immer noch in Millionenhöhe. Foto: J. Bredehorn/pixelio.de

Zu Jahresbeginn ist Sturm „Elon“ über die Bundesrepublik gefegt und gab nun „Felix“ direkt die Klinke in die Hand. Umgeknickte Bäume und Behinderungen im Bahnverkehr sind mittlerweile schon zur Normalität geworden. Betroffen sind zurzeit vor allem Nord- und Westdeutschland. Sachsen, Sachsen Anhalt und der Berliner Raum blieben bislang weitgehend verschont.

Die Warnmeldungen der Wetterdienste überschlugen sich die letzten Tage fast stündlich. So fegten zu Wochenbeginn über das Küstengebiet Orkanböen bis zu 100 Kilometer pro Stunde, Dauerregen mit bis zu 30 Litern pro Quadratmetern inklusive. In Hamburg mussten aufgrund der Sturmflut Häuserbewohner evakuiert und im Vorfeld der berühmte Fischmarkt abgesagt werden.

Millionenschäden im Norden
Während es an der Ost-West-Achse und im Süden Deutschlands momentan bei Böen bleibt, meldeten die norddeutschen Regionen bereits konkrete Zahlen, was die Anzahl der Schäden, die beide Sturmtiefs bereits angerichtet haben, betrifft – und die gehen wohl wiedereinmal in die Millionen.

Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein meldete bereits am Montag 10.000 bis 12.000 Schäden, wie die „Schleswig-Holsteinische Zeitung“ (SHZ) unter Berufung auf Informationen eines norddeutschen Versicherungsunternehmens berichtet. Das ist etwa die Hälfte der Schäden, die Sturm „Xaver“ im Vorjahr hinterlassen hat. Wenn man die damalige Gesamtschadenssumme von 20 Millionen Euro runterrechnet, würden diesesmal immer noch 10 Millionen Euro bleiben. Sturm „Christian“, der Ende 2013 über die Bundesrepublik gefegt ist, hinterließ im Norden noch 100 Millionen Euro Miese.

Dass die Schadenssummen sinken, haben die Küstenregion wohl den 2014 umgesetzten Küstenschutzregionen zu verdanken. „Schleswig-Holstein ist sturmerprobt. Die Deichsicherheit war in keinem Ort und zu keinem Zeitpunkt gefährdet und ist auch jetzt im vollen Umfang gegeben. Die 2014 durchgeführten Küstenschutzmaßnahmen haben sich ohne Ausnahme bewährt“, sagte Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) zur SHZ.

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