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Klimawandel: Meerestemperaturen sorgen für Schneechaos in Österreich

Die heftigen Schneefälle in Österreich und die Überschwemmungen in Venedig haben die gleiche Ursache: Das Mittelmeer ist zu warm, eine Folge des Klimawandels.

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Foto: pixabay (Symbolbild)

In Österreich und Südtirol kam es vor gut einer Woche zu einem plötzlichen und heftigen Wintereinbruch. Hangrutsche zerstörten Häuser, ganze Dörfer waren von der Außenwelt abgeschnitten. Es gab einen Toten und mehrere Verletzte. Inzwischen hat sich die Lage entspannt, Experten warnen aber vor weiteren Steinschlägen. Das alles sind Auswirkungen des Klimawandels.

Schnee in den Alpen, Regen in Norditalien

Das Schneechaos in Österreich hat die gleiche Ursache, wie der Starkregen in Venedig, der zu dem katastrophalen Hochwasser führte: Wie orf.at berichtet, sorgt das zu warme Mittelmeer für die heftigen Wetterkapriolen. Laut der ORF-Wetterredaktion lägen die Wassertemperaturen derzeit ein bis drei Grad über den für die Jahreszeit durchschnittlichen Werten. Durch die höheren Temperaturen des Wassers nahm die Luft mehr Wasser auf. Dieses kam als Regen und Schnee auf die Erde zurück.

Mittelmeer reagiert besonders auf Klimawandel

Laut internationalen Forschern, die sich in der “Union für den Mittelmeerraum” (UFM) zusammengefunden haben, ist das Mittelmeer besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen. Die mediterrane Erwärmung schreitet um 20 Prozent schneller voran als der globale Durchschnitt. Laut der Wissenschaftler steigen die durchschnittlichen Temperaturen bis zur Jahrhundertwende um 4 bis 5 Grad Celsius an. Das hat einen Anstieg des Meeresspiegels um mehr als einen Meter zur Folge.

 

Klimawandel: Steigt der Meeresspiegel schneller als bisher angenommen?

Eine Anfrage der Grünen ergab, dass der Meeresspiegel durch den Klimawandel offenbar schneller und höher steigt als vom Weltklimarat angenommen.

Foto: pixabay

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Der Meeresspiegel steigt durch den Klimawandel offenbar schneller und höher als bisher angenommen. Das geht aus einer Anfrage der Grünen an die Bundesregierung hervor. Die “Neue Osnabrücker Zeitung” zitiert aus der Antwort Umweltstaatssekretär Florian Pronold (SPD): “Neue Arbeiten in diesem Zusammenhang lassen es möglich erscheinen, dass es zu einem höheren und beschleunigten Anstieg des Meeresspiegels kommen kann, als bislang angenommen worden war.” Er beruft sich dabei auf Forschungen zur Erwärmung des Klimas und seine Auswirkungen.

Nur radikale Maßnahmen stoppen den Klimawandel

Bislang gelten die Schätzungen des Weltklimarates IPCC. Der hatte 2013 errechnet, dass durch den Treibhauseffekt Ozeane und Meere bis Ende des 21. Jahrhunderts um 26 bis 55 Zentimeter ansteigen. Als Voraussetzung für dieses Szenario nennt der IPCC aber, dass die Menschheit den Ausstoß klimaschädlicher Gase stark reduziert. Erfolgt das nicht, könnte der Anstieg mit bis zu 82 Zentimeter deutlich höher ausfallen. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen hatten zuletzt ergeben, dass auch noch extremere Varianten denkbar seien.

Bundesregierung macht Meeresspiegel zum Thema

Bereits bei den Annahmen aus dem Jahr 2013 kann die Bundesregierung für die deutschen Inseln und Küsten nicht sagen, “inwieweit mögliche Gebiete unbewohnbar sein werden”. Ein Arbeitskreis von Bund und Ländern arbeite “an einer Strategie zum Umgang mit dem Meeresspiegelanstieg”, schreibt Staatssekretär Pronold.

Für die Grünen-Bundestagsabgeordnete Julia Verlinden sind das “düstere Aussichten”: “Wir brauchen endlich eine konsequente Klimaschutzpolitik, um einen noch viel stärkeren Anstieg des Meeresspiegels zu verhindern”. Diese bedeute ein Umsteuern in der Landwirtschaft, im Verkehr und in der Energieversorgung.

Deshalb kam im Februar so viel Saharastaub nach Deutschland

Dass es in Deutschland Saharastaub regnet, ist nichts Ungewöhnliches. Warum dieses Mal mehr Sand nach Europa transportiert wurde, hat einen Grund. Continue reading

Orkan “Sabine”: Geringere Schäden als befürchtet

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Klimawandel: Deshalb starben zehntausende Vögel

Wissenschaftler haben den Grund für ein Massensterben von Vögeln an der Westküste der USA und an der Küste Alaskas ermittelt – eine Auswirkung des Klimawandels.

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Foto: Karsten Bergmann/pixabay.com

2015 und 2016 sind an der US-Westküste und an der Küste Alaskas zehntausende tote Vögel angespült worden. Wissenschaftler standen vor einem Rätsel. Wie Zeit Online berichtet, haben Forscher jetzt den Grund herausgefunden. Betroffen waren Trottellummen. Diese zählen zur Gattung der Alkenvögel und sind trotz der Ähnlichkeit nicht mit den Pinguinen verwandt. Das Massensterben ist eine Folge des Klimawandels.

Todesursache ist Nahrungsmangel

Forscher des Alaska Science Center des U.S. Geological Survey haben laut Zeit Online ermittelt, dass das Massensterben an Nahrungsmangel aufgrund zu hoher Meerestemperaturen liegt. Die Erkenntnisse haben die Wissenschaftler im Fachmagazin PLOS ONE veröffentlicht. Der großen Ansammlung an zu warmen Wasser haben die Forscher den Spitznamen “Blob” gegeben, was so viel wie Klecks bedeutet.

Klimawandel hat Auswirkung auf Nahrungskette

Trottellummen ernähren sich von Fischen, die wiederum Plankton fressen. Aufgrund der Meereshitzewelle sei die Menge und die Qualität der Kleinstlebewesen gesunken, zitiert Zeit Online die Forscher. Das hatte einen Rückgang der Fische zur Folge. Des weiteren haben die Wissenschaftler festgestellt, dass sich das warme Wasser auf den Stoffwechsel der Raubfische auswirkt. Aufgrund eines höheren Energieumsatzes mussten sie mehr Beute machen. Diese partielle Erwärmung des Meeres bringen die Forscher unmittelbar mit dem Klimawandel in Verbindung.

Welternährung: Jetstream könnte globale Kornkammern vernichten

Wissenschaftler haben entdeckt, dass der die Erde umkreisende Jetstream zu weltweiten Ernteausfällen führen und die Welternährung gefährden kann. Continue reading

Antarktis: Warum regnet es am Südpol trotz eisigen Temperaturen?

US-Wissenschaftler beobachteten in der Antarktis stundenlangen Nieselregen. Aber wie ist das trotz Minustemperaturen möglich?

Regen trotz Minusgraden? Am Südpol herrschen Temperaturen von minus 20 bis minus 70 Grad. Die tiefste Temperatur, die in der Antarktis je gemessen wurde, ist minus 89,2 Grad Wie mdr.de berichtet, haben Wissenschaftler der Pennsylvania State University beobachtet, dass in der Antarktis auch schon mal Nieselregen auftreten kann.

Großflächiger Regen in der Antarktis

Laut dem mdr.de-Bericht zeigen Messungen mit Satelliten und Lasern, dass es auf einer Länge von etwa 1.000 Kilometern entlang der Rossmeerbucht bei minus 25 Grad sieben Stunden lang geregnet hat. Schneekristalle entstehen nur, wenn in der Wolke feine Partikel vorhanden sind. Die Wissenschaftler stellen bei Messungen fest, dass diese fehlten. Die Luft war sauber.

Schnee braucht Staub

Heike Wex vom Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) in Leipzig erklärt gegenüber mdr.de: “In einem reinen, flüssigen Wassertröpfchen muss zunächst eine Energiebarriere überwunden werden. Es wird erst bei minus 38 Grad Celsius gefrieren.”

Schon die Entstehung von Regen setze Feinstaubpartikel in der Atmosphäre voraus, erklärt Wex. “Wolkentropfen wachsen auf diesen Aerosolen”. Erst wenn sie gefrieren, können sie genug weiteres Wasser anziehen, um schwer genug zu werden und herunterzufallen. “Im diesem Fall tauen sie wieder auf und kommen als Regen bei uns am Boden an. Ohne Staub wäre das nicht möglich”, so die Wissenschaftlerin.

Faktencheck: Wie der Klimawandel die Welt verändert

Über die Folgen des Klimawandels wird viel gesprochen und geschrieben. Ein Meteorologe hat in einem Video die wichtigsten Fakten zusammengefasst.

Foto: pixabay

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Gletscherschmelze, Waldsterben, Versauerung der Meere: Der Klimawandel verändert die Natur massiv. Wie die Veränderungen aussehen und warum es sie gibt, fasste der Meteorologe Paul Heger für das Portal wetter.com in einem Video zusammen.

Verschiebung der Vegetationszonen

Die Vegetationszonen orientieren sich neben den Niederschlagsmengen hauptsächlich an den durchschnittlichen Temperaturen und an den Extremwerten. Diese verändern sich immer mehr. Das hat zur Folge, dass in Deutschland teils schon mediterrane Verhältnisse herrschen und das Klima bis zum Polarkreis rutscht. Durch die Wärme tauen die Permafrostböden auf, was die Landschaft stark verändert. Es entstehen Seen, die Bäume verlieren ihren Halt, Orte drohen abzusacken. Zudem dringt das Treibhausgas Methan an die Oberfläche, das um ein Vielfaches stärker wirkt als Kohlendioxid.

Klimawandel in der Arktis beschleunigt sich selbst

In den Polarregionen brechen im Sommerhalbjahr immer wieder starke Brände aus, wodurch zusätzliche Treibhausgase freigesetzt werden. Dazu kommt, dass weiter nördlich das Polareis immer schneller schmilzt. In schon wenigen Jahren könnte der Nordpol im Sommer eisfrei sein. Auch das gigantische Eisschild von Grönland taut so schnell wie noch nie. Das Schmelzwasser gelangt als zusätzliches Süßwasser ins Meer und erhöht somit den Meeresspiegel.

Klimawandel in den Alpen macht Berge instabil

In den Alpen tauen die Gletscher so stark, dass sie in 80 Jahren größtenteils verschwunden sein werden. Das hat weitreichende Folgen. Zum einen fehlt den Bergen der Halt durch die Last der Gletscher. Zudem taut der Permafrost innerhalb der Berge, wie beispielsweise im Gestein der Zugspitze. Das kann schwere Fels- und Bergstürze verursachen. Zum anderen halten Gletscher bei Starkregen Wasser zurück und wirken wie ein Schwamm. Fehlt dieser, führt dies zu Sturzfluten und Schlammlawinen. Außerdem begünstigen kleinere oder fehlende Gletscher Dürren, weil das normale Schmelzwasser im Sommer ausbleibt, um in Trockenphasen Flüsse kontinuierlich zu versorgen.

Klimawandel begünstigt Waldsterben

Dürren und Hitze belasten Wälder immens. Die Schäden bei uns in Deutschland haben dramatische Ausmaße erreicht. Gleichzeitig werden die Wälder durch eine steigende Zahl an Schädlingen und Pilzen belastet, die sich in den warmen Monaten wohlfühlen und die milden Winter besser überdauern. Hinzu kommen neue Arten aus südlicheren Regionen.

Meere werden sauer

Lebewesen im Wasser stehen vor anderen Herausforderungen. Der höhere CO2-Gehalt in der Luft verändert die Chemie des Wassers, denn das nimmt Kohlendioxid auf und verwandelt es in Kohlensäure. Darunter leiden besonders Korallen. Bis zum Ende des Jahrhunderts werden 99 Prozent der Korallenriffe wahrscheinlich so stark beschädigt sein, dass sie sterben. Dagegen vermehren sich die Cyanobakterien explosionsartig. Hier spielt neben der Überdüngung der Meere auch die höhere Wassertemperatur eine Rolle. Bei der Zersetzung der Algen wird der Sauerstoffgehalt gesenkt und das wird zum Problem für Fische. Darüber hinaus beginnen Fischschwärme auch aufgrund des Temperaturanstiegs polwärts in kältere Gewässer zu wandern. Die Wanderung könnte aber bald ein Ende haben, wenn es auch im Nordpolarmeer zu warm wird.

Die Folgen des Klimawandels in heimischen Gewässern

Auch vor unserer Haustüre erleben wir die Veränderung der Wasserwelt besonders im Sommer. Während Blaualgen Teile der Badeseen zur Verbotszone machen, sorgen wärmer werdendes Wasser und sinkender Sauerstoffgehalt für ein massenhaftes Fischsterben. Auch Industrie und Wirtschaft spüren die Veränderung. Kraftwerke und Fabriken haben nicht genug Kühlwasser, die Binnenschifffahrt wird durch niedrige Pegel stark eingeschränkt, der Grundwasserspiegel sinkt.

Brände in der Arktis haben weltweite Auswirkungen

Die Brände, die derzeit rund um die Arktis wüten, haben Auswirkungen auf die gesamte Erde.

Foto: Aqua and Terra MODIS data through NASA Worldview, processed by Pierre Markuse/CC by 2.0

Foto: Aqua and Terra MODIS data through NASA Worldview, processed by Pierre Markuse/CC by 2.0

In der Nähe des Polarkreises kommt es immer wieder zu Flächenbränden. Doch die Brände in diesem Jahr nehmen enorme Ausmaße an. Betroffen ist sowohl der europäische Kontinent als auch der nordamerikanische. Die Lage ist unübersichtlich. Laut dem Wissenschaftsmagazin “Spektrum” toben alleine in Alaska 350 Brände.

Brände sorgen für einen Teufelskreis

Die US-Raumfahrtbehörde NASA warnt, dass die Brände der Torfflächen und Wälder katastrophale Auswirkungen auf den ganzen Planeten haben werden. Nicht nur, dass die riesigen Feuer extrem viel CO2 produzieren. Die unteren Schichten der Böden in diesen Regionen sind ständig gefroren. Man spricht von Permafrostböden. Verbrannte Oberflächen absorbieren mehr Sonnenlicht als unverbrannte. Das heißt, dass sich die Erde dort mehr aufheizt. Dazu kommt, dass sich auf den arktischen Eisflächen Russpartikel absetzen. Die Abstrahlung der Sonne wird auch hier schwächer. Das Eis schmilzt, der Meeresspiegel wird schneller ansteigen. Die Flächenbrände sind eine Auswirkung des Klimawandels, den sie gleichzeitig beschleunigen – ein Teufelskreis.

Arktis könnte durch Beschneiung gerettet werden

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hat vergangene Woche eine Studie vorgestellt, derzufolge das ewige Eis gerettet werden könnte. Besonders betroffen von der Schmelze ist das westarktische Eisschild. Experten befürchten zwar, dass die Flächenbrände den Anstieg des Meeresspiegel beschleunigen, die Entwicklung wird aber schon längere Zeit beobachtet. Die Lösung wäre laut der Forscher technisch erzeugter Schnee. Mit Billionen Tonnen zusätzlichen Schnees, erzeugt aus Meerwasser, könnten die instabilen Gletscher beschneit werden. “Das würde beispiellose Ingenieurslösungen erfordern”, so die Wissenschaftler. Sie lenken aber gleichzeitig ein, dass ein solcher Eingriff Auswirkungen auf die unberührten Regionen rund um die Arktis hätte.

Das Hochpumpen, Entsalzen und die Erwärmung des Meerwassers sowie das Betreiben der Schneekanonen würden eine Strommenge in der Größenordnung von mehreren zehntausend High-End-Windturbinen erfordern. „Im Kern geht es um die Abwägung, ob wir als Menschheit die Antarktis opfern wollen, um die heute bewohnten Küstenregionen und das dort entstandene und entstehende Kulturerbe zu retten“, so Studienautor Anders Levermann.

Naturphänomen: Wo kann in Europa ein Meteotsunami auftreten?

Auf Menorca hat eine sogenannte “Rissaga” einen Hafen überschwemmt. Das Naturphänomen kommt mit unterschiedlichen Bezeichnungen auch in anderen europäischen Regionen vor.

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Foto: pixabay

Vergangenes Wochenende wurde der Hafen von Ciutadella auf der spanischen Insel Menorca überschwemmt. Die Ursache war eine starke Ausprägung des Naturphänomens “Rissaga”. Innerhalb kurzer Zeit stieg der Meeresspiegel um bis zu 1,75 Meter an.

Naturphänomen trifft nicht nur die Balearen

Das Phänomen kommt ein paar mal im Jahr, allerdings in schwacher Form, im gesamten balearischen Raum vor. Offiziell heißt die “Rissaga” Meteotsunami und kann auch in anderen Teilen Europas vorkommen. In Malta nennt man die plötzliche Überschwemmung “Milghuba”, an der Adria “Stigazzi”, auf Sizilien “Marrubio” und an der Nord- und Ostsee “Seebär”.

Eine Art “Mini-Tsunami”

Die Bezeichnung “Meteotsunami” kommt nicht von ungefähr. Denn das Phänomen funktioniert ähnlich wie ein katastrophaler Tsunami, wie man ihn aus Asien kennt. Der Unterschied: Die Welle wird nicht durch ein Seebeben ausgelöst, sondern durch unterschiedlichen Luftdruck. Wenn die Geschwindigkeit eines Sturmes, der über die Wasseroberfläche zieht, stark ansteigt und der Luftdruck massiv abfällt, kann sich in Sturmrichtung eine Welle fortpflanzen. Wenn die Sturmgeschwindigkeit und die Geschwindigkeit der Welle nahe beieinander liegen, kann der Sturm seine volle Energie in diese pumpen und sie rast in Richtung Küste.