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Mai 27

Bei drohenden Wetterkatastrophen schneller reagieren

Der Tornado in Bayern hat wieder gezeigt, wie verheerend das Wetter zuschlagen kann. Dass extreme Ereignisse in Deutschland zunehmen, sind sich Experten sicher. Die Uni Berlin und das Max-Planck-Institut arbeiten an einem System, das Einsatzkräfte schneller koordinieren soll.

Bei angekündigten Unwettern müssen Katastrophenmanager in öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen schnelle Entscheidungen treffen. Voraussetzung dafür ist, dass die Wahrscheinlichkeiten und Unsicherheiten der Vorhersagen und der Wetterwirkungen richtig eingeschätzt werden können. Wie man Informationen bündelt und so darstellt, dass sie von Verantwortlichen schnell verstanden werden, darüber machen sich die Freie Universität Berlin und das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung im Rahmen des interdisziplinären Projektes WEXICOM Gedanken. Die Abkürzung steht für „Weather warnings: from EXtreme event Information to COMunication and action“ (dt. „Wetterwarnungen: von Informationen über Extrem-Ereignisse zu Kommunikation und Maßnahmen“.)

Eine Motivation für das Projekt ist, dass von Meteorologen erwartet wird, dass sie über ihre Aufgabe der Wetterprognose hinaus kommende Katastrophensituationen einschätzen oder gar Einsätze auslösen sollen. „Denn die Meteorologen übernehmen hier eine Entscheidung, die eigentlich über ihre Kompetenz, das Wetter zu prognostizieren, hinausgeht“, so Martin Göber von der Uni Berlin. „Wir möchten deshalb die Katastrophenmanager in die Lage versetzen, diese Entscheidung mit Informationen über die Unsicherheit der Warnung besser einschätzen zu können.“

Zusammenarbeit mit Feuerwehr
Mit WEXICOM sollen Informationen über kommende Wetterereignisse gebündelt und für Verantwortliche im Katastrophenschutz übersichtlich dargestellt werden. Ziel ist es, eine transparente und effektive Kommunikation von Risiken und Unsicherheiten für bestimmte Benutzergruppen zu entwickeln. Diese soll die Fähigkeit fördern, Entscheidungen zu treffen, die das Risiko von Verlusten und Schäden minimieren. „Wir wollen die Wahrscheinlichkeitsvorhersagen so aufbereiten, dass sie leicht erfasst und verstanden werden. Dies kann zum Beispiel in grafischer Form geschehen“, fügt Nadine Fleischhut vom Max-Planck-Institut hinzu.

Feuerwehrleitstelle: Mit WEXICOM sollen nahende Wetterkatastrophen schneller eingeschätzt werden.

Feuerwehrleitstelle: Mit WEXICOM sollen nahende Wetterkatastrophen schneller eingeschätzt werden.

Um möglichst praxisnah zu forschen, arbeitet die Projektgruppe, zu der auch das Forschungsforum Öffentliche Sicherheit und die Katastrophenforschungsstelle der Freien Universität Berlin gehören, unter anderem mit der Feuerwehr zusammen. Als Testumgebung dient das Feuerwehr-Informationssystem (FeWIS). Hier können die Forscherinnen und Forscher direkt sehen, wie aufgearbeitete Wetterdaten genutzt werden. Das ermöglicht es zu analysieren, ob und wie risikobasierte Warnungen den Katastrophenmanagern vor Ort helfen können, das Risiko von Verlusten und Schäden zu verringern.

Was kann ich selbst tun?
Um selbst die Entwicklung des Wetters in seiner nächsten Umgebung aus den Augen zu verlieren, gibt es ebenfalls eine elektronische Möglichkeit. gruuna.com hat eine professionelle „Wetterstation für Zuhause“ entwickelt – inklusive Rundumservice. Mithilfe der Station können alle wichtigen Daten, wie natürlich Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Windgeschwindigkeit, abgerufen werden. Aber etwa auch Taupunkt und UV-Intensität gehören zu den Features. Wer vorhat, die Station abseits des Betriebes auf dem Feld zu installieren, muss nichteinmal Angst vor Langfingern haben, denn sie ist mit einer künstlichen DNA versehen.

Sowohl Soft- als auch Hardware sind Entwicklungen aus dem Hause gruuna. Die Stationen werden auch individuell in Chemnitz zusammengebaut. Alle Infos dazu gibt es auf www.guuna.com/wetter.

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