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Nov 09

Arktisches Wetterphänomen soll langen Winter nach Europa bringen

Foto: pixabay

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Polarwirbel schicken arktische Kälte nach Europa.

Der Winter in Europa soll kalt und lange werden. Das schließen Meteorologen aus einem Wetterphänomen über der Arktis, das nur alle paar Jahre auftritt: Die Abschwächung der sogenannten Polarwirbel.

Die über dem Nordpol wirbelnde Luft hält die Kälte quasi zusammen. Lässt der Wirbel nach, strömt die Kälte in Richtung Europa. Das Ergebnis sei ein strenger Winter, der Schneefälle bis Sizilien und die Türkei mit sich bringe.

Zuletzt ist das Phänomen im März 2013 aufgetreten. Damals ist der Polarwirbel komplett ausgefallen. Auf milde Weihnachten 2012 folgte ein extrem kaltes Frühjahr. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostizierte zwar vor kurzem einen milden Winter, die unterschiedlichen Aussagen liegen aber am Wesen des Wetters. Es ist unberechenbar und schwer vorherzusagen.

Polarwirbel haben Auswirkung auf Ozonloch

Auch über der Antarktis gibt es Polarwirbel. Diese haben aber keine Auswirkungen auf das Wetter in Europa. Allerdings ist die Abschwächung der Polarwirbel für das Ozon, das vor allem über dem Südpol besonders dünn ist, positiv. Denn wenn sich die Kälte nicht ausbreitet, sondern nach oben steigt, bilden sich sogenannte polare stratosphärische Wolken. Diese lösen einen chemischen Prozess aus, der das Ozon angreift.

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