18 Suchergebnisse gefunden für das Schlüsselwort: waldbrand

Mrz 13

Waldbrände und Starkniederschläge hängen zusammen

Ein internationales Forscherteam hat anhand einer Langzeitstudie bewiesen, dass durch Starkregen Waldbrände nicht geringer sind.

Waldbrände

Foto: pixabay

Was schon länger vermutet wurde, konnten deutsche und US-amerikanische Forscher nun konkretisieren: Starkregen und Waldbrände hängen zusammen – eine Wechselwirkung. Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG), der Universität Hamburg und Forschungseinrichtungen aus den USA haben dazu Daten aus der Zeit vom 16. Jahrhundert bis heute ausgewertet. Unter anderem wurden alte Waldbrandschäden, die in Baumringen noch sichtbar sind, einbezogen.

Niederschläge und Waldbrände basieren auf Jetstream

Die Wissenschaftler haben die Ereignisse in Kalifornien untersucht. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf starken Winden im Bereich der oberen Troposphäre bis zur Stratosphäre – sogenannten Jetstreams – und der Luftfeuchtigkeit. Sowohl Tiefdruck- als auch Hochdruckgebiete sind von den Winden abhängig.

Die Jetstreams ziehen zwischen Dezember und Februar aus dem Westen in den Staat Kalifornien ein. Die Stärke und Richtung der Winde beeinflusst die regionalen Bedingungen, die sich auf die wärmere Trockenzeit übertragen. Die Regenzeit wird so zu einem wichtigen Vorläufer der sommerlichen Brandbedingungen. Wenn der Jetstream also viel Regen bringt, ist das ein Zeichen, dass er heftig ist. Dementsprechend ist er dann auch für große Hitze verantwortlich.

Starkregenereignisse schließen Waldbrände nicht aus

Die Wissenschaftler haben bewiesen, dass Starkregen in der Region Waldbrände im folgenden Sommer nicht ausschließt. Im Jahr 2017 etwa kam es trotz Niederschlägen und hoher Luftfeuchtigkeit zu schweren Waldbränden. Eigentlich hätten die Forscher nach der kühlen und regenreichen Jahreszeit mit sehr hoher Feuchtigkeit eher weniger schwere Brände erwartet. Aufgrund der Erkenntnisse können Waldbrandprävention und -bekämpfung besser gesteuert werden.

Jan 30

Waldbrandvorbeugung: Brandenburger Waldbesitzer bekommen mehr Geld

Nach dem trockenen Sommer im Vorjahr hat das Land Brandenburg jetzt die Fördermittel für die Waldbrandvorbeugung angehoben.

waldbrandvorsorge

Foto: pixabay (Symbolbild)

Durch extreme Trockenheit und munitionsbelastete Flächen kam es vergangenes Jahr in Brandenburg immer wieder zu Waldbränden. Um bei der Waldbrandvorbeugung noch höhere Anreize für die Waldbesitzer zu schaffen, hat das Landwirtschaftsministerium die Fördersätze zur Vorbeugung angehoben.

Zahlreiche Großbrände

Mehr als 1.650 Hektar Brandenburger Wald wurden 2018 durch Feuer zerstört. Davon fielen rund 90 Prozent auf 11 Großbrände. Die Bekämpfung der Waldbrände wurde oft durch nicht zugängliche ehemalige Truppenübungsplätze und lange Wege zur nächsten Wasserstelle erschwert.

Mit der überarbeiteten Forst-Förderrichtlinie sollen sich laut Landwirtschaftsministerium die Bedingungen für die Vorbeugung und Bekämpfung von Waldschäden deutlich verbessern. So wurden die Fördersätze für Löschwasserentnahmestellen angehoben. Künftig können beim Bau oder bei einer Erweiterung von Wasserstellen auch Tiefbrunnen gefördert werden. Waldbesitzer können bis zu 25.000 Euro statt der bisherigen 12.000 Euro pro Fördermaßnahme beantragen.

Wegesanierung Teil der Waldbrandvorbeugung

Damit die Feuerwehr im Kampf gegen Waldbrände schnellstmöglich an die Brandstellen kommt, wurden auch die Fördermittel für die Instandsetzung von Wegen angehoben. Des weiteren hat das Ministerium den Stundensatz für die Inanspruchnahme von Beratungsdiensten erhöht. Durch diese Maßnahme kann eine umfassende Beratung der fast 100.000 Waldbesitzer in Brandenburg verbessert werden.

Apr 05

Waldbrandgefahr im Frühling

Trockene Äste und Gräser am Waldboden können sich leicht entzünden.

Foto: Wald und Holz NRW

Foto: Wald und Holz NRW

Mit dem anhaltend frühlingshaften Wetter in weiten Teilen Deutschlands steigt wieder die Waldbrandgefahr. „Da die Bäume jetzt erst langsam mit dem Blattaustrieb beginnen, kann die Sonne ungehindert bis auf den Waldboden scheinen“, erklärt der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen. Im Frühling bilden sich am Waldboden trockene Pflanzen, wie Gräser oder abgestorbene Äste. Diese können sich schon nach kurzer Trockenzeit leicht entflammen.

Tipps für den sicheren Waldbesuch

Land- und Forstwirte sowie Förster wissen um die Gefahren. Für Freizeitbesucher hat der Landesbetrieb Richtlinien zusammengestellt:

  •  Das gesetzliche Rauchverbot muss eingehalten werden (1. März bis 31. Oktober).
  •  Im Wald darf kein Feuer entfacht und nicht gegrillt werden (100 Meter Mindestabstand).
  • Keine Glasabfälle im Wald zurücklassen. Sie könnten bei Sonneneinstrahlung als Brennglas wirken.
  • Waldzufahrten sollen für die Feuerwehr freigehalten werden.
  • Den PKW nicht im hohen Gras abstellen, da die Abwärme des Fahrzeugs ausreicht, um dieses in Brand zu setzen.
  • Zigarette dürfen weder aus dem Autofenster noch einfach auf den Boden geworfen werden.
  • Durch erhöhte Aufmerksamkeit können Glutnester entdeckt werden.
  • Kleine Glutnester sollen direkt gelöscht werden, wenn dies gefahrlos möglich ist.
  • Wer Brandherde entdeckt, sollte direkt die Feuerwehr rufen (112) und den Wald auf kürzestem Weg verlassen.

Weitere Informationen:
Wald und Holz NRW
Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD)
Informationen des Umweltbundesamtes

Aug 31

In diesen Regionen besteht weiterhin Waldbrandgefahr

Foto: pixabay

Foto: pixabay

Durch die Hitze der vergangenen Tage besteht in einigen Regionen Deutschlands die höchste Gefahrenstufe. Die Warnungen verlagern sich regional in den kommenden Tagen.

Nach der kurzen aber intensiven Hitzeperiode vergangene Woche besteht in einigen Regionen noch immer hohe Waldbrandgefahr. Auch wenn sich die Temperaturen auf eine normale Höhe eingependelt haben, sind die Böden noch ausgetrocknet.

In Brandenburg ist die Waldbrandgefahr am Wochenende sogar noch gestiegen. Aktuelle Warnungen liegen für Havelland, Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Potsdam-Mittelmark, Prignitz und Teltow-Fläming vor. Für den weiteren Verlauf der Woche hat der Deutsche Wetterdienst (DWD)  auch für Teile Sachsens eine Gefahrenwarnung rausgegeben.

Die Warnungen der vergangenen Tage für Nordbayern minimieren sich, während in einigen Regionen Baden-Württembergs und in Rheinland-Pfalz weiterhin die höchste Warnstufe besteht. Die höchste Stufe ändert sich am Freitag zur dritthöchsten. Diese gilt aber sehr großflächig in fast ganz Deutschland. Verschont bleibt der Norden.

Die Behörden warnen vor offenem Feuer in den Wäldern der betroffenen Gebiete. Abgesehen davon, dass man nie im Wald Zigarettenkippen wegschmeißen soll, ist das derzeit absolut gefährlich. Große Brände aus der Vergangenheit zeigen, dass ein kleiner Glimmbrand mehrere Hektar Wald vernichten kann. Abgesehen vom wirtschaftlichen Schaden sind Waldtiere und auch Menschen gefährdet.

Temperatur und mehr mit eigener Wetterstation

Auch die Luftfeuchtigkeit spielt eine Rolle für die Waldbrandgefahr. Diese und noch viel mehr Daten kann man mit der vom Agrar-Profi gruuna entwickelten Wetterstation für den eigenen Betrieb messen. Die persönliche Wetterstation misst im direkten Umfeld und informiert in Echtzeit über die Messwerte zu Temperatur, Taupunkt, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag, Windgeschwindigkeit und mehr. Mittels der dazugehörigen kostenlosen App (für Android und iOS) und der Website können Sie von überall auf die Daten zugreifen. Mehr Informationen finden Sie dazu auf gruuna.com.

Auf der Warnkarte des DWD kann man die aktuellen Entwicklungen beobachten.

Apr 29

Hochdruckwetter sorgt für Waldbrandgefahr

Waldbrände in Europa: Auch Deutschland ist nicht gefeit.

In einigen Regionen Europas wüten derzeit Waldbrände. Nach einem großflächigen Feuer im Süden Österreichs schlagen jetzt Flammen aus den Wäldern rund um die Ruine des vor 30 Jahren havarierten Atomkraftwerkes Tschernobyl in der Ukraine. Doch auch für Deutschland gibt es Warnungen.

Der Waldbrand, der vergangene Woche im österreichischen Bundesland Kärnten ausgebrochen ist, ist noch immer nicht eingedämmt. Immer wieder tauchen Glutnester in dem alpinen Gebiet auf. Immer noch sind einige hundert Feuerwehr Leute im Einsatz. Ein Ende der Löscharbeiten sei noch nicht abzusehen, sagte der Einsatzleiter am Dienstag zum ORF. Insgesamt 75 Hektar Wald hat der Brand zerstört.

Foto: Ylvers/pixabay.com

Foto: Ylvers/pixabay.com

In Deutschland ist es derzeit noch nicht ganz so schlimm, die Unwetterzentrale hat aber bereits Warnungen herausgegeben. Laut Waldbrandgefahrenindex (WBI) besteht für Mittwoch die Gefahrenstufe 3 von möglichen 5, was „mittlere Gefahr“ bedeutet und auf der WBI-Deutschlandkarte orange erscheint. Betroffen sind Teile von Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern. In weiteren Regionen, über die gesamte Bundesrepublik verteilt, besteht Warnstufe 2, was geringe Gefahr bedeutet und gelb ist.

Am Donnerstag wird sich die Lage aber blitzartig ändern. Orange überdeckt großflächig gelb. Die Waldbrandgefahr steigt. In Brandenburg, westlich von Berlin, taucht in der Vorschaukarte für Donnerstag sogar ein roter Fleck auf – Stufe 4, hohe Waldbrandgefahr!

Schuld an der Situation ist die derzeitige Trockenheit in vielen Regionen. Was Deutschlands Feiertagsausflügler und Grillmeister die Nase rümpfen lässt, wird Waldbesitzer freuen: Am Freitag, 1. Mai, wird es nämlich großflächig regnen und die Waldbrandgefahr geht wieder zurück.

Auf der Internetseite des Deutschen Wetterdienstes kann man die Entwicklung des Waldbrandindexes beobachten.

Sep 10

Waldbrandgefahr steigt enorm

Wissenschaftler des Internationalen Instituts für angewandte Systemanalyse (IIASA) in Laxenburg bei Wien warnen in einer kürzlich erschienenen Studie vor einem enormen Anstieg der Gefahr von Waldbränden. Die Forscher um den Autor der Studie, Nikolay Khabarov, führen dies auf den Klimawandel zurück. Durch längere Trockenperioden würden die Wälder einfach anfälliger für Brände werden. In der Studie, die im renommierten Fachjournal „Regional Environmental Change“ erschien, ist von einer Verdreifachung der Anzahl der Brände bis zum Jahr 2090 die Rede.

Alleine in den am stärksten betroffenen europäischen Ländern Portugal, Spanien, Frankreich, Italien und Griechenland wurden 2012 etwa 520.000 Hektar Wald durch Feuer zerstört, wie aus der jährlich vom Joint Research Center (JRC) der EU herausgegebenen Waldbrandstatistik hervorgeht. In den Jahren 1980 bis 2008 sei die in Europa verbrannte Waldfläche jährlich zwischen 200.000 und einer Mio. Hektar gelegen, so Khabarov.

Gegenmaßnahmen
Durch bessere Waldbewirtschaftung könne das Problem abgefedert werden, schreiben die Wissenschaftler. Dabei empfehlen die Forscher „den Gaul von hinten aufzuzäumen“, indem man durch kontrollierte Feuer den natürlich entstehenden Bränden zuvorkommt. Der Anstieg der Schäden könne so bis 2090 sogar um 50 Prozent reduziert werden. Der ideale Zeitraum, um diese Brände zu legen, seien die Wintermonate. Dabei soll leicht brennbares Totholz aus den Wälder entfernt werden. „Es gibt immer noch eine große Debatte über die Wirksamkeit kontrollierter Feuer. Unsere Studie zeigt, dass es sich dabei um eine vielversprechende Option handelt, die europäischen Wälder vor den Auswirkungen des Klimawandels zu schützen“, erklärt Khabarov in einer Pressemitteilung des IIASA.

Gleichzeitig weisen die Forscher aber auf die althergebrachte Gefahrenquelle, den Menschen selbst, hin. 95 Prozent aller Waldbrände in Europa würden durch Unachtsamkeit oder Unwissenheit, aber auch durch Brandstiftungen entstehen. Viele dieser Feuer könnten durch verantwortungsvolles Handeln vermieden werden, betonen die Forscher.

Die Anzahl der Waldbrände könnte durch kontrolliertes Feuer reduziert werden. Foto: Ylvers/pixabay.com

Die Anzahl der Waldbrände könnte durch kontrolliertes Feuer reduziert werden. Foto: Ylvers/pixabay.com

Jul 23

Immer noch höchste Waldbrandgefahr

Gefahrenkarte vom 23. Juli: Die violetten Bereiche zeigen deutlich, in welchen Regionen die Waldbrandgefahr extrem hoch ist. Foto: WikiImages/pixabay.com, Illustration: DWD

Gefahrenkarte vom 23. Juli: Die violetten Bereiche zeigen deutlich, in welchen Regionen die Waldbrandgefahr extrem hoch ist. Foto: WikiImages/pixabay.com, Illustration: DWD

Der Sommer hat in den vergangenen Wochen bundesweit Einzug gehalten. Bis auf einzelne Gewitter und Regenschauer erfreuen sich Sonnenhungrige über Sonne pur mit Temperaturen bis zu 37 Grad.

Was allerdings bei Baderatten und Eisliebhaber Wohlbefinden auslöst, kann für Waldbesitzer zur Tragödie werden. Die Waldbrandgefahr bewegt sich in weiten Teilen Deutschlands seit Tagen auf der höchsten Warnstufe (Stufe 5). Wenn Wälder aufgrund der anhaltenden Hitze in Flammen aufgehen, entsteht für die Forstwirte nicht nur erheblicher Schaden, auch Erholungssuchende und Tiere des Waldes sind in Gefahr.

Am stärksten betroffen sind vor allem die nordöstlichen Bundesländer, wie Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern sowie die östlichen Regionen Niedersachsens und Teile Sachsens. In Deutschland beobachtet man die lauernde Gefahr mit Argusaugen, zu größeren Schäden kam es aber noch nicht. Anders sieht es in anderen europäischen Regionen aus. In Spanien kam es vor wenigen Tagen zu einem Flächenbrand, der über 100 Häuser nahezu dem Erdboden gleich machte.

Wichtiges Farbenspiel
Seit Kurzem sind die Gefahrestufen für Waldbrände bundesweit einheitlich. Brandenburg hatte bisher vier Abstufungen und hat diese jetzt den deutschlandweit gültigen fünf angepasst. 1 wird auf der Karte der Warnzentralen mit grün dargestellt und bedeutet „sehr geringe Gefahr“, 2  ist gelb und sagt uns, dass eine „geringe Gefahr“ besteht, orange sind die Gebiete markiert, in denen „mittlere Gefahr“ besteht, das ist die Stufe 3. Bei rot wirds brenzlich, denn mit dieser Farbe sind Regionen, in denen „hohe Gefahr“ besteht, eingefärbt. Die Gefahrenstufe 5 – „sehr hohe Gefahr“ ist violett und bedeutet für Wetter- und Katastrophenexperten eine Situation, bei der es gilt, extrem wachsam zu sein.

Zu Rauchen und offenes Feuer zu entfachen ist natürlich auch nur in der Nähe des Waldes streng verboten. Weiterhin wird dazu geraten, auf Waldwegen keinerlei Fahrzeuge abzustellen, denn beim Starten kann der Motor schonmal mehrere hundert Grad Celsius entwickeln. Es genüge schon ein Funkenflug über trockenem Gras, um einen Flächenbrand, der sich schnell auf einen angrenzenden Wald ausbreiten kann, zu entfachen, heißt es vom ADAC.

Wer zahlt Waldbrandschäden?
Waldbesitzer haben die Möglichkeit, neben einer Versicherung gegen beispielsweise Sturmschäden, auch eine Waldbrandversicherung abzuschließen. In der Regel gilt diese für stehende Bäume, als auch geschlagenes Holz sowie Aufräum- und Feuerlöschkosten. Wurde das Feuer allerdings fahrlässig, zum Beispiel durch eine weggeworfene Zigarette entfacht und der „Täter“ ist den Behörden bekannt, haftet alleine dieser. Die Schadenswiedergutmachung kann wegen einer Sekunde „Dummheit“ die finanzielle Existenz kosten.

Weitere Infos:
Auf der Website des Deutschen Wetterdienstes (DWD) kann man die aktuellen Gefahrenentwicklungen miterfolgen.

Mai 29

Tornado in Franken: Feuerwehr gelingt beeindruckendes Video

Feuerwehrleute aus Franken filmten auf der Heimfahrt von einem Einsatz einen Tornado. Der DWD warnt vor stärkeren Tornados durch den Klimawandel.

Die Feuerwehr aus dem fränkischen Himmelkron hat vergangene Woche während der Rückfahrt von einem Einsatz ein spektakuläres Wetterphänomen gefilmt: Zwischen Neuenmarkt und Wirsberg im Landkreis Kulmbach fegte ein Tornado über das Land.

 

Quelle: Feuerwehr Himmelkron/Youtube/inFranken.de

 

Tornado hätte Hausdächer abdecken können

Wie das Internetportal inFranken.de schreibt, haben sowohl der Deutsche Wetterdienst (DWD) als auch sogenannte Stormchaser (Sturmjäger) bestätigt, dass der Wirbelsturm auf dem Video der Feuerwehr tatsächlich ein Tornado war. Es handelte sich laut inFranken.de um einen Tornado der “schwächeren Sorte”. Die Wirbelstürme, im unteren Bereich der internationalen Fujiata-Skala können dennoch bis zu 116 Stundenkilometer erreichen. Der Tornado in Franken hinterließ eine Schneise von bis zu 100 Metern Breite. Der DWD-Tornado-Beauftragte Andreas Friedrich bestätigte dem Internetportal, dass ein Sturm in dieser Kategorie schon Hausdächer abdecken kann. Glücklicherweise fegte der Tornado über unbebautes Gebiet.

Stärkere Tornados durch Klimawandel

Der DWD geht von 30 bis 60 bestätigten Tornados aus, die jährlich über Deutschland fegen. Die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich höher. Andreas Friedrich warnte in einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung davor, dass mit dem Klimawandel zwar die Anzahl der Tornados nicht steige, diese aber stärker würden.

Mrz 06

Gletscherschmelze: Nicht nur der Klimawandel ist schuld

Die Gletscherschmelze liegt nicht nur am Klimawandel. Feinstaub beschleunigt die besorgniserregende Entwicklung.

gletscher

Foto: pixabay (Symbolbild)

Die Gletscherschmelze schreitet weltweit im Rekordtempo voran. In den vergangenen Jahren schmolzen die dicken Eisschichten dreimal so schnell als im 20. Jahrhundert. Besonders betroffen sind dabei nicht nur die Pole und Grönland, sondern auch die Alpen. Dass die besorgniserregende Entwicklung an der Erwärmung der Atmosphäre liegt, gilt als sicher. Der Klimawandel wird unter anderem durch zu hohen CO2-Ausstoß verursacht. Doch noch ein anderes Phänomen, das nicht direkt mit dem Klimawandel zu tun hat, lässt das Eis schmelzen.

Gletscherschmelze wird durch Phänomen beschleunigt

Feinstaub ist derzeit in aller Munde. Doch die feinen von Verkehr und Industrie in die Luft gesetzten Partikel sind nicht nur gesundheitsschädlich. Sie beschleunigen auch die Gletscherschmelze. Wie der Tagesspiegel berichtet, werden die winzigen Rußpartikel durch den Wind aus den Metropolen über weite Strecken in unbewohnte Regionen getragen. Sie legen sich auf den Gletschern ab. Dadurch werden die ansonsten weißen Eisschichten quasi abgedunkelt. Gletscher schützen sich im Normalfall durch das sogenannte Albedo vor dem Schmelzen. Das bedeutet: Durch die Rückstrahlung des Sonnenlichtes bleiben sie gekühlt. Das Rückstrahlvermögen schwindet durch die vom Ruß verursachten dunklen Stellen.

Klimawandel Teil des Teufelskreises

Durch ein aktuelles Ereignis kann andererseits schon die Verbindung zum Klimawandel hergestellt werden. In Alaska wüteten im vergangenen Jahr großflächige Waldbrände aufgrund der globalen Trockenheit. Experten schreiben den heißen Sommer dem Klimawandel zu. Folglich wurden Rußpartikel aus Nordamerika in die Arktis getragen, das Rückstrahlvermögen des Polareises sank um fünf Prozent, wie der Tagesspiegel Konrad Steffen vom in der Schweiz ansässigen Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft zitiert.

Sep 13

Klimawandel: Waldumbau gegen Borkenkäfer?

Ein wärmeres Klima durch den Klimawandel begünstigt Schädlinge. Der NABU fordert, das Problem langfristig auf natürliche Weise zu lösen.

Foto: pixabay

Foto: pixabay

Die Hitzewelle im Frühsommer und Sommer führte nicht nur zu einer stärkeren Population der Wespen. Sie hat auch dazu geführt, dass die Population der Borkenkäfer explodierte. Dazu kommt, dass die durch die Trockenheit bedingten Waldbrände abgestorbenen Fichten gute Nistplätze für die Schädlinge sind. Zum Schutz der Wälder werden Pestizide eingesetzt. Der Naturschutzbund (NABU) sieht aber ein grundsätzliches Problem: Die Käferplage durch den Klimawandel könne nicht durch Gift bekämpft werden.

Klimawandel begünstigt Entwicklung von Schädlingen

„Die Fichtenforste machen seit vielen Jahren sehr deutlich, wie anfällig sie gegenüber extremen Wetterereignissen sind. Dürre und Hitze haben in diesem Jahr auch den Borkenkäfer-Befall begünstigt”, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Das Insekt hatte bereits mit einem warmen April optimale Bedingungen. “Auch durch Stürme haben vorgeschädigte Wälder dem Borkenkäfer weniger entgegenzusetzen“, erklärt Miller. Besonders betroffen von Borkenkäfermassenvermehrungen sind Bundesländer mit einem hohen Fichtenanteil. Dazu zählen Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg.

Ist ein Waldumbau besser als Pestizide?

Der NABU kritisiert, dass beim öffentlichen Wald vor allem wirtschaftliche Interessen das Maß aller Dinge seien und den Pestizideinsatz gegen Schädlinge. „Aus den Fehlern der vergangenen Jahrzehnte müssen wir schneller lernen”, sagt Miller. “Es zeigt sich immer wieder – je naturnäher der Wald, desto weniger anfällig ist er gegen extreme Wetterereignisse, die durch den Klimawandel immer häufiger auftreten“, so der Bundesgeschäftsführer.

NABU-Waldexperte Stefan Adler ergänzt: „Wir können nicht über Jahre mit Gift gegen die Klimaveränderung ankämpfen.” Kurzfristige Lösungen seien nicht vorhanden. Mittel- bis langfristig helfe nur der Waldumbau hin zu naturnahen Laub- und Mischwäldern. Er fordert, von der Forstwirtschaft, Fichten nicht mehr durch Douglasien und andere schnellwachsende Nadelbaumarten zu ersetzen.

Nächste Seite »