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Aug 15

Klimawandel: Steigt der Meeresspiegel schneller als bisher angenommen?

Eine Anfrage der Grünen ergab, dass der Meeresspiegel durch den Klimawandel offenbar schneller und höher steigt als vom Weltklimarat angenommen.

Foto: pixabay

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Der Meeresspiegel steigt durch den Klimawandel offenbar schneller und höher als bisher angenommen. Das geht aus einer Anfrage der Grünen an die Bundesregierung hervor. Die “Neue Osnabrücker Zeitung” zitiert aus der Antwort Umweltstaatssekretär Florian Pronold (SPD): “Neue Arbeiten in diesem Zusammenhang lassen es möglich erscheinen, dass es zu einem höheren und beschleunigten Anstieg des Meeresspiegels kommen kann, als bislang angenommen worden war.” Er beruft sich dabei auf Forschungen zur Erwärmung des Klimas und seine Auswirkungen.

Nur radikale Maßnahmen stoppen den Klimawandel

Bislang gelten die Schätzungen des Weltklimarates IPCC. Der hatte 2013 errechnet, dass durch den Treibhauseffekt Ozeane und Meere bis Ende des 21. Jahrhunderts um 26 bis 55 Zentimeter ansteigen. Als Voraussetzung für dieses Szenario nennt der IPCC aber, dass die Menschheit den Ausstoß klimaschädlicher Gase stark reduziert. Erfolgt das nicht, könnte der Anstieg mit bis zu 82 Zentimeter deutlich höher ausfallen. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen hatten zuletzt ergeben, dass auch noch extremere Varianten denkbar seien.

Bundesregierung macht Meeresspiegel zum Thema

Bereits bei den Annahmen aus dem Jahr 2013 kann die Bundesregierung für die deutschen Inseln und Küsten nicht sagen, „inwieweit mögliche Gebiete unbewohnbar sein werden“. Ein Arbeitskreis von Bund und Ländern arbeite „an einer Strategie zum Umgang mit dem Meeresspiegelanstieg“, schreibt Staatssekretär Pronold.

Für die Grünen-Bundestagsabgeordnete Julia Verlinden sind das „düstere Aussichten“: „Wir brauchen endlich eine konsequente Klimaschutzpolitik, um einen noch viel stärkeren Anstieg des Meeresspiegels zu verhindern“. Diese bedeute ein Umsteuern in der Landwirtschaft, im Verkehr und in der Energieversorgung.

Jan 16

Sturmflut: Warnung vor Steilküstenabbrüchen

An der Küste der Ostsee kam es dieses Jahr schon zweimal zu einer Sturmflut. Der zuständige Agrarminister Till Backhaus warnt vor Steilküstenabbrüchen, beruhigt aber gleichzeitig.

Sturmflut

Foto: pixabay (Symbolbild)

Für die Regionen und Hotels an der Ostsee ist der Tourismus wichtig. Doch auch die Landwirtschaft ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor. Sturmfluten häufen sich. Können sie für Touristen und Einheimische zur Gefahr werden? Der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, sagt: „Auch von der zweiten Sturmflut diesen Jahres geht keine Gefahr für die durch die Küstenschutzanlagen gesicherten Ortschaften des Landes aus”. Er machte sich in Rostock-Warnemünde ein Bild von der Situation.

Sandablagerungen durch Sturmflut hält Wellen ab

Die Dünenabtragungen der Sturmflut vom 2. Januar haben den Strand und Vorstrandbereich mit Sand aufgefüllt. Dadurch wird die Energie der Wellen bereits vor Erreichen des Dünenfußes abgebaut. Da zudem die Wasserstände geringer sind, wird es höchstens lokal zu weiteren geringen Dünenabtragungen kommen. “An den Steilufern sind erneute Abbrüche möglich”, sagt Backhaus. Von Spaziergängen in diesen sensiblen Bereichen rät er daher dringend ab.

Die Höchstwasserstände haben sich nach aktuellem Stand eingependelt. Die Behörden beobachten die Entwicklung und arbeiten an weiteren Schutzmaßnahmen.

Aug 08

Klimawandel: Windenergie wird unzuverlässiger

Einer Studie zufolge wird die Gewinnung von Windenergie durch den Klimawandel schwerer kalkulierbar werden.

klimawandel

Foto: Albrecht Fietz/pixabay

Die Gewinnung von Windenergie durch Windräder gilt neben der Solarenergie als Lösung zum Erreichen der Klimaziele. Erneuerbare Energien sollen mittelfristig fossile Energie ersetzen. Doch ein Forscherteam des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben nun festgestellt, dass der Klimawandel die Erzeuger von Windenergie vor Herausforderungen stellt. Demnach sind bis Ende des 21. Jahrhunderts größere jahreszeitliche Schwankungen sowie eine Häufung von Schwachwindphasen zu erwarten. Das betrifft den ganzen europäischen Kontinent.

Windkraft wird schwerer kalkulierbar

Laut der Studie sind für den gesamten europäischen Kontinent Änderungen bei der durchschnittlichen Windstromerzeugung zu erwarten. Die Wissenschaftler gehen von Abweichungen zwischen fünf und 20 Prozent aus, sowohl ins Minus als auch ins Plus. Die Stromversorgung durch Windenergie wird somit schwerer kalkulierbar werden.

Klimawandel hat unterschiedliche Auswirkungen

Für große Teile Nord-, Mittel- und Osteuropas ist mit einer erhöhten Variabilität der Windstromerzeugung auf unterschiedlichen Zeitskalen zu rechnen – sowohl zwischen einzelnen Tagen als auch einzelnen Jahren. Zu erwarten ist, dass Windgeschwindigkeiten, die für die Stromproduktion optimal sind, über den Meeren etwas seltener auftreten. In der Nordsee etwa steht ein wichtiger Anteil der deutschen Windkraftanlagen. Zugleich sind häufigere Schwachwindphasen über dem europäischen Kontinent zu erwarten.

Europäisches Projekt

Für ihre Studie nutzten die Forscher ein räumlich und zeitlich hochaufgelöstes Modellensemble. Dieses basiert auf Simulationen des europäischen Klimamodellierungsprojekts EURO-CORDEX. Die räumliche Auflösung beträgt zwölf Kilometer, die zeitliche Auflösung drei Stunden, was eine genauere Quantifizierung der Windstromproduktion auf der regionalen Skala ermöglicht. Für die Berechnungen wird eine typische Windkraftanlage mit einer Nabenhöhe von 100 Metern angenommen. Ihre Erkenntnisse veröffentlichten die Forscher im Journal of Geophysical Research: Atmospheres.

Jul 18

Die zwei Gesichter des Monsun

Der südasiatische Monsun reinigt einerseits die Atmosphäre, andererseits transportiert er Schadstoffe rund um den Globus.

Foto: pixabay

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Ein internationales Team von Wissenschaftlern hat die Auswirkungen des asiatischen Monsuns auf die Umweltverschmutzung untersucht. Er ist Waschmittel und Schmutzschleuder zugleich. Das fanden die Forscher unter Beteiligung des Forschungszentrums Jülich und des Max-Planck-Instituts heraus.

Kein Wetterphänomen prägt Südasien so stark wie der Monsun. Die Luftströmung führt im Winter zu Trockenheit und Dürre und sorgt im Sommer für starke Regenfälle, die monatelang andauern können. Der Monsun entsteht, weil sich Luftmassen über dem indischen Subkontinent in den Sommermonaten sehr stark aufheizen. Die warme Luft steigt nach oben, feuchte Ozeanluft wird angesaugt und strömt über das Land in Richtung Himalaya. Dabei bilden sich riesige Wolken.

Monsun treibt südasiatische Schadstoffe bis zum Mittelmeer

Bislang war es nur eine Vermutung, dass die aufsteigenden Luftmassen auch verschmutzte Luft hoch in die Atmosphäre transportieren, bis über die Regenwolken hinaus. Luftverschmutzung ist ein wachsendes Problem in Südasien. Emissionen sind in den vergangenen Jahren um fünfzig Prozent gestiegen. Der Grund ist vor allem die Verbrennung von Kohle und anderen fossilen Energieträgern. Dabei entsteht zum Beispiel Kohlenmonoxid und Schwefeldioxid. Treibhausgas hingegen entsteht über den Reisfeldern. Jedes Jahr bildet sich während der winterlichen Trockenzeit von Dezember bis März eine riesige Schmutzwolke über Südasien. Diese reicht vom Norden des indischen Subkontinents bis zum Indischen Ozean. Während der Regenzeit im Sommer verschwindet die Schmutzwolke wieder.

Messungen ergaben, dass der Monsun die Schadstoffe in 15 Kilometer Höhe bis in den Nahen Osten, über das Mittelmeer und nach Nordafrika trägt. Die Verschmutzung der Stratosphäre hat Auswirkungen auf das Klima und die Ozonschicht. Der Klimawandel wird so negativ beeinflusst. Das stellt ein massives Problem für den Klimaschutz und den Umweltschutz dar. Für die Untersuchung entwickelten die Wissenschaftler eigene Geräte für das deutsche Forschungsflugzeug HALO.

Atmosphäre wird “gewaschen”

Andererseits haben die Forscher eine hohe Konzentration an Hydroxil gefunden. Das Hydroxyl-Molekül (OH) gilt als “Waschmittel der Atmosphäre”. Es oxidiert Schadstoffe effizient. Die Moleküle lagern sich in Schwebepartikeln in der Luft ab, wodurch diese durch Niederschlag leichter aus der Luft ausgewaschen werden. Des Weiteren können sich die oxidierten Moleküle aneinander lagern und so neue Aerosolpartikel bilden. Aerosol gilt als “Gegenspieler” der Treibhausgase, weil sie in bodennahen Schichten kühlend wirken.
Gewitter, die in Monsun-Wolken oft auftreten, verstärken den positiven Effekt. Blitze setzen Stickoxide frei. Diese recyceln die Hydroxyl-Moleküle. Die Selbstreinigungskraft bleibt so erhalten. Den Wissenschaftlern zufolge wird sogar viel mehr OH recycelt als sich primär bildet, denn die OH-Konzentration steigt durch die Blitzaktivität auf das Zwei- bis Dreifache.

Jul 11

Klimawandel: Bald südfranzösische Verhältnisse in Berlin?

Die Erderwärmung könnte zu einer Verschiebung der Temperaturen sowie zu einer Veränderung von Fauna und Flora führen: Mediterranes Klima in Deutschland, wüstenartige Vegetation am Mittelmeer.

Foto: Monika Neumann/pixelio.de (Symbolbild)

Foto: Monika Neumann/pixelio.de (Symbolbild)

Seit Monaten ist es in vielen Regionen Deutschlands viel zu trocken. „Unter Umständen nähern sich Hitze und Trockenheit in der kommenden Woche einem neuen Höhepunkt”, prognostiziert Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net gegenüber dem “Tagesspiegel”. Experten führen die Entwicklung auf den Klimawandel durch den Treibhauseffekt zurück.

Mittelfristige Veränderung

Bereits bis Ende des 21. Jahrhunderts könnte es in Deutschland durchschnittlich 4 Grad wärmer sein als Ende der 1990er Jahre. Die Zeitung beruft sich dabei auf Modellrechnungen des Klimaforschungsverbundes “Reklies”. Der Anstieg der Durchschnittstemperatur würde auch mit mehr Hitzetagen über 30 Grad Celsius einhergehen. Die Anzahl würde im deutschen Durchschnitt bis Ende des Jahrhunderts von derzeit vier auf 25 ansteigen. In Berlin wäre es dann so warm wie zum Beispiel im südfranzösischen Montélimar. In den wärmeren Regionen der Bundesrepublik sind heute schon 15 solcher heißen Tage pro Jahr normal. In Karlsruhe und Freiburg würde die Anzahl der Tage über 30 Grad auf 50 ansteigen.

Während sich Sonnenhungrige über solche Prognosen freuen, sind damit aber auch Risiken verbunden. Extremwetterereignisse, wie Stürme und Hochwasser, würden zunehmen.

Wüstenartige Vegetation in Südeuropa

Die prognostizierte Klimaverschiebung würde auch den Mittelmeerraum betreffen. Studien zufolge soll es dort noch weniger Laubwälder und mehr Landschaften mit Zwergsträuchern geben. Der für Sizilien, Südspanien, Zypern oder Kreta typische Macchia-Bewuchs könnte innerhalb der nächsten 100 Jahre einer wüstenartigen Vegetation weichen, beruft sich der “Tagesspiegel” auf Studien. Unter anderem haben Wissenschaftler der Universität Aix-Marseille das mögliche Szenario untersucht.

Jun 06

Deshalb ist das Unwettertief “Wilma” noch nicht vorüber

Trotz des großteils sonnigen Wetters kann es in den nächsten Tagen erneut zu heftigen Unwettern kommen.

Foto: pixabay

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Vergangene Woche kam es in weiten Teilen Deutschlands zu Überschwemmungen durch das Tief “Wilma”. Trotz des derzeit sonnigen Wetters kann aber noch nicht Entwarnung gegeben werden. Laut der interaktiven Karte der Unwetterzentrale sind vor allem für den Süden und den Südwesten Vorwarnungen  ausgegeben. In den kommenden Tagen kann es in Teilen Deutschlands erneut zu Unwettern kommen.

Wetterlage ist blockiert

Die anhaltende Unwetterlage ist auf eine “Blockade” des Tiefs “Wilma” zurückzuführen, das schon vergangene Woche für Blitz, Donner und Regen gesorgt hat. Normalerweise ist das mitteleuropäische Wetter von schell durchziehendem und wechselhaftem Westwetter geprägt. Doch “Wilma” ist durch ein Hoch über dem Nordmeer blockiert und kann nicht weiterziehen. Ein weiterer Grund für das “Verweilen” des Tiefs sind schwache Luftdruckgegensätze und kaum Höhenwinde. Das hindert die Wetterlage ebenfalls am Weiterziehen. Das letzte Mal war so eine Situation vor zwei Jahren, ebenfalls im Mai und Juni, zu beobachten. Glück im Unglück: Dieses Jahr ist das Tief nicht so stark wie 2016. Das Zentrum ist auch nicht über Deutschland, sondern über Frankreich.

Unwetterschäden digital vorbeugen

gruuna, ein Tochterunternehmen der auf landwirtschaftliches Risikomanagement spezialisierten gvf VersicherungsMakler AG, hat eine digitale Wetterstation für Landwirte entwickelt. Diese erhebt alle relevanten Wetterdaten direkt am Bestand. Über die App gruuna Wetter und die Erweiterung Premetor erhalten der Betriebsleiter und die Mitarbeiter rechtzeitig Warnmeldungen direkt auf das Smartphone. Diese beinhalten empfohlene Handlungsweisen, um Schäden durch Wettergefahren zu minimieren oder sogar zu verhindern.

 

Okt 25

Extremer CO2-Anstieg durch El Niño

Durch das Klimaphänomen El Niño gelangen 8,8 Milliarden Tonnen mehr Kohlendioxid in die Atmosphäre.

Foto: pixabay (Symbolbild)

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Durch das pazifische Wetterphänomen El Niño kommt es nicht nur etwa alle zwei bis sieben Jahre zu Überschwemmungen und Dürrekatastrophen. „Das (Christ)-Kind“, wie es südamerikanische Fischer benannten, sorgt auch für erhöhte Kohlendioxidwerte in der Atmosphäre und verstärkt dadurch den Treibhauseffekt. Das haben jetzt Wissenschaftler der Max-Planck-Institute für Chemie und für Biogeochemie anhand von Satellitendaten und Bodenmessstationen ermittelt. Zum Jahreswechsel 2015/2016, an dem El Niño wieder auftrat, gelangten 8,8 Milliarden Tonnen Kohlendioxid (CO2) zusätzlich in die Atmosphäre. Das Gas wird hauptsächlich für den Klimawandel verantwortlich gemacht.

Geschwächte Vegetation

Während es durch El Niño im Nordwesten Südamerikas zu Überschwemmungen kommt, haben das Amazonasgebiet, Südostasien und Ostafrika mit Dürreperioden zu kämpfen. Diese haben nicht nur Hunger zur Folge. Die Vegetation wird geschwächt und kann weit weniger Photosynthese betreiben als gewöhnlich. Dieser Umstand ist Forschern schon seit längerer Zeit bekannt. Doch erst jetzt konnte der Kohlendioxidschub beziffert werden.

El Niño ist ein natürliches Warmwasserphänomen, das unregelmäßig die Wassertemperaturen und Meeresströmungen im äquatorialen Pazifik durcheinanderbringt. Das hat enorme Auswirkungen auf das Wetter auf der gesamten Südhalbkugel. Während manche Gegenden mit massiven Niederschlägen zu kämpfen haben, leiden andere unter Dürre. Selbst das Wetter auf der Nordhalbkugel wird noch beeinflusst. Bedingt durch die chaotische Natur des Klimasystems, verläuft dieser Zyklus nicht streng periodisch und kann deshalb nur schwer vorhergesagt werden. El Niño beudeutet „das Kind“. Südamerikanische Fischer haben das Naturphänomen in Bezug auf „Christkind“ so genannt, weil es immer um die Weihnachtszeit auftritt.

Okt 11

Schickt uns der Pazifik Hurrikans nach Europa?

Wer Antworten auf diese Frage haben möchte, kann an einem Online-Kurs von EUMETSAT teilnehmen.

Foto: pixabay (Symbolbild)

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Ob ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem Anstieg der Meerestemperaturen und den vermehrt auftretenden schweren Hurrikans in Amerika besteht, darüber streiten sich die Wissenschaftler noch. Viele Forscher gehen davon aus. Vor allem Schwankungen des Phythoplanktons und die Einflüsse des Temperaturanstieges des Pazifiks bereiten den Forschern Kopfzerbrechen. Phytoplankton besteht aus mehreren Algenarten, zum Beispiel aus Grün-, Kiesel-, und Goldalgen. Es ist ein elementarer Bestandteil der Nahrungskette und wichtig für die Photosynthese.

Auf den ersten Blick scheint es, als bestünde kein Zusammenhang zwischen den kürzlich verursachten Hurrikan-Schäden und den Veränderungen in den Ozeanen auf das europäische Wetter. Doch die Klimaveränderung ist etwas Globales. Deshalb ergibt sich die Frage, ob auch wir in Europa mit ähnlichen Katastrophen wie die Bewohner des amerikanischen Kontinents rechnen müssen. Die Entwicklung des Phytoplanktons und die Wassererwärmung in Bezug auf Europa wird erst seit 2016 vom Copernicus Sentinel-3-Satelliten verstärkt beobachtet. Das Gute daran: Die Daten sind nicht nur Wissenschaftlern vorbehalten, sondern für jeden frei verfügbar.

Am 16. Oktober wird EUMETSAT in einem Update des EU-finanzierten Online-Kurses „Monitoring the Oceans from Space“ die Daten präsentieren. Die Anmeldung für den Kurs ist ab sofort möglich.

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.futurelearn.com/courses/oceans-from-space
www.eumetsat.int/website/home/index.html

Aug 16

Hochwassersaison verschiebt sich

Durch den Klimawandel ändern sich die Zeitpunkte von Überschwemmungen.

Foto: GDV

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Mit Hochwasser sind die Bewohner von Küstenregionen und Flüssen vertraut. Wie eine internationale Forschergruppe nun herausgefunden hat, können sich die Bewohner der betroffenen Regionen nicht mehr darauf verlassen, dass es vor allem im April zu Überschwemmungen kommt. Wie die Wissenschaftler um den Hochwasserexperten Günter Blöschl von der TU Wien in einer Studie schreiben, verschieben sich die wiederkehrenden Überschwemmungen im Jahresablauf nach hinten oder vorne. Den Grund sehen die Forscher im Klimawandel.

Dass im Nordosten Europas, in Schweden, Finnland und im Baltikum das Wasser etwa einen Monat früher über die Ufer tritt, führen die Autoren auf eine frühere Schneeschmelze zurück. Auch an den Atlantikküsten Westeuropas hat sich die Hochwassersaison verschoben. Durch die vermehrten Niederschläge infolge des Klimawandels, ist der Boden bereits so voll mit Wasser, dass es nicht mehr aufgenommen werden kann.

Die um zwei Monate späteren Hochwässer in England und Norddeutschland liegen offenbar an veränderten Luftdruckverhältnissen über dem Nordatlantik. Am Mittelmeer, vor allem entlang der Nordküste der Adria, ist wiederum die Erwärmung des Mittelmeers Ursache dafür, dass die Hochwasserereignisse immer später auftreten. Denn auch die Niederschläge kommen dort mittlerweile später.

Die Studie ist im Fachmagazin „Science“ erschienen und basiert auf Daten aus den Jahren 1960 bis 2010. Die Wissenschaftler haben dazu mehr als 4.200 hydrometische Stationen in 38 europäischen Ländern ausgewertet. Des Weiteren wurden Niederschlag, Bodenfeuchte und Temperaturdaten von den Forschern verglichen.

 

Aug 09

Immer mehr Hitzetote in Europa?

Wissenschaftler warnen in einer Studie vor einem extremen Anstieg von Todesfällen aufgrund der zunehmenden Hitze.

Fotos: pixabay; Composing

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Regelmäßige Waldbrände durch Hitzewellen im Mittelmeerraum – Mallorca-Urlauber leiden derzeit unter Temperaturen über 40 Grad. Für mehrere italienische Städte wurde die höchste Hitze-Warnstufe ausgerufen. Auch in Deutschland werden wiederholt Temperaturrekorde gemessen. In Österreich starb vergangene Woche ein Rekrut während eines Marsches an Überhitzung. Forscher warnen jetzt: Die Zahl an Hitzetoten wird drastisch steigen!

Laut der Studie, die im Magazin „The Lancet Planetary Health“ veröffentlicht wurde, werden Ende des Jahrhunderts in Europa jährlich 152.000 Menschen wegen Hitze ums Leben gekommen sein. Wenn die Wissenschaftler recht haben, wäre das ein Anstieg um das Fünfzigfache.

„Zwei von drei Menschen in Europa wären davon betroffen, sollten die Emission von Treibhausgas nicht verringert und die Politik nicht klimafreundlicher werden.“, rechnen die Autoren der Studie vor. Klimawandel sei eine der größten weltweiten Bedrohungen für die Gesundheit der Menschen im 21. Jahrhundert, so Giovanni Forzieri vom Forschungszentrum der EU-Kommission in Italien, das die Untersuchung mit geleitet hat.

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