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Nov 07

Biokraftstoff aus Stroh gegen den Klimawandel

Aus Getreidestroh entsteht mithilfe einer neuen Technologie nahezu klimaneutraler Biokraftstoff.

Foto: pixabay

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Dem Chemieunternehmen Clariant mit Hauptsitz in der Schweiz ist es gelungen mit der sogenannten Sunliquid-Technologie aus Stroh nahezu klimaneutralen Biokraftstoff herzustellen. Der Treibhauseffekt soll so reduziert und das Klima geschützt werden. Die Innovation basiert auf Zellulose-Ethanol, das aus Pflanzenabfällen hergestellt werden kann. So werden beispielsweise Weizen- und Maisstroh in Zellulose-Zucker umgewandelt. Eine anschließende Fermentation macht aus dem Zucker schließlich Zellulose-Ethanol. Durch das Verfahren konnten neue Rohstoffe für die Produktion von Biokraftstoffen erschlossen und gleichzeitig deren Leistung und das Umweltprofil verbessert werden. Des weiteren lässt sich Zellulose-Zucker als Ausgangsstoff für die künftige Produktion von biobasierten Chemikalien verwenden.

Produktion vorerst in Rumänien

Aktuell baut Clariant in Rumänien die erste Sunliquid-Großanlage. Bei voller Kapazitätsauslastung soll die Anlage pro Jahr circa 250.000 Tonnen Getreidestroh zu 50.000 Tonnen Zellulose-Ethanol verarbeiten. Das Stroh wird von lokalen Landwirten bezogen.

Auszeichnung für Entwickler von Biokraftstoff

Dr. Markus Rarbach, der die Technologie mit seinem Team entwickelt hat, erhält am 14. November den Meyer-Galow-Preis für Wirtschaftschemie. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird von der gleichnamigen Stiftung verliehen, die bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) angesiedelt ist. Clariant-Verwaltungsratpräsident Dr. Hariolf Kottmann sieht die Technologie weltweit zukunftsweisend für die Entwicklung nachhaltiger und fortschrittlicher Biokraftstoffe gegen den Klimawandel.

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