28 Suchergebnisse gefunden für das Schlüsselwort: starkregen

Feb 14

Deshalb bringt der Klimawandel mehr Starkregen

Extremwetterereignisse nehmen zu, die Menschen wünschen sich einen professionellen Umgang mit den Folgen. Weiterlesen »

Aug 17

Masterplan zur Schadensbegrenzung bei Starkregen

Foto: GDV (Symbolbild)

Foto: GDV (Symbolbild)

Baden-Württemberg präsentiert Leitfaden für seine Städte und Gemeinden.

Das Land Baden-Württemberg hat einen Leitfaden zum Starkregenrisikomanagement für Städte und Gemeinden vorgestellt, quasi einen Masterplan, für den Fall des Falles. Erstellt wurde der Leitfaden von der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW) in Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg.

Auf 83 Seiten stellt das Land den Kommunen ein einheitliches Verfahren zur Verfügung, um vom Starkregen ausgehende Gefahren und Risiken analysieren und so kommunale Starkregenkarten erstellen zu können. Auf dieser Grundlage können die Städte und Gemeinden Maßnahmen erarbeiten, die mögliche Schäden im Ernstfall vermeiden oder zumindest spürbar verringern.

Vor allem geht es um den Abfluss aus Flüssen und Bächen. In Starkregengefahrenkarten sind für Abflussszenarien die maximalen Überflutungsausdehnungen, Überflutungstiefen und Fließgeschwindigkeiten dargestellt. Anschließend kann die Risikoanalyse für die gefährdeten Objekte durchgeführt werden.

Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller hob bei der Präsentation vergangene Woche die Brisanz des Projektes hervor: „Die katastrophalen Bilder der vergangenen Monate aus Braunsbach und anderswo haben uns gezeigt: Unwetterartige Regengüsse können überall im Land und auch abseits von größeren Flüssen zu dramatischen Überschwemmungen führen“.

Der Leitfaden kann auf der Internetseite des LUBW als PDF geladen werden.

Jul 28

Forscher entdecken wahren Grund für Starkregen

Unser Regen entsteht fast immer aus Eis – auch im Sommer.

Meteorologen der Uni Leipzig haben herausgefunden, dass sich in den Wolken über Land in große Mengen Eis befindet und dieses für die heftigen Regenereignisse verantwortlich ist. Diesem Phänomen schreiben die Wissenschaftler die Tatsache zu, dass es über kontinentalem Gebiet zwar weniger, aber dafür stärker regnet als über dem Meer. 99 Prozent der Regenschauer soll aus diesen kalten Wolken kommen.

Verursacher des Ganzen ist offenbar der Mensch selbst. Möglicher Grund dafür seien wiederum die Emissionen aus Verkehr und Industrie, durch die die Luft über dem Land zum Teil hundert- bis zweihundertmal mehr Schwebepartikel enthalte, so die Meterologen. „Dadurch können sich hier deutlich mehr Eiswolken bilden als auf offener See – möglicherweise mit steigender Tendenz“, erklärt Dr. Johannes Mülmenstädt, Leitautor der Studie.

Wenn, wie über dem Meer, die Partikel aus den Emissionen fehlen, kondensiert das Wasser an nur wenigen Sammelstellen, sodass die Tropfen schwer werden und ausregnen, häufig als Nieselregen. Stehen jedoch viele Schwebeteilchen zur Kondensation zur Verfügung, bilden sich mehr und dafür kleinere Tropfen, die weiter in größere Höhen aufsteigen können und zu Eiskristallen gefrieren. Weil sich eine Eiswolke langsamer bildet, regnet es aus ihr zwar seltener, dafür aber dann umso stärker.

Die Forscher hoffen, anhand der Studie, die sie im renommierten Fachjournal „Geophysical Research Letters“ veröffentlichten, die bisherigen Wetter- und Klimaprognosen verbessern zu können.
Im Saarland, an der Grenze zu Frankreich, haben es solche Eiskristalle diesen Juli sogar bis auf den Boden geschafft. Autofahrer berichteten von tennisballgroßen „Schneebällen“, die plötzlich auf die Windschutzscheibe donnerten. „Zuerst glaubte ich, es hagelt, dann sind die Bälle aber auf dem Glas zerborsten – es war Schnee.“, berichtete ein LKW-Fahrer.

Foto: pixabay.com

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Feb 06

Wetterlagen sind größer als bisher angenommen

Wetterlagen mit Starkregenereignissen in Europa sind nicht nur auf unsere Regionen beschränkt. Extreme Niederschläge sind über Kontinente hinweg verbunden.

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Foto: ESA/NASA

Regionale extreme Niederschläge hängen mit der gleichen Art von Wetterlagen tausende Kilometer entfernt zusammen. Das hat ein internationales Expertenteam in einer neuen Studie herausgefunden. Die Forscher entdeckten ein globales Verbindungsmuster von Extremniederschlägen.

Wetterlagen können besser vorhergesagt werden

Die Erkenntnisse könnten eine verbesserte Wettervorhersage möglich machen. Schäden können so begrenzt und Menschen besser geschützt werden. Durch die extremen Niederschlagsereignisse aufgrund des Klimawandels gewinnt die Studie an Relevanz.

Satellitendaten dienten als Grundlage

Anhand von Satellitendaten entdeckten die Wissenschaftler, dass Niederschläge durch die Jetstreams verbunden sind. Diese umkreisen im oberen Bereich der Atmosphäre die Erde und bilden riesige Wellen zwischen dem Äquator und den Polen.

„Wir haben ein globales Verbindungsmuster entdeckt, welches das Auftreten von extremen Regenereignissen festlegt und bestimmte Arten von atmosphärischen Wellen als die wahrscheinliche Hauptursache identifiziert”, so der Leitautor der Studie, Niklas Boers. Der Deutsche forscht am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und am Imperial College in London.

Europäischer Regen mit asiatischem Monsun verbunden

Der südasiatische Sommermonsun etwa ist laut der Wissenschaftler mit Ereignissen in Ostasien, Afrika, Europa und Nordamerika verbunden. Obwohl Regenfälle in Europa nicht den Regen in Pakistan und Indien verursachen, gehören sie zum gleichen atmosphärischen Wellenmuster. Die europäischen Regenfälle werden dabei zuerst ausgelöst. Die Forscher versprechen sich dadurch zum Beispiel, Extremwetterereignisse in Asien anhand der Wetterlage in Europa besser voraussagen zu können.

Ihre Studie haben die Forscher im Januar im Fachmagazin “Nature” veröffentlicht.

Jan 02

Wetterextreme: Deutschland stärkt äthiopischen Agrarsektor

Das deutsche Entwicklungsministerium und die KfW helfen in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen äthiopischen Landwirten nachhaltig die Folgen der Wetterextreme zu bewältigen.

Foto: Can/Adobe Stock

Foto: Can/Adobe Stock

Äthiopien ist einer der ärmsten Länder Afrikas. Die Landwirtschaft ist das wichtigste Standbein der Einwohner. Doch unter der Hitze funktioniert diese nur schwer. Wetterextreme, die durch den Klimawandel noch verstärkt werden, erfordern Maßnahmen gegen die Folgen. Dazu zählt nicht nur Dürre, sondern auch Starkregen.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW hat im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen Finanzierungsvertrag unterzeichnet. Auch das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) beteiligt sich an der Finanzierung in der Gesamthöhe von 20 Millionen Euro. Die Förderung, finanziert durch die Sonderinitiative „Eine Welt ohne Hunger“, stellt eine Ausweitung der von WFP und Oxfam gegründeten Rural Resilience Initiative (R4) dar. Sie unterstützt den äthiopischen Agrarsektor in ausgewählten Regionen, die extremen Wetterereignissen ausgesetzt sind.

Bevölkerung ist auf Hilfe gegen Folgen der Wetterextreme angewiesen

„Die Landwirtschaft, von der über 85 % der Bevölkerung Äthiopiens direkt oder indirekt abhängen, ist besonders klimaempfindlich”, erklärt KfW-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Joachim Nagel. In den ländlichen Gebieten stelle der Agrarsektor zumeist die einzige Beschäftigungs- und Einkommensmöglichkeit dar. “Umso wichtiger ist es, die Landbevölkerung für Klimarisiken und damit verbundenen Ernteausfällen zu rüsten und so das Nahrungsangebot in den betroffenen Regionen sicherzustellen“, so Nagel weiter.

Nachhaltige Möglichkeiten für die Landwirte

Der ganzheitliche Ansatz umfasst vier Maßnahmen zum besseren Umgang mit Wetterrisiken: Zum einen werden wirtschaftlich und finanziell nachhaltige Dürreversicherungen für die ansässige Bevölkerung bereitgestellt. Zum anderen werden Maßnahmen zum Erosionsschutz und der Wasserrückhaltung im Fall von Starkregen eingeleitet. Darüber hinaus können die kleinbäuerlichen Betriebe über Mikrokredite in die Diversifizierung ihrer Einkommen investieren. So haben sie zum Beispiel die Möglichkeit, Bienen für die Honigproduktion und -vermarktung zu erwerben. Schließlich wird auch das Sparverhalten der Landwirte durch spezielle Trainings gestärkt und so ein finanzielles Polster für etwaige Ernteausfälle durch das Extremwetter angespart.

Jul 04

Deshalb sterben Fische in deutschen Gewässern

Durch die Hitze als Folge der Klimaerwärmung haben Gewässer zu wenig Sauerstoff für die Fische.

Foto: pixabay '(Symbolbild)

Foto: pixabay ‚(Symbolbild)

In Fließgewässern, aber auch in Teichen kommt es seit einigen Tagen zum Fischsterben. Die Verendung der Tiere ist aber nicht auf die Wasserqualität zurückzuführen. Vielmehr macht die anhaltende Hitze den Fischen zu schaffen. Die Gewässer haben aufgrund der hohen Außentemperatur zu wenig Sauerstoff. Vor allem ist Norddeutschland betroffen. Wie die Welt berichtet, sieht die Hamburger Umweltbehörde ein nachhaltiges Problem.

„Die aktuelle Situation ist schon kritisch und wird sich in den kommenden Tagen weiter verschärfen“, sagte Behördensprecher Björn Marzahn der Zeitung bereits im Juni. Unter anderem im Aßmannkanal in Wilhelmsburg und im Lohmühlenteich in Harburg hätten bereits verendete Fische abgefischt werden müssen.

Auch Regen würde nicht helfen

Unter vier Milligramm Sauerstoff pro Liter Wasser gelten als kritisch für Fische. An der Messstation Bunthaus in der Tideelbe sei jetzt eine Konzentration von 2,8 Milligramm ermittelt worden, erklärte Marzahn der Welt. An einer anderen Stelle habe der Wert sogar unter 1,3 Milligramm gelegen. In Blankenese sei es mit 1,4 Milligramm Sauerstoff pro Liter kaum besser gewesen. Betroffen sind auch Fischarten in kleineren Gewässerläufen, Teichen und Rückhaltebecken. Selbst Starkregen würde nicht helfen, weil dadurch zusätzlich Sedimente in die Gewässer gespült würden.

Jan 10

Diese Schäden verursachte Sturmtief “Burglind”

Im Vergleich zu anderen Extremwetterereignissen aus der jüngeren Vergangenheit war “Burglind” kein Rekordsturm, hinterließ aber trotzdem schwere Schäden.

Foto: pixabay (Symbolbild)

Foto: pixabay (Symbolbild)

Gesperrte Bahnstrecken, überflutete Straßen, umgestürzte Bäume, Starkregen, regionsübergreifende Unwetterwarnungen: Zu Jahresbeginn zog das Sturmtief “Burglind” über Europa. In Deutschland waren vor allem der Süden und der Westen betroffen. Im Nordschwarzwald wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 km/h gemessen. Die großen Flüsse, wie Rhein und Donau, traten über die Ufer. In Saarbrücken musste sogar einige Tage lang die Stadtautobahn, die unmittelbar an der Saar verläuft, komplett gesperrt werden. Die Mosel war für Schiffe nicht passierbar. Inzwischen gehen die Pegelstände wieder zurück.

Der Gesamtverband der Deutschen Versichicherungswirtschaft (GDV) schätzt den Gesamtschaden auf “deutlich weniger als eine halbe Milliarde Euro” ein – ein schwerer, aber kein Rekordsturm.

“Kyrill” bislang schwerster Wintersturm

Der verheerendste Wintersturm der vergangenen 20 Jahre ist immer noch “Kyrill”, der im Januar 2007 mit Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h über Europa fegte. Das Tiefdruckgebiet entstand – wie “Burglind” auch – über dem Atlantik und hinterließ in Deutschland Schäden von rund 2 Milliarden Euro. Im Ranking der Winterstürme folgen die Tiefs Lothar 1999 mit 800 Millionen Euro und “Jeanett” 2002 mit rund 760 Millionen Euro.

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Dez 20

Niedersachsen genehmigt Gülleausbringung außerhalb der Sperrfrist

Wegen anhaltender Regenfälle im Norden dürfen niedersächsische Landwirte die Gülle vor Ablauf der Sperrfrist ausbringen.

Foto: pixabay (Symbolbild)

Foto: pixabay (Symbolbild)

Das Land Niedersachsen genehmigte die Ausbringung von Wirtschaftsdünger außerhalb der vorgesehenen Sperrfristen. Der Grund: Wegen häufigem Starkregen in den vergangenen Wochen waren landwirtschaftliche Flächen nicht befahrbar. Die Güllelager in vielen Betrieben sind dadurch so gut wie voll. Laut Düngeverordnung wäre eine Ausbringung erst wieder ab 1. Februar 2018 möglich.

„Die Lage ist angespannt, es kann zu sogenannten Havariefällen kommen, bei denen Gülle unkontrolliert ins Erdreich abfließt. Das muss auf jeden Fall verhindert werden.“, so Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast und Umweltminister Olaf Lies. Das Grundwasser würde verunreinigt werden. Die Ausnahmegenehmigung basiert auf einem Erlass der Ministerien für die Wasserbehörden und die Düngebehörde. Grundlage dafür ist das Wasserhaushaltsgesetz (WHG), wie Umweltminister Lies erklärt: „Danach ist in einem akuten Notfall das Ausbringen von Gülle auch in der Sperrfrist zu dulden, um größeren Schaden zu verhindern, etwa den Eintrag ins Grundwasser, in Oberflächengewässer oder in die Kanalisation.“

Zuerst Alternativen prüfen

Voraussetzung für die Genehmigung ist, dass die Betriebe nachweislich alle Alternativen geprüft haben, etwa die Lagerung der Gülle in Nachbarbetrieben oder die Aufnahme bei einer Güllebörse oder Biogasanlage. Die Notfall-Maßnahmen dürfen nur nach einzelbetrieblicher Abstimmung mit den Wasserbehörden und der Düngebehörde erfolgen. Hierzu gehört:

  • Es kommen nur durchgängig bewachsene, ebene Flächen für die Ausbringung in Betracht. Dazu zählen Winterraps, Feldgras, Zwischenfrüchte und Grünland.
  • Eine Ausnahmegenehmigung für Trinkwassergewinnungs- und Überschwemmungsgebiete ist nicht möglich.
  • Es dürfen maximal zehn Kubikmeter pro Hektar bodennah ausgebracht werden.
  • Ein Mindestabstand von zehn Metern zu Gewässern ist einzuhalten.

Falls eine Befahrbarkeit der landwirtschaftlichen Flächen weiterhin nicht möglich ist, stelle auch der Bau von provisorischen Güllelagunen eine Möglichkeit dar, Havarien zu verhindern, so die Minister weiter. Güllelagunen sind Erdbecken, die mit Spezialfolie abgedichtet werden. Die Landkreise können diese Maßnahme zur unmittelbaren Gefahrenabwehr in Notfallsituationen dulden. Niedersächsische Betriebe, bei denen eine Notsituation eintritt, sollten sich unverzüglich mit den Wasserbehörden in den Landkreisen und kreisfreien Städten sowie mit der Düngebehörde in Verbindung setzen.

Aug 30

Wasserberater helfen Landwirten beim Erosionsschutz

Foto: pixabay

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Für Bayern hat der Erosionsschutz höchste Priorität. Eine Arbeitsgruppe gibt konkrete Handlungsempfehlungen für Landwirte ab.

In Bayern wurde nach den Hochwasserereignissen im vergangenen Jahr eine „Arbeitsgruppe Erosionsschutz“ eingerichtet, die sich mit den Auswirkungen von Starkregen auf landwirtschaftliche Flächen beschäftigen soll. Im August haben die Experten den Abschlussbericht an Landwirtschaftsminister Helmut Brunner übergeben.

Die Arbeitsgruppe gibt in dem ausführlichen Bericht konkrete Handlungsempfehlungen für Landwirte ab, mit denen der Boden geschützt werden kann. „Wer die Erosionsgefährdung seiner Ackerflächen kennt, kann gezielt gegensteuern.“, so die Autoren des Berichtes. Sie empfehlen unter anderem auch das Greening mehr auf den Erosionsschutz auszurichten.

Einige Maßnahmen sind schon angelaufen. So werden zusätzliche Wasserberater eingesetzt, die Landwirten Hilfestellungen beim Schutz der Böden geben. Auch der Aufbau eines Netzwerkes von Demonstrationsbetrieben hat bereits begonnen.

„Angesichts der immer häufiger auftretenden Starkregen müssen wir wissen, wie wir erosionsgefährdete Böden und die Qualität des Oberflächenwassers in Bayern noch besser schützen können.“, so Minister Brunner. Boden- und Gewässerschutz habe für ihn höchste Priorität.

Die Arbeitsgruppe Erosionsschutz war mit Fachleuten aus der Umwelt- und Landwirtschaftsverwaltung, der Technischen Universität München, des Deutschen Wetterdienstes und mit praktizierenden Landwirten besetzt. Die Handlungsempfehlungen und eine Dokumentation der Starkregenereignisse können auf der Internetseite der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft abgerufen werden.

 

Aug 02

Unwetter hinterlassen seit Juni Millionenschäden

Seit Juni kommt es immer wieder zu Starkregen. Laut einer Studie müssen wir uns daran gewöhnen. Ernteabsicherung ist also wichtiger als je zuvor.

Foto: pixabay

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Im Juni und Juli waren weite Teile Deutschlands von Starkregen und sogar Hagel betroffen. Vor allem die Nordhälfte der Bundesrepublik bekam die Unwetter „Paul“ und „Rasmund“ sowie zuletzt das Tief „Alfred“ zu spüren. Mit bundesweit rund 130 l/m² erreichte der Juli mehr als das Doppelte seines Solls von 78 l/m². Damit gehört er zu den zehn niederschlagsreichsten Juli-Monaten seit Messbeginn 1881. Laut erster Einschätzung des Gesamtverbandes der deutschen Versicherer (gdv) entstand insgesamt ein Schaden von 60 Millionen Euro.

Ernteunterbrechungen und Schäden

Während Unwetter „Paul“ insgesamt etwa 50.000 Hektar Ernte vernichtete, verschonte „Alfred“ die Landwirtschaft weitgehend. Der Gesamtschaden liegt dennoch im zweistelligen Millionenbereich. Die seit Juni anhaltenden Starkregenereignisse sorgen auch für Ernteunterbrechungen. Betroffen sind nahezu alle Ackerbaukulturen – Wintergetreide, Mais, Zuckerrüben, Erbsen, Raps und Kartoffeln. Eine abschließende Erntebilanz wird der Deutsche Bauernverband (DBV) am 22. August veröffentlichen.

Extremwetter nimmt zu

Laut einer gemeinsamen Studie des Thünen-Instituts, des Julius-Kühn-Instituts (JKI) und des Deutschen Wetterdienstes werden in den nächsten Jahrzehnten nicht nur Stürme, Hitze und Trockenheit zunehmen, sonder auch Starkregenereignisse. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat in diesem Zusammenhang eine Broschüre aufgelegt, in der aufgeklärt wird, in welcher Form sich Unternehmen des Agrarbereichs und der Forstwirtschaft gegen Wetterschäden absichern. Außerdem wird informiert, wo Land- und Forstwirte gegebenenfalls Hilfe erhalten können.

Die Broschüre kann auf der Internetseite des Bundeslandwirtschaftsministerium kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden.

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