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Dez 05

Klimawandel: Wieder mehr Regenwald abgeholzt

Die Abholzung des Brasilianischen Regenwaldes ist angestiegen. Innerhalb eines Jahres wurde eine Fläche in der Größe von mehr als einer Million Fußballfelder gerodet.

Klimawandel

Foto: filipefrazao/Adobe Stock

Die Abholzung des brasilianischen Regenwaldes erreichte dieses Jahr das größte Ausmaß seit 2012. Wie spiegel.de berichtet, wurden von August 2017 bis Juli 2018 insgesamt 7.900 Quadratkilometer gerodet. Das entspricht einer Fläche von mehr als einer Million Fußballfelder. Das ist ein Anstieg um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Nachrichtenportal beruft sich dabei auf Angaben des brasilianischen Umweltministeriums.

Im Zeitraum von 2015 auf 2016 war die Abholzung des Regenwaldes noch um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Das war offenbar das Ergebnis von Maßnahmen der Regierung gegen die Abholzung, nachdem 2004 über 27.000 Quadratkilometer gerodet wurden – die Größe Haitis.

Umweltminister sieht Ursache in organisierter Kriminalität

Laut spiegel.de nannte Umweltminister Edson Duarte als Grund illegale Abholzung und machte „gestiegene organisierte Kriminalität“ dafür verantwortlich. Banden verdienen mit illegal geschlagenem Holz Milliarden. Brasilien müsse den Kampf gegen Umweltverstöße ausweiten und die nachhaltige Entwicklung des Bioms schützen, so Duarte. Die meisten Bäume wurden spiegel.de zufolge in den Bundesstaaten Pará und Mato Grosso gerodet. In Mato Grosso wird ein Großteil von Brasiliens Getreide angebaut. Deshalb sind sich Kritiker sicher, dass der Wald dort der expandierenden Landwirtschaft weichen müsse.

Der Regenwald ist wichtig für das Klima und im Kampf gegen den Klimawandel. Er speichert Kohlendioxid, das für den Treibhauseffekt verantwortlich ist.

Nov 14

Klimawandel: Erfurter Institut testet den Anbau von Südfrüchten

Der Klimawandel schreitet voran. Die Erfurter Lehr- und Versuchsanstalt Gartenbau testet den Anbau von bislang für Deutschland exotischen Früchte.

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Foto: pixabay

Der diesjährige Sommer war der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881. Experten führen die Entwicklung des Wetters auf den Klimawandel durch den Treibhauseffekt zurück. Wie geht es mit der Landwirtschaft, im Speziellen mit dem Anbau von Obst und Gemüse, weiter? Werden sich die Sorten mittelfristig ändern? Die Lehr- und Versuchsanstalt Gartenbau Erfurt testet in Sortenversuchen genau das. Die LVG beschäftigt sich unter anderem mit dem Anbau von Melonen und Süßkartoffeln und sogar Physalis.

Ermöglicht der Klimawandel den Anbau von Aprikosen in Deutschland?

Auch Steinfrüchte sind ein Thema. Einem Bericht des MDR zufolge testet das Institut Aprikosen sowie Kirschen aus Bologna, Kalifornien und der Region “Summerland” in Kanada. Diese nordamerikanische Steppen-Region ist geprägt von warmen, trockenen Sommern. Da die Sommer in Deutschland immer länger und trockener werden, könnten auch Aprikosen sogar in Ostdeutschland eine Zukunft haben. Spätfrost im Frühjahr vertragen sie nicht.

Bewässerung muss umgestellt werden

Das wärmere Klima und intensivere sowie längere Trockenperioden führen aber auch dazu, dass man sich über die Bewässerungstechnik Gedanken machen muss. Wie Monika Möhler von der LVG gegenüber dem MDR erklärte, haben viele Obstanbaubetriebe schon jetzt auf die sogenannte Tropfenbewässerung umgestellt. Bei herkömmlichen Methoden fließt Wasser literweise über die Felder und Plantagen. Wasser ist teuer und wird wohl auch in unseren Breitengraden knapper werden. Die Tröpfchentechnik ist relativ jung. Dabei fließt das Wasser aus einem Tank oder Brunnen in Schläuchen direkt zum Bestand. An den Pflanzen werden stetig Tropfen abgegeben. Die Menge richtet sich nach dem Bedarf der Pflanze. So ist gewährleistet, dass kein Wasser einfach im Erdreich versickert, sondern direkt die Pflanzen erreicht.

Nov 07

Biokraftstoff aus Stroh gegen den Klimawandel

Aus Getreidestroh entsteht mithilfe einer neuen Technologie nahezu klimaneutraler Biokraftstoff.

Foto: pixabay

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Dem Chemieunternehmen Clariant mit Hauptsitz in der Schweiz ist es gelungen mit der sogenannten Sunliquid-Technologie aus Stroh nahezu klimaneutralen Biokraftstoff herzustellen. Der Treibhauseffekt soll so reduziert und das Klima geschützt werden. Die Innovation basiert auf Zellulose-Ethanol, das aus Pflanzenabfällen hergestellt werden kann. So werden beispielsweise Weizen- und Maisstroh in Zellulose-Zucker umgewandelt. Eine anschließende Fermentation macht aus dem Zucker schließlich Zellulose-Ethanol. Durch das Verfahren konnten neue Rohstoffe für die Produktion von Biokraftstoffen erschlossen und gleichzeitig deren Leistung und das Umweltprofil verbessert werden. Des weiteren lässt sich Zellulose-Zucker als Ausgangsstoff für die künftige Produktion von biobasierten Chemikalien verwenden.

Produktion vorerst in Rumänien

Aktuell baut Clariant in Rumänien die erste Sunliquid-Großanlage. Bei voller Kapazitätsauslastung soll die Anlage pro Jahr circa 250.000 Tonnen Getreidestroh zu 50.000 Tonnen Zellulose-Ethanol verarbeiten. Das Stroh wird von lokalen Landwirten bezogen.

Auszeichnung für Entwickler von Biokraftstoff

Dr. Markus Rarbach, der die Technologie mit seinem Team entwickelt hat, erhält am 14. November den Meyer-Galow-Preis für Wirtschaftschemie. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird von der gleichnamigen Stiftung verliehen, die bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) angesiedelt ist. Clariant-Verwaltungsratpräsident Dr. Hariolf Kottmann sieht die Technologie weltweit zukunftsweisend für die Entwicklung nachhaltiger und fortschrittlicher Biokraftstoffe gegen den Klimawandel.

Sep 13

Klimawandel: Waldumbau gegen Borkenkäfer?

Ein wärmeres Klima durch den Klimawandel begünstigt Schädlinge. Der NABU fordert, das Problem langfristig auf natürliche Weise zu lösen.

Foto: pixabay

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Die Hitzewelle im Frühsommer und Sommer führte nicht nur zu einer stärkeren Population der Wespen. Sie hat auch dazu geführt, dass die Population der Borkenkäfer explodierte. Dazu kommt, dass die durch die Trockenheit bedingten Waldbrände abgestorbenen Fichten gute Nistplätze für die Schädlinge sind. Zum Schutz der Wälder werden Pestizide eingesetzt. Der Naturschutzbund (NABU) sieht aber ein grundsätzliches Problem: Die Käferplage durch den Klimawandel könne nicht durch Gift bekämpft werden.

Klimawandel begünstigt Entwicklung von Schädlingen

„Die Fichtenforste machen seit vielen Jahren sehr deutlich, wie anfällig sie gegenüber extremen Wetterereignissen sind. Dürre und Hitze haben in diesem Jahr auch den Borkenkäfer-Befall begünstigt”, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Das Insekt hatte bereits mit einem warmen April optimale Bedingungen. “Auch durch Stürme haben vorgeschädigte Wälder dem Borkenkäfer weniger entgegenzusetzen“, erklärt Miller. Besonders betroffen von Borkenkäfermassenvermehrungen sind Bundesländer mit einem hohen Fichtenanteil. Dazu zählen Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg.

Ist ein Waldumbau besser als Pestizide?

Der NABU kritisiert, dass beim öffentlichen Wald vor allem wirtschaftliche Interessen das Maß aller Dinge seien und den Pestizideinsatz gegen Schädlinge. „Aus den Fehlern der vergangenen Jahrzehnte müssen wir schneller lernen”, sagt Miller. “Es zeigt sich immer wieder – je naturnäher der Wald, desto weniger anfällig ist er gegen extreme Wetterereignisse, die durch den Klimawandel immer häufiger auftreten“, so der Bundesgeschäftsführer.

NABU-Waldexperte Stefan Adler ergänzt: „Wir können nicht über Jahre mit Gift gegen die Klimaveränderung ankämpfen.” Kurzfristige Lösungen seien nicht vorhanden. Mittel- bis langfristig helfe nur der Waldumbau hin zu naturnahen Laub- und Mischwäldern. Er fordert, von der Forstwirtschaft, Fichten nicht mehr durch Douglasien und andere schnellwachsende Nadelbaumarten zu ersetzen.

Aug 29

Klimawandel: 26 Millionen für klimagerechtere Landwirtschaft

Um dem Klimawandel und dem Treibhauseffekt entgegenzuwirken, fördert das BMEL agrarspezifische Forschungsprojekte.

Foto: pixabay

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Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) fördert die Entwicklung von Maßnahmen, die Klimaschutz in der landwirtschaftlichen Praxis ermöglichen. Das Projekt ist Teil des Programms zur Innovationsförderung Forschungsvorhaben. Dem Temperaturanstieg durch den Klimawandel soll so entgegengewirkt werden

33 Forschungsprojekte mit 110 Partnern

Mit Blick auf die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens fördert das BMEL 33 praxisnahe Forschungsprojekte mit 110 Verbundpartnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Beratung. Die Wirtschaftspartner bringen rund fünf Millionen Euro als Eigenleistung ein. Das BMEL unterstützt den Klimaschutz mit über 26 Millionen Euro. Gemeinsam stellen sich die Akteure nun in einer dreijährigen Förderperiode den unterschiedlichsten Fragestellungen und Herausforderungen zum Schutz des Klimas in der Landwirtschaft.

Vielfältige Forschungsansätze gegen den
Klimawandel

Forschungsschwerpunkte der Pflanzenproduktion sind zum Beispiel die Züchtung stickstoffeffizienterer Kulturen und die Optimierung von Anbausystemen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen. Zur Anpassung an den Klimawandel wollen die Forscher außerdem Strategien für einen klimafreundlichen Pflanzenschutz entwickeln. Dazu sollen Innovationen beim Anbaumanagement erarbeitet werden.

Die Projektthemen mit Bezug zum Boden reichen vom landwirtschaftlichen Moorschutz bis zu digitalen Lösungen zur Vermeidung von Bodenverdichtungen. Auch satellitengestützte Werkzeuge zur klimaoptimierten Bodenbewirtschaftung sind Thema.

Um Emissionen aus der Milchviehhaltung zu mindern, stehen Ansätze in der Fütterung und Zucht sowie agrartechnische Lösungen zur Optimierung des Wirtschaftsdüngermanagements im Mittelpunkt. Darüber hinaus sollen Fütterungsstrategien ermöglichen, die tierische Erzeugung an sich der Klimaveränderung anzupassen. Steigenden Anforderungen an das Tiergesundheitsmanagement unter wärmeren klimatischen Bedingungen soll über Monitorings- und Bekämpfungsstrategien begegnet werden.

Aug 22

Klimawandel: Holz verliert an Qualität

Bäume werden mit dem Klimawandel höher, verlieren aber an Dichte.

Foto: pixabay

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Bäume im Klimawandel wachsen schneller. Auf den ersten Blick ist es eine gute Nachricht. Denn das bedeutet, dass Bäume mehr Kohlendioxid aus der Atmosphäre im Holz speichern und damit der Erderwärmung den Treibstoff entziehen. Ein Team der Technischen Universität München (TUM) hat die Hintergründe untersucht und ist zu einem überraschenden Ergebnis gekommen: Das Holz verliert auch an Qualität.

Forscher untersuchten tausende Jahresringe

Die Forschergruppe um Prof. Hans Pretzsch hat Holzproben von mehreren hundert Bäumen untersucht und die insgesamt 30.000 Jahresringe mit einem Hightech-Verfahren analysiert. Die Holzproben stammen von den ältesten Waldversuchsflächen in Europa, die zeitgleich mit der Gründung der TU München vor 150 Jahren angelegt wurden. Die Proben wurden von gängigen europäischen Baumarten genommen, wie etwa von Fichten, Kiefern, Buchen und Eichen. „Wir kennen die Geschichte jeder einzelnen Fläche, jedes einzelnen Baumes, sehr genau“, betont Pretzsch. „Damit können wir ausschließen, dass unsere Ergebnisse daher kommen, dass der Wald heute anders bewirtschaftet wird als vor hundert Jahren.“

Holz wird mit fortschreitendem Klimawandel leichter

Das Ergebnis der Untersuchung: Seit dem Jahr 1900 hat sich das Volumenwachstum der Bäume um 29 bis 100 Prozent beschleunigt. Das Holz ist aber um acht bis zwölf Prozent leichter geworden. Das bedeutet, dass heute zwar mehr Holzvolumen produziert wird, aber mit weniger Substanz gefüllt ist als noch vor ein paar Jahrzehnten. Dass das Holz aufgrund des schnelleren Wachstums leichter geworden ist, schließen die Wissenschaftler aus. „Die Abnahme der Holzdichte, von der wir sprechen, hat andere Ursachen”, sagt Dr. Peter Biber, Mitautor der Studie.

Entwicklung hat Nachteile für unterschiedliche Bereiche

Die Ursachen sehen die Forscher im langfristigen Temperaturanstieg und der damit zusammenhängenden Verlängerung der Vegetationszeit. Aber auch in den Stickstoffeinträgen aus Landwirtschaft, Verkehr und Industrie. Darauf deuten etliche Details hin, wie etwa ein Rückgang der Spätholzdichte und eine Zunahme des Frühholzanteils in den Jahresringen.

Das Problem aus praktischer Sicht ist, dass leichteres Holz als nachwachsender Rohstoff weniger stabil ist. Auch der Brennwert ist geringer. Das ist für die Produktion von regenerativer Energie von Interesse. Mit Blick auf die Forstwirtschaft steigt durch weniger stabiles Holz in Bäumen das Risiko von Schäden, wie durch Wind- und Schneebruch.

Aug 15

Klimawandel: Steigt der Meeresspiegel schneller als bisher angenommen?

Eine Anfrage der Grünen ergab, dass der Meeresspiegel durch den Klimawandel offenbar schneller und höher steigt als vom Weltklimarat angenommen.

Foto: pixabay

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Der Meeresspiegel steigt durch den Klimawandel offenbar schneller und höher als bisher angenommen. Das geht aus einer Anfrage der Grünen an die Bundesregierung hervor. Die “Neue Osnabrücker Zeitung” zitiert aus der Antwort Umweltstaatssekretär Florian Pronold (SPD): “Neue Arbeiten in diesem Zusammenhang lassen es möglich erscheinen, dass es zu einem höheren und beschleunigten Anstieg des Meeresspiegels kommen kann, als bislang angenommen worden war.” Er beruft sich dabei auf Forschungen zur Erwärmung des Klimas und seine Auswirkungen.

Nur radikale Maßnahmen stoppen den Klimawandel

Bislang gelten die Schätzungen des Weltklimarates IPCC. Der hatte 2013 errechnet, dass durch den Treibhauseffekt Ozeane und Meere bis Ende des 21. Jahrhunderts um 26 bis 55 Zentimeter ansteigen. Als Voraussetzung für dieses Szenario nennt der IPCC aber, dass die Menschheit den Ausstoß klimaschädlicher Gase stark reduziert. Erfolgt das nicht, könnte der Anstieg mit bis zu 82 Zentimeter deutlich höher ausfallen. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen hatten zuletzt ergeben, dass auch noch extremere Varianten denkbar seien.

Bundesregierung macht Meeresspiegel zum Thema

Bereits bei den Annahmen aus dem Jahr 2013 kann die Bundesregierung für die deutschen Inseln und Küsten nicht sagen, „inwieweit mögliche Gebiete unbewohnbar sein werden“. Ein Arbeitskreis von Bund und Ländern arbeite „an einer Strategie zum Umgang mit dem Meeresspiegelanstieg“, schreibt Staatssekretär Pronold.

Für die Grünen-Bundestagsabgeordnete Julia Verlinden sind das „düstere Aussichten“: „Wir brauchen endlich eine konsequente Klimaschutzpolitik, um einen noch viel stärkeren Anstieg des Meeresspiegels zu verhindern“. Diese bedeute ein Umsteuern in der Landwirtschaft, im Verkehr und in der Energieversorgung.

Aug 08

Klimawandel: Windenergie wird unzuverlässiger

Einer Studie zufolge wird die Gewinnung von Windenergie durch den Klimawandel schwerer kalkulierbar werden.

klimawandel

Foto: Albrecht Fietz/pixabay

Die Gewinnung von Windenergie durch Windräder gilt neben der Solarenergie als Lösung zum Erreichen der Klimaziele. Erneuerbare Energien sollen mittelfristig fossile Energie ersetzen. Doch ein Forscherteam des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben nun festgestellt, dass der Klimawandel die Erzeuger von Windenergie vor Herausforderungen stellt. Demnach sind bis Ende des 21. Jahrhunderts größere jahreszeitliche Schwankungen sowie eine Häufung von Schwachwindphasen zu erwarten. Das betrifft den ganzen europäischen Kontinent.

Windkraft wird schwerer kalkulierbar

Laut der Studie sind für den gesamten europäischen Kontinent Änderungen bei der durchschnittlichen Windstromerzeugung zu erwarten. Die Wissenschaftler gehen von Abweichungen zwischen fünf und 20 Prozent aus, sowohl ins Minus als auch ins Plus. Die Stromversorgung durch Windenergie wird somit schwerer kalkulierbar werden.

Klimawandel hat unterschiedliche Auswirkungen

Für große Teile Nord-, Mittel- und Osteuropas ist mit einer erhöhten Variabilität der Windstromerzeugung auf unterschiedlichen Zeitskalen zu rechnen – sowohl zwischen einzelnen Tagen als auch einzelnen Jahren. Zu erwarten ist, dass Windgeschwindigkeiten, die für die Stromproduktion optimal sind, über den Meeren etwas seltener auftreten. In der Nordsee etwa steht ein wichtiger Anteil der deutschen Windkraftanlagen. Zugleich sind häufigere Schwachwindphasen über dem europäischen Kontinent zu erwarten.

Europäisches Projekt

Für ihre Studie nutzten die Forscher ein räumlich und zeitlich hochaufgelöstes Modellensemble. Dieses basiert auf Simulationen des europäischen Klimamodellierungsprojekts EURO-CORDEX. Die räumliche Auflösung beträgt zwölf Kilometer, die zeitliche Auflösung drei Stunden, was eine genauere Quantifizierung der Windstromproduktion auf der regionalen Skala ermöglicht. Für die Berechnungen wird eine typische Windkraftanlage mit einer Nabenhöhe von 100 Metern angenommen. Ihre Erkenntnisse veröffentlichten die Forscher im Journal of Geophysical Research: Atmospheres.

Jul 11

Klimawandel: Bald südfranzösische Verhältnisse in Berlin?

Die Erderwärmung könnte zu einer Verschiebung der Temperaturen sowie zu einer Veränderung von Fauna und Flora führen: Mediterranes Klima in Deutschland, wüstenartige Vegetation am Mittelmeer.

Foto: Monika Neumann/pixelio.de (Symbolbild)

Foto: Monika Neumann/pixelio.de (Symbolbild)

Seit Monaten ist es in vielen Regionen Deutschlands viel zu trocken. „Unter Umständen nähern sich Hitze und Trockenheit in der kommenden Woche einem neuen Höhepunkt”, prognostiziert Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net gegenüber dem “Tagesspiegel”. Experten führen die Entwicklung auf den Klimawandel durch den Treibhauseffekt zurück.

Mittelfristige Veränderung

Bereits bis Ende des 21. Jahrhunderts könnte es in Deutschland durchschnittlich 4 Grad wärmer sein als Ende der 1990er Jahre. Die Zeitung beruft sich dabei auf Modellrechnungen des Klimaforschungsverbundes “Reklies”. Der Anstieg der Durchschnittstemperatur würde auch mit mehr Hitzetagen über 30 Grad Celsius einhergehen. Die Anzahl würde im deutschen Durchschnitt bis Ende des Jahrhunderts von derzeit vier auf 25 ansteigen. In Berlin wäre es dann so warm wie zum Beispiel im südfranzösischen Montélimar. In den wärmeren Regionen der Bundesrepublik sind heute schon 15 solcher heißen Tage pro Jahr normal. In Karlsruhe und Freiburg würde die Anzahl der Tage über 30 Grad auf 50 ansteigen.

Während sich Sonnenhungrige über solche Prognosen freuen, sind damit aber auch Risiken verbunden. Extremwetterereignisse, wie Stürme und Hochwasser, würden zunehmen.

Wüstenartige Vegetation in Südeuropa

Die prognostizierte Klimaverschiebung würde auch den Mittelmeerraum betreffen. Studien zufolge soll es dort noch weniger Laubwälder und mehr Landschaften mit Zwergsträuchern geben. Der für Sizilien, Südspanien, Zypern oder Kreta typische Macchia-Bewuchs könnte innerhalb der nächsten 100 Jahre einer wüstenartigen Vegetation weichen, beruft sich der “Tagesspiegel” auf Studien. Unter anderem haben Wissenschaftler der Universität Aix-Marseille das mögliche Szenario untersucht.

Mai 09

Klimawandel: Persönlichen Klimaschutz online planen

Ein neues Internetportal des Bundesumweltministeriums hilft beim privaten Klimaschutz.

Jeder einzelne kann helfen, den Klimawandel zu stoppen, ob durch den bewussten Einsatz des Autos oder durch die Nutzung regenerativer Energien. Das neue Internetportal www.mein-klimaschutz.de des Bundesumweltministeriums beantwortet ab sofort Fragen zum Klimaschutz zu Hause und unterwegs. Verbraucher finden Tipps und Beispiele, wie sie wirksam CO2 vermeiden und so etwas gegen die Klimaerwärmung tun können. Das Portal ist Teil der Mitmachkampagne „Mein Klimaschutz“, die im Auftrag des Bundesumweltministeriums von co2online durchgeführt wird.

“Klimaschutz ist dann erfolgreich, wenn er die Bürgerinnen und Bürger einbezieht und sie beim Mitmachen unterstützt. Denn privat gibt es viele Möglichkeiten, den CO2-Fußabdruck zu verkleinern”,  so Bundesumweltministerin Svenja Schulze.

Ziel der Mitmachkampagne und der neuen Internetseite ist es, Verbrauchern dabei zu helfen, ihren Energieverbrauch und CO2-Ausstoß abzuschätzen und ihr individuelles Sparpotenzial zu erkennen. Auf der Internetseite finden sich Antworten auf die häufigsten Fragen rund um privat machbaren Klimaschutz und Tipps für die Umsetzung.

Von Verbrauchern für Verbraucher

Verknüpft werden die Antworten mit persönlichen Erfahrungen und Empfehlungen von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Wer sich bereits mit einer konkreten Maßnahme für den Klimaschutz engagiert oder dies plant, kann sich auf einer interaktiven Deutschlandkarte eintragen. Eingebunden sind auch weiterführende Angebote Dritter wie Online-Ratgeber oder ausführliche Themen-Dossiers. In Verbindung mit verschiedenen Angeboten zum Dialog, sollen so auch Wissensaustausch und regionale Netzwerke gestärkt werden.

Private Haushalte in Deutschland verbrauchen gut ein Viertel der Energie. Oft sind Maßnahmen, die den CO2-Ausstoß mindern, nicht nur gut für das Klima. Sie führen häufig auch zu Kosteneinsparungen, mehr Komfort oder sogar zu besserer Gesundheit.

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