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Apr 17

Regenwald hält nicht mit Tempo des Klimawandels mit

Regionen des AmazonasRegenwaldes, in denen Regenmengen stärker schwanken, sind widerstandsfähiger. Doch das kann sich langfristig ändern.

regenwald

Foto: Rosina Kaiser/pixabay.com

Der Amazonas-Regenwald hat sich über Millionen von Jahren entwickelt und sogar Eiszeiten überlebt. Heute droht diesem riesigen Ökosystem durch menschliche Einflüsse und durch den weltweiten Klimawandel ein großflächiges Absterben. Das hat wiederum weitreichende Einflüsse auf den Klimawandel.

Regenwald wird empfindlicher

Eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt jetzt, dass die Teile des Regenwaldes, in denen die Regenmengen stärker schwanken, widerstandsfähiger gegen heutige und zukünftige Klimastörungen sind. Doch der Klimawandel schreitet immer schneller voran. Trotz des “Trainingseffekts” werde der Regenwald wohl nicht mit dem Tempo des fortschreitenden Klimawandels Schritt halten können, erklären die Forscher in der Fachzeitschrift “Nature Geoscience”.

Region am Amazonas wichtig für CO2-Senkung

„Angesichts der enormen Bedeutung des Amazonas-Regenwaldes für unser Klima und die Artenvielfalt ist es erstaunlich, wie wenig wir immer noch über seine Fähigkeit wissen“, sagt Leitautorin Catrin Ciemer. Mit der fortschreitenden Erderwärmung wird es im Amazonasbecken wahrscheinlich vermehrt Dürren geben, die die Baumsterblichkeit und das Brandrisiko erhöhen könnten. Die Forscher haben einen Mechanismus entdeckt, der die Widerstandsfähigkeit des Ökosystems mit bestimmt.

Brasiliens Forstpolitik tut ihr übriges

Natürlich ist der Klimawandel nicht der einzige große Stressfaktor für den Amazonas-Regenwald. „Der Mensch mischt sich noch viel direkter ein“, sagt Niklas Boers, Koautor der Studie. Großflächige Rodungen, vor allem zur Umwandlung der Naturlandschaft in Weideland für Rinder zur Fleischerzeugung, stellt bereits heute eine ernsthafte Bedrohung für den Regenwald dar.” Auch wenn einige Regionen im Amazonasgebiet aufgrund des “Trainingseffekts” besser auf den Klimawandel vorbereitet sind als andere, könne die aktuelle Forstpolitik Brasiliens die Frage der Widerstandsfähigkeit des Regenwaldes bedeutungslos machen, so der Wissenschaftler.

Der Amazonas-Regenwald bedeckt etwa zwei Drittel Südamerikas und ist der größte zusammenhängende Regenwald der Erde – mit einer beispiellosen Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Riesige Mengen an Kohlenstoff werden in der Biomasse des Waldes gespeichert. Das macht den den Regenwald am zweitgrößten Fluss der Erde zur wichtigsten CO2-Senke.

Mrz 13

Waldbrände und Starkniederschläge hängen zusammen

Ein internationales Forscherteam hat anhand einer Langzeitstudie bewiesen, dass durch Starkregen Waldbrände nicht geringer sind.

Waldbrände

Foto: pixabay

Was schon länger vermutet wurde, konnten deutsche und US-amerikanische Forscher nun konkretisieren: Starkregen und Waldbrände hängen zusammen – eine Wechselwirkung. Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG), der Universität Hamburg und Forschungseinrichtungen aus den USA haben dazu Daten aus der Zeit vom 16. Jahrhundert bis heute ausgewertet. Unter anderem wurden alte Waldbrandschäden, die in Baumringen noch sichtbar sind, einbezogen.

Niederschläge und Waldbrände basieren auf Jetstream

Die Wissenschaftler haben die Ereignisse in Kalifornien untersucht. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf starken Winden im Bereich der oberen Troposphäre bis zur Stratosphäre – sogenannten Jetstreams – und der Luftfeuchtigkeit. Sowohl Tiefdruck- als auch Hochdruckgebiete sind von den Winden abhängig.

Die Jetstreams ziehen zwischen Dezember und Februar aus dem Westen in den Staat Kalifornien ein. Die Stärke und Richtung der Winde beeinflusst die regionalen Bedingungen, die sich auf die wärmere Trockenzeit übertragen. Die Regenzeit wird so zu einem wichtigen Vorläufer der sommerlichen Brandbedingungen. Wenn der Jetstream also viel Regen bringt, ist das ein Zeichen, dass er heftig ist. Dementsprechend ist er dann auch für große Hitze verantwortlich.

Starkregenereignisse schließen Waldbrände nicht aus

Die Wissenschaftler haben bewiesen, dass Starkregen in der Region Waldbrände im folgenden Sommer nicht ausschließt. Im Jahr 2017 etwa kam es trotz Niederschlägen und hoher Luftfeuchtigkeit zu schweren Waldbränden. Eigentlich hätten die Forscher nach der kühlen und regenreichen Jahreszeit mit sehr hoher Feuchtigkeit eher weniger schwere Brände erwartet. Aufgrund der Erkenntnisse können Waldbrandprävention und -bekämpfung besser gesteuert werden.

Jan 30

Waldbrandvorbeugung: Brandenburger Waldbesitzer bekommen mehr Geld

Nach dem trockenen Sommer im Vorjahr hat das Land Brandenburg jetzt die Fördermittel für die Waldbrandvorbeugung angehoben.

waldbrandvorsorge

Foto: pixabay (Symbolbild)

Durch extreme Trockenheit und munitionsbelastete Flächen kam es vergangenes Jahr in Brandenburg immer wieder zu Waldbränden. Um bei der Waldbrandvorbeugung noch höhere Anreize für die Waldbesitzer zu schaffen, hat das Landwirtschaftsministerium die Fördersätze zur Vorbeugung angehoben.

Zahlreiche Großbrände

Mehr als 1.650 Hektar Brandenburger Wald wurden 2018 durch Feuer zerstört. Davon fielen rund 90 Prozent auf 11 Großbrände. Die Bekämpfung der Waldbrände wurde oft durch nicht zugängliche ehemalige Truppenübungsplätze und lange Wege zur nächsten Wasserstelle erschwert.

Mit der überarbeiteten Forst-Förderrichtlinie sollen sich laut Landwirtschaftsministerium die Bedingungen für die Vorbeugung und Bekämpfung von Waldschäden deutlich verbessern. So wurden die Fördersätze für Löschwasserentnahmestellen angehoben. Künftig können beim Bau oder bei einer Erweiterung von Wasserstellen auch Tiefbrunnen gefördert werden. Waldbesitzer können bis zu 25.000 Euro statt der bisherigen 12.000 Euro pro Fördermaßnahme beantragen.

Wegesanierung Teil der Waldbrandvorbeugung

Damit die Feuerwehr im Kampf gegen Waldbrände schnellstmöglich an die Brandstellen kommt, wurden auch die Fördermittel für die Instandsetzung von Wegen angehoben. Des weiteren hat das Ministerium den Stundensatz für die Inanspruchnahme von Beratungsdiensten erhöht. Durch diese Maßnahme kann eine umfassende Beratung der fast 100.000 Waldbesitzer in Brandenburg verbessert werden.

Dez 05

Klimawandel: Wieder mehr Regenwald abgeholzt

Die Abholzung des Brasilianischen Regenwaldes ist angestiegen. Innerhalb eines Jahres wurde eine Fläche in der Größe von mehr als einer Million Fußballfelder gerodet.

Klimawandel

Foto: filipefrazao/Adobe Stock

Die Abholzung des brasilianischen Regenwaldes erreichte dieses Jahr das größte Ausmaß seit 2012. Wie spiegel.de berichtet, wurden von August 2017 bis Juli 2018 insgesamt 7.900 Quadratkilometer gerodet. Das entspricht einer Fläche von mehr als einer Million Fußballfelder. Das ist ein Anstieg um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Nachrichtenportal beruft sich dabei auf Angaben des brasilianischen Umweltministeriums.

Im Zeitraum von 2015 auf 2016 war die Abholzung des Regenwaldes noch um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Das war offenbar das Ergebnis von Maßnahmen der Regierung gegen die Abholzung, nachdem 2004 über 27.000 Quadratkilometer gerodet wurden – die Größe Haitis.

Umweltminister sieht Ursache in organisierter Kriminalität

Laut spiegel.de nannte Umweltminister Edson Duarte als Grund illegale Abholzung und machte „gestiegene organisierte Kriminalität“ dafür verantwortlich. Banden verdienen mit illegal geschlagenem Holz Milliarden. Brasilien müsse den Kampf gegen Umweltverstöße ausweiten und die nachhaltige Entwicklung des Bioms schützen, so Duarte. Die meisten Bäume wurden spiegel.de zufolge in den Bundesstaaten Pará und Mato Grosso gerodet. In Mato Grosso wird ein Großteil von Brasiliens Getreide angebaut. Deshalb sind sich Kritiker sicher, dass der Wald dort der expandierenden Landwirtschaft weichen müsse.

Der Regenwald ist wichtig für das Klima und im Kampf gegen den Klimawandel. Er speichert Kohlendioxid, das für den Treibhauseffekt verantwortlich ist.

Sep 13

Klimawandel: Waldumbau gegen Borkenkäfer?

Ein wärmeres Klima durch den Klimawandel begünstigt Schädlinge. Der NABU fordert, das Problem langfristig auf natürliche Weise zu lösen.

Foto: pixabay

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Die Hitzewelle im Frühsommer und Sommer führte nicht nur zu einer stärkeren Population der Wespen. Sie hat auch dazu geführt, dass die Population der Borkenkäfer explodierte. Dazu kommt, dass die durch die Trockenheit bedingten Waldbrände abgestorbenen Fichten gute Nistplätze für die Schädlinge sind. Zum Schutz der Wälder werden Pestizide eingesetzt. Der Naturschutzbund (NABU) sieht aber ein grundsätzliches Problem: Die Käferplage durch den Klimawandel könne nicht durch Gift bekämpft werden.

Klimawandel begünstigt Entwicklung von Schädlingen

„Die Fichtenforste machen seit vielen Jahren sehr deutlich, wie anfällig sie gegenüber extremen Wetterereignissen sind. Dürre und Hitze haben in diesem Jahr auch den Borkenkäfer-Befall begünstigt”, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Das Insekt hatte bereits mit einem warmen April optimale Bedingungen. “Auch durch Stürme haben vorgeschädigte Wälder dem Borkenkäfer weniger entgegenzusetzen“, erklärt Miller. Besonders betroffen von Borkenkäfermassenvermehrungen sind Bundesländer mit einem hohen Fichtenanteil. Dazu zählen Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg.

Ist ein Waldumbau besser als Pestizide?

Der NABU kritisiert, dass beim öffentlichen Wald vor allem wirtschaftliche Interessen das Maß aller Dinge seien und den Pestizideinsatz gegen Schädlinge. „Aus den Fehlern der vergangenen Jahrzehnte müssen wir schneller lernen”, sagt Miller. “Es zeigt sich immer wieder – je naturnäher der Wald, desto weniger anfällig ist er gegen extreme Wetterereignisse, die durch den Klimawandel immer häufiger auftreten“, so der Bundesgeschäftsführer.

NABU-Waldexperte Stefan Adler ergänzt: „Wir können nicht über Jahre mit Gift gegen die Klimaveränderung ankämpfen.” Kurzfristige Lösungen seien nicht vorhanden. Mittel- bis langfristig helfe nur der Waldumbau hin zu naturnahen Laub- und Mischwäldern. Er fordert, von der Forstwirtschaft, Fichten nicht mehr durch Douglasien und andere schnellwachsende Nadelbaumarten zu ersetzen.

Mrz 21

Waldklimafonds: Lehrer sind jetzt “Klimakönner”

Bundesweite Fortbildungsveranstaltungen sensibilisierten Pädagogen für das Thema “Wald und Klima”.

Foto: pixabay

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Experten wissen: Der Wald ist gut fürs Klima. Er speichert CO2, mindert so den Treibhauseffekt und erhält die Biodiversität. Der Wald passt sich aber auch dem Klimawandel an. Im Projekt „Motivationswerkstatt Wald und Klima – Pädagogische Module für den Klimaschutz durch Wald und Holz“ wurden Lehrerinnen und Lehrer für das Thema sensibilisiert. Auch Erzieherinnen und Erzieher in Kitas haben teilgenommen. Die bundesweiten Fortbildungsveranstaltungen wurden vom Waldklimafonds getragen und von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) durchgeführt. Projektträger ist das Bundeslandwirtschaftsministerium. Die Abschlussveranstaltung findet als Fachtagung „Wald Klima Bildung“ am 26. und 27. März in Würzburg statt.

„Durch den Waldklimafonds ist ein Instrument geschaffen worden, um der Gesellschaft die große Bedeutung des Waldes für den Klimaschutz deutlich zu machen”, sagte SDW-Bundesgeschäftsführer Christoph Rullmann. Die Nutzung von Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft sei wichtig für den Klimaschutz, so Rullmann. Wald und Klima über Angebote für die Bildungslandschaft zu stärken, sieht er als kontinuierliche Aufgabe des Waldklimafonds.

Pädagogen interessiert

Die Nachfrage nach den Fortbildungsveranstaltungen war groß. „Ich habe Akteure der Umweltbildung kennengelernt, Erfahrungen zum Thema Wald und Klima ausgetauscht und traue mir jetzt zu, das Thema in meiner Kita anzugehen“, freut sich eine teilnehmende Erzieherin. Im Projekt ist ein breites Spektrum an Bildungsmaterialien entstanden, das die Themen adressatengerecht aufbereitet. Neben klassischen Lerneinheiten und Arbeitsaufträgen für die Schule gibt es Anregungen für Projekttage im Wald und eine sogenannte Klimakönner-App.

Nov 29

Den Wald für den Klimawandel fit machen

 

Der Wald in Deutschland erholt sich, Mischwälder könnten aber dafür sorgen, dass es auch so bleibt.

Foto: pixabay

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Der Klimawandel hat bereits Auswirkungen auf das Ökosystem Wald. Das zeigt unter anderem der Waldzustandsbericht 2017 des Landes Sachsen-Anhalt. Vor allem Unwetter, Stürme, Trockenheit und Hitze sind es, die den Bäumen zu schaffen machen. „Dennoch ist der Zustand unserer Wälder stabil“, sagte Umweltministerin Claudia Dalbert bei der Vorstellung des Berichtes.

Wälder dem Klimawandel anpassen

Die Folgen des Klimawandels machen die Wälder auch anfällig für biotische Schaderreger wie zum Beispiel den Buchdrucker. Eine Lösung sind Mischwälder. Das Land Sachsen-Anhalt fördert deswegen den Waldumbau mit dem Aufbau von Mischwaldbeständen. „Wir erhoffen uns davon die Erhöhung der Stabilität und Vitalität unserer Wälder. Gegenüber Gefährdungen werden sie dann besser gewappnet sein“, so Dalbert.

Buchen geht es besser

Ein wichtiger Indikator für den Waldzustand ist der Kronenzustand. Die mittlere Kronenverlichtung der Waldbäume in Sachsen-Anhalt beträgt in diesem Jahr 17 Prozent und liegt damit seit 2005 stabil auf einem relativ geringen Niveau zwischen 14 und 17 Prozent. Beim „Sorgenkind“ Buche ist die mittlere Kronenverlichtung auf 33 Prozent gesunken. Grund dafür sind die Niederschlagsmengen in dieser Vegetationsperiode. Höchstwerte für die mittlere Kronenverlichtung der Buche wurden 2004 mit 43 Prozent und 2016 mit 39 Prozent erreicht.

Wald erholt sich auch im Westen

Auch im Westen Deutschlands hat sich der Waldzustand leicht verbessert, wie der Waldzustandsbericht Nordrhein-Westfalen zeigt. Bei den Laubbäumen haben sich besonders die Buchen im zurückliegenden Jahr wieder erholt. Der Anteil der Eichen hat sich allerdings der Anteil der gut belaubten Bäume im Vergleich zu 2016 leicht verringert. Bei den Nadelbäumen haben sich die Nadelverluste bei den Fichten verringert, während die Kiefern eine stärkere Kronenverlichtung zeigen.

Ein Drittel der Fläche von Deutschland besteht aus Wald (11,4 Millionen Hektar). Die häufigsten Baumarten in Deutschland sind die Nadelbäume Fichte (26 Prozent) und Kiefer (23 Prozent), gefolgt von den Laubbäumen Buche (16 Prozent) und Eiche (11 Prozent).

Der Waldbericht der Bundesregierung kann auf der Internetseite des Bundeslandwirtschaftministeriums abgerufen werden.

Sep 27

Klima: EU-Parlament will Waldnutzung nicht einschränken

Im Gegensatz zur EU-Kommission spricht sich das EU-Parlament nicht dafür aus, die intensive Waldnutzung zu beschränken.

Foto: FVA/H. Gössl

Foto: FVA/H. Gössl

In der jüngsten Plenarabstimmung über die Regeln zur Erfassung der Kohlendioxid-Bilanz der Land- und Forstwirtschaft (LULUCF) sprach sich das EU-Parlament für intensive Waldnutzung aus. Bedingung: Die Wälder müssen zugleich eine Treibhausgassenke sein.

Der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Bernhard Krüsken, begrüßt die Entscheidung: „Dies ist ein wegweisendes Signal für grünes Wachstum im ländlichen Raum und einen wirtschaftlich nachhaltigen Klimaschutz durch die Land- und Forstwirtschaft“.

Entgegen dem Vorschlag der EU-Kommission will das EU-Parlament die zukünftige Waldbewirtschaftung nicht an der vergangenen Bewirtschaftungsintensität ausrichten. Die Abgeordneten haben sich auch dafür ausgesprochen, den in der Klimabilanzierung anrechenbaren Anteil der Treibhausgassenke aus der Waldbewirtschaftung durch Holzprodukte zu erhöhen. Dies sei ein wichtiges Zeichen für die Bioökonomie und die Substitution fossiler Materialien, so Krüsken. „Der Nutzwald ist der ,Klimawald, denn ein solcher Wald kann durch hohe Zuwachsraten und Holznutzung der Atmosphäre mehr Kohlendioxid entziehen als ein ungenutzter Wald“, betonte der Generalsekretär. Kritisch sei aber die Möglichkeit zur Neuberechnung der sogenannten Forstreferenzwerte. Diese ist weiterhin im Verordnungsvorschlag für die künftige Klimabilanzierung enthalten.

Aug 23

Sturm verwüstet bayerische Wälder

Während Deutschland und Österreich von Unwettern heimgesucht wurden, kämpft Italien schon seit Monaten mit Trockenheit.

Feuerwehreinsatz vergangenen Samstag auf dem Passauer Stadtberg. Foto: Feuerwehr Passau/M. Kornexl

Feuerwehreinsatz vergangenen Samstag auf dem Passauer Stadtberg. Foto: Feuerwehr Passau/M. Kornexl

Nachdem vor zwei Wochen ein Unwetter in Teilen Österreichs für Zerstörung durch Erdrutsche gesorgt hatte, wurde vergangenes Wochenende Niederbayern von einem heftigen Gewittersturm heimgesucht. In den Landkreisen Passau und Freyung-Grafenau sehen sich vor allem Waldbesitzer mit hohen Schäden konfrontiert. Das bayerische Landwirtschaftsministerium geht in einer ersten Schätzung von mindestens zwei Millionen Hektar Schadholz aus. Der Sturm hat tausende Hektar Wald verwüstet und die Arbeit ganzer Waldbesitzer-Generationen zunichte gemacht.

Vorsicht bei Aufräumarbeiten

Für die Aufräumarbeiten im Wald mahnt Brunner zu äußerster Vorsicht: „Die umgestürzten Stämme stehen unter großer Spannung, die Gefahr herabfallender Äste ist wesentlich höher als sonst“. Professionelle Beratung und Hilfe finden betroffene Waldbesitzer bei den bayerischen Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie bei den forstlichen Zusammenschlüssen.

Hitzeschäden in Italien

In Italien wiederum hat es schon seit Monaten nicht mehr geregnet. Folge der Hitzewelle sind hohe Ernteausfälle. Während in Norditalien die Tomatenernte bedroht ist, müssen in Süditalien die Olivenbauern um ihre Ernte bangen. Der Landwirtschaftsverband Coldiretti geht von Einbußen in Milliardenhöhe aus. Auch die Trinkwasserversorgung ist gefährdet. Einige Kommunen hatten das Wasser bereits im Juni rationiert.

Apr 05

Waldbrandgefahr im Frühling

Trockene Äste und Gräser am Waldboden können sich leicht entzünden.

Foto: Wald und Holz NRW

Foto: Wald und Holz NRW

Mit dem anhaltend frühlingshaften Wetter in weiten Teilen Deutschlands steigt wieder die Waldbrandgefahr. „Da die Bäume jetzt erst langsam mit dem Blattaustrieb beginnen, kann die Sonne ungehindert bis auf den Waldboden scheinen“, erklärt der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen. Im Frühling bilden sich am Waldboden trockene Pflanzen, wie Gräser oder abgestorbene Äste. Diese können sich schon nach kurzer Trockenzeit leicht entflammen.

Tipps für den sicheren Waldbesuch

Land- und Forstwirte sowie Förster wissen um die Gefahren. Für Freizeitbesucher hat der Landesbetrieb Richtlinien zusammengestellt:

  •  Das gesetzliche Rauchverbot muss eingehalten werden (1. März bis 31. Oktober).
  •  Im Wald darf kein Feuer entfacht und nicht gegrillt werden (100 Meter Mindestabstand).
  • Keine Glasabfälle im Wald zurücklassen. Sie könnten bei Sonneneinstrahlung als Brennglas wirken.
  • Waldzufahrten sollen für die Feuerwehr freigehalten werden.
  • Den PKW nicht im hohen Gras abstellen, da die Abwärme des Fahrzeugs ausreicht, um dieses in Brand zu setzen.
  • Zigarette dürfen weder aus dem Autofenster noch einfach auf den Boden geworfen werden.
  • Durch erhöhte Aufmerksamkeit können Glutnester entdeckt werden.
  • Kleine Glutnester sollen direkt gelöscht werden, wenn dies gefahrlos möglich ist.
  • Wer Brandherde entdeckt, sollte direkt die Feuerwehr rufen (112) und den Wald auf kürzestem Weg verlassen.

Weitere Informationen:
Wald und Holz NRW
Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD)
Informationen des Umweltbundesamtes

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