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Nov 21

Dürre: Mecklenburg-Vorpommern berechnet Hilfszahlungen neu

In Mecklenburg-Vorpommern werden Schäden durch die Dürre nicht mit den Erlösen aus der Tierhaltung gegengerechnet. Das Agrarministerium nimmt dieses Angebot des Bundes wahr. Um bisher benachteiligten Landwirten mehr Zeit zu geben, wurde die Frist verlängert.

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Foto: hykoe/Adobe Stock (Symbolbild)

Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, dass landwirtschaftliche Betriebe ihre Erlöse aus der Tierhaltung nicht den Schäden durch die Dürre im Ackerbau aufrechnen müssen. Die Gegenrechnung führte in vielen Fällen zu einer Verringerung des errechneten Schadens. Die Auszahlung war entsprechend gering. Verpflichtend ist die Entscheidung für die einzelnen Länder nicht. Das Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern nimmt das Angebot des Bundes wahr.

Er sei froh, dass der Bund erkannt habe, dass insbesondere rinderhaltende Betriebe von den Hilfsmaßnahmen nur wenig profitierten, sagte Landwirtschaftsminister Till Backhaus. Die Betriebe mussten teilweise sogar die Viehbestände reduzieren.

Hilfen werden neu berechnet

Für die Landwirte bedeutet das, dass bei der Antragsbearbeitung jetzt nur die witterungsbedingten Schäden aus der Tierhaltung betrachtet werden, die durch die Dürre entstanden sind. Die Erlöse spielen dabei keine Rolle.

Das Landwirtschaftsministerium in Schwerin prüft nun, inwieweit die derzeit vorliegenden Anträge ausreichen, um die Schäden neu zu berechnen. Zudem wird die Antragsfrist verlängert. Landwirte, die aufgrund der bisherigen Schadensbetrachtung herausgefallen waren, können so ihren Antrag noch stellen.

Anträge können noch bis zum 30. November beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg gestellt werden. Inwieweit eine Auszahlung von Vorschüssen für die Neuanträge in diesem Jahr möglich sei, hänge von der Anzahl der dann noch zu bearbeitenden Anträge ab, heißt es aus dem Landwirtschaftsministerium.

Okt 24

Dürre: In Österreich erster See komplett ausgetrocknet

Die Dürre fordert auch die österreichische Natur heraus. Nicht nur landwirtschaftliche Schäden sind zu beklagen. Das Wasser ist so knapp, dass bereits ein See komplett ausgetrocknet ist.

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So sieht der berühmte Spiegelsee in Österreich nicht mehr aus. Foto: photoflorenzo/Adobe Stock

Der Mittersee, auch Spiegelsee genannt, ist einer von drei Seen im österreichischen Dachsteingebirge. Die Gebirgsseen sind ein beliebtes Ziel für Bergwanderer. Spiegelsee deshalb, weil sich bei Windstille darin das Dachsteinmassiv spiegelt. Doch wer jetzt die 1.700 Meter erklimmt, wird auf das Naturschauspiel verzichten müssen. Der Spiegelsee ist der erste See in Österreich, der aufgrund der diesjährigen Hitzewelle zur Gänze ausgetrocknet ist – eine augenscheinliche Auswirkung der Dürre!

Wasserstand der Donau wegen Dürre um die Hälfte zurückgegangen

Der Spiegelsee ist ein prominentes Beispiel für den Wassermangel aufgrund der Trockenheit nach der Sommerhitze. Der Neusiedler See im östlichsten Bundesland, dem Burgenland, ist nach dem ungarischen Plattensee der zweitgrößte Steppensee Europas. Die ohnehin schon geringe Tiefe von maximal zwei Metern ist noch einmal um 14 Zentimeter gesunken, wie wetter.at berichtet. Christian Labut von der Abteilung Hydrologie der Landesregierung Niederösterreich beschreibt gegenüber dem Internetportal den Zustand der Donau: „In Niederösterreich fließt nur 41 Prozent der üblichen Menge an Wasser.” In der Folge ist die Schifffahrt eingeschränkt, die Fische sind gefährdet.

Auch das Trinkwasser wird knapp. Hausbrunnen sind versiegt. Wie wetter.at weiter berichtet, musste im Salzburger Land vergangene Woche die Feuerwehr Bauernhöfe mit Wasser aus dem Container versorgen.

Wie der Spiegelsee jetzt aussieht, sieht man hier.

Okt 10

Dürre gefährdet auch Wintergetreide

Die Dürre im Sommer hat Nachwirkunen. Immer noch ausgetrocknete Böden lassen Landwirte um die Ernte des kommenden Jahre bangen.

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Foto: pixabay

Wanderer freuen sich über einen goldenen Oktober. Das was für die Genießer des schönen Wetters wunderbar ist, macht Landwirten Kopfzerbrechen. Die Trockenheit durch die Hitzewelle hat die Böden ausgetrocknet. Und es fehlt immer noch Regen. Die Aussaat des Wintergetreides ist gefährdet und somit die Ernte des kommenden Jahres, wie wetteronline.de berichtet. In Sachsen zum Beispiel sei die Getreideernte im Durchschnitt 10 bis 20 Prozent geringer ausgefallen als im Mittel der Vorjahres, so das Internetportal. Auch wenn sich das Wetter schon im September auf mitteleuropäische Verhältnisse eingependelt hat, der so wichtige Regen ist nicht in Aussicht. Wasserreserven sind im Boden kaum vorhanden.

Raps-Betriebe verzichten auf Aussaat

Im Osten haben viele Raps-Betriebe auf die Aussaat ganz verzichtet, schreibt wetteronline.de weiter. Betroffen seien vor allem Gegenden mit leichten, sandigen Böden. Der Pegel der Elbe in Dresden liege aktuell bei gut 60 Zentimeter. Der Normalstand wären zwei Meter. Zum Wassermangel kommen mehr Schädlinge, wie Blattläuse, Kohlfliegen und Borkenkäfer.

Ähnlich wie im Rekordsommer 2003

wetteronline.de zieht einen Verleicht zum Rekordsommer 2003. Der Wassermangel betrifft nicht nur Ostdeutschland, sondern fast die ganze Bundesrepublik. An der Elbe sind teilweise sogar Brunnen komplett ausgetrocknet.

Sep 26

Durch Dürre mehr CO2 in der Luft

Pflanzen reduzieren bei Dürre ihre Aktivität, der CO2-Austausch wird gemindert – ein bisher unbekannter Faktor in der Klimaforschung.

Foto: pixabay

Foto: pixabay

Mitteleuropa wurde dieses Jahr durch eine ungewöhnlich starke und lange Hitzeperiode heimgesucht. Die Folgen sind nicht nur Milliardenschäden in der Landwirtschaft und Stress für die Ökosysteme. Wissenschaftler, unter anderem der ETH Zürich, haben festgestellt, dass durch die Dürre auch die CO2-Konzentration in der Luft ansteigt. Experten bringen die vermehrten Hitzewellen mit dem Klimawandel in Verbindung – also ein Teufelskreis für das Klima.

Pflanzen reduzieren Aktivität

Pflanzen reduzieren ihre Aktivität, wenn durch Trockenzeit der Boden austrocknet. Sie sparen so Wasser, um ihr Gewebe zu erhalten. In der Folge können sie kein Kohlendioxid mehr aus der Umgebungsluft abscheiden und es verbleibt mehr in der Luft. In trockenen Jahren steige also die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre schneller an, erklärt der Autor auf der Website des Deutschen Hochschulverbandes weiter. Weltweit sei dieser Effekt ausgeprägter als bisher angenommen.

Satelliten können Dürre messen

Des weiteren beschreiben die Forscher in der Studie die Möglichkeit, mit Satelliten die Verfügbarkeit von Wasser sehr genau zu messen. Pflanzen können dank ihrer Wurzeln auch Wasser aus tiefen Bodenregionen erreichen. Herkömmliche Satelliten sehen aber nur, was an der Oberfläche passiert. Sie können Ressourcen für die Wasserversorgung der Pflanzen in tiefen Bereichen nicht messen. Seit einigen Jahren wird eine neuartige Satellitenmission verwendet, um extrem kleine Veränderungen im Schwerefeld der Erde festzustellen. Veränderungen in der Wasserspeicherung verursachen genau solche kleinen Störungen des Gravitationsfeldes.

Wenn es in einer bestimmten Region eine große Dürre gibt, ist die Wassermasse dort geringer und die Schwerkraft in dieser Region etwas schwächer. Solche Schwankungen sind so klein, dass sie für den Menschen nicht wahrnehmbar sind. Aber mit Satellitenmessungen ist man jetzt in der Lage, größere Veränderungen in der Wassermasse mit einer Genauigkeit von etwa vier Zentimetern überall auf dem Planeten abzuschätzen. Dank dieser neuen Satellitenbeobachtungen können die Wissenschaftler den globalen Einfluss von Dürren auf die Nettokohlenstoffaufnahme der Ökosysteme messen. Der Faktor kann jetzt in die Klimaforschung miteinbezogen werden.

Sep 19

Dürre: Futterversorgung über den Winter nicht gesichert

Die “IG Benachteiligtes Gebiet” befürchtet, dass aufgrund der Dürre das Tierfutter in den Betrieben nicht über den Winter reicht.

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Foto: pixabay

Während der Hitzewelle mussten sich die Landwirte mit Tierhaltung um den Tierschutz und den Hitzeschutz kümmern. Jetzt ist klar: Nach der Erntebilanz von Silomais ist sich die Thüringer Interessensgemeinschaft Benachteiligtes Gebiet (IG Bena) sicher, dass das Futter für die Versorgung der Tierbestände nicht reicht. Das berichtet die “Thüringer Allgemeine”. Aufgrund der Dürre in diesem Jahr mussten die Betriebe um 30 Prozent weniger Ertrag auf Grünflächen verzeichnen.

Versorgung durch Dürre nicht gesichert

“Durch die außergewöhnliche Trockenheit von April bis August brachte der Mais nur sehr dünne, kleinwüchsige Bestände hervor. Diese zeigten kaum einen Kolbenansatz”, zitiert die Zeitung Astrid Hatzel, Vorsitzende der IG Bena. “Auf dem Grünland beziehungsweise auf den Ackerfutterflächen konnte zudem häufig nur ein erster Schnitt geerntet werden”, so Hatzel weiter. Der zweite Schnitt sei oftmals ausgeblieben und ein dritter sei gar nicht möglich gewesen. Betroffen sind Betriebe, die Rinder oder Schafe halten. Die Tiere können laut Hatzel nicht bis nächstes Jahr versorgt werden: “Bereits jetzt müssen viele Tierhalter die Wintervorräte verfüttern. Zudem befürchtet sie, dass viele Landwirte ihre Tierbestände abbauen müssen.

Direktzahlungen vorziehen

Die angespannte Futtersituation zwingt viele Betriebe zum zusätzlichen Ankauf von Futter. Für kleine Betriebe sei das keine Option, so Hatzel. Die Preise für Futtermittel sind extrem gestiegen. Deshalb fordert die IG Bena, dass Direktzahlungen vorgezogen werden. Auch Gelder aus dem Kulturlandschaftsprogramm müssten laut der IG herangezogen werden. “Vielen Landwirten, gerade im benachteiligten Gebiet, fehlt derzeit schlicht das Geld”, so die Vorsitzende in deThüringer Allgemeinen.

Sep 05

Dürre: Künstliche Gletscher gegen Wassermangel

Die Gletscher in Südasien gehen immer weiter zurück. Die von der Schmelze abhängigen Landwirte haben mit Dürre zu kämpfen. Deutsche Forscher haben eine Lösung gefunden.

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Foto: pixabay

Der Rückgang der Gletscher sowie das abnehmende Schneevorkommen bedrohen die Landwirtschaft des südasiatischen Hochgebirges. In den Regionen sind die Bauern vom Schmelzwasser der Gletscher abhängig. Der Klimawandel fördert die Dürre. Forscher des Südasien-Instituts der Universität Heidelberg haben in einer Langzeituntersuchung eine Möglichkeit gefunden, Wasserengpässen entgegenzuwirken. Mit der Errichtung von Eisreservoirs könnten künstliche Gletscher geschaffen werden und so die Wasserversorgung aufrecht gehalten werden.

Wasserversorgung in Zeiten der Dürre

In der nordindischen Hochgebirgswüste Ladakh wurden in den vergangenen dreißig Jahren mithilfe von Fördermitteln verschiedene Typen von Eisreservoirs errichtet. In diesen Monaten herrscht Trockenzeit. Diese künstlichen Gletscher werden zwischen November und März aus Schmelzwasserabflüssen gespeist. Sie sind als kaskadenartige Mauern oder Kegel angelegt und sichern in den trockenen Frühjahrsmonaten die Bewässerung.

Projekt muss weiterentwickelt werden

In der Studie legt das Team um Prof. Marcus Nüsser eine Bestandsaufnahme und Typologie der künstlichen Gletscher vor. Ihre Auswertung von Satellitenbildern und Messungen vor Ort zeigen, dass das Speichervolumen der Eisreservoirs von 1.010 bis 3.220 Kubikmetern Wasser reicht. „Damit können im Optimalfall die Feldfluren im Abstand von mehreren Tagen bis zu dreimal vollständig bewässert werden“, erklärt Nüsser. Das Speichervolumen ist allerdings noch nicht verlässlich, da es von den klimatischen Bedingungen in der Region abhängt, die von Jahr zu Jahr variieren. Die Forschungsergebnisse haben die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „Regional Environmental Change“ veröffentlicht.

Feb 13

Trockenheit: Bewässern mit Abwasser ist möglich

Effiziente Bewässerung bei Trockenheit: Forscher testen erfolgreich die Versorgung von Pflanzen mit kommunalem Abwasser.

Trockenheit

Foto: ISOE Wikom/CC 2.0

Wetterextreme wie lang anhaltende Trockenheit stellen die Landwirtschaft vor neue Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, dass sich die Forschung mit wassersparenden Bewässerungstechnologien beschäftigt. Ziel ist, die Pflanzenproduktion unabhängig von langen Trockenperioden aufrecht zu erhalten.

Abwasser und Nährstofflösungen versorgen die Pflanzen bei Trockenheit

Im Rahmen des Forschungsprojektes HypoWave wird das sogenannte hydroponische Anbauverfahren mit speziell aufbereitetem kommunalem Abwasser erprobt. Die ersten Fallstudien zeigen die Machbarkeit dieser wasser- und nährstoffeffizienten landwirtschaftlichen Produktion. Dabei  werden im Gewächshaus Setzlinge in Gefäßen über eine Nährstofflösung versorgt. Das Wasser versickert nicht und es verdunstet deutlich weniger. Zudem kann die Nährstofflösung zirkulieren.

Fallstudien zeigen die Umsetzbarkeit

Das Forschungsteam hat mit den ersten beiden Fallstudien nun vielversprechende Ergebnisse veröffentlicht. Sie zeigen beispielhaft an zwei Regionen – dem Landkreis Gifhorn in Niedersachsen und der Gemeinde Raeren in Belgien – wie die Wiederverwendung von Abwasser für den hydroponischen Gemüse- und Schnittblumenanbau gelingen kann. „Für kleinere Gemeinden mit 500 beziehungsweise 1.650 Einwohnern kann hier auf 3.600 beziehungsweise 6.000 m² eine wirtschaftliche Produktion erzielt werden“, freut sich Marius Mohr vom Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB).

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Projektpartner sind neben dem IGB unter anderem das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) und das Julius-Kühn-Institut (JKI).

Die Fallstudien können als PDF geladen werden:

Gifhorn/Niedersachsen
Raeren/Belgien

Jan 09

Was das Schneechaos mit der Hitzewelle zu tun hat

Viele Regionen in den Alpen erleben derzeit ein unglaubliches Schneechaos – laut Experten eine Folge des Klimawandels, ebenso wie die Hitzewelle 2018.

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Foto: pixabay (Symbolbild)

Ganze Regionen in Bayern und Österreich versinken im Schnee. In einigen wurde sogar Katastrophenalarm ausgelöst. Die Versorgung ist durch das Schneechaos gefährdet. Für Urlauber herrscht diesen Winter höchste Lawinengefahr. Einsatzkräfte raten davon ab, sich in der nähe von Bäumen aufzuhalten, denn diese können von einer Sekunde auf die andere durch die Last der Schneemassen umfallen. Dadurch kommt es auch zu Straßensperrungen und Zugausfällen.

Schwacher Polarwirbel bringt Schneechaos

Der heftige Wintereinbruch hat einen Grund: Der Polarwirbel über der Arktis ist zusammengebrochen. Dieser sorgt im Normalfall dafür, dass kalte Luftmassen am Nordpol bleiben. Durch das Splitting strömte die kalte Luft bis nach Europa. In den kommenden Tagen soll es zwar etwas wärmer werden, Meteorologen kündigen aber für Ende Januar eine neue Kältepeitsche an.

Klimawandel sorgt für schwachen Polarwirbel

Die Abschwächung des Polarwirbels liegt an wärmeren Temperaturen am Nordpol. Der Mechanismus wird gestört. Diese warmen Luftmassen haben im Sommer auch für die durch die Hitzewelle verursachte Dürre in Europa gesorgt. Das passiert zwar regulär alle zwei Jahre, der Rhythmus wird aber engmaschiger und die Temperaturunterschiede werden größer. Im Normalfall werden die Sonnenstrahlen durch die Eis- und Schneedecke in die Troposphäre zurückgestrahlt. Durch die Eisschmelze bleibt die Reflexion aus – eine Folge des Klimawandels. Ein Teufelskreis, der dafür sorgen wird, dass wir uns wohl an strenge Winter und heiße Sommer gewöhnen müssen.

Jan 02

Wetterextreme: Deutschland stärkt äthiopischen Agrarsektor

Das deutsche Entwicklungsministerium und die KfW helfen in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen äthiopischen Landwirten nachhaltig die Folgen der Wetterextreme zu bewältigen.

Foto: Can/Adobe Stock

Foto: Can/Adobe Stock

Äthiopien ist einer der ärmsten Länder Afrikas. Die Landwirtschaft ist das wichtigste Standbein der Einwohner. Doch unter der Hitze funktioniert diese nur schwer. Wetterextreme, die durch den Klimawandel noch verstärkt werden, erfordern Maßnahmen gegen die Folgen. Dazu zählt nicht nur Dürre, sondern auch Starkregen.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW hat im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen Finanzierungsvertrag unterzeichnet. Auch das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) beteiligt sich an der Finanzierung in der Gesamthöhe von 20 Millionen Euro. Die Förderung, finanziert durch die Sonderinitiative „Eine Welt ohne Hunger“, stellt eine Ausweitung der von WFP und Oxfam gegründeten Rural Resilience Initiative (R4) dar. Sie unterstützt den äthiopischen Agrarsektor in ausgewählten Regionen, die extremen Wetterereignissen ausgesetzt sind.

Bevölkerung ist auf Hilfe gegen Folgen der Wetterextreme angewiesen

„Die Landwirtschaft, von der über 85 % der Bevölkerung Äthiopiens direkt oder indirekt abhängen, ist besonders klimaempfindlich”, erklärt KfW-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Joachim Nagel. In den ländlichen Gebieten stelle der Agrarsektor zumeist die einzige Beschäftigungs- und Einkommensmöglichkeit dar. “Umso wichtiger ist es, die Landbevölkerung für Klimarisiken und damit verbundenen Ernteausfällen zu rüsten und so das Nahrungsangebot in den betroffenen Regionen sicherzustellen“, so Nagel weiter.

Nachhaltige Möglichkeiten für die Landwirte

Der ganzheitliche Ansatz umfasst vier Maßnahmen zum besseren Umgang mit Wetterrisiken: Zum einen werden wirtschaftlich und finanziell nachhaltige Dürreversicherungen für die ansässige Bevölkerung bereitgestellt. Zum anderen werden Maßnahmen zum Erosionsschutz und der Wasserrückhaltung im Fall von Starkregen eingeleitet. Darüber hinaus können die kleinbäuerlichen Betriebe über Mikrokredite in die Diversifizierung ihrer Einkommen investieren. So haben sie zum Beispiel die Möglichkeit, Bienen für die Honigproduktion und -vermarktung zu erwerben. Schließlich wird auch das Sparverhalten der Landwirte durch spezielle Trainings gestärkt und so ein finanzielles Polster für etwaige Ernteausfälle durch das Extremwetter angespart.

Dez 26

Trockenheit: Erheblicher Rückgang bei Kartoffel- und Raufutterernte

Aufgrund der Trockenheit in diesem Jahr fiel auch die Ernte von Kartoffeln und Raufutter schlecht aus. In Mecklenburg-Vorpommern lag der Ertrag bei der Kartoffelernte 13 Prozent unter dem Durchschnitt.

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Foto: pixabay

In Mecklenburg-Vorpommern wurden dieses Jahr auf einer Fläche von 12.400 Hektar 396.600 Tonnen Kartoffeln geerntet. Wie das Landesamt für innere Verwaltung mitteilt, liegt diese Menge 13 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre. Wie andere Landwirte mit Ackerbau sind auch Betriebe mit Kartoffelanbau von den hohen Temperaturen und der damit verbundenen Trockenheit betroffen.

Auch weniger Grünfutter wegen Trockenheit

Pflanzen zur Grünernte sind ebenfalls von der Dürre betroffen. Bezogen auf den Hektarertrag der letzten sechs Jahre musste beim Silomais ein Verlust von 29 Prozent und beim Getreide zur Ganzpflanzenernte von 32 Prozent hingenommen werden. Auch die Erträge bei Leguminosen (minus 45 Prozent) und beim Feldgras (minus 50 Prozent) fielen nicht besser aus. Bei Weiden und Wiesen ging der Ertrag fast um die Hälfte zurück.

Absicherung gegen Schäden durch Extremwetter immer wichtiger Durch die Veränderung des Klimas wird es immer wichtiger, dass sich gerade Pflanzenbaubetriebe gegen Schäden durch Naturgewalten versichern. Auch Verbände raten zu professionellem Risikomanagement. Die spezielle Wetterversicherung für landwirtschaftliche Betriebe der Chemnitzer gvf VersicherungsMakler AG löst das Problem. Sinken Erträge durch Wettereinflüsse, entstehen Einnahmeverluste und Zusatzausgaben. Diese werden durch diese Risikoabsicherung geglättet, sodass das Jahresergebnis kalkulierbar bleibt. “Die Wetterversicherung” wird betriebsindividuell gegen die für die jeweiligen Feldfrüchte riskanten Ausprägungen versichert. Um das Agrarwetter am eigenen Standort immer im Blick zu haben, hat gruuna, ein Tochterunternehmen der gvf VersicherungsMakler AG, eine digitale Wetterstation entwickelt. Diese zeigt alle relevanten Daten direkt am Bestand.

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