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Mrz 27

Pacht: Preise bleiben wegen Dürre nur teilweise stabil

Laut Schätzungen des Agrarministeriums haben sich die Pachtpreise in Sachsen-Anhalt aufgrund des trockenen Sommers 2018 stabilisiert. Das betrifft allerdings nur einige Regionen, denn praktische Erfahrungen von Landwirten zeigen eine steigende Entwicklung.

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Foto: pixabay (Symbolbild)

Der trockene Sommer im vergangenen Jahr hat Auswirkungen auf die Pachtpreise für Acker- und Grünland. Das schätzt laut dem Informationsportal “Proplanta” das Agrarministerium Sachsen-Anhalt ein. Die Preise seien stabil. “Insgesamt hat die Dürre den Preisanstieg auf dem Pachtmarkt gedämpft”, so Landwirtschaftsministerin Claudia Dalbert (Grüne). Sie lenkt aber ein, dass in einigen Landkreisen die Preise für die Pacht trotzdem gestiegen seien. Auch in der Praxis zeigt sich, dass vielerorts die Pachtpreise in die Höhe gegangen sind, wie Landwirte die-wetterversicherung.de gegenüber berichteten.

Flächen und Preise online abrufen

Auf der Internetseite des Ministeriums können die Pachtpreisinformationen 2018 detailliert abgerufen werden. Für jeden Landkreis sind der Umfang der Pachtverträge in Hektar und die durchschnittlichen Pachtpreise ausgewiesen. Dabei wird nach Acker- und Grünland sowie nach verschiedenen Bodenkennzahlen unterschieden.

Agrarministerium: Pacht für landeseigene Flächen wird nicht erhöht

Dem Landwirtschaftsministerium zufolge können sich Betriebe, die ihre Flächen von der Landgesellschaft gepachtet haben, weiterhin auf stabile Preise einstellen. Man habe sich mit dem Finanzministerium darauf verständigt, die Preise zum Beginn des nächsten Pachtjahres am 1. Oktober 2019 nicht zu erhöhen.

Nov 21

Dürre: Mecklenburg-Vorpommern berechnet Hilfszahlungen neu

In Mecklenburg-Vorpommern werden Schäden durch die Dürre nicht mit den Erlösen aus der Tierhaltung gegengerechnet. Das Agrarministerium nimmt dieses Angebot des Bundes wahr. Um bisher benachteiligten Landwirten mehr Zeit zu geben, wurde die Frist verlängert.

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Foto: hykoe/Adobe Stock (Symbolbild)

Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, dass landwirtschaftliche Betriebe ihre Erlöse aus der Tierhaltung nicht den Schäden durch die Dürre im Ackerbau aufrechnen müssen. Die Gegenrechnung führte in vielen Fällen zu einer Verringerung des errechneten Schadens. Die Auszahlung war entsprechend gering. Verpflichtend ist die Entscheidung für die einzelnen Länder nicht. Das Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern nimmt das Angebot des Bundes wahr.

Er sei froh, dass der Bund erkannt habe, dass insbesondere rinderhaltende Betriebe von den Hilfsmaßnahmen nur wenig profitierten, sagte Landwirtschaftsminister Till Backhaus. Die Betriebe mussten teilweise sogar die Viehbestände reduzieren.

Hilfen werden neu berechnet

Für die Landwirte bedeutet das, dass bei der Antragsbearbeitung jetzt nur die witterungsbedingten Schäden aus der Tierhaltung betrachtet werden, die durch die Dürre entstanden sind. Die Erlöse spielen dabei keine Rolle.

Das Landwirtschaftsministerium in Schwerin prüft nun, inwieweit die derzeit vorliegenden Anträge ausreichen, um die Schäden neu zu berechnen. Zudem wird die Antragsfrist verlängert. Landwirte, die aufgrund der bisherigen Schadensbetrachtung herausgefallen waren, können so ihren Antrag noch stellen.

Anträge können noch bis zum 30. November beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg gestellt werden. Inwieweit eine Auszahlung von Vorschüssen für die Neuanträge in diesem Jahr möglich sei, hänge von der Anzahl der dann noch zu bearbeitenden Anträge ab, heißt es aus dem Landwirtschaftsministerium.

Okt 24

Dürre: In Österreich erster See komplett ausgetrocknet

Die Dürre fordert auch die österreichische Natur heraus. Nicht nur landwirtschaftliche Schäden sind zu beklagen. Das Wasser ist so knapp, dass bereits ein See komplett ausgetrocknet ist.

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So sieht der berühmte Spiegelsee in Österreich nicht mehr aus. Foto: photoflorenzo/Adobe Stock

Der Mittersee, auch Spiegelsee genannt, ist einer von drei Seen im österreichischen Dachsteingebirge. Die Gebirgsseen sind ein beliebtes Ziel für Bergwanderer. Spiegelsee deshalb, weil sich bei Windstille darin das Dachsteinmassiv spiegelt. Doch wer jetzt die 1.700 Meter erklimmt, wird auf das Naturschauspiel verzichten müssen. Der Spiegelsee ist der erste See in Österreich, der aufgrund der diesjährigen Hitzewelle zur Gänze ausgetrocknet ist – eine augenscheinliche Auswirkung der Dürre!

Wasserstand der Donau wegen Dürre um die Hälfte zurückgegangen

Der Spiegelsee ist ein prominentes Beispiel für den Wassermangel aufgrund der Trockenheit nach der Sommerhitze. Der Neusiedler See im östlichsten Bundesland, dem Burgenland, ist nach dem ungarischen Plattensee der zweitgrößte Steppensee Europas. Die ohnehin schon geringe Tiefe von maximal zwei Metern ist noch einmal um 14 Zentimeter gesunken, wie wetter.at berichtet. Christian Labut von der Abteilung Hydrologie der Landesregierung Niederösterreich beschreibt gegenüber dem Internetportal den Zustand der Donau: „In Niederösterreich fließt nur 41 Prozent der üblichen Menge an Wasser.” In der Folge ist die Schifffahrt eingeschränkt, die Fische sind gefährdet.

Auch das Trinkwasser wird knapp. Hausbrunnen sind versiegt. Wie wetter.at weiter berichtet, musste im Salzburger Land vergangene Woche die Feuerwehr Bauernhöfe mit Wasser aus dem Container versorgen.

Wie der Spiegelsee jetzt aussieht, sieht man hier.

Okt 10

Dürre gefährdet auch Wintergetreide

Die Dürre im Sommer hat Nachwirkunen. Immer noch ausgetrocknete Böden lassen Landwirte um die Ernte des kommenden Jahre bangen.

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Foto: pixabay

Wanderer freuen sich über einen goldenen Oktober. Das was für die Genießer des schönen Wetters wunderbar ist, macht Landwirten Kopfzerbrechen. Die Trockenheit durch die Hitzewelle hat die Böden ausgetrocknet. Und es fehlt immer noch Regen. Die Aussaat des Wintergetreides ist gefährdet und somit die Ernte des kommenden Jahres, wie wetteronline.de berichtet. In Sachsen zum Beispiel sei die Getreideernte im Durchschnitt 10 bis 20 Prozent geringer ausgefallen als im Mittel der Vorjahres, so das Internetportal. Auch wenn sich das Wetter schon im September auf mitteleuropäische Verhältnisse eingependelt hat, der so wichtige Regen ist nicht in Aussicht. Wasserreserven sind im Boden kaum vorhanden.

Raps-Betriebe verzichten auf Aussaat

Im Osten haben viele Raps-Betriebe auf die Aussaat ganz verzichtet, schreibt wetteronline.de weiter. Betroffen seien vor allem Gegenden mit leichten, sandigen Böden. Der Pegel der Elbe in Dresden liege aktuell bei gut 60 Zentimeter. Der Normalstand wären zwei Meter. Zum Wassermangel kommen mehr Schädlinge, wie Blattläuse, Kohlfliegen und Borkenkäfer.

Ähnlich wie im Rekordsommer 2003

wetteronline.de zieht einen Verleicht zum Rekordsommer 2003. Der Wassermangel betrifft nicht nur Ostdeutschland, sondern fast die ganze Bundesrepublik. An der Elbe sind teilweise sogar Brunnen komplett ausgetrocknet.

Sep 26

Durch Dürre mehr CO2 in der Luft

Pflanzen reduzieren bei Dürre ihre Aktivität, der CO2-Austausch wird gemindert – ein bisher unbekannter Faktor in der Klimaforschung.

Foto: pixabay

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Mitteleuropa wurde dieses Jahr durch eine ungewöhnlich starke und lange Hitzeperiode heimgesucht. Die Folgen sind nicht nur Milliardenschäden in der Landwirtschaft und Stress für die Ökosysteme. Wissenschaftler, unter anderem der ETH Zürich, haben festgestellt, dass durch die Dürre auch die CO2-Konzentration in der Luft ansteigt. Experten bringen die vermehrten Hitzewellen mit dem Klimawandel in Verbindung – also ein Teufelskreis für das Klima.

Pflanzen reduzieren Aktivität

Pflanzen reduzieren ihre Aktivität, wenn durch Trockenzeit der Boden austrocknet. Sie sparen so Wasser, um ihr Gewebe zu erhalten. In der Folge können sie kein Kohlendioxid mehr aus der Umgebungsluft abscheiden und es verbleibt mehr in der Luft. In trockenen Jahren steige also die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre schneller an, erklärt der Autor auf der Website des Deutschen Hochschulverbandes weiter. Weltweit sei dieser Effekt ausgeprägter als bisher angenommen.

Satelliten können Dürre messen

Des weiteren beschreiben die Forscher in der Studie die Möglichkeit, mit Satelliten die Verfügbarkeit von Wasser sehr genau zu messen. Pflanzen können dank ihrer Wurzeln auch Wasser aus tiefen Bodenregionen erreichen. Herkömmliche Satelliten sehen aber nur, was an der Oberfläche passiert. Sie können Ressourcen für die Wasserversorgung der Pflanzen in tiefen Bereichen nicht messen. Seit einigen Jahren wird eine neuartige Satellitenmission verwendet, um extrem kleine Veränderungen im Schwerefeld der Erde festzustellen. Veränderungen in der Wasserspeicherung verursachen genau solche kleinen Störungen des Gravitationsfeldes.

Wenn es in einer bestimmten Region eine große Dürre gibt, ist die Wassermasse dort geringer und die Schwerkraft in dieser Region etwas schwächer. Solche Schwankungen sind so klein, dass sie für den Menschen nicht wahrnehmbar sind. Aber mit Satellitenmessungen ist man jetzt in der Lage, größere Veränderungen in der Wassermasse mit einer Genauigkeit von etwa vier Zentimetern überall auf dem Planeten abzuschätzen. Dank dieser neuen Satellitenbeobachtungen können die Wissenschaftler den globalen Einfluss von Dürren auf die Nettokohlenstoffaufnahme der Ökosysteme messen. Der Faktor kann jetzt in die Klimaforschung miteinbezogen werden.

Sep 19

Dürre: Futterversorgung über den Winter nicht gesichert

Die “IG Benachteiligtes Gebiet” befürchtet, dass aufgrund der Dürre das Tierfutter in den Betrieben nicht über den Winter reicht.

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Foto: pixabay

Während der Hitzewelle mussten sich die Landwirte mit Tierhaltung um den Tierschutz und den Hitzeschutz kümmern. Jetzt ist klar: Nach der Erntebilanz von Silomais ist sich die Thüringer Interessensgemeinschaft Benachteiligtes Gebiet (IG Bena) sicher, dass das Futter für die Versorgung der Tierbestände nicht reicht. Das berichtet die “Thüringer Allgemeine”. Aufgrund der Dürre in diesem Jahr mussten die Betriebe um 30 Prozent weniger Ertrag auf Grünflächen verzeichnen.

Versorgung durch Dürre nicht gesichert

“Durch die außergewöhnliche Trockenheit von April bis August brachte der Mais nur sehr dünne, kleinwüchsige Bestände hervor. Diese zeigten kaum einen Kolbenansatz”, zitiert die Zeitung Astrid Hatzel, Vorsitzende der IG Bena. “Auf dem Grünland beziehungsweise auf den Ackerfutterflächen konnte zudem häufig nur ein erster Schnitt geerntet werden”, so Hatzel weiter. Der zweite Schnitt sei oftmals ausgeblieben und ein dritter sei gar nicht möglich gewesen. Betroffen sind Betriebe, die Rinder oder Schafe halten. Die Tiere können laut Hatzel nicht bis nächstes Jahr versorgt werden: “Bereits jetzt müssen viele Tierhalter die Wintervorräte verfüttern. Zudem befürchtet sie, dass viele Landwirte ihre Tierbestände abbauen müssen.

Direktzahlungen vorziehen

Die angespannte Futtersituation zwingt viele Betriebe zum zusätzlichen Ankauf von Futter. Für kleine Betriebe sei das keine Option, so Hatzel. Die Preise für Futtermittel sind extrem gestiegen. Deshalb fordert die IG Bena, dass Direktzahlungen vorgezogen werden. Auch Gelder aus dem Kulturlandschaftsprogramm müssten laut der IG herangezogen werden. “Vielen Landwirten, gerade im benachteiligten Gebiet, fehlt derzeit schlicht das Geld”, so die Vorsitzende in deThüringer Allgemeinen.

Sep 05

Dürre: Künstliche Gletscher gegen Wassermangel

Die Gletscher in Südasien gehen immer weiter zurück. Die von der Schmelze abhängigen Landwirte haben mit Dürre zu kämpfen. Deutsche Forscher haben eine Lösung gefunden.

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Der Rückgang der Gletscher sowie das abnehmende Schneevorkommen bedrohen die Landwirtschaft des südasiatischen Hochgebirges. In den Regionen sind die Bauern vom Schmelzwasser der Gletscher abhängig. Der Klimawandel fördert die Dürre. Forscher des Südasien-Instituts der Universität Heidelberg haben in einer Langzeituntersuchung eine Möglichkeit gefunden, Wasserengpässen entgegenzuwirken. Mit der Errichtung von Eisreservoirs könnten künstliche Gletscher geschaffen werden und so die Wasserversorgung aufrecht gehalten werden.

Wasserversorgung in Zeiten der Dürre

In der nordindischen Hochgebirgswüste Ladakh wurden in den vergangenen dreißig Jahren mithilfe von Fördermitteln verschiedene Typen von Eisreservoirs errichtet. In diesen Monaten herrscht Trockenzeit. Diese künstlichen Gletscher werden zwischen November und März aus Schmelzwasserabflüssen gespeist. Sie sind als kaskadenartige Mauern oder Kegel angelegt und sichern in den trockenen Frühjahrsmonaten die Bewässerung.

Projekt muss weiterentwickelt werden

In der Studie legt das Team um Prof. Marcus Nüsser eine Bestandsaufnahme und Typologie der künstlichen Gletscher vor. Ihre Auswertung von Satellitenbildern und Messungen vor Ort zeigen, dass das Speichervolumen der Eisreservoirs von 1.010 bis 3.220 Kubikmetern Wasser reicht. „Damit können im Optimalfall die Feldfluren im Abstand von mehreren Tagen bis zu dreimal vollständig bewässert werden“, erklärt Nüsser. Das Speichervolumen ist allerdings noch nicht verlässlich, da es von den klimatischen Bedingungen in der Region abhängt, die von Jahr zu Jahr variieren. Die Forschungsergebnisse haben die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „Regional Environmental Change“ veröffentlicht.

Jun 05

Wie heiß wird der Sommer wirklich?

Seit Monaten wird in den Medien vor der nächsten “Hitzekatastrophe” im kommenden Sommer gewarnt. Doch wie hoch ist das Risiko wirklich?

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Foto: pixabay

Der Sommer 2018 ist noch jedem in Erinnerung. Die Landwirtschaft hat noch immer mit den Schäden, die durch die Dürre entstanden sind, zu kämpfen. Seit einigen Monaten warnen Experten immer wieder davor, dass sich die Hitze im kommenden Sommer wiederholen wird. Verlässliche Wetterprognosen über Monate sind allerdings schwierig. Wie heiß wird der Sommer tatsächlich?

Mai war zu kühl

Obwohl man vielerorts die derzeitigen Temperaturen als schwül empfindet, war der Mai laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sogar zu kühl – der erste Monat seit 13 Monaten, in dem die Temperaturen unter dem Durchschnitt lagen. Konkret lag der Mai mit 10,9 Grad Celsius um 1,2 Grad unter dem Wert der Referenzperiode 1961 bis 1990. Vor alIem die erste Monatshälfte verlief ungewohnt kühl. Die Natur ist dennoch “verwirrt”. Durch die überdurchschnittlich warmen Vormonate fing die Vegetation in diesem Jahr früher an, sich zu entwickeln. Durch die kühleren Tage und Nächte im Mai geriet sie wieder ins stocken.

Prognose für Sommer aufgebauscht?

In den Medien ist seit Monaten schon von der “nächsten Hitzekatastrophe” oder vom kommenden “Horror-Sommer” zu lesen. Die Meldungen berufen sich unter anderem auf eine Langzeitprognose des privaten US-amerikanischen Wetterdienstes “accuweather”, der vor Extrem-Hitze warnt. Der DWD sieht die Entwicklung in den kommenden Monaten nüchterner.

Abgesehen vom Mai, der rein rechnerisch zu kühl war, erkennt man in den vergangenen Monaten eine zu trockene Tendenz. „Sollte die trockene Witterung in den kommenden Monaten anhalten, könnte sich die Dürre des Jahres 2018 wiederholen oder sogar übertroffen werden“, erklärt DWD-Agrarmeteorologe Dr. Udo Busch. “Dann würde die Landwirtschaft in Deutschland auch 2019 wieder mit Ertragseinbußen rechnen müssen”, so Busch weiter.

Wetterexperte Jörg Kachelmann kritisiert in einem Interview mit meedia, dass sogar die fundierten Prognosen des DWD von manchen Medien aufgebauscht würden. Von Schlagzeilen wie “Sahara-Sommer” oder “Mega-Dürre” will er nichts wissen. “Der Deutsche Wetterdienst hat nie behauptet, dass es einen Dürresommer gäbe. Er schrieb nur, dass es einen geben könnte, wenn es nicht regnet, was nicht weiter überrascht”, fasst Kachelmann die Fakten zusammen.

Mit CYA-App Ernteertrag genau analysieren

Für Landwirte ist das Wetterrisiko besonders wichtig. Um das Risiko durch Wettereinflüsse zu minimieren steht die CYA-App zur Verfügung. Sie wurde von der Chemnitzer CYA GmbH entwickelt. Das Kürzel CYA steht für “Crop Yield Analysis”, das übersetzt nicht anderes heißt, als “Ernteertragsanalyse”.Das tatsächliche Wetterrisiko können Nutzer anhand von Echtzeitdaten und der Wetterhistorie analysieren.

Die CYA-App hilft Landwirten, den Ernteerfolg aber auch das Risiko für ihren eigenen Bestand zu analysieren. Die mobile Anwendung übermittelt die Ertragsdaten an den CYA-Server. Dort werden die aktuellen Daten vom Bestand und die Daten aus der Wetterhistorie zusammengeführt und analysiert. Aus vielen möglichen Wettergefahren ermittelt das System die Gefahr mit dem größten Einfluss auf die Ernte. Mit der App hat der Landwirt die Berechnungen des CYA-Servers jederzeit und an jedem Ort im Blick.

Mai 15

Wann wird das Wetter zum Klima?

Die Begriffe Klima, Wetter und Witterung werden oft verwechselt. Der Unterschied hängt nur von zwei Faktoren ab: Zeitraum und Ort.

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Foto: pixabay

Sind der extrem heiße Sommer im vergangenen Jahr, die Überschwemmungen und plötzlichen Wintereinbrüche Ergebnisse des Klimawandels oder haben wir nur unterschiedliche Wetterlagen? Experten bringen den Hitzesommer 2018 mit einer Veränderung des Klimas in Verbindung. Doch wo hört das Wetter auf und wo fängt das dauerhafte Klima an?

Klima hängt von Statistik ab

Darüber, ob eine länger andauernde Wetterlage bereits auf eine Klimaveränderung hindeutet, sind sich Wissenschaftler teils uneins. Vor allem das schnelle Voranschreiten des Klimawandels macht Einschätzungen nicht leichter. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hält sich bei der Definition an einen Beobachtungszeitraum von 30 Jahren. Die Zeitspanne ist lange genug, um statistische Eigenschaften erfassen zu können.

Definitionen eine Frage von Zeit und Ort

Laut Max-Planck-Institut für Meteorologie beschreibt das Wetter den physikalischen Zustand zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort. Das Klima hingegen sei erst dann richtig gekennzeichnet, wenn die Wahrscheinlichkeit für Abweichungen vom Mittelwert angegeben werden kann. Das verlangt, dass auch Extremwerte Teil der Statistik sind. Die Einteilung der Klimazonen erfolgt nach dem Jahresgang von Temperaturen und Niederschlägen.

Das Klima beschreibt also den durchschnittlichen Verlauf der Klimaelemente im von der WMO definierten Zeitraum. Der punktuelle Zustand definiert das Wetter. Die Witterung ist der vorherrschende Zustand über mehrere Tage – auch wenn während Regentagen zwischendurch mal die Sonne zum Vorschein kommt.

Apr 24

Bewässerung: Landwirten droht wegen Trockenheit Beschränkung

Ein niedersächsischer Landkreis denkt über Beschränkungen bei der Bewässerung nach, um Trinkwasser zu sparen.

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Foto: pixabay (Symbolbild)

Die Hitze im vergangenen Sommer schwächte die Landwirtschaft in ganz Deutschland, Milliardenschäden. Auch seit Jahresbeginn regnete es zu wenig. Was die Landwirtschaft braucht, ist stetiger Landregen über längere Zeiträume. Die Böden sind vielerorts noch immer ausgetrocknet. Viele Landwirte sind auf Bewässerung angewiesen. Für kommenden Sommer haben Meteorologen bereits eine vorsichtige Prognose für ähnlich hohe Temperaturen abgegeben. Das könnte die Landwirte noch härter treffen, denn im Vorjahr profitierten die Böden noch vom regenreichen Jahr 2017.

Landkreis Celle prüft Beschränkung der Bewässerung

Wie die “Hannoversche Allgemeine Zeitung” (HAZ) berichtet, denkt der niedersächsische Landkreis Celle darüber nach, die Beregnungen mit Wasser aus Grundwasserbrunnen zu beschränken. Der Grund: So soll Trinkwasser gespart werden. Gerade in der Heideregion wäre das aufgrund der sandigen Böden mit wenig Wasser ein Problem. Ein Sprecher des Kreises erklärte der HAZ, dass im vergangenen Jahr in einigen Gebieten die erlaubte Wassermenge bereits überschritten worden sei. Ein stabiler Grundwasserspiegel ist aus Umweltgründen europarechtlich vorgeschrieben.

Wasserwiederverwendung statt Beschränkung

In Niedersachsen liegt etwa die Hälfte der beregneten Flächen Deutschlands. Klaus Röttcher, Wasserbauexperte an der Ostfalia Hochschule in Suderburg, sagte zur HAZ, dass der Grundwasserspiegel noch nicht dramatisch zurückgegangen sei. Auswirkungen auf die Versorgung mit Trinkwasser sieht er deshalb nicht. „Aber wir sind in einem Bereich, wo man genauer hinschauen muss“, so Röttcher. Anstatt zu beschränken, schlägt er vor zu überlegen, wie man Wasser sparen und wiederverwenden kann.

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