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Mai 22

Sonne: Schwaches Magnetfeld hat Einfluss auf Erde

Forscher erwarten dieses Jahr eine Abschwächung des Magnetfeldes der Sonne. Die Folgen bemerkt man auch auf der Erde.

sonne

Foto: pixabay

Wissenschaftler haben vorhergesagt, dass die Sonne 2019/2020 ihre Aktivität reduzieren wird. Das Magnetfeld wird schwächer, was man an weniger Sonnenflecken erkennt. Wie merkur.de unter Berufung auf spaceweatherarchive.com schreibt, kann das sogenannte Sonnenminimum Auswirkungen auf die Erde haben.

Schwacher Zyklus der Sonne erwartet

Die Sonnenzyklen ändern sich. Das Magnetfeld ist mal stark, mal schwach. Der kommende Zyklus ist der 25. seit Beginn der Aufzeichnungen im 19. Jahrhundert. Wie merkur.de weiter schreibt, erwarten die Wissenschaftler einen schwachen Zyklus. Auch im vergangenen zeigte die Sonne weniger Sonnenflecken.

Höhere kosmische Strahlung

Trotz schwachem Magnetfeld bleiben die Aktivitäten der Sonne bestehen. Durch die Minimierung gelangen aber mehr kosmische Strahlung in das Sonnensystem und somit in die Nähe der Erde. Die Auswirkungen betreffen die Natur aber auch die Menschen. Da die obere atmosphärische Elektrizität beeinflusst wird, kann es zu mehr Gewittern kommen. Flugreisende sind einer höheren Strahlung ausgesetzt.

Okt 31

Wetterphänomen: Drei Sonnen über Deutschland

Durch ein Wetterphänomen sieht man unter bestimmten Voraussetzungen drei Sonnen. Das steckt dahinter.

Foto: photojanski/Abobe Stock (Symbolbild)

Foto: photojanski/Abobe Stock (Symbolbild)

Mitte Oktober waren über dem baden-württembergischen Enzkreis drei Sonnen zu beobachten. Doch was steckt hinter dem Wetterphänomen? Das, was zu sehen war, bezeichnen Meteorologen als “Nebensonnen”. Diese zählen zu den sogenannten Halos, die durch brechen des Sonnenlichts verschiedene Formen haben können. Sie können zum Beispiel auch als Lichtsäulen oder Lichtpunkt unterhalb des Horizonts auftreten.

Genaue Voraussetzungen für das Wetterphänomen

Die zwei “Sonnen” neben der Sonne sind eine optische Täuschung und entstehen durch Eiskristalle in der Erdatmosphäre, durch die das Licht gebrochen wird. Damit wir diese Lichtpunkte sehen, müssen die Eiskristalle möglichst regelmäßig gewachsen und durchsichtig sein. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Kristalle flach und sechseckig sind. Nur so kann das Licht auf geradem Weg abgelenkt werden.

Die Eiskristalle schweben in den Cirruswolken. Damit die Kristalle entstehen, müssen die Temperaturen in dieser Höhe entsprechend niedrig sein. Bei einer ruhigen Wetterlage ordnen sie sich horizontal an und leiten das Licht jeweils 22 Grad auf die linke und rechte Seite der Sonne. Man sieht folglich jeweils mal stärkere, mal schwächere Dreiecke. Die Sichtbarkeit ist vom Hintergrund abhängig. Wenn am Horizont dunkle Wolken aufziehen, sieht man die Lichtflecken besser.

Ähnlich wie bei einem Regenbogen

Das Prinzip funktioniert ähnlich wie beim Regenbogen. Nur wird beim Regenbogen das Licht so stark umgeleitet, dass man die Sonne im Hintergrund haben muss, um ihn zu sehen. Wenn man Halos beobachten will, muss man darauf achten, dass man nicht von der Sonne geblendet wird. Auch nachts können ähnliche Phänomene beobachtet werden. Es gibt “Nebenmonde”, die nach dem gleichen Prinzip entstehen.

Apr 18

Dieses Brandereignis verdunkelte 2017 die Sonne über Europa

Die Auswirkung großer Waldbrände auf das Klima wurde bisher überschätzt. Die brennenden kanadische Wälder hatten 2017 eine größere Auswirkung als der Ausbruch des Vulkans Pinatubos 1991.

Foto: pixabay (Symbolbild)

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Waldbrände können die Sonneneinstrahlung in der oberen Atmosphäre noch stärker trüben als Vulkanausbrüche. Zu diesem Schluss sind Wissenschaftler des Leibniz-Insituts für Troposphärenforschung (TROPOS) nach Messungen gekommen. So haben die Waldbrände in Kanada im September des vergangenen Jahres das Sonnenlicht über Europa viel stärker abgeschwächt als der Ausbruch des philippinischen Vulkans Pinatubo 1991.

Waldbrände bisher unterschätzt

Der Ausbruch des Pinatubos galt bisher als größtes Einzelereignis der letzten Jahrzehnte mit Wirkung auf das globale Klima. Damals wurden Gase und Partikel in die obere Erdatmosphäre geblasen, die rund um den Globus das Sonnenlicht trübten. Dadurch sank die Durchschnittstemperatur weltweit um rund ein halbes Grad.

Die Auswirkungen großer Waldbrände auf das Klima wurde bisher offenbar unterschätzt. Experten haben lange angenommen, dass der Rauch nicht weit genug aufsteigt, um sich über die Stratosphäre weltweit ausbreiten zu können. Die Rekordwaldbrände in Kanada und verbesserte Methoden zur Fernerkundung der Atmosphäre haben jetzt dafür gesorgt, dass dieser Zusammenhang deutlicher wurde.

Partikel würden bodennahe Feinstaubwerte übersteigen

Der vergangene ungewöhnlich trockene Sommer sorgte für hohe Waldbrandgefahr in vielen Regionen. Auch durch das Wetter in Kanada war es trocken. Im Nordwesten brannten Wälder wochenlang. 2017 war in der Provinz British Columbia die verheerendste Waldbrandsaison seit Beginn der Aufzeichnungen. Insgesamt brannten dabei über 900.000 Hektar Wald. Die große Menge an Holz, die dabei in Flammen aufging, sorgte für extreme Hitze und starke Aufwinde. Dabei kam es zu Feuerwolken, die wie bei Gewitterwolken bis in große Höhen reichen und wie ein Staubsauger Material von den unteren Schichten der Atmosphäre nach oben saugen.

Nachdem der Rauch in die Stratosphäre gelangt war, bewegte er sich über mehrere Klimazonen ostwärts nach Europa und Nordasien und verteilte sich innerhalb von 20 Tagen über die nördliche Hemisphäre. Die TROPOS-Forscher konnten mit Hilfe von Lichtradaren per Laser den Rauch über Leipzig messen. Mehrere Tage lang war eine Rauchschicht wahrnehmbar, die ihr Maximum am 22. August in 14 bis 16 Kilometern Höhe erreichte. Diese zwei Kilometer dicke Schicht schluckte rund die Hälfte des Sonnenlichts. Die Dämpfung des Lichts war dabei in Leipzig rund 20-mal stärker als beim Ausbruch des philippinischen Vulkans Pinatubo. Die Partikel würden auf dem Boden die zulässigen Feinstaubwerte um das Doppelte übersteigen. Bis Ende Januar dieses Jahren konnten sie gemessen werden.

Mai 31

Wenn die Sonne an die Wand fährt

Solaranlagen müssen nicht immer horizontal ausgerichtet sein. Vertikale Kollektoren bieten einige Vorteile.

Foto: Meyer Burger Technology AG

Foto: Meyer Burger Technology AG

Solaranlagen auf dem Dach kennt man, Kollektoren auf der Wiese auch. Seit einiger Zeit gibt es auch die Möglichkeit, Photovoltaikanlagen an der Hauswand zu installieren –  Solarfassaden. Voraussetzung ist natürlich, dass die Wand bei Sonnenschein nicht im Schatten steht.

Die Hauptargumente der Entwickler und Unternehmen sind nicht nur die moderne Anmutung, sondern auch die Einfachheit der Installation. Während man bei der Befestigung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach auf die Statik achten muss und bei Flachdächern auch auf Gegengewichte, fallen bei Solarfassaden diese Umstände weg. Auf manchen Dächern, wie Reetdächern, ist eine Installation gar nicht möglich.

Die vertikalen Kollektoren haben auch noch den Vorteil, dass sie dämmend wirken. So spart man Heizkosten. Bei Regen kann gelüftet werden, weil sie auch Wind und Wetter abhalten. Farben und Design können dem Haus angepasst werden.

Weitere Informationen zu den noch wenig verbreiteten Solarfassaden findet man zum Beispiel auf der Internetseite solarserver.de.

Feb 22

Was bedeutet das grüne Leuchten über der Sonne?

Sogenannte „Grüne Blitze“ sind zwar selten, kommen aber auch in unseren Breitengraden vor.

Foto: Brocken Inaglory/CC2.0

Foto: Brocken Inaglory/CC2.0

Schon einmal ein grünes Schimmern über der untergehenden Sonne gesehen? Aufgrund der Luftverschmutzung in Ballungsgebieten ist der sogenannte „Grüne Blitz“ heute seltener zu sehen. Aber auf dem offenen Meer, im Gebirge oder auch mitteleuropäischen Landschaften abseits von großen Städten kann man Glück haben. Bei dem Phänomen erscheint das letzte sichtbare Stück der Sonne für wenige Sekunden in strahlendem Grün.

Keine Magie, sondern reine Physik

Die „Erscheinung“ ist allerdings nicht paranormal und auch keine Magie. Der „Grüne Strahl“, wie das kurze Aufflackern auch genannt wird, hat eine rein physikalische Ursache, wie Josef Lukas, Meteorologe der Wetter-App Morecast, erklärt: „Das weiße Licht der Sonne wird in der Erdatmosphäre gebrochen. Es teilt sich – ähnlich wie beim Regenbogen, je nach Wellenlänge in verschiedene Farben, die sogenannten Spektralfarben. Beim Sonnenuntergang verschwindet zunächst das rote und gelbe Licht. Blaues und grünes Licht bleibt übrig, da es stärker gebrochen wird.“ Da das blaue Licht jedoch meist zu schwach ist, um mit bloßem Auge gesehen zu werden, bleiben die kurzwelligen, grünen Lichtstrahlen übrig. „Sie leuchten dann etwa eine Sekunde lang hell auf, bevor das Sonnenlicht vollständig hinter dem Horizont verschwindet“, so Lukas.

Berichten zufolge ist das Phänomen am häufigsten über dem Meer zu sehen, dort übrigens auch beim Sonnenaufgang. Also beim nächsten Ausflug an die Küste darauf achten.

Das Foto wurde unter Creative Commons 2.0 Lizenz veröffentlicht.

Aug 03

Digitaler Sonnenschutz

Foto: pixabay

Foto: pixabay

Ein Blick aufs Smartphone verrät, inwieweit man sich vor den gefährlichen UV-Strahlen schützen muss.

Während sich Urlauber aussuchen können, wie lange sie am Strand verweilen, haben Menschen, die im Freien arbeiten, keine Wahl. Die Arbeit muss getan werden. Gerade Landwirte sind vor allem im Sommer den gefährlichen UV-Strahlen der Sonne ausgesetzt. Auch bei bewölktem Himmel sind sie da. Im Hochsommer ist die Belastung trotz Wolkendecke stärker, als im Frühjahr bei Sonnenschein.

Obwohl man um Schutzmaßnahmen, wie das Tragen eines Hutes und einer Sonnenbrille sowie dem Auftragen von Sonnencreme, nicht herumkommt, ist es interessant zu wissen, wie hoch der UV-Index aktuell ist. Ein Blick aufs Smartphone verrät, inwieweit man sich schützen muss. Bei den meisten Modellen sind schon Wetter-Apps, die den UV-Index anzeigen, vorinstalliert. Ab 3 ist eine Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 notwendig, bei Werten ab 7 sollte man schon zu einem Produkt mit Faktor 50 greifen.

Wer sein Smartphone um spezielle UV-Apps erweitern will, wird in den Stores fündig. Die genauen UV-Werte zeigt zum Beispiel die kostenlose App „AOK Sun&Air” zur Verfügung, erhältlich sowohl für iOS als auch für Android. Auch die App „UV-Check“ des Bundesverbandes der Dermatologen tut ihre Dienste. Sie kann ebenfalls kostenlos auf das iPhone und auf das Android-Smartphone geladen werden.

UV-Index punktgenau mit eigener Wetterstation

Auch die vom Agrar-Profi gruuna entwickelte Wetterstation für den eigenen Betrieb zeigt den UV-Index an. Mit den Werten sieht man genau die Belastung, die im direkten Arbeitsumfeld herrscht. Die persönliche Wetterstation informiert desweiteren in Echtzeit über Daten zu Temperatur, Taupunkt, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag, Windgeschwindigkeit und mehr. Mittels der dazugehörigen kostenlosen App (für Android und iOS) und der Browseranwendung können Sie von überall auf die Daten zugreifen. Mehr Informationen finden Sie dazu auf gruuna.com.

Apr 06

Haben Sie auch den Vorhang vor der Sonne gesehen?

Foto: pixabay (Symbolbild)

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Am Wochenende war das Frühlingsfeeling etwas von trüber Sonne beeinträchtigt. Das steckt dahinter.

Vergangenes Wochenende hat sich der Frühling zum ersten Mal in diesem Jahr selbstbewusst gezeigt. Die Temperaturen kletterten in angenehme Höhen. Die Sonne strahlte, doch versteckte sich hinter einem trüben Vorhang. Was war denn da los?

Was zu sehen war, war nicht etwa gefährlicher Smog, sondern ein natürliches Phänomen, das uns von Zeit zu Zeit erreicht. Saharasand hat es wieder einmal nach Deutschland geschafft! Getragen wurde er auf den südlichen Strömungen des Hochs Leon, die uns auch das Frühlingswochenende beschert haben.

Zu beobachten waren die Trübungen stundenweise an der westlichen Nord-Süd-Achse der Bundesrepublik, etwa in Ostfriesland, Nordrhein-Westfalen, im Saarland und im Breisgau. Ohne Wüstenstaub wäre es noch eine Spur wärmer gewesen, denn er hat die Temperaturen um etwa zwei Grad Celsius gesenkt.

Gesundheitsschädigend ist der Sand aus dem fernen Afrika nicht. Für Pflanzen wirkt er sogar gesundheitsfördernd. Die winzigen Mineralpartikel fungieren als Dünger. Autobesitzer in den Regionen, in denen es am Wochenanfang geregnet hat, mussten in die Waschstraße, denn mit Niederschlägen fällt der Sand auch zu Boden.

Mrz 11

Sonnenfinsternis: Energieversorger bangen um Stromnetz

Am 20. März verdunkelt sich die Sonne für zwei Stunden. Die Stromversorger befürchten Einbrüche im Solarenergienetz.

Foto: pixabay.com

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An dem Freitag der kommenden Woche wird in Deutschland ein seltenes Naturereignis zu sehen sein. Über dem Nordatlantik kommt es zu einer totalen Sonnenfinsternis (SoFi). In Norddeutschland wird sich die Sonne zu 83 Prozent verdunkeln, im Süden der Bundesrepublik immerhin noch um 67 Prozent.

Doch was für SoFi-Fans ein Erlebnis ist, macht den Stromversorgern Kopfzerbrechen. Denn seit der letzten totalen Sonnenfinsternis 1999 hat sich am Energiemarkt viel getan. Die Einspeisung von Strom aus Photovoltaik-Anlagen hat stetig zugenommen. Sogar so viel, dass an sonnigen Tagen im Sommer die Solaranlagen bald den gesamten Strombedarf Deutschlands abdecken könnten. Doch was aber, wenn die Sonneneinstrahlung ausbleibt? Selbst eine Teilfinsternis, wie die am 20. März, kann durch die verminderte Einspeisung zu einer Instabilität im Stromnetz führen und im schlimmsten Fall zu einem gefürchteten Blackout. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut IWES Szenarien berechnet, um das zu verhindern.

Auf Basis der Berechnungen können nunmehr verbesserte Leistungsprognosen für die deutschen Übertragungsnetzbetreiber erstellt werden. Diese Prognosen bilden die Grundlage, um notwendige Maßnahmen zur Sicherung des Stromnetzes in dieser kritischen Situation vorzubereiten, beispielsweise durch den kurzfristigen Einsatz mehrerer Gaskraftwerke, die den fehlenden PV-Strom ersetzen können. Wenige Tage vor der Sonnenfinsternis werden dann spezielle Wettervorhersagen des DWD mit besonderer Berücksichtigung der veränderten Globalstrahlung zur Verfügung gestellt und unterstützen so die jeweiligen Maßnahmen zur Stabilisierung des deutschen Stromnetzes.

Was passiert bei einer Sonnenfinsternis?
Bei einer Sonnenfinsternis stehen Sonne, Mond und Erde genau in einer Linie. Sobald sich vom jeweiligen Punkt auf der Erde aus gesehen der Mond vor die Sonne schiebt, verdunkelt sich diese. Wissenschaftler sprechen vom Kernschatten des Mondes, der sich auf unseren Planeten wirft. Im Video ist der Verlauf der kommenden Sonnenfinsternis zu sehen. In Deutschland wird sich die Sonne ab 9:38 Uhr für etwa zwei Stunden partiell verdunkeln. Der DWD sagt für diesen Vormittag wolkenlosen Himmel voraus, was die Voraussetzung ist, das Naturschauspiel beobachten zu können.

Wer in Deutschland übrigens die nächste totale Sonnenfinsternis beobachten will, muss sich bis zum 3. September 2081 gedulden.

Mrz 12

So gefährlich ist die Sonne

Foto: istockphoto

Foto: istockphoto

Die ersten Sonnenstrahlen nach dem langen Winter lassen Frühlingsgefühle und Vorfreude auf den Sommer aufkommen. Viele Menschen zieht es nach draußen, genießen die Wärme.

So gut es auch tut, die Haut von den wärmenden Sonnenstrahlen streicheln zu lassen, so gefährlich sind sie. Nach Angaben des Hauttumorzentrums an der Charité Berlin steigt die Zahl der Hautkrebserkrankungen in Europa jährlich um fünf bis sieben Prozent. Grund sei, dass die Menschen die Strahlung unterschätzen und sich nicht ausreichend vor den unsichtbaren UV-Strahlen schützen.

Bereits am Morgen solle man Sonnencreme auftragen, sagen Dermatologen. Am „aggressivsten“ seien die Strahlen in der Zeit von 11 bis 15 Uhr. Die Experten empfehlen daher, sich in dieser Zeit gar nicht in der Sonne aufzuhalten. Ein Irrglaube sei auch, dass man geschützt ist, wenn man sich im Schatten aufhält. Auch in vermeintliche von der Sonne verschonte Stellen dringen die UV-Strahlen vor.

Sonnenanbeter sollten auch auf naturbedingte Reflexionen achten. Wasseroberflächen und Sand können die Belastung um bis zu 70 Prozent verstärken.

Die Fachleute raten dazu, Sonnenschutzcremes mit Lichtschutzfaktor 30 bis 50 aufzutragen. Für Rothaarige und Blonde reiche dies allerdings kaum aus. Diese würden nicht drum herum kommen, grundsätzlich Lichtschutzfaktor 50 zu verwenden.

Hautärzte räumen auch mit einigen Irrtümern auf. So sei eine weitverbreitete Meinung, dass man nicht so vorsichtig sein muss, wenn man bereits braun ist. Jede Bräunung reize die Haut, auch wenn es nicht nach Sonnenbrand aussehe. Genauso sei zu beachten, dass Kleidung nicht immer vor der Strahlung schütze. Demnach sollte man sich überlegen, ob man mit dem T-Shirt ins Wasser geht, nasser Stoff verliere nämlich die Schutzfunktion. Dass Sonne pur gut für die Psyche ist, sei auch nicht richtig. Licht helfe nur bei echten Depressionen, sind sich die Hautexperten ebenfalls sicher.

Vor der Nutzung künstlicher Sonne, also dem Besuch von Sonnenstudios, raten Dermatologen übrigens grundsätzlich ab.

Mai 15

Wann wird das Wetter zum Klima?

Die Begriffe Klima, Wetter und Witterung werden oft verwechselt. Der Unterschied hängt nur von zwei Faktoren ab: Zeitraum und Ort.

klima

Foto: pixabay

Sind der extrem heiße Sommer im vergangenen Jahr, die Überschwemmungen und plötzlichen Wintereinbrüche Ergebnisse des Klimawandels oder haben wir nur unterschiedliche Wetterlagen? Experten bringen den Hitzesommer 2018 mit einer Veränderung des Klimas in Verbindung. Doch wo hört das Wetter auf und wo fängt das dauerhafte Klima an?

Klima hängt von Statistik ab

Darüber, ob eine länger andauernde Wetterlage bereits auf eine Klimaveränderung hindeutet, sind sich Wissenschaftler teils uneins. Vor allem das schnelle Voranschreiten des Klimawandels macht Einschätzungen nicht leichter. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hält sich bei der Definition an einen Beobachtungszeitraum von 30 Jahren. Die Zeitspanne ist lange genug, um statistische Eigenschaften erfassen zu können.

Definitionen eine Frage von Zeit und Ort

Laut Max-Planck-Institut für Meteorologie beschreibt das Wetter den physikalischen Zustand zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort. Das Klima hingegen sei erst dann richtig gekennzeichnet, wenn die Wahrscheinlichkeit für Abweichungen vom Mittelwert angegeben werden kann. Das verlangt, dass auch Extremwerte Teil der Statistik sind. Die Einteilung der Klimazonen erfolgt nach dem Jahresgang von Temperaturen und Niederschlägen.

Das Klima beschreibt also den durchschnittlichen Verlauf der Klimaelemente im von der WMO definierten Zeitraum. Der punktuelle Zustand definiert das Wetter. Die Witterung ist der vorherrschende Zustand über mehrere Tage – auch wenn während Regentagen zwischendurch mal die Sonne zum Vorschein kommt.

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