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Solarenergie: Neue Förderung für Batteriespeicher

In Rheinland-Pfalz gibt es jetzt eine Förderung für die Speicherung von Solarenergie.

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Foto: pixabay

Rheinland-Pfalz hat eine neue Solar-Förderung aufgelegt. Wie das Informationsportal Proplanta unter Berufung auf die Deutsche Presseagentur (dpa) berichtet, gibt das Land einen Zuschuss für die Einrichtung eines Solarspeichers. Voraussetzung ist, dass man eine Photovoltaik-Anlage mit einer Spitzenleistung von mindestens 5 Kilowattstunden auf dem Dach installiert. Gefördert werden 100 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität.

Förderung bei Energieagentur beantragen

Der dpa zufolge können Privathaushalte bis zu 1.000 Euro bekommen und für Kommunen sind bis zu 10.000 Euro vorgesehen. Aus dem Fördertopf mit 5 Millionen Euro sollen etwa 1,65 Millionen an Privathaushalte gehen. Interessierte können sich an die Energieagentur Rheinland-Pfalz wenden. Sie übernimmt die Beratung und die Abwicklung der Anträge sowie die Auszahlung.

Strom muss in das Netz eingespeist werden

“Die Speichertechnik kann mit einer App gesteuert werden, die den Nutzern genau anzeigt, wieviel Strom die PV-Anlage jeweils produziert, wieviel sie in den Speicher einspeist und was ins Netz verkauft wird, erklärte Michael Hauer, Geschäftsführer der Energieagentur, gegenüber der dpa. Für das Förderprogramm wird verlangt, dass der Solarspeicher auch eine Schnittstelle zum Netzanbieter vor Ort haben müsse.

Das Interesse ist bereits groß. “Wir werden förmlich überrannt mit Anträgen”, so Hauer zur dpa.

Klimawandel: Treibhausgasemissionen gehen weiter zurück

Die Treibhausgasemissionen gingen 2019 um 6,3 Prozent zurück. Rückgänge meldet das Bundesumweltamt etwa im Energiesektor und in der Landwirtschaft.  Continue reading

Klimawandel: Windenergie wird unzuverlässiger

Einer Studie zufolge wird die Gewinnung von Windenergie durch den Klimawandel schwerer kalkulierbar werden.

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Die Gewinnung von Windenergie durch Windräder gilt neben der Solarenergie als Lösung zum Erreichen der Klimaziele. Erneuerbare Energien sollen mittelfristig fossile Energie ersetzen. Doch ein Forscherteam des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben nun festgestellt, dass der Klimawandel die Erzeuger von Windenergie vor Herausforderungen stellt. Demnach sind bis Ende des 21. Jahrhunderts größere jahreszeitliche Schwankungen sowie eine Häufung von Schwachwindphasen zu erwarten. Das betrifft den ganzen europäischen Kontinent.

Windkraft wird schwerer kalkulierbar

Laut der Studie sind für den gesamten europäischen Kontinent Änderungen bei der durchschnittlichen Windstromerzeugung zu erwarten. Die Wissenschaftler gehen von Abweichungen zwischen fünf und 20 Prozent aus, sowohl ins Minus als auch ins Plus. Die Stromversorgung durch Windenergie wird somit schwerer kalkulierbar werden.

Klimawandel hat unterschiedliche Auswirkungen

Für große Teile Nord-, Mittel- und Osteuropas ist mit einer erhöhten Variabilität der Windstromerzeugung auf unterschiedlichen Zeitskalen zu rechnen – sowohl zwischen einzelnen Tagen als auch einzelnen Jahren. Zu erwarten ist, dass Windgeschwindigkeiten, die für die Stromproduktion optimal sind, über den Meeren etwas seltener auftreten. In der Nordsee etwa steht ein wichtiger Anteil der deutschen Windkraftanlagen. Zugleich sind häufigere Schwachwindphasen über dem europäischen Kontinent zu erwarten.

Europäisches Projekt

Für ihre Studie nutzten die Forscher ein räumlich und zeitlich hochaufgelöstes Modellensemble. Dieses basiert auf Simulationen des europäischen Klimamodellierungsprojekts EURO-CORDEX. Die räumliche Auflösung beträgt zwölf Kilometer, die zeitliche Auflösung drei Stunden, was eine genauere Quantifizierung der Windstromproduktion auf der regionalen Skala ermöglicht. Für die Berechnungen wird eine typische Windkraftanlage mit einer Nabenhöhe von 100 Metern angenommen. Ihre Erkenntnisse veröffentlichten die Forscher im Journal of Geophysical Research: Atmospheres.

Neue Solarzellen funktionieren auch bei Regen

Chinesischen Forschern ist es gelungen, Solarzellen eine Zweitfunktion zu geben, die Regentropfen in Energie verwandelt.

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Solarstrom ist im Sinne des Umweltschutz neben Windenergie und Biomasse eine wichtige regenerative Energie. Der Nachteil von Solarzellen ist, dass sie nur bei Sonnenschein funktionieren – bis jetzt. Denn Forscher der Soochow University in China haben jetzt eine Möglichkeit gefunden, Solarmodule auch bei Regen zu nutzen. Wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) berichtet, haben die Wissenschaftler eine Solarzelle mit einem tribiolektrischen Nanogenerator kombiniert.

Bekannter Effekt

Beim tribiolektrischen Effekt entsteht durch den Kontakt zweier Materialien und anschließender Trennung elektrische Aufladung. Eines der Materialien sind in diesem Fall die Regentropfen. Den Effekt kennt man vom Kämmen frisch getrockneter Haare, wenn sich der Kamm elektrisch auflädt. Die Methode funktioniert mit einer Art Sandwich aus Siliziumkristall, einer transparenten Zwischenlage aus leitfähigem Kunststoff und einer Silikonschicht. Darin teilen sich Solarzelle und Regenwandler die Kontstofflage als Elektrode. Die Kunststoff- und Silikonschicht sind mit Rillen versehen. Davon profitieren sowohl die Verwandlung von Regentropfen- als auch die der Sonnenstrahlen in Energie. Die Rillen vergrößern den Kontakt zu den Regentropfen und fangen mehr Sonnenlicht ein, weil weniger weggespiegelt wird.

Die Kombination von Silizium mit leitfähigem Kunststoff wird erst seit ein paar Jahren untersucht und ist keine rein chinesische Erfindung. Auch das Institut für Solarenergieforschung in Hameln und das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie beschäftigen sich mit der kostengünstigen Variante klassischer Siliziumsolarzellen.

Veröffentlicht haben die chinesischen Wissenschaftler ihre Entwicklung im Fachblatt “ACS Nano”.

Genauere Wetterdaten machen Stromnetz zuverlässiger

Neue Prognosemodelle sollen die Einspeisung von Strom aus alternativen Energiequellen sicherer machen.

Foto: pixabay

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Möglichst exakte Wetterdaten sind nicht nur für die Landwirtschaft wichtig. Auch für die Stromversorgung durch alternative Energien sichern genaue Vorhersagen die Qualität des Netzes. Der Grund: Je genauer die Prognose, desto zuverlässiger können die Energieversorger die Einspeisung planen. Denn Wind- und Solarenergie sind natürlich in hohem Maße von dem abhängig, was die Natur bietet.

Diese Notwendigkeit hat das Fraunhofer IWES in Kassel zum Anlass genommen, mathematische Modelle zu erstellen, anhand derer bessere Prognosen möglich sind. Das Projekt EWeLiNE hat das Institut gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) umgesetzt.

Die Modelle ermöglichen nicht nur die Windverhältnisse in Höhe der Windrad-Narben zu berechnen. Auch die Auswirkungen der Sonnenstrahlen durch Hochnebel können analysiert werden. Das ist für Photovoltaikanlagen wichtig. Neben den Wettermodellen haben die Forscher auch die Leistungsprognosen für Windenergie- und Solaranlagen weiterentwickelt, unter anderem durch eine höhere räumliche Auflösung bei der Photovoltaik. Die neuen Modelle verwenden selbstlernende Algorithmen, die Echtzeit- und historische Daten verbinden. Im Zusammenspiel mit den Wetterprognosen gewinnen die Netzbetreiber so wertvolle Informationen für die Steuerung der Netze sowie den Stromhandel. Im Rahmen des Fortsetzungsprojektes „Gridcast“ sollen auch Daten von Wettersatelliten in die Modelle integriert werden.

Genaue Wetterdaten für die Landwirtschaft

Ob die Daten in Zukunft auch für die Landwirtschaft genutzt werden können, bleibt vorerst offen. Für die Agrarwirtschaft sind exakte Wetterdaten ebenso das A und O. Mit der gruuna-Wetterstation hat der Chemnitzer Agrarprofi gruuna eine spezielle Wetterstation für Landwirte entwickelt. Da die Wetterdaten im direkten Umfeld des Betrieben erhoben werden, bekommt der Landwirt die Daten punktgenau. Mittels der dazugehörigen kostenlosen App (für Android und iOS) und der Browseranwendung kann man von überall auf die Daten zugreifen. Die persönliche Wetterstation informiert in Echtzeit über Daten zu Temperatur, Taupunkt, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag, Windgeschwindigkeit und mehr. Nähere Informationen dazu finden Sie auf gruuna.com.

Sonnenfinsternis: Energieversorger bangen um Stromnetz

Am 20. März verdunkelt sich die Sonne für zwei Stunden. Die Stromversorger befürchten Einbrüche im Solarenergienetz.

Foto: pixabay.com

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An dem Freitag der kommenden Woche wird in Deutschland ein seltenes Naturereignis zu sehen sein. Über dem Nordatlantik kommt es zu einer totalen Sonnenfinsternis (SoFi). In Norddeutschland wird sich die Sonne zu 83 Prozent verdunkeln, im Süden der Bundesrepublik immerhin noch um 67 Prozent.

Doch was für SoFi-Fans ein Erlebnis ist, macht den Stromversorgern Kopfzerbrechen. Denn seit der letzten totalen Sonnenfinsternis 1999 hat sich am Energiemarkt viel getan. Die Einspeisung von Strom aus Photovoltaik-Anlagen hat stetig zugenommen. Sogar so viel, dass an sonnigen Tagen im Sommer die Solaranlagen bald den gesamten Strombedarf Deutschlands abdecken könnten. Doch was aber, wenn die Sonneneinstrahlung ausbleibt? Selbst eine Teilfinsternis, wie die am 20. März, kann durch die verminderte Einspeisung zu einer Instabilität im Stromnetz führen und im schlimmsten Fall zu einem gefürchteten Blackout. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut IWES Szenarien berechnet, um das zu verhindern.

Auf Basis der Berechnungen können nunmehr verbesserte Leistungsprognosen für die deutschen Übertragungsnetzbetreiber erstellt werden. Diese Prognosen bilden die Grundlage, um notwendige Maßnahmen zur Sicherung des Stromnetzes in dieser kritischen Situation vorzubereiten, beispielsweise durch den kurzfristigen Einsatz mehrerer Gaskraftwerke, die den fehlenden PV-Strom ersetzen können. Wenige Tage vor der Sonnenfinsternis werden dann spezielle Wettervorhersagen des DWD mit besonderer Berücksichtigung der veränderten Globalstrahlung zur Verfügung gestellt und unterstützen so die jeweiligen Maßnahmen zur Stabilisierung des deutschen Stromnetzes.

Was passiert bei einer Sonnenfinsternis?
Bei einer Sonnenfinsternis stehen Sonne, Mond und Erde genau in einer Linie. Sobald sich vom jeweiligen Punkt auf der Erde aus gesehen der Mond vor die Sonne schiebt, verdunkelt sich diese. Wissenschaftler sprechen vom Kernschatten des Mondes, der sich auf unseren Planeten wirft. Im Video ist der Verlauf der kommenden Sonnenfinsternis zu sehen. In Deutschland wird sich die Sonne ab 9:38 Uhr für etwa zwei Stunden partiell verdunkeln. Der DWD sagt für diesen Vormittag wolkenlosen Himmel voraus, was die Voraussetzung ist, das Naturschauspiel beobachten zu können.

Wer in Deutschland übrigens die nächste totale Sonnenfinsternis beobachten will, muss sich bis zum 3. September 2081 gedulden.